11.06.2012 · Bis zu 100 Milliarden Euro soll Spanien bekommen, um seine Banken zu retten. Doch die Banken sind längst nicht das einzige Problem. Die Regionen sind überschuldet, die Bildung schlecht – und die Industrie liegt am Boden. Hier sind Spaniens vier Schwierigkeiten.
Von Natascha LenzRichtlinien für Lesermeinungen
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Handelsbilanzdefizit und Immobilienblase
Die Probleme Spaniens sind nicht erst seit gestern bekannt. Die meisten Kommentare gehen auch am Kern der Probleme vorbei. Wie hat denn Spanien sein chronisches Handelsbilanzdefizit finanzieren können über all die Euro-Jahre? Mit Krediten zu allzu niedrigen Zinsen, die dem Euro geschuldet sind. Auch der Immobilienboom ist mit viel Kapital aus dem Ausland finanziert worden. Weil die Preise immer schön nach oben stiegen, die Löhne auch. Und heute steht Spanien in der Konkurrenzfähigkeit seiner Produkte gegenüber Deutschland schlechter da als vor dem Euro. Der wirkliche Kern des Problems sind die exorbitanten Differenzen ind den Leistungsbilanzen der Mitgliedsländer. Und da bei einer Währungsunion der Schritt zur Abwertung der Währung verbaut ist, wird der Weg über die "innere Abwertung" gewählt. Was die Krise weiter verschärft und die Europafreundlichkeit der Bürger schwer belastet. Die Einführung von Euro-Bonds wird die Skepsis gegenüber Europa in Deutschland verschärfen. Wartet ab.
Immer noch der einzige Ausweg: Banken nationalisieren!
Es geht um eine fundamentale Krise des Systems, und nicht individuelle
Fehler des einen oder anderen Bankdirektors.
Nur ein paar Korrekturen zum Artikel. Erstens, ein kleines Detail: im
Artikel von Rosa Montero war nicht die Rede von einem spanischen
Wissenschaftler, sondern von einem Wissenschaftler überhaupt. Was
das Ganze natürlich noch schlimmer macht. Schlimm sind aber auch
die Lesermeinungen, die behaupten in Spanien hätte es
überhaupt keine Wissenschaftler gegeben, vor allem, diejenige die
in wikipedia nachsuchen müssen. Nur als Beispiel: Ramón y
Cajal und Severo Ochoa hatten den Nobelpreis in Medizin.
Die andere Korrektur ist etwas wichtiger: Banco Santander und BBVA sind
(bis heute) NICHT ind Schwierigkeiten geraten, sondern BANKIA vor allem
und andere wie Caixa Catalunya undCaixa Nova Galicia. 70% der spanischen
Banken sind aber in einer relativ guten Situation.
Zu manchen chauvinistischen und demagogischen Äusserungen einiger
Lesern, lieber keine Kommentare...
Wer kontrolliert die spanischen Sparkassen?
Hallo Frau Souto,
Sie scheinen sich auszukennen. Daher eine Frage an Sie: ist das in
Spanien so wie hier ind Deutschland, dass die örtlichen bzw.
regionalen Politiker die Sparkassen kontrollieren und die
Geschäftspolitik bestimmen? Also z. B. festlegen, ob bestimmte
Immobilienprojekte mit Kreidten "gefördert" werden oder nicht?
Lasst uns a l l e bei der nächsten Bundestagswahl zuhause bleiben, nach dem Motto, stellt Euch vor, es ist Wahl und keiner geht hin. Vielleicht kapieren es unsere Volksvertreter dann, dass wir das, was da gespielt wird, nicht nur nicht billigen, sondern von denen, die uns das einebrockt haben, auch keinen mehr sehen wollen! Dann lasst uns eine Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz machen! Vorher ist jedoch eine Volksbildungsinitiative in Ökonomie unumgänglich! Das wird eine Pflichtveranstaltung, gleich den nicht der deutsche Spache mächtigen Migranten.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 19:29 UhrDann, Frau Wild
ja dann wird es höchste Zeit dies einzuführen!
Pfründe
Herr Wagner, und wenn nur noch zwei Leute zur Wahl gehen, werden unsere
"gewählten" zwei
Volkszertreter, egal von welcher Partei, die Pfründe unter sich
aufteilen. Wir haben keine Klausel im Wahlrecht, die besagt, daß
eine Wahl wegen zu geringer Beteiligung ungültig ist.
Die angeführten Probleme sind relevant und gravierend!
Es gibt aber noch ein weiteres Problem das zur Landflucht der
Ausländer in Spanien führen und die Touristen fernhalten kann:
Die Gesundheits Versorgung!!!
Das Personal in den Gesundheits-Zentren und in den öffentlichen
Krankenhäusern (das sind die, wo man Hilfe mit der EKK bekommt)
wird drastisch reduziert; die ( sehr guten) spanischen Ärzte sind
unterbezahlt und wandern ab ins europäische Ausland.
Nachrücken tun dafür Ärzte aus Latein-Amerika, deren
Ausbildungs-Standard nicht immer mit dem spanischen übereinstimmt.
Gleiches gilt auch für das restliche medizinische Personal in den Krankenhäusern.
Man muß auch damit rechnen, dass Apotheken über Tage
geschlossen sind, weil diese immer noch auf das Geld des Staates warten
für verschriebene Medikamente (Und dies teilweise aus dem letzen Jahr).
Ann Zukera
Frau Lenz.
Besonders:
"Da wundert es nicht, dass Spanien im kürzlich
veröffentlichten Korruptionsbericht von Transparency International
katastrophal abschneidet. Die Antikorruptionsorganisation bescheinigt
Spanien massive Mängel. Korruption und Ineffizienz würden
weder kontrolliert noch sanktioniert."
.
Während hier bei uns alles kontrolliert und sanktioniert wird! Als
doppelte Strafe für die Deutschen, dürfen wir nun für die
Korruptionslöcher der Spanier bezahlen.
Nachdem die "relief" rally gelaufen ist, steigen - ich ahnte
es gestern bereits - heute die Zinsen für spanische Staatsanleihen
gewaltig: "Spanish CDS Storms Above 600bps"
.
Und da lauert schon Italien im Hintergrund und ich möchte eine
kleine heutige Meldung von dort ZU UNSER ALLER WARNUNG hier unterbringen:
.
"Italienische Bank setzt Zahlungen für einen Monat aus"
(alles-schallundrauch blog)
Und schon wieder ein Vertragsbruch!
Die 100 Mrd Rettungsgelder gehen an den span. Bankenrettungfonds statt
an die Regierung, was im Handstreich die Vergaberegeln des EFSF/ESM
außer Kraft setzt (> n-tv.de «Europas
Offenbarungseid»). Der Sinn der Trickserei ist, dass statt der
gesamten Staatsfinanzen nur der span. Bankensektor unter EU-Kontrolle
samt Reformprogramm gezwungen wird. Auf gut Deutsch: Wir schenken das
Geld einfach so hin, ohne dass Sp wie Griechenland zu durchgreifenden
Staatsreformen gezwungen wird. Desto sicherer, dass wir von dem Geld
nicht einen Cent wiedersehen werden!
Aber auf Reformen in Sp zu hoffen, wäre sowieso sinnlos, wo doch
«Sp im kürzlich veröffentlichten Korruptionsbericht von
Transparency International katastrophal abschneidet»! Wie
Griechenland längst gezeigt hat, ist die Korruption ein unheilbares
Übel, an dem jedes noch so große Rettungspaket scheitern
muss. An Sp wird sich die EU-Spendierwut endgültig verschlucken. In
solchen Staaten ändert sich erst was, wenn man sie pleite gehen lässt.
Der Versuch des Artikels zu etwas mehr Realität zu finden, ist begrüßenswert
Aber z.b. der Satz: "Den stolzen Spaniern fällt das nicht
leicht: „Helft mir“, heißt es auf dem Schild"
vermittelt einen falschen Eindruck. der sogenannte Stolz der Spanier
bezieht sich im Wesentlichen auf Nebensächlichkeiten. Das deutsche
Sprichwort: Dummheit und Stolz ... kann auch in Spanien zur Anwendung
kommen. Ich hatte schon in den 70er Jahren in Spanien gewohnt und
gearbeitet und auch schon damals konnte man wie auch heute Anzeigen in
den Tageszeitungen lesen: Ich brauche dringend Geld, wer hilft mir. Und
nicht nur eine, sondern sehr viele.
Und auch die Telefonica dürfte in einem freien Markt mit ehrlichem
Wettbewerb kaum bestehen können. In Spanien kassiert sie
völlig überhöhte Preise und obwohl man formal Wettbewerb
zugelassen hat, kontrolliert die Telefonica unverändert das Netz,
sodaß sie mit Leichtigkeit das Preisniveau der Wettbewerber im
Griff hat. Zusätzlich schränkt man das Angebot der Wettbwerber
stark ein über angeblich nicht vorhandene Netzkapazität.
wozu haben wir den "Alternativlosen Fonds zur Sozialisierung Fauler Kredite"
die deutschen Steuergelder müssen doch unters Volk, und
möglichst nicht unter das "Deutsche".
Und uns wollten noch alle bis vor kurzem erzählen, dass Spanien ja
auf gutem Wege sei.
Ich frage mich, ob der Schäuble immer so einen roten Kopf hat, weil
er die ganze Zeit weiss, dass er lügt.
Der Artikel macht klar, dass Spanien den Euro-Raum verlassen muss. Die
Pläne einer Fiskalunion kommen viel zu spät und wirken negativ
auf die Realgütermärkte. Spanien braucht einen nationalen
Neubeginn, den sie aus eigener Anstrengung schaffen muss. Deshalb muss
Spanien raus.
In diesem Kontext sehe ich auch das Geplänkel zwischen CDU-FDP-SPD
um den Fiskalpakt und der Transaktionssteuer. Der Fiskalpakt wird jetzt
zum Spielball - zu mehr taugt er nämlich auch nicht mehr. Man
bedenke, Italien leidet und Frankreich unter Hollande wird auch leiden.
Dem Problemkomplex ist mit einem Fiskalpakt nicht beizukommen.
Wir können uns zeitlassen mit der Fiskalunion - vermutlich erledigt
sich die Zielsetzung dieses Planes einfach durch liegenlassen.
Das sind die direkten Folgen der EU-Subventionen!
Die EU-Subventionen haben die Nehmerländer in uninnovative,
uninitiative, korrupte und träge Gesellschaften verwandelt, Typ:
Soziale Hängematte! Kann man darauf stolz sein?
Der Beitrag von Frau Lenz ist erstklassig weil symptomatisch und so
vollständig übertragbar auf alle Nehmer im EU-Konzert.
Es ist diese "Mittelabfluß-Doktrin" der EU. Und es ist
diese Wahnvorstellung von Politikern mit dicken Zahlen um sich zu
werfen, um persönliche Erfolge zu plakatieren. Mangelhafte Bildung,
darniederliegende Industrien, kaputte öffentliche Finanzen? Ja,
haben denn diese EU-Subventionen dumme Schnorrer kreiert?
Es ist dieses EU-Konzept, welches nichts taugt! Die EU gehört auf
den Prüfstand. Die EU schafft Probleme, die wir ohne EU nicht
hätten! Um? Um Berufspolitikern einen gut dotierten Job zu
verschaffen.
Lindner (FDP) kann uns den Umgang mit Existenzgründerdarlehen aus
EU-Töpfen durchgeleitet von der KfW sicher gut erklären.
Schaden für die Allgemeinheit: ca. 1,2 Mio. €URO!
Korrekt - aber eine Nachfrage
Ich finde, Sie beschreiben das völlig korrekt. Allerdings betrifft
dieser Umgang mit Steuergeldern nicht nur Spanien und nicht nur die EU,
sondern auch uns hier in D, egal, ob lokal, regional oder national.
Was Sie über Hr. Lindner schreiben würde mich näher
interessieren, weil ich ihn sympathisch finde und er im Prinzip auch
Ihrer hier geäußerten Meinung sein müsste. Sie deuten
an, verstehe ich Sie richtig?, dass er als junger Unternehmer von
solchen Krediten - in dieser Höhe? - zu Unrecht profitierte, die
dann am Ende nicht zurückgezahlt werden konnten? Wenn das so
wäre, würde das meine Meinung über ihn schon verändern.
ACS wurde durch Bauprojekte mit Deutschen Geldern groß...
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 18:59 Uhr@ huchthausen Nachtrag
Sie erinnern sich an die generöse aber sinn- und zwecklose "Rettung" der Phillip Holzmann AG durch den damaligen Bundeskanzler Schröder? Auch diese staatsinterventionistische "Rettung" verstieß gegen europäisches Recht und gegen marktwirtschaftliche Prinzipien. Sie kostete auch dem Steuerzahler ziemlich viel Geld. In Deutschland scheint aber gerne und massiv mit Steinen zu schmeißen, während man in einem imaginierten Glashaus sitzt. Die Betonung liegt auf imaginiert und die Steine kommen unaufhaltsam zurück.
@ Striesner u.a.
Vielleicht werfen Sie den Spaniern auch noch die vielen deutschen (und
britischen) Touristen vor, die für das Wein-, Bier- und Sonnenbaden
auch noch Geld, nicht nur Euro, im Land ausgeben müssen. Ein
weiterer Skandal ist auch, dass die Mallorquiner immer noch ihre Ihre
Insel Mallorca statt Malle nennen.
Es gibt kein Land in dem die Baubranche und die Vergabepraxis nicht im
Zentrum der Korruption und der Korruptionsvorwürfe steht. Das ist
auch in Deutschland nicht anders. Die Antikorruptionseinheit, die Sie
zum Arbeiten bringen wollten, kennen eben die
Verwendungsmodalitäten des EU-Haushaltes besser und erwarten zu
Recht keine Gegenleistung. Ausplündern lässt sich die
EU-Kommission nicht, sie vergibt eher Subventionen an deutsche Bauern
für stillgelegte Agrarflächen und für warme Luft. Es gibt
also keinen Grund für deutsche, moralische Überheblichkeit.
Ich darf ergänzen! Korruption mit EU-Geldern ist die Geißel des Kontinents!
ACS ist System-Baupartner der spanischen Regierung und bei
Ausschreibungen immer vorne weg, obwohl die EU ICB (International
Competitive Bidding) vorschreibt! Da ist null Wettbewerb in ESP!
Die EU hat den ganzen Kontinent mit dramatischen Korruptionsblasen
überzogen. Ich weiß das aus persönlich dramatischer
Erfahrung und Transparency International beschreibt das in seinem
Sonderbericht zu Südeuropa detailgetreu.
2 Seiten Exekutiv-Summary und man greift zur Flasche! So etwas macht
fassungslos! Die EU hat eine Antikorruptionseinheit (OLAF), ich hatte
mal mit denen zu tun oder besser ich hatte irre Arbeit, die
überhaupt ans Arbeiten zu bringen. Typ: Pflästerchen-Einheit
kritisiert der EU-Rechnungshof!
Warum wird gegen die irrwitzige Korruption mit EU-Geldern nicht
lautstark protestiert? Ich lege mich fest, ca. 30 % der zweckgebundenen
Mittel werden zweckentfremdet und die Projekte sind entsprechend
überplant. Die EU-Budgets werden systematisch geplündert
für null Gegenleistung
Man hört doch überall, dass alle Spanier hervorragend
ausgebildete Genies sind, die sich freudid aufmachen, unseren
Fachkräftemangel zu beheben. Was stimmt denn da nicht?
Und keiner glaubt, dass nur die Banken ein Problem haben.
Das ist lediglich ein selten blöder Schachzug, um von den
eigentlichen Problemen abzulenken. Auf so etwas fallen nur noch
Blödere rein, die meist führende Positionen in der deutschen
Politik bekleiden.
Warten wir ab, was in den nächsten 6 Monaten noch alles passiert...
gut daß die politiker noch nicht begreifen, daß jede weitere
rettungsaktion den zusammenbruch des euro beschleunigt. ich gebe dem
system noch ein jahr, oder weniger.
warum ist dies gut: eine finanzunion ohne politische union(mit
volksabstimmung des souveräns, )
ist brutal undemokratisch, und hat zu diesem desaster
geführt....ich liebe alle europäischen länder im urlaub,
aber ich gehe nicht in die irrsinnige zwangshaftung. meine letzte tinte
hebe ich für das verfassungsgericht auf(GG art. 20), und klage
gegen weiter hoheitsverluste meines geliebten landes.
Natuerlich sind es nicht nur die Banken,
sonst haetten diese ja nicht die Miliarden, die sie gerade als langfristige Kredite von der EZB bekommen haben, in Staatsanleihen anlegen koennen (die jetzt bereits kraeftig an Wert verloren haben). Aber durch diese Konstellation kann der schwarze Peter an die Banken weitergegeben werden, gegen den sich nun der Volkszorn richten kann. Die spanischen Regierung erklaerte sich dann grosszuegig bereit, mehr oder weniger bedingungslos 100 Mrd. Euro zur "Bankenrettung" entgegenzunehmen um diese dann ebenfalls, wie die EZB, als Kredit an die Banken weiterzugeben. Wieviel Gelder dann bei den Banken tatsaechlich ankommen, da guckt dann keiner so genau hin. Und das Europa, einschliesslich Frau Merkel und Herr Schaeuble hier mitmachen, zeigt genau, wie weit das mit Stabilitaetspakt und Sparen und Mitsprache tatsaechlich her ist.
Wer eine im Zug ab Barcelona entlang der Mittelmeerküste nach Süden fährt, kann dabei die längste Geisterhauskette der Welt besichtigen. Edle Städte, wie Valencia, sind mit gigantischen öffentlichen Bauten "geschmückt". Waren und Dienstleistungen bieten selten preis-adäquate Qualität. Wer je mit spanischen Behörden zu tun bekam, konnte nur den Kopf schütteln oder verzweifeln. Wer seine Augen vor den Glanzfassaden nicht verschließt, nimmt viel Armut wahr. Obwohl das Land Europas Geld verschlingt, tritt es seine Richtlinien mit Füßen. Und das findet unter allen Regierungen statt, was auf Mentalität verweist. Das Schlimmste aber: Europas Regierungen wissen seit Jahr und Tag von den Luftschlössern, Immo-Blasen und gigantischer Korruption. Was Spanien von Griechenland trennt, ist nur die stolzere Fassade.
Das Euro-Finale hat begonnen, die PIGS plus Italien und Frankreich
wollen auch kräftig zulangen und werden nicht zögern
Rettungsmilliarden anzufordern. Die Ratingagenturen werden im
Hintergrund rechnen, wann Deutschland endgültig in der Falle sitzt
und dann wird zugeschlagen mit hohen Zinsen. Wehe wenn dann noch die
ersten Ausfälle zu verkraften sind, dann fliegt uns der Laden
krachend um die Ohren. Gewinner werden die Länder in Europa sein,
die nicht im Euro sind.
Herr Soppe hat vollkommen recht, wird geben uns nicht nur finanziell
auf, nein wir drehen uns auch noch freiwillig den Strom ab.
Denk ich an Deutschland in der Nacht......
Spaniens Problem sind nicht nur die Banken, aber ohne sie wäre die
Lage noch erträglich.
Hier wie dort müßte der Staat einfach durchgreifen und Banken
konsequent verstaatlichen. Frage auch: Warum geschah das in Deutschland
nicht? In den USA ging das problemlos und nach der Erholung oder wenn
die Firmen zerschlagen werden, kommt das Geld beimStaat wieder an.
Auf der E- Petitionsseite des Deutschen Bundestages läuft eine
Petition gegen den ESM - wer endlich was tun will, macht mit und
erzählt das weiter!
Erst wenn der letzte Euro an die Zocker gegangen ist,
werden nicht nur die Europäer die Casinos verfluchen. Dann aber ist
es zu spät.
In letzter Konsequenz trifft es doch nur die gemeinen Bürger, denn
unsere "Eliten" werden sich, da "systemrelevant",
wieder einmal mehr oder weniger schadlos halten.
Das System der parlamentarischen Demokratie mit seinem wahnwitzigen
Wasserkopf ist gänzlich ungeeignet, solchen Entwicklungen wirksam
begegnen zu können. Nur ein durch direkte Demokratie kontrollierter
schlanker Staat kann durch die Macht echter Mehrheitsentscheidungen den
einzelnen Interessensgruppen wirklich etwas entgegensetzen.
Das Problem hinter dem Problem des Raubtierkapitalismus sind die
Machtinteressen der politischen Parteien. Die Angst vor der
nächsten Wahl hindert die etablierten Parteien daran,
unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Unpopulär insofern, als
jede gegen "die Märkte" gerichtete Aktion zu einer
Gegenreaktion gegen uns Bürger führen wird. Eine durch falsche
Politik gespaltene Gesellschaft überlebt das sicher nicht.
Spanien hat K E I N Problem :Stumpfsinnig zahlen doch CDU,FDP und Merkel die Zeche
mit deutschen Steuergeldern. Also Spanien: carpe diem, lasst die Korken knallen!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 18:40 Uhrnicht alle Spanier sind immer "de fiesta"
Wahrseinlich sollen wir raus vom Euro, da bin ich ganz einverstanden. Unsere Politiker stinken nach Korruption, auch einverstanden. Aber generalisieren Sie bitte nicht. Das ist ungerecht und übrigens gefährlich. Weder Europa noch Deutschland wird uns retten...Spanien ist dran....und "der nächste, bitte?"
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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