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Veröffentlicht: 06.02.2013, 15:25 Uhr

Schwaches Stahlgeschäft Mittals Kurskorrektur

Der Stahlkonzern Arcelor-Mittal muss seine in Europa erworbenen alten Werke unbedingt ausmustern. Das mögen die nationalen Regierungen nicht, aber daran führt kein Weg vorbei.

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Gemessen an dem Milliarden-Verlust, den Arcelor-Mittal veröffentlicht hat, war die Reaktion der Börse mit Kursgewinnen von bis zu 3 Prozent sehr freundlich. Nun zeichnete sich der heftige Ertragsrückgang beim Weltstahlmarktführer schon früher ab, als er im Dezember hohe Abschreibungen auf einige europäische Stahlwerke bekanntgab. Die wichtigere Botschaft war daher Lakshmi Mittals Prognose eines in diesem Jahr sich erholenden Ergebnisses.

Das symbolisiert das Ende einer Durststrecke. Denn in den Jahren nach der Finanzmarktkrise hatte der indische Stahlmogul seine Meinung von einem stabil wachsenden Weltstahlmarkt korrigieren müssen: Tatsächlich ist das Werkstoffgeschäft sehr volatil geblieben. Gründe dafür sind strukturelle Überkapazitäten in Europa und der dem Bedarf vorauseilende Kapazitätsausbau in Asien.

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Nun aber hat Mittal begonnen, die neuen Erkenntnisse umzusetzen und die im Boom in Europa erworbenen alten Werke auszumustern. Das stößt auf Widerstand bei den nationalen Regierungen, wird viel Zeit und manchen Euro kosten. Aber es ist auch der einzige Weg, auf dem der Stahlproduzent an frühere Ertragskraft anknüpfen kann.

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