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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schuldenkrise Zerbricht jetzt der Euro?

 ·  Spanien ist am Boden. Griechenland will nicht mehr sparen. Europa steht vor der Grundsatzfrage: Mehr Macht für Brüssel - oder weg mit dem Euro.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (167)

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Eckhard Behrens

Warum droht der Euro an mangelnder Wettbewerbsfähigkeit zu zerbrechen?

In einem ausgeglichenen Markt haben die guten Anbieter niedrige Kosten und hohe Gewinne und die schlechten Anbieter hohe Kosten und geringe Gewinne. Alle sind beschäftigt, weil die Gesamtnachfrage dem Gesamtangebot entspricht.

Wenn der Markt nicht ausgeglichen, also die Gesamtnachfrage geringer ist als das Gesamtangebot, dann gibt es einen Kampf um Marktanteile und die schlechtesten Anbieter scheiden aus dem Markt ganz aus. Sie haben dann kein Einkommen mehr und müssen von der Solidargemeinschaft unterhalten werden.

Was für Einzelmärkte gilt, gilt auch für den Euro-Raum im Ganzen. Wenn die Europäische Zentralbank eine Geldwertpolitik betreibt, die die Gesamtnachfrage stranguliert, dann gibt es einen Kampf der Mitglieds-Volkswirtschaften um Marktanteile; in diesem Kampf entscheidet die Wettbewerbsfähigkeit und es geht um das Überleben ganzer Volkswirtschaften und nicht nur um die Höhe der Einkommen ihrer Bürger.

Die EZB bremst die Nachfrage wg. ihres zu geringen Inflationsziels.

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Karl Schade
Karl Schade (J.K.S) - 10.06.2012 23:08 Uhr

Nationen bilden sich von unten und können von oben höchstens vollendet werden

Die Entstehung Schweiz im 15. Jahrhundert, der Vereinigten Staaten von Amerika 1776 und die deutschen Einigungen von 1870/71 sowie 1989/90 zeigen, dass erfolgreiche Staaten nur entstehen, wenn die Bevölkerungen diese Staatengründungen wollen. Heute die Vereinigten Staaten der Eurozone zu schaffen, würde vermutlich von den Völkern Europas überwiegend als feindseliger Akt der eigenen Eliten und Brüsseler Bürokraten empfunden werden. Die meisten Europäer wollen wohl miteinander verbündet sein, die wenigsten jedoch in einen Einheitsstaat mit Zwang zum Finanzausgleich gepresst werden.

Wenn sich die heutige Eurozone nur in einem gemeinsamen Staat erhalten ließe, sollten in allen Euroländern Volksabstimmungen durchgeführt werden, welche Völker das mehrheitlich wollen. In der Konsequenz dieser Abstimmungen wäre die Eurozone in einen Staat umzuwandeln oder in ihre funktionsfähigen Teile zu zerlegen. Wiedergewinnung der Funktionsfähigkeit ist weit wichtiger als heutige Schadensbegrenzung.

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Erwin Stahlberg

Auf den Punkt bringen

Da habe ich mir doch wirklich überlegt die „EU-Sache“
auf den Punkt zu bringen, und ich komme zu der Formel:

„Eine Volks-Verblödungs-Veranstaltung“!

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Michael Trapp

Der Euro droht die EU zu sprengen

Helmut Kohls Befürchtung, ohne das einigende Band des Euro könnten in Europa die alten Konflikte wieder aufbrechen, ist von der Wirklichkeit überholt worden. Das Gegenteil ist eingetreten, der Euro hat die Euroländer auseinandergeführt: Die Unterschiede an Wettbewerbs- und Wirtschaftskraft sind größer geworden.
Eine europäische Fiskalunion ist blanke Illusion oder glaubt wirklich jemand an die Bereitschaft von französischem Souveränitätsverzicht zugunsten deutsch geprägter Vorstellungen in der Finanz- und Wirtschaftspolitik? Und wenn nicht, sollen wir in Deutschland dann allen Ernstes südeuropäische Weichwährungspolitik betreiben, um dem Auseinanderdriften zwischen Nord und Süd zu begegnen?
Zur Rettung Europas müssen wir diesen Großversuch beenden, je schneller, je besser, bevor er uns alle gemeinsam in den finanziellen Abgrund reißt!

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Bernhard Haagman

Eurostaat?

Verzeihung fur mein mangelhaftes Deutsch.

Ein Fiat-Wahrung kann nur existieren getragen von einem Staat.
Der Euro braucht also ein Euro-Staat, mit alle Machtsmittel die dazu gehoren.

Aber es gibt, m.A.n., kein Euro-Volk, keine positive Euro-Schicksalsgemeinschaft, kein
Euro-Souverain um diese Euro-staatsmacht zu legitimeren. Auch nicht am Horizont.

Also kann ein (proto-)Euro-Staat nur ein pseudo- legitimierte Burocratur sein.

Der Euro war ein politisches Projekt, gepragt von zeitgebunden, gemeinsame Interessen, Traume und Angsten bei nationale Eliten. Das andert sich jetzt schnell.
Genau darum wird dieses projekt auch auf nationale Ebene scheitern.
Hoffentlich rechtzeitig via nationale Wahlen.
Sonst wird dieses Konstrukt weitergefuhrt via Notstandsgesetzen. Monetaire Chaos, politisches Nihilismus und Gewalt werden sich dann immer mehr entfalten.

Es ware zu loben wenn einige Eurofilen aus dem deutschen Politik mal Zeit nehmen und den Mut haben hier mit uns zu diskutieren.

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Roland Kämpe
Roland Kämpe (RKaempe) - 10.06.2012 18:12 Uhr

Zerbricht der Euro? - Ich würde es Europa wünschen.

Er hat Deutschland und Europa nur geschadet.
Auch die EU, dieses Endlager für ausrangierte Politiker, kann man bedenkenlos abschaffen.
Zentralismus ist des Teufels.

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Erwin Stahlberg

Ein Beitrag aus der EU-Humoristen-Ecke

WAZ---Finanznachrichten v. 8.6.12:

EU-Parlamentspräsident Schulz rügt Merkels EU-Reformvorschläge
als Stellvertreterdebatte - Warnung vor

"Beiseitedrängen der Parlamente" und

"Ende der Demokratie"
--------------------------------------------------------------------------------

„D E M O K R A T I E“, Herr Schulz, hat mit der EU so wenig zu tun,
wie eine Kuh mit dem Harfe-Spielen.

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Matthias Schwarzer

Und das alles nur, weil keiner ...

... in den hoch verschuldeten Staaten vom eigenen Geld und Vermögen etwas abgeben will, um die Staatsschulden abzutragen. Das ist der moralische Bankrott der ganzen EU. Die Spanier sind kein armes Volk. Sehr viele Spanier sind stinkreich und haben ausgesorgt. Und vieles von dem, was der spanische Staat an Schulden hat, liegt doch nun auf den Privatkonten der Spanier und in deren Vermögensportfolio (teure Penthouses, Yachten, Fincas, Sportwagen usw.).

Wir brauchen einen Mentalitätswandel. Die Staatsschuldenkrise könnte schnell beendet werden, wenn die Staaten aufhören würden, immer andere Staaten für die eigenen Schulden zahlen zu lassen. Die eigenen Bürger könnten sehr wohl einen Großteil ihrer Staatsschulden sofort abtragen. Dafür brauchen wir eine temporäre Vermögenssteuer. Dadurch wird dann zwar jeder Spanier etwas ärmer, was sein Vermögen angeht, aber es sind doch sowieso seine Schulden. Also warum sollen Bürger anderer Ländern für die spanischen Schulden zahlen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.06.2012 19:01 Uhr
bernd stegmann

"immer andere Staaten für die eigenen Schulden zahlen zu lassen..". Na, da geht die BRD ja mit

bestem Beispiel voran. Eigenverantwortung ist das A und O JEDEN Miteinanders, um es mal auf den Punkt zu bringen. Alles andere schafft über kurz oder lang nichts als Streit, Zwist und Unfrieden. Daher wird die EU samt Euro grandios scheitern. Danach, während des in jedem Land stattfindenden Wiederaufbaus, kann mühsam wieder sowas wie die EWG aufgebaut werden.
Eine einmalige Glanzleistung unserer Politiker. Danke!

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Goetz Kaufmann

Es gibt durchaus ueberzeugende Gruende fuer USE

1. Frieden: Man moege eine einfache Formel bedenken: Fuer Frieden braucht es die Zustimmung aller Beteiligten - fuer Krieg jedoch genuegt schon Einer.
Wer annimmt, Frieden waere etwas Selbstverstaendliches, wozu nicht kontinuierlich ein aktiver Beitrag geleistet werden muesste, beweist nur geringen Realitaetssinn. Die ueber Jahrhunderte gegengerichteten Ressentiments und Nationalismen europaeischer Laender sind doch heute nicht ploetzlich getilgt - fanden jedoch mit der EWG/EG/EU eine Plattform, auf der sie zumindest domestiziert werden konnten.
2. Wirtschaftliche Bedeutung: Auf Basis eines vereinten Europa kann die Effizienz des inner-europaeischen Wirtschaftsablaufs durch den Abbau von Hemmnissen durch landesunterschiedliche Einzelentscheide deutlich gesteigert werden - Infrastruktur, Fiskalpolitik, Subventionspolitik als Beispiele.
Sicher, ohne die Oeffnung Asiens, vorallem Chinas waere der Umsetzungsdruck nicht so gross. Aber China ist geoeffnet und hungrig nach dem Weltmarkt.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 01:43 Uhr
Goetz Kaufmann

Stimmt!

Sie haben schon recht, ich betrachte auch die ganze Euro-Debatte als muessig - denn letztlich geht es allein um die Frage, ob wir eine politische Union ins Leben rufen wollen oder nicht. Der Euro eines politisch vereinten Europa ist quasi dessen "Visitenkarte". Ohne politischer Union koennten die Maerkte den Euro zerreissen wie Seidenpapier. Wie stabil es mit ihr gehen kann, beweist das Beispiel USA - niemand will dort Staaten wie Kentucky oder Alabama den Dollar entziehen.
Wahrscheinlich durften wir wegen diesem Geburtsfehler des Euro, also der mangelnden Eigenstabilitaet aufgrund des Fehlens eines gemeinsamen, politischen Fundaments, nicht ueber dessen Einfuehrung abstimmen.

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Werner Herzog
Werner Herzog (Freica) - 10.06.2012 19:08 Uhr

Eigentor

Sie haben in allen Punkten ja durchaus recht!
.
Der Haken ist nur: Zu allem, was Sie aufzählen, braucht man keine gemeinsame Währung! Es hat ohne den Euro schon so wie Sie es schildern, funktioniert und es funktioniert heute, genauso wie Sie es schildern, mit allen europäischen Staaten, die den Euro noch nicht eingeführt haben!
.
Fazit: Klassisches Eigentor! Es gibt keine wirklich überzeugenden Argumente für den Euro! Denn gäbe es sie, hätten wir schon längst über den Euro abstimmen dürfen!

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bernd stegmann

Richtige Ansätze Ihrerseits, zweifellos. Leider ziehen Sie daraus genau die falschen Schlußfolgerung

Sie werden die von Ihnen angesprochenen "Kriege" noch erleben und daran ist nicht China schuld, sondern die Gier mehr bei Industrie und Individuum sowie die Dummheit bei Wählern und Politikern.

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Heinz-Günter  Schmidt

spanischer Stolz

wird Milliarden kosten

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Klaus Michael Strauss

Maastricht ernstnehmen oder eurokratische Diktatur

Dank für diesen ausgezeichneten Beitrag. Zur Vervollständigung fehlen die Einsichten von Sarrazin: Besinnung auf Tugenden einer Notenbank, Respekt vor nationalen Mentalitäten, Verständnis für tief verwurzelten Klientelismus und Korruptionswirtschaft.
Zwei Bereiche existieren:
1.) Die Währung Euro, am Scheideweg von "Euro-Bundesbank" oder Chaos mit Inflation und Restriktion.
Wer die Einhaltung der Maastricher Verträge nicht einmal beherrscht, wie soll der angesichts Massenarbeitslosigkeit und Produktivitätsdefizit im Angesicht grober ordnungspolitischer Fehler zugunsten von Kommissionen und Boni des Finanzsektors dirigistische Wunder bewirken?

2.)Die Realwirtschaft, fehlgeleitet durch billiges Geld und ordnungspolitische Naivität. Party für alle, politisch privilegiert die Finanzzauberer.
Statt Vermögensaufbau für alle durch Erwerbsarbeit, Teilhabe am Humankapital durch Bildung und Reisen Entwertung der jungen Generation.
Euro-Sozialfaschismus dirigiert von Brüssel ist grober Unfug.

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gerd hodina
gerd hodina (hodger) - 10.06.2012 17:02 Uhr

Schall und Rauch....

...noch NIE war er so wertvoll wie heute: Der Ausspruch des Euro-Pessimisten Oswald Spengler in seinem Werk "Der Untergang des Abendlandes" - ....das Wort EUROPA sollte aus der Geschichte gestrichen werden..."EUROPA" ist leerer Schall".
Zumindest das zentralistische Brüsseler-Bürokraten-Monster. Wenn EUROPA, dann ein EUROPA der Nationen. Und: Der EURO wird gehen.

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Werner Herzog
Werner Herzog (Freica) - 10.06.2012 16:58 Uhr

"Brüsseler Bürokratie" = Umschreibung für "Nomenklatura"

Ich habe nie eine Chance gehabt, den Kommissionschef José Manuel Barroso oder Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker zu wählen bzw. nicht zu wählen. Und diesen Herren, einer davon muss sich sogar öffentlich das Prädikat "Lügner" gefallen lassen, soll noch mehr Macht zugeschanzt werden? Von wem? Mit welcher Legitimation?
Ich möchte in keinem Staat(enverbund) leben, in der mich eine abgehobene, demokratisch nicht legitimierte, verbraucherfeindliche Nomenklatura regiert, die zwar neben sich ein "Europa-Parlament" toleriert, dessen Bedeutung aber nicht über die eines Reklamezettels hinausgeht.

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Franz Munte

Die Bevölkerung wird eben NICHT gefragt von den Polit-Kriminellen, die den Staatsstreich orga

nisieren, um selbst an der Macht und an den "Fresströgen" zu bleiben, zusammen mit zigtausenden EU-Funktionären.

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Franz Munte

Hoffentlich zerbricht er jetzt , der Euro!!! Es kann mittelfristig dann nur besser werden

Die Ausplünderung der Deutschen durch Merkel Schäuble und EU-Moloch wird dann verringert.

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Martin Geier

Keine geordnete Rückabwicklung des € möglich.

Zuletzt; eine geordnete Rückabwicklung des € ist nicht möglich; es gibt meiner Ansicht nichtmal einen geordneten Staatsbankrott. In Italien gibt es dafür ein schönes Sprichwort: Man kann nicht nach der Hochzeitsnacht als Jungfrau aus dem Ehebett steigen. Das kreuz- und querinvestierte Geld hat über Guthaben und Verbindlichkeiten defacto ein too connected to fail geschafft. Manch Einer hier träumt man käme aus dem € fast unbeschadet oder mit nur einem blauen Auge wieder raus; dem ist aber nicht so. Die politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Konsequenzen würden gewaltig sein. Besonders betroffen wären die Arbeitsplätze in allen Ländern. Zu den politischen Konsequenzen möchte ich zwar keine Spekulationen machen; aber nur soviel; das würde zu Spannungen auch innerhalb der Nato führen. Der € wurde auch aus politischen Gründen geschaffen; vergessen wird das allzu gerne.

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Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 17:55 Uhr
Ulla Nachtmann

@ Martin Geier

"Wie kommen sie überhaupt zum Schluss daß die deutschen Forderungen aus dem target2 bereits 'verloren' sind? "
Wie sollen Leute die ständig Hilfe brauchen, OHNE Aussicht jemals ihre Schulden abzahlen zu können (wo vorher keine funktionierende Industrie war, wird auch keine entstehen - s. GR, ESP, IR, PORT!), willig sein? Fassen Sie doch mal einem Nackten in die Tasche. Sollen die vielleicht ihre Goldbestände rausrücken?
Unsere Exportindustrie ist auf Zahlung ihrer Rechnungen angewiesen, genau wie Sie und ich. Es ist KEIN Geschäft, wenn dt Steuerzahler die Rechnungen der "Kunden" zu bezahlen gezwungen werden.
Was Ihre "Lösungen" anbetrifft, so ist die Stimmung nicht "gewaltig". SEIT 2 Jahren schreiben wir hier und ALLES ist so eingetroffen wie die meisten von uns ahnten.
Den Econo-mist + die FT kann man sich an den Hut stecken. Das WAREN mal gute Publikationen.
Ich empfehle zu lesen:
- Nicht EU Staaten für Deutschland immer wichtiger (Welt)
- Dtld beschleunigt Weltexporte (manager mag.)

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Ulla Nachtmann

@ Martin Geier

"Ich bin in meiner Antwort auf die Punkte eingegangen. ".
Nein das sind Sie nicht.
Dafür kommt nebulöses Geschwafel wie
"Die politischen Gründe bleiben unabhängig von den Generationen; und sie irren sich wenn ich die Geschichte meine. Was ich meine sind die gemeinsamen Bande Europas und des Westens(USA inbegriffen) und damit zusammenhängend übergeordnete Bündnisinteressen. Und zuletzt: cool down."
.
Soso. Und obiges ist unser ALTERNATIVLOSES Schicksal? Bündnisinteressen, die aus Deutschen, egal aus welcher Generation, erst Stimmvieh, dann Zahlvieh für fast GANZ Europa machen sollen? Wissen Sie was moral hazard ist und zu was er führt letztendlich?
Ich meine auf solche "Bündnisse" können wir eigentlich verzichten.
Die Deutschen haben inzwischen längst besseres verdient.

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Martin Geier

Übergeordnete Zusammenhänge

Diese im Beitrag vorher genannten Fakten und Zusammenhänge sind der Deutschen Politik wohlbekannt; auch parteiübergreifend. Eine mögliche Lösung habe ich vorgeschlagen. Wie kommen sie überhaupt zum Schluss daß die deutschen Forderungen aus dem target2 bereits 'verloren' sind? Sie werden keinen deutschen Politiker finden der die Reißleine ziehen wird. Das ist auch nicht im Interesse der deutschen (Export)Industrie und Banken&Versicherungen die bei einem €Default gewaltige Summen abzuschreiben hätten. Wir können uns gerne ab Mitte Juli erneut unterhalten und dann können wir darüber diskutieren in welche Richtung sich die EU/€Zone entwickelt hat. Hier im Forum ist die Stimmung gegen 'Lösungen' gewaltig; in der deutschen Politik kann ich(zugegeben aus der Entfernung) wenig entdecken. Da scheint das Thema AKWs weit mehr gezogen zu haben als das Thema €. Fällt Ihnen das nicht auf? Und zuletzt; 2011 ging 59% des Exports in die anderen EU Länder, lesen Sie Destatis bevor Sie etwas posten!

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Martin Geier

Wirtschaftliche, politische und militärische Bündnis und ihre Zusammenhänge

Ich bin in meiner Antwort auf die Punkte eingegangen. Es gibt nicht nur diesen Welt Artikel sondern viele Artikel(auch bsw. im Economist: The costs of break-up, After the fall) die sich mit mit den finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen eines Zerfalls der €Zone befassen. Die sind weit weniger romantisch als es sich hier Viele vorstellen. In einem großen Bündnis wie der Nato gibt es immer leichte Spannungen; letzthin bsw. im Zuge des LibyenKrieges. Die werden aber groß sein wenn ökonomische Bande(die auch politische sind) wie der € zerfallen. Die Nato ist weiterhin sehr bedeutend und ist die zusammenhängende Bande des Westens; jenseits von ökonomischen Interessen über Kontinente hinweg. Die politischen Gründe bleiben unabhängig von den Generationen; und sie irren sich wenn ich die Geschichte meine. Was ich meine sind die gemeinsamen Bande Europas und des Westens(USA inbegriffen) und damit zusammenhängend übergeordnete Bündnisinteressen. Und zuletzt: cool down.

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Ulla Nachtmann

leider, Herr Geier, haben Sie sich...

nicht die Mühe gemacht, auch nur auf einen meiner Punkte einzugehen.
Deshalb vermute ich, dass Sie aus bestimmten Gründen nicht wollen odernes gar nicht können.

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Weitere Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Martin Geier

Propaganda?

Jeder Gegenartikel der nicht in den Kram passt ist Propaganda? Das mit safe haven funktioniert nur innerhalb der €Zone. Gibt es diese nicht mehr und Europa(auch Deutschland) wird von Massenarbeitslosigkeit und politischen Spannungen heimgesucht; wird sich das Geld andere Wege suchen. Die ganze Welt formt sich zu Blöcken wie Nafta, Mercosur, Asean und ausgerechnet ein paar Leute hier in Europa glauben sie können weiter alleine und safe haven sein. Da nützt auch kein 'verdammt nochmal!'. Meine vorgeschlagene Lösung ist in einer Antwort weiter unten; Ihnen und den Anderen die Wahl. Und nochmals; die politischen Spannungen werden unterschätzt.

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Ulla Nachtmann

noch was, Herr Geier

"Besonders betroffen wären die Arbeitsplätze in allen Ländern."
SAGEN Ihnen die bald überall (nicht bei uns) mehr als 20% und bald überall 50% bei Jungendlichen irgendwas?
.
"Zu den politischen Konsequenzen möchte ich zwar keine Spekulationen machen; aber nur soviel; das würde zu Spannungen auch innerhalb der Nato führen. "
.
Wollen Sie uns weismachen, dass die NATO jetzt ein spannungsfreier Verein ist?
Hat die NATO überhaupt noch eine Bedeutung?
Ich glaube nämlich, dass sie ein zerstrittener Haufen ist, Tendenz steigend.
Und HEUTIGEN Generationen mit "politischen Gründen" zu drohen ist mies! Was können die heutigen 20, 30, 40, 50, 60-jährigen für die Vergangenheit? NICHTS, Herr Geier.

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Ulla Nachtmann

Was haben Sie gelesen, Herr Geier?

Ich nehme an, den Propaganda Artikel in der Welt
"Die gigantischen Verluste bei der Rückkehr zur D-Mark"?
Ist Ihnen entgangen, dass trotz der irren Angstmache von knapp 10.000 Leuten. die abgestimmt haben, ca. zwei Drittel für Rückabwicklung sind?
.
Was in solchen Beiträgen NIE gesagt wird, ist, dass dann Geld aus dem Ausland ohne Ende zu UNS fließt! NICHT mehr in die USA z.B., denn wir wären dann safe haven!
Warum?
- wir exportieren gerade mal noch 35% in die EU, Tendenz sinkend
- dafür exportieren wir immer mehr in die Welt, produzieren, forschen, auch zT vor Ort
- die NDM würde sicher aufwerten ABER das verbilligt unsere IMPORTE gehörig = Preise für unsere Waren können gleich bleiben oder sinken
- wir könnten wieder reisen zu fairen Preisen
.
Man könnte noch viel mehr aufzählen. Dass wir die Target 2 abschreiben können ist JETZT schon klar und dass wir UNSERE Banken rekapitalisieren müssen auch.
Ich fordere Rückabwicklung anstatt "EU-Dikatur kommt" (mmnews) verdammt nochmal!

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Ulla Nachtmann

Hoffentlich, denn ein Brandbeschleuniger ist es...

was Merkel/Sch. gelegt haben!
Irland will zwecks Besserstellung neu verhandeln.
W-Ergebnis für Syriza wird befördert, bekam GR doch eben vorgeführt, dass es Geld auch ohne harte Konditionen gibt!
Monti schaut gespannt zu...GS freut sich, haben sie nicht bald Kontrolle über ganz „Europa“?
Die Kapitalflucht aus Spanien beschleunigt sich. Wie in GR, werden Investoren ihre Bestände versuchen in UK law bonds zu tauschen. Dass man dann 100% zurückbekommt beim haircut – kommt wie das Amen in der Kirche - haben wir vor kurzem gesehen!
Die spreads für sp. Sovs werden schnell explodieren, da Schulden weiter steigen – wie in GR.
WER glaubt, dass € 100 Milliarden in die FROB (unterkapitalisiert) gehen?
Was geht an korrupte Provinzen/Politiker unterm Tisch?
Der shitstorm kommt- Implosion des € steht IMO vor der Tür.
Man sieht es auch an den panischen Versuchen, alle Verantwortung an den diktatorischen ESM loszuwerden.
Unser Nichtstun - keine Demos gegen unsere Plünderung - führt in die DIKTATUR!

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Walter Rieck
Walter Rieck (owrieck) - 10.06.2012 15:51 Uhr

Merh Macht für Brüssel - oder weg aus dem EURO.

Zu diesem Thema ist in den letzten Jahren und Monaten so viel geredet und geschrieben worden, und nicht immer das beste, so daß ich mich hier der Mühe entziehe, weiter in´s Detail zu gehen. Nur eines dürfte mit Sicherheit festehen: Diesen Technokraten und dilettantischen Nichtskönnern in Brüssel weitere Macht zu gewähren, hieße Eulen nach Athen tragen. Das wäre für Europa mit Sicherheit die allerschlechteste Lösung. Nur die Frage "Weg aus dem EURO?", ist wohl eindeutig kaum mit JA oder NEIN zu beantworten. Beides hat Vor- und Nachteile. Und es sind nicht immer die sachlich richtigen Entscheidungen, die die richtigen sein müssen. Vieles ist hier auch eine Frage der Taktik, wobei auch die besondere Stellung Deutschlands zu berücksichtigen ist. Und ich will diesen Beitrag schließen mit der Erkenntnis: Quod licet Iovi, non licet bovi. Leider !

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Kai Schraube

Hochverrat

Also soll Deutschland jetzt Zug um Zug aufgegeben werden, um die Verantwortung für die mißratene Fiskalpolitik an anonyme und demokratisch kaum legitimierte Institutionen in Brüssel zu übertragen?

Das grenzt doch schon an Hochverrat.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.06.2012 17:36 Uhr
Erich Heimstaetter

Nein!

Das grenzt nicht an Hochverrat, das ist Hochverrat!

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Heinz-Günter  Schmidt

Ja , auch Deutschland

soll jetzt einen Vertrag unterschreiben aus dem es keinen rechtlichen Rücktritt mehr gibt , mit allen Konsequenzen. Blanco , sozusagen !

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Thomas Ulherr

Meisterdenker aus Deutschland

haben wieder einmal GROSSE Ordnungspläne für Europa. Ich gehe fest davon aus, daß die Menschen in dem einen oder anderen europäischen Staat sich diesen Ordnungsvorstellungen - der Abschaffung ihrer Nation - NICHT anschließen werden. Ein europäischer Zentralstaat ist derzeit wenn überhaupt, dann nur durch Zwang und Trickserei herbeizuführen. Das lehne ich auf jeden Fall ab! Der €uro ist de facto bereits gescheitert, bis die dafür Verantwortlichen sich dieses Scheitern eingestehen werden noch viele Milliarden an Schulden aufgetürmt. Derzeit zahlt D wenig für die Staatsanleihen, das wird beim Roll-Over bei Fälligkeit dieser Anleihen in einigen Jahren ganz anders aussehen! Das Spiel ist bekannt, es wurde schon mit GR, E, IRL, ... gesielt.
Der €uro muß geordnet abgewickelt werden, Europa soll seine Vielfalt behalten, Kommissare und Beglückungsbeauftragte braucht kein Mensch. Vor weiterer Integration braucht es zwingend mehr direkte Demokratie auf allen Ebenen.

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Jahrgang 1969, Korrespondent für Wirtschaftspolitik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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