Die SPD will die Deutsche Bank zu einem tiefgreifenden Umbau zwingen. Die Handelsaktivitäten des größten deutschen Kreditinstituts müssten organisatorisch vom klassischen Bankgeschäft getrennt werden, empfiehlt der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der als SPD-Kanzlerkandidat im Gespräch ist, in einem Konzept zur Regulierung der Finanzmärkte. Damit könne das Risiko verringert werden, dass der Staat bei Fehlspekulationen von Investmentbanken eingreifen müsse, um Spareinlagen und Kreditversorgung zu schützen, zitiert die Wochenzeitung „Die Zeit“ aus Steinbrücks Papier. Große Banken sollen aber nach Vorstellung der SPD nicht zerschlagen werden. Vielmehr soll durch ein Holding-Modell gewährleistet werden, dass die Deutsche Bank ihre Finanzprodukte aus einer Hand anbieten könne. Damit will die SPD sicherstellen, dass auch die Anforderungen großer Unternehmen erfüllt werden, die neben Krediten auch komplexe Dienstleistungen wie Währungsabsicherungen verlangen.
Trotzdem würde eine kapitalmäßige Abschirmung des von den Kapitalmärkten abhängigen Investmentbanking vom klassischen Kundengeschäft die Deutsche Bank in ihren Grundfesten erschüttern. Denn die neue Doppelspitze aus Anshu Jain und Jürgen Fitschen baut auf das Konzept der Universalbank, in der ein Risikoausgleich zwischen Investmentbanking und Geschäft mit Privat- und Firmenkunden erfolgt.
Die Analysten der Credit Suisse erwarten für die Deutsche Bank einen zusätzlichen, nicht näher bezifferten Kapitalbedarf, sollten Steinbrücks Pläne umgesetzt werden. Zudem könnte sich die Finanzierung für das Investmentbanking, das in guten Zeiten mehr als zwei Drittel der Erträge liefert, verteuern. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich zu dem SPD-Papier nicht äußern. „Das Universalbanksystem wird von unseren Kunden geschätzt“, hatte Fitschen bei der Vorstellung der neuen Strategie am 11. September gesagt. Eine Trennung von Investmentbanking und Kreditgeschäft dürfte künftige Finanzkrisen kaum vermeiden. So wurde die Bankenkrise in Spanien durch Immobilienkredite verursacht. Banken mit hohen Kundeneinlagen sind gezwungen, diese am Kapitalmarkt anzulegen, was bei europäischen Staatsanleihen zuletzt hohe Verluste verursacht hat.
Steinbrück fordert in dem Papier ferner einen von den Banken finanzierten europäischen Abwicklungsfonds, mit dessen Hilfe auch große Banken kontrolliert geschlossen werden sollen, wenn sie in Schieflage geraten sind. Um Risiken zu vermindern, sollen alle großen Banken gezwungen werden, Handelsaktivitäten und Kreditgeschäft zu trennen.
Das 20 Seiten lange Papier soll am nächsten Dienstag in der SPD-Bundestagsfraktion vorgestellt werden. In den vergangenen Wochen haben parteiintern zwei Arbeitsgruppen an dem Konzept gearbeitet. Eine wurde von dem hessischen Parteivorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel geleitet. Ihr gehören Fachleute aus der Finanzbranche und Wissenschaftler an - etwa der frühere Bundesbankvorstand Hans-Helmut Kotz und sein Nachfolger Joachim Nagel. Ein zweites Gremium ist bei Steinbrück selbst angesiedelt, sein engster Berater ist Rainer Stollhoff, ebenfalls ehemaliger Bundesbanker.
Diese Weisheit stammt von einem Herrn dem wir die Bad Bank
"HRE" zu verdanken haben, dies ist.....
Peter Herbeck M.A. (peterherbeck)
- 21.09.2012, 05:47 Uhr
Raus aus Deutschland!
Sabine Mersmann (Sabine2772)
- 20.09.2012, 22:21 Uhr
Riesenbankfinanzwaehrungsfachmann Steinbrueck
Harald Sulzmann (hsulzmann)
- 20.09.2012, 21:46 Uhr
das staatsmodell chinas sollten man in china belassen
klaus keller (klkeller)
- 20.09.2012, 20:34 Uhr
Der Bock will jetzt Gärtner sein!
Reinhilde Rauschenbach (Waldrauschen)
- 20.09.2012, 20:31 Uhr