09.06.2012 · Spanien ist am Boden. Griechenland will nicht mehr sparen. Europa steht vor der Grundsatzfrage: Mehr Macht für Brüssel - oder weg mit dem Euro.
Von Ralph Bollmann und Christian SiedenbiedelRichtlinien für Lesermeinungen
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Warum droht der Euro an mangelnder Wettbewerbsfähigkeit zu zerbrechen?
In einem ausgeglichenen Markt haben die guten Anbieter niedrige Kosten
und hohe Gewinne und die schlechten Anbieter hohe Kosten und geringe
Gewinne. Alle sind beschäftigt, weil die Gesamtnachfrage dem
Gesamtangebot entspricht.
Wenn der Markt nicht ausgeglichen, also die Gesamtnachfrage geringer ist
als das Gesamtangebot, dann gibt es einen Kampf um Marktanteile und die
schlechtesten Anbieter scheiden aus dem Markt ganz aus. Sie haben dann
kein Einkommen mehr und müssen von der Solidargemeinschaft
unterhalten werden.
Was für Einzelmärkte gilt, gilt auch für den Euro-Raum im
Ganzen. Wenn die Europäische Zentralbank eine Geldwertpolitik
betreibt, die die Gesamtnachfrage stranguliert, dann gibt es einen Kampf
der Mitglieds-Volkswirtschaften um Marktanteile; in diesem Kampf
entscheidet die Wettbewerbsfähigkeit und es geht um das
Überleben ganzer Volkswirtschaften und nicht nur um die Höhe
der Einkommen ihrer Bürger.
Die EZB bremst die Nachfrage wg. ihres zu geringen Inflationsziels.
Nationen bilden sich von unten und können von oben höchstens vollendet werden
Die Entstehung Schweiz im 15. Jahrhundert, der Vereinigten Staaten von
Amerika 1776 und die deutschen Einigungen von 1870/71 sowie 1989/90
zeigen, dass erfolgreiche Staaten nur entstehen, wenn die
Bevölkerungen diese Staatengründungen wollen. Heute die
Vereinigten Staaten der Eurozone zu schaffen, würde vermutlich von
den Völkern Europas überwiegend als feindseliger Akt der
eigenen Eliten und Brüsseler Bürokraten empfunden werden. Die
meisten Europäer wollen wohl miteinander verbündet sein, die
wenigsten jedoch in einen Einheitsstaat mit Zwang zum Finanzausgleich
gepresst werden.
Wenn sich die heutige Eurozone nur in einem gemeinsamen Staat erhalten
ließe, sollten in allen Euroländern Volksabstimmungen
durchgeführt werden, welche Völker das mehrheitlich wollen. In
der Konsequenz dieser Abstimmungen wäre die Eurozone in einen Staat
umzuwandeln oder in ihre funktionsfähigen Teile zu zerlegen.
Wiedergewinnung der Funktionsfähigkeit ist weit wichtiger als
heutige Schadensbegrenzung.
Da habe ich mir doch wirklich überlegt die „EU-Sache“
auf den Punkt zu bringen, und ich komme zu der Formel:
„Eine Volks-Verblödungs-Veranstaltung“!
Der Euro droht die EU zu sprengen
Helmut Kohls Befürchtung, ohne das einigende Band des Euro
könnten in Europa die alten Konflikte wieder aufbrechen, ist von
der Wirklichkeit überholt worden. Das Gegenteil ist eingetreten,
der Euro hat die Euroländer auseinandergeführt: Die
Unterschiede an Wettbewerbs- und Wirtschaftskraft sind größer
geworden.
Eine europäische Fiskalunion ist blanke Illusion oder glaubt
wirklich jemand an die Bereitschaft von französischem
Souveränitätsverzicht zugunsten deutsch geprägter
Vorstellungen in der Finanz- und Wirtschaftspolitik? Und wenn nicht,
sollen wir in Deutschland dann allen Ernstes südeuropäische
Weichwährungspolitik betreiben, um dem Auseinanderdriften zwischen
Nord und Süd zu begegnen?
Zur Rettung Europas müssen wir diesen Großversuch beenden, je
schneller, je besser, bevor er uns alle gemeinsam in den finanziellen
Abgrund reißt!
Verzeihung fur mein mangelhaftes Deutsch.
Ein Fiat-Wahrung kann nur existieren getragen von einem Staat.
Der Euro braucht also ein Euro-Staat, mit alle Machtsmittel die dazu gehoren.
Aber es gibt, m.A.n., kein Euro-Volk, keine positive
Euro-Schicksalsgemeinschaft, kein
Euro-Souverain um diese Euro-staatsmacht zu legitimeren. Auch nicht am Horizont.
Also kann ein (proto-)Euro-Staat nur ein pseudo- legitimierte Burocratur sein.
Der Euro war ein politisches Projekt, gepragt von zeitgebunden,
gemeinsame Interessen, Traume und Angsten bei nationale Eliten. Das
andert sich jetzt schnell.
Genau darum wird dieses projekt auch auf nationale Ebene scheitern.
Hoffentlich rechtzeitig via nationale Wahlen.
Sonst wird dieses Konstrukt weitergefuhrt via Notstandsgesetzen.
Monetaire Chaos, politisches Nihilismus und Gewalt werden sich dann
immer mehr entfalten.
Es ware zu loben wenn einige Eurofilen aus dem deutschen Politik mal
Zeit nehmen und den Mut haben hier mit uns zu diskutieren.
Zerbricht der Euro? - Ich würde es Europa wünschen.
Er hat Deutschland und Europa nur geschadet.
Auch die EU, dieses Endlager für ausrangierte Politiker, kann man
bedenkenlos abschaffen.
Zentralismus ist des Teufels.
Ein Beitrag aus der EU-Humoristen-Ecke
WAZ---Finanznachrichten v. 8.6.12:
EU-Parlamentspräsident Schulz rügt Merkels
EU-Reformvorschläge
als Stellvertreterdebatte - Warnung vor
"Beiseitedrängen der Parlamente" und
"Ende der Demokratie"
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„D E M O K R A T I E“, Herr Schulz, hat mit der EU so wenig
zu tun,
wie eine Kuh mit dem Harfe-Spielen.
Und das alles nur, weil keiner ...
... in den hoch verschuldeten Staaten vom eigenen Geld und Vermögen
etwas abgeben will, um die Staatsschulden abzutragen. Das ist der
moralische Bankrott der ganzen EU. Die Spanier sind kein armes Volk.
Sehr viele Spanier sind stinkreich und haben ausgesorgt. Und vieles von
dem, was der spanische Staat an Schulden hat, liegt doch nun auf den
Privatkonten der Spanier und in deren Vermögensportfolio (teure
Penthouses, Yachten, Fincas, Sportwagen usw.).
Wir brauchen einen Mentalitätswandel. Die Staatsschuldenkrise
könnte schnell beendet werden, wenn die Staaten aufhören
würden, immer andere Staaten für die eigenen Schulden zahlen
zu lassen. Die eigenen Bürger könnten sehr wohl einen
Großteil ihrer Staatsschulden sofort abtragen. Dafür brauchen
wir eine temporäre Vermögenssteuer. Dadurch wird dann zwar
jeder Spanier etwas ärmer, was sein Vermögen angeht, aber es
sind doch sowieso seine Schulden. Also warum sollen Bürger anderer
Ländern für die spanischen Schulden zahlen?
"immer andere Staaten für die eigenen Schulden zahlen zu lassen..". Na, da geht die BRD ja mit
bestem Beispiel voran. Eigenverantwortung ist das A und O JEDEN
Miteinanders, um es mal auf den Punkt zu bringen. Alles andere schafft
über kurz oder lang nichts als Streit, Zwist und Unfrieden. Daher
wird die EU samt Euro grandios scheitern. Danach, während des in
jedem Land stattfindenden Wiederaufbaus, kann mühsam wieder sowas
wie die EWG aufgebaut werden.
Eine einmalige Glanzleistung unserer Politiker. Danke!
Es gibt durchaus ueberzeugende Gruende fuer USE
1. Frieden: Man moege eine einfache Formel bedenken: Fuer Frieden
braucht es die Zustimmung aller Beteiligten - fuer Krieg jedoch genuegt
schon Einer.
Wer annimmt, Frieden waere etwas Selbstverstaendliches, wozu nicht
kontinuierlich ein aktiver Beitrag geleistet werden muesste, beweist nur
geringen Realitaetssinn. Die ueber Jahrhunderte gegengerichteten
Ressentiments und Nationalismen europaeischer Laender sind doch heute
nicht ploetzlich getilgt - fanden jedoch mit der EWG/EG/EU eine
Plattform, auf der sie zumindest domestiziert werden konnten.
2. Wirtschaftliche Bedeutung: Auf Basis eines vereinten Europa kann die
Effizienz des inner-europaeischen Wirtschaftsablaufs durch den Abbau von
Hemmnissen durch landesunterschiedliche Einzelentscheide deutlich
gesteigert werden - Infrastruktur, Fiskalpolitik, Subventionspolitik als Beispiele.
Sicher, ohne die Oeffnung Asiens, vorallem Chinas waere der
Umsetzungsdruck nicht so gross. Aber China ist geoeffnet und hungrig
nach dem Weltmarkt.
Stimmt!
Sie haben schon recht, ich betrachte auch die ganze Euro-Debatte als
muessig - denn letztlich geht es allein um die Frage, ob wir eine
politische Union ins Leben rufen wollen oder nicht. Der Euro eines
politisch vereinten Europa ist quasi dessen "Visitenkarte".
Ohne politischer Union koennten die Maerkte den Euro zerreissen wie
Seidenpapier. Wie stabil es mit ihr gehen kann, beweist das Beispiel USA
- niemand will dort Staaten wie Kentucky oder Alabama den Dollar
entziehen.
Wahrscheinlich durften wir wegen diesem Geburtsfehler des Euro, also der
mangelnden Eigenstabilitaet aufgrund des Fehlens eines gemeinsamen,
politischen Fundaments, nicht ueber dessen Einfuehrung abstimmen.
Eigentor
Sie haben in allen Punkten ja durchaus recht!
.
Der Haken ist nur: Zu allem, was Sie aufzählen, braucht man keine
gemeinsame Währung! Es hat ohne den Euro schon so wie Sie es
schildern, funktioniert und es funktioniert heute, genauso wie Sie es
schildern, mit allen europäischen Staaten, die den Euro noch nicht
eingeführt haben!
.
Fazit: Klassisches Eigentor! Es gibt keine wirklich überzeugenden
Argumente für den Euro! Denn gäbe es sie, hätten wir
schon längst über den Euro abstimmen dürfen!
Richtige Ansätze Ihrerseits, zweifellos. Leider ziehen Sie daraus genau die falschen Schlußfolgerung
Sie werden die von Ihnen angesprochenen "Kriege" noch erleben
und daran ist nicht China schuld, sondern die Gier mehr bei Industrie
und Individuum sowie die Dummheit bei Wählern und Politikern.
wird Milliarden kosten
Maastricht ernstnehmen oder eurokratische Diktatur
Dank für diesen ausgezeichneten Beitrag. Zur Vervollständigung
fehlen die Einsichten von Sarrazin: Besinnung auf Tugenden einer
Notenbank, Respekt vor nationalen Mentalitäten, Verständnis
für tief verwurzelten Klientelismus und Korruptionswirtschaft.
Zwei Bereiche existieren:
1.) Die Währung Euro, am Scheideweg von "Euro-Bundesbank"
oder Chaos mit Inflation und Restriktion.
Wer die Einhaltung der Maastricher Verträge nicht einmal
beherrscht, wie soll der angesichts Massenarbeitslosigkeit und
Produktivitätsdefizit im Angesicht grober ordnungspolitischer
Fehler zugunsten von Kommissionen und Boni des Finanzsektors
dirigistische Wunder bewirken?
2.)Die Realwirtschaft, fehlgeleitet durch billiges Geld und
ordnungspolitische Naivität. Party für alle, politisch
privilegiert die Finanzzauberer.
Statt Vermögensaufbau für alle durch Erwerbsarbeit, Teilhabe
am Humankapital durch Bildung und Reisen Entwertung der jungen Generation.
Euro-Sozialfaschismus dirigiert von Brüssel ist grober Unfug.
...noch NIE war er so wertvoll wie heute: Der Ausspruch des
Euro-Pessimisten Oswald Spengler in seinem Werk "Der Untergang des
Abendlandes" - ....das Wort EUROPA sollte aus der Geschichte
gestrichen werden..."EUROPA" ist leerer Schall".
Zumindest das zentralistische Brüsseler-Bürokraten-Monster.
Wenn EUROPA, dann ein EUROPA der Nationen. Und: Der EURO wird gehen.
"Brüsseler Bürokratie" = Umschreibung für "Nomenklatura"
Ich habe nie eine Chance gehabt, den Kommissionschef José Manuel
Barroso oder Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker zu wählen bzw.
nicht zu wählen. Und diesen Herren, einer davon muss sich sogar
öffentlich das Prädikat "Lügner" gefallen
lassen, soll noch mehr Macht zugeschanzt werden? Von wem? Mit welcher Legitimation?
Ich möchte in keinem Staat(enverbund) leben, in der mich eine
abgehobene, demokratisch nicht legitimierte, verbraucherfeindliche
Nomenklatura regiert, die zwar neben sich ein
"Europa-Parlament" toleriert, dessen Bedeutung aber nicht
über die eines Reklamezettels hinausgeht.
Die Bevölkerung wird eben NICHT gefragt von den Polit-Kriminellen, die den Staatsstreich orga
nisieren, um selbst an der Macht und an den "Fresströgen" zu bleiben, zusammen mit zigtausenden EU-Funktionären.
Hoffentlich zerbricht er jetzt , der Euro!!! Es kann mittelfristig dann nur besser werden
Die Ausplünderung der Deutschen durch Merkel Schäuble und EU-Moloch wird dann verringert.
Keine geordnete Rückabwicklung des € möglich.
Zuletzt; eine geordnete Rückabwicklung des € ist nicht möglich; es gibt meiner Ansicht nichtmal einen geordneten Staatsbankrott. In Italien gibt es dafür ein schönes Sprichwort: Man kann nicht nach der Hochzeitsnacht als Jungfrau aus dem Ehebett steigen. Das kreuz- und querinvestierte Geld hat über Guthaben und Verbindlichkeiten defacto ein too connected to fail geschafft. Manch Einer hier träumt man käme aus dem € fast unbeschadet oder mit nur einem blauen Auge wieder raus; dem ist aber nicht so. Die politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Konsequenzen würden gewaltig sein. Besonders betroffen wären die Arbeitsplätze in allen Ländern. Zu den politischen Konsequenzen möchte ich zwar keine Spekulationen machen; aber nur soviel; das würde zu Spannungen auch innerhalb der Nato führen. Der € wurde auch aus politischen Gründen geschaffen; vergessen wird das allzu gerne.
Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 17:55 Uhr@ Martin Geier
"Wie kommen sie überhaupt zum Schluss daß die deutschen
Forderungen aus dem target2 bereits 'verloren' sind? "
Wie sollen Leute die ständig Hilfe brauchen, OHNE Aussicht jemals
ihre Schulden abzahlen zu können (wo vorher keine funktionierende
Industrie war, wird auch keine entstehen - s. GR, ESP, IR, PORT!),
willig sein? Fassen Sie doch mal einem Nackten in die Tasche. Sollen die
vielleicht ihre Goldbestände rausrücken?
Unsere Exportindustrie ist auf Zahlung ihrer Rechnungen angewiesen,
genau wie Sie und ich. Es ist KEIN Geschäft, wenn dt Steuerzahler
die Rechnungen der "Kunden" zu bezahlen gezwungen werden.
Was Ihre "Lösungen" anbetrifft, so ist die Stimmung nicht
"gewaltig". SEIT 2 Jahren schreiben wir hier und ALLES ist so
eingetroffen wie die meisten von uns ahnten.
Den Econo-mist + die FT kann man sich an den Hut stecken. Das WAREN mal
gute Publikationen.
Ich empfehle zu lesen:
- Nicht EU Staaten für Deutschland immer wichtiger (Welt)
- Dtld beschleunigt Weltexporte (manager mag.)
@ Martin Geier
"Ich bin in meiner Antwort auf die Punkte eingegangen. ".
Nein das sind Sie nicht.
Dafür kommt nebulöses Geschwafel wie
"Die politischen Gründe bleiben unabhängig von den
Generationen; und sie irren sich wenn ich die Geschichte meine. Was ich
meine sind die gemeinsamen Bande Europas und des Westens(USA
inbegriffen) und damit zusammenhängend übergeordnete
Bündnisinteressen. Und zuletzt: cool down."
.
Soso. Und obiges ist unser ALTERNATIVLOSES Schicksal?
Bündnisinteressen, die aus Deutschen, egal aus welcher Generation,
erst Stimmvieh, dann Zahlvieh für fast GANZ Europa machen sollen?
Wissen Sie was moral hazard ist und zu was er führt letztendlich?
Ich meine auf solche "Bündnisse" können wir
eigentlich verzichten.
Die Deutschen haben inzwischen längst besseres verdient.
Übergeordnete Zusammenhänge
Diese im Beitrag vorher genannten Fakten und Zusammenhänge sind der
Deutschen Politik wohlbekannt; auch parteiübergreifend. Eine
mögliche Lösung habe ich vorgeschlagen. Wie kommen sie
überhaupt zum Schluss daß die deutschen Forderungen aus dem
target2 bereits 'verloren' sind? Sie werden keinen deutschen Politiker
finden der die Reißleine ziehen wird. Das ist auch nicht im
Interesse der deutschen (Export)Industrie und Banken&Versicherungen
die bei einem €Default gewaltige Summen abzuschreiben hätten.
Wir können uns gerne ab Mitte Juli erneut unterhalten und dann
können wir darüber diskutieren in welche Richtung sich die
EU/€Zone entwickelt hat. Hier im Forum ist die Stimmung gegen
'Lösungen' gewaltig; in der deutschen Politik kann ich(zugegeben
aus der Entfernung) wenig entdecken. Da scheint das Thema AKWs weit mehr
gezogen zu haben als das Thema €. Fällt Ihnen das nicht auf?
Und zuletzt; 2011 ging 59% des Exports in die anderen EU Länder,
lesen Sie Destatis bevor Sie etwas posten!
Wirtschaftliche, politische und militärische Bündnis und ihre Zusammenhänge
Ich bin in meiner Antwort auf die Punkte eingegangen. Es gibt nicht nur diesen Welt Artikel sondern viele Artikel(auch bsw. im Economist: The costs of break-up, After the fall) die sich mit mit den finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen eines Zerfalls der €Zone befassen. Die sind weit weniger romantisch als es sich hier Viele vorstellen. In einem großen Bündnis wie der Nato gibt es immer leichte Spannungen; letzthin bsw. im Zuge des LibyenKrieges. Die werden aber groß sein wenn ökonomische Bande(die auch politische sind) wie der € zerfallen. Die Nato ist weiterhin sehr bedeutend und ist die zusammenhängende Bande des Westens; jenseits von ökonomischen Interessen über Kontinente hinweg. Die politischen Gründe bleiben unabhängig von den Generationen; und sie irren sich wenn ich die Geschichte meine. Was ich meine sind die gemeinsamen Bande Europas und des Westens(USA inbegriffen) und damit zusammenhängend übergeordnete Bündnisinteressen. Und zuletzt: cool down.
leider, Herr Geier, haben Sie sich...
nicht die Mühe gemacht, auch nur auf einen meiner Punkte einzugehen.
Deshalb vermute ich, dass Sie aus bestimmten Gründen nicht wollen
odernes gar nicht können.
Propaganda?
Jeder Gegenartikel der nicht in den Kram passt ist Propaganda? Das mit safe haven funktioniert nur innerhalb der €Zone. Gibt es diese nicht mehr und Europa(auch Deutschland) wird von Massenarbeitslosigkeit und politischen Spannungen heimgesucht; wird sich das Geld andere Wege suchen. Die ganze Welt formt sich zu Blöcken wie Nafta, Mercosur, Asean und ausgerechnet ein paar Leute hier in Europa glauben sie können weiter alleine und safe haven sein. Da nützt auch kein 'verdammt nochmal!'. Meine vorgeschlagene Lösung ist in einer Antwort weiter unten; Ihnen und den Anderen die Wahl. Und nochmals; die politischen Spannungen werden unterschätzt.
noch was, Herr Geier
"Besonders betroffen wären die Arbeitsplätze in allen Ländern."
SAGEN Ihnen die bald überall (nicht bei uns) mehr als 20% und bald
überall 50% bei Jungendlichen irgendwas?
.
"Zu den politischen Konsequenzen möchte ich zwar keine
Spekulationen machen; aber nur soviel; das würde zu Spannungen auch
innerhalb der Nato führen. "
.
Wollen Sie uns weismachen, dass die NATO jetzt ein spannungsfreier
Verein ist?
Hat die NATO überhaupt noch eine Bedeutung?
Ich glaube nämlich, dass sie ein zerstrittener Haufen ist, Tendenz steigend.
Und HEUTIGEN Generationen mit "politischen Gründen" zu
drohen ist mies! Was können die heutigen 20, 30, 40, 50,
60-jährigen für die Vergangenheit? NICHTS, Herr Geier.
Was haben Sie gelesen, Herr Geier?
Ich nehme an, den Propaganda Artikel in der Welt
"Die gigantischen Verluste bei der Rückkehr zur D-Mark"?
Ist Ihnen entgangen, dass trotz der irren Angstmache von knapp 10.000
Leuten. die abgestimmt haben, ca. zwei Drittel für
Rückabwicklung sind?
.
Was in solchen Beiträgen NIE gesagt wird, ist, dass dann Geld aus
dem Ausland ohne Ende zu UNS fließt! NICHT mehr in die USA z.B.,
denn wir wären dann safe haven!
Warum?
- wir exportieren gerade mal noch 35% in die EU, Tendenz sinkend
- dafür exportieren wir immer mehr in die Welt, produzieren,
forschen, auch zT vor Ort
- die NDM würde sicher aufwerten ABER das verbilligt unsere IMPORTE
gehörig = Preise für unsere Waren können gleich bleiben
oder sinken
- wir könnten wieder reisen zu fairen Preisen
.
Man könnte noch viel mehr aufzählen. Dass wir die Target 2
abschreiben können ist JETZT schon klar und dass wir UNSERE Banken
rekapitalisieren müssen auch.
Ich fordere Rückabwicklung anstatt "EU-Dikatur kommt"
(mmnews) verdammt nochmal!
Hoffentlich, denn ein Brandbeschleuniger ist es...
was Merkel/Sch. gelegt haben!
Irland will zwecks Besserstellung neu verhandeln.
W-Ergebnis für Syriza wird befördert, bekam GR doch eben
vorgeführt, dass es Geld auch ohne harte Konditionen gibt!
Monti schaut gespannt zu...GS freut sich, haben sie nicht bald Kontrolle
über ganz „Europa“?
Die Kapitalflucht aus Spanien beschleunigt sich. Wie in GR, werden
Investoren ihre Bestände versuchen in UK law bonds zu tauschen.
Dass man dann 100% zurückbekommt beim haircut – kommt wie das
Amen in der Kirche - haben wir vor kurzem gesehen!
Die spreads für sp. Sovs werden schnell explodieren, da Schulden
weiter steigen – wie in GR.
WER glaubt, dass € 100 Milliarden in die FROB (unterkapitalisiert) gehen?
Was geht an korrupte Provinzen/Politiker unterm Tisch?
Der shitstorm kommt- Implosion des € steht IMO vor der Tür.
Man sieht es auch an den panischen Versuchen, alle Verantwortung an den
diktatorischen ESM loszuwerden.
Unser Nichtstun - keine Demos gegen unsere Plünderung - führt
in die DIKTATUR!
Merh Macht für Brüssel - oder weg aus dem EURO.
Zu diesem Thema ist in den letzten Jahren und Monaten so viel geredet und geschrieben worden, und nicht immer das beste, so daß ich mich hier der Mühe entziehe, weiter in´s Detail zu gehen. Nur eines dürfte mit Sicherheit festehen: Diesen Technokraten und dilettantischen Nichtskönnern in Brüssel weitere Macht zu gewähren, hieße Eulen nach Athen tragen. Das wäre für Europa mit Sicherheit die allerschlechteste Lösung. Nur die Frage "Weg aus dem EURO?", ist wohl eindeutig kaum mit JA oder NEIN zu beantworten. Beides hat Vor- und Nachteile. Und es sind nicht immer die sachlich richtigen Entscheidungen, die die richtigen sein müssen. Vieles ist hier auch eine Frage der Taktik, wobei auch die besondere Stellung Deutschlands zu berücksichtigen ist. Und ich will diesen Beitrag schließen mit der Erkenntnis: Quod licet Iovi, non licet bovi. Leider !
Also soll Deutschland jetzt Zug um Zug aufgegeben werden, um die
Verantwortung für die mißratene Fiskalpolitik an anonyme und
demokratisch kaum legitimierte Institutionen in Brüssel zu
übertragen?
Das grenzt doch schon an Hochverrat.
Nein!
Das grenzt nicht an Hochverrat, das ist Hochverrat!
Ja , auch Deutschland
soll jetzt einen Vertrag unterschreiben aus dem es keinen rechtlichen Rücktritt mehr gibt , mit allen Konsequenzen. Blanco , sozusagen !
haben wieder einmal GROSSE Ordnungspläne für Europa. Ich gehe
fest davon aus, daß die Menschen in dem einen oder anderen
europäischen Staat sich diesen Ordnungsvorstellungen - der
Abschaffung ihrer Nation - NICHT anschließen werden. Ein
europäischer Zentralstaat ist derzeit wenn überhaupt, dann nur
durch Zwang und Trickserei herbeizuführen. Das lehne ich auf jeden
Fall ab! Der €uro ist de facto bereits gescheitert, bis die
dafür Verantwortlichen sich dieses Scheitern eingestehen werden
noch viele Milliarden an Schulden aufgetürmt. Derzeit zahlt D wenig
für die Staatsanleihen, das wird beim Roll-Over bei Fälligkeit
dieser Anleihen in einigen Jahren ganz anders aussehen! Das Spiel ist
bekannt, es wurde schon mit GR, E, IRL, ... gesielt.
Der €uro muß geordnet abgewickelt werden, Europa soll seine
Vielfalt behalten, Kommissare und Beglückungsbeauftragte braucht
kein Mensch. Vor weiterer Integration braucht es zwingend mehr direkte
Demokratie auf allen Ebenen.
Ralph Bollmann Jahrgang 1969, Korrespondent für Wirtschaftspolitik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
Jüngste Beiträge
Christian Siedenbiedel Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Jüngste Beiträge
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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