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Schuldenkrise Spaniens Problem sind nicht nur die Banken

 ·  Bis zu 100 Milliarden Euro soll Spanien bekommen, um seine Banken zu retten. Doch die Banken sind längst nicht das einzige Problem. Die Regionen sind überschuldet, die Bildung schlecht – und die Industrie liegt am Boden. Hier sind Spaniens vier Schwierigkeiten.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (66)

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Michael Peters

Handelsbilanzdefizit und Immobilienblase

Die Probleme Spaniens sind nicht erst seit gestern bekannt. Die meisten Kommentare gehen auch am Kern der Probleme vorbei. Wie hat denn Spanien sein chronisches Handelsbilanzdefizit finanzieren können über all die Euro-Jahre? Mit Krediten zu allzu niedrigen Zinsen, die dem Euro geschuldet sind. Auch der Immobilienboom ist mit viel Kapital aus dem Ausland finanziert worden. Weil die Preise immer schön nach oben stiegen, die Löhne auch. Und heute steht Spanien in der Konkurrenzfähigkeit seiner Produkte gegenüber Deutschland schlechter da als vor dem Euro. Der wirkliche Kern des Problems sind die exorbitanten Differenzen ind den Leistungsbilanzen der Mitgliedsländer. Und da bei einer Währungsunion der Schritt zur Abwertung der Währung verbaut ist, wird der Weg über die "innere Abwertung" gewählt. Was die Krise weiter verschärft und die Europafreundlichkeit der Bürger schwer belastet. Die Einführung von Euro-Bonds wird die Skepsis gegenüber Europa in Deutschland verschärfen. Wartet ab.

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 12.06.2012 00:43 Uhr

Immer noch der einzige Ausweg: Banken nationalisieren!

Es geht um eine fundamentale Krise des Systems, und nicht individuelle Fehler des einen oder anderen Bankdirektors.

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Isabel Souto
Isabel Souto (isasout) - 11.06.2012 20:28 Uhr

Korrekturen

Nur ein paar Korrekturen zum Artikel. Erstens, ein kleines Detail: im Artikel von Rosa Montero war nicht die Rede von einem spanischen Wissenschaftler, sondern von einem Wissenschaftler überhaupt. Was das Ganze natürlich noch schlimmer macht. Schlimm sind aber auch die Lesermeinungen, die behaupten in Spanien hätte es überhaupt keine Wissenschaftler gegeben, vor allem, diejenige die in wikipedia nachsuchen müssen. Nur als Beispiel: Ramón y Cajal und Severo Ochoa hatten den Nobelpreis in Medizin.
Die andere Korrektur ist etwas wichtiger: Banco Santander und BBVA sind (bis heute) NICHT ind Schwierigkeiten geraten, sondern BANKIA vor allem und andere wie Caixa Catalunya undCaixa Nova Galicia. 70% der spanischen Banken sind aber in einer relativ guten Situation.
Zu manchen chauvinistischen und demagogischen Äusserungen einiger Lesern, lieber keine Kommentare...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 12:00 Uhr
Wilfried Schnur

Wer kontrolliert die spanischen Sparkassen?

Hallo Frau Souto,
Sie scheinen sich auszukennen. Daher eine Frage an Sie: ist das in Spanien so wie hier ind Deutschland, dass die örtlichen bzw. regionalen Politiker die Sparkassen kontrollieren und die Geschäftspolitik bestimmen? Also z. B. festlegen, ob bestimmte Immobilienprojekte mit Kreidten "gefördert" werden oder nicht?

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 11.06.2012 17:48 Uhr

Wahlboykott

Lasst uns a l l e bei der nächsten Bundestagswahl zuhause bleiben, nach dem Motto, stellt Euch vor, es ist Wahl und keiner geht hin. Vielleicht kapieren es unsere Volksvertreter dann, dass wir das, was da gespielt wird, nicht nur nicht billigen, sondern von denen, die uns das einebrockt haben, auch keinen mehr sehen wollen! Dann lasst uns eine Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz machen! Vorher ist jedoch eine Volksbildungsinitiative in Ökonomie unumgänglich! Das wird eine Pflichtveranstaltung, gleich den nicht der deutsche Spache mächtigen Migranten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 19:29 Uhr
Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 11.06.2012 19:29 Uhr

Dann, Frau Wild

ja dann wird es höchste Zeit dies einzuführen!

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Closed via SSO

Pfründe

Herr Wagner, und wenn nur noch zwei Leute zur Wahl gehen, werden unsere "gewählten" zwei
Volkszertreter, egal von welcher Partei, die Pfründe unter sich aufteilen. Wir haben keine Klausel im Wahlrecht, die besagt, daß eine Wahl wegen zu geringer Beteiligung ungültig ist.

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Ann Zukera
Ann Zukera (Zukera) - 11.06.2012 17:32 Uhr

Spaniens Probleme

Die angeführten Probleme sind relevant und gravierend!
Es gibt aber noch ein weiteres Problem das zur Landflucht der Ausländer in Spanien führen und die Touristen fernhalten kann: Die Gesundheits Versorgung!!!
Das Personal in den Gesundheits-Zentren und in den öffentlichen Krankenhäusern (das sind die, wo man Hilfe mit der EKK bekommt) wird drastisch reduziert; die ( sehr guten) spanischen Ärzte sind unterbezahlt und wandern ab ins europäische Ausland. Nachrücken tun dafür Ärzte aus Latein-Amerika, deren Ausbildungs-Standard nicht immer mit dem spanischen übereinstimmt. Gleiches gilt auch für das restliche medizinische Personal in den Krankenhäusern.
Man muß auch damit rechnen, dass Apotheken über Tage geschlossen sind, weil diese immer noch auf das Geld des Staates warten für verschriebene Medikamente (Und dies teilweise aus dem letzen Jahr).

Ann Zukera

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 17:58 Uhr
Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 11.06.2012 17:58 Uhr

Kennen wir doch alles!

Griechenland lässt grüßen!

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Ulla Nachtmann

Klarer und wahrer Beitrag,

Frau Lenz.
Besonders:
"Da wundert es nicht, dass Spanien im kürzlich veröffentlichten Korruptionsbericht von Transparency International katastrophal abschneidet. Die Antikorruptionsorganisation bescheinigt Spanien massive Mängel. Korruption und Ineffizienz würden weder kontrolliert noch sanktioniert."
.
Während hier bei uns alles kontrolliert und sanktioniert wird! Als doppelte Strafe für die Deutschen, dürfen wir nun für die Korruptionslöcher der Spanier bezahlen.
Nachdem die "relief" rally gelaufen ist, steigen - ich ahnte es gestern bereits - heute die Zinsen für spanische Staatsanleihen gewaltig: "Spanish CDS Storms Above 600bps"
.
Und da lauert schon Italien im Hintergrund und ich möchte eine kleine heutige Meldung von dort ZU UNSER ALLER WARNUNG hier unterbringen:
.
"Italienische Bank setzt Zahlungen für einen Monat aus"
(alles-schallundrauch blog)

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Wolfgang Töpler

Und schon wieder ein Vertragsbruch!

Die 100 Mrd Rettungsgelder gehen an den span. Bankenrettungfonds statt an die Regierung, was im Handstreich die Vergaberegeln des EFSF/ESM außer Kraft setzt (> n-tv.de «Europas Offenbarungseid»). Der Sinn der Trickserei ist, dass statt der gesamten Staatsfinanzen nur der span. Bankensektor unter EU-Kontrolle samt Reformprogramm gezwungen wird. Auf gut Deutsch: Wir schenken das Geld einfach so hin, ohne dass Sp wie Griechenland zu durchgreifenden Staatsreformen gezwungen wird. Desto sicherer, dass wir von dem Geld nicht einen Cent wiedersehen werden!
Aber auf Reformen in Sp zu hoffen, wäre sowieso sinnlos, wo doch «Sp im kürzlich veröffentlichten Korruptionsbericht von Transparency International katastrophal abschneidet»! Wie Griechenland längst gezeigt hat, ist die Korruption ein unheilbares Übel, an dem jedes noch so große Rettungspaket scheitern muss. An Sp wird sich die EU-Spendierwut endgültig verschlucken. In solchen Staaten ändert sich erst was, wenn man sie pleite gehen lässt.

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Rolf-Dirk Maehler

Der Versuch des Artikels zu etwas mehr Realität zu finden, ist begrüßenswert

Aber z.b. der Satz: "Den stolzen Spaniern fällt das nicht leicht: „Helft mir“, heißt es auf dem Schild" vermittelt einen falschen Eindruck. der sogenannte Stolz der Spanier bezieht sich im Wesentlichen auf Nebensächlichkeiten. Das deutsche Sprichwort: Dummheit und Stolz ... kann auch in Spanien zur Anwendung kommen. Ich hatte schon in den 70er Jahren in Spanien gewohnt und gearbeitet und auch schon damals konnte man wie auch heute Anzeigen in den Tageszeitungen lesen: Ich brauche dringend Geld, wer hilft mir. Und nicht nur eine, sondern sehr viele.
Und auch die Telefonica dürfte in einem freien Markt mit ehrlichem Wettbewerb kaum bestehen können. In Spanien kassiert sie völlig überhöhte Preise und obwohl man formal Wettbewerb zugelassen hat, kontrolliert die Telefonica unverändert das Netz, sodaß sie mit Leichtigkeit das Preisniveau der Wettbewerber im Griff hat. Zusätzlich schränkt man das Angebot der Wettbwerber stark ein über angeblich nicht vorhandene Netzkapazität.

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Paul Banaschak

wozu haben wir den "Alternativlosen Fonds zur Sozialisierung Fauler Kredite"

die deutschen Steuergelder müssen doch unters Volk, und möglichst nicht unter das "Deutsche".
Und uns wollten noch alle bis vor kurzem erzählen, dass Spanien ja auf gutem Wege sei.
Ich frage mich, ob der Schäuble immer so einen roten Kopf hat, weil er die ganze Zeit weiss, dass er lügt.

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Horst Ziegler

Raus.

Der Artikel macht klar, dass Spanien den Euro-Raum verlassen muss. Die Pläne einer Fiskalunion kommen viel zu spät und wirken negativ auf die Realgütermärkte. Spanien braucht einen nationalen Neubeginn, den sie aus eigener Anstrengung schaffen muss. Deshalb muss Spanien raus.

In diesem Kontext sehe ich auch das Geplänkel zwischen CDU-FDP-SPD um den Fiskalpakt und der Transaktionssteuer. Der Fiskalpakt wird jetzt zum Spielball - zu mehr taugt er nämlich auch nicht mehr. Man bedenke, Italien leidet und Frankreich unter Hollande wird auch leiden. Dem Problemkomplex ist mit einem Fiskalpakt nicht beizukommen.

Wir können uns zeitlassen mit der Fiskalunion - vermutlich erledigt sich die Zielsetzung dieses Planes einfach durch liegenlassen.

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Rolf Huchthausen

Das sind die direkten Folgen der EU-Subventionen!

Die EU-Subventionen haben die Nehmerländer in uninnovative, uninitiative, korrupte und träge Gesellschaften verwandelt, Typ: Soziale Hängematte! Kann man darauf stolz sein?

Der Beitrag von Frau Lenz ist erstklassig weil symptomatisch und so vollständig übertragbar auf alle Nehmer im EU-Konzert.

Es ist diese "Mittelabfluß-Doktrin" der EU. Und es ist diese Wahnvorstellung von Politikern mit dicken Zahlen um sich zu werfen, um persönliche Erfolge zu plakatieren. Mangelhafte Bildung, darniederliegende Industrien, kaputte öffentliche Finanzen? Ja, haben denn diese EU-Subventionen dumme Schnorrer kreiert?

Es ist dieses EU-Konzept, welches nichts taugt! Die EU gehört auf den Prüfstand. Die EU schafft Probleme, die wir ohne EU nicht hätten! Um? Um Berufspolitikern einen gut dotierten Job zu verschaffen.

Lindner (FDP) kann uns den Umgang mit Existenzgründerdarlehen aus EU-Töpfen durchgeleitet von der KfW sicher gut erklären. Schaden für die Allgemeinheit: ca. 1,2 Mio. €URO!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 12:32 Uhr
Wilfried Schnur

Korrekt - aber eine Nachfrage

Ich finde, Sie beschreiben das völlig korrekt. Allerdings betrifft dieser Umgang mit Steuergeldern nicht nur Spanien und nicht nur die EU, sondern auch uns hier in D, egal, ob lokal, regional oder national.
Was Sie über Hr. Lindner schreiben würde mich näher interessieren, weil ich ihn sympathisch finde und er im Prinzip auch Ihrer hier geäußerten Meinung sein müsste. Sie deuten an, verstehe ich Sie richtig?, dass er als junger Unternehmer von solchen Krediten - in dieser Höhe? - zu Unrecht profitierte, die dann am Ende nicht zurückgezahlt werden konnten? Wenn das so wäre, würde das meine Meinung über ihn schon verändern.

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Michael Scheffler

Herr Sundt

ACS wurde durch Bauprojekte mit Deutschen Geldern groß...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 18:59 Uhr
otto sundt
otto sundt (drto) - 11.06.2012 18:59 Uhr

@ huchthausen Nachtrag

Sie erinnern sich an die generöse aber sinn- und zwecklose "Rettung" der Phillip Holzmann AG durch den damaligen Bundeskanzler Schröder? Auch diese staatsinterventionistische "Rettung" verstieß gegen europäisches Recht und gegen marktwirtschaftliche Prinzipien. Sie kostete auch dem Steuerzahler ziemlich viel Geld. In Deutschland scheint aber gerne und massiv mit Steinen zu schmeißen, während man in einem imaginierten Glashaus sitzt. Die Betonung liegt auf imaginiert und die Steine kommen unaufhaltsam zurück.

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otto sundt
otto sundt (drto) - 11.06.2012 18:35 Uhr

@ Striesner u.a.

Vielleicht werfen Sie den Spaniern auch noch die vielen deutschen (und britischen) Touristen vor, die für das Wein-, Bier- und Sonnenbaden auch noch Geld, nicht nur Euro, im Land ausgeben müssen. Ein weiterer Skandal ist auch, dass die Mallorquiner immer noch ihre Ihre Insel Mallorca statt Malle nennen.
Es gibt kein Land in dem die Baubranche und die Vergabepraxis nicht im Zentrum der Korruption und der Korruptionsvorwürfe steht. Das ist auch in Deutschland nicht anders. Die Antikorruptionseinheit, die Sie zum Arbeiten bringen wollten, kennen eben die Verwendungsmodalitäten des EU-Haushaltes besser und erwarten zu Recht keine Gegenleistung. Ausplündern lässt sich die EU-Kommission nicht, sie vergibt eher Subventionen an deutsche Bauern für stillgelegte Agrarflächen und für warme Luft. Es gibt also keinen Grund für deutsche, moralische Überheblichkeit.

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Rolf Huchthausen

Ich darf ergänzen! Korruption mit EU-Geldern ist die Geißel des Kontinents!

ACS ist System-Baupartner der spanischen Regierung und bei Ausschreibungen immer vorne weg, obwohl die EU ICB (International Competitive Bidding) vorschreibt! Da ist null Wettbewerb in ESP!

Die EU hat den ganzen Kontinent mit dramatischen Korruptionsblasen überzogen. Ich weiß das aus persönlich dramatischer Erfahrung und Transparency International beschreibt das in seinem Sonderbericht zu Südeuropa detailgetreu.

2 Seiten Exekutiv-Summary und man greift zur Flasche! So etwas macht fassungslos! Die EU hat eine Antikorruptionseinheit (OLAF), ich hatte mal mit denen zu tun oder besser ich hatte irre Arbeit, die überhaupt ans Arbeiten zu bringen. Typ: Pflästerchen-Einheit kritisiert der EU-Rechnungshof!

Warum wird gegen die irrwitzige Korruption mit EU-Geldern nicht lautstark protestiert? Ich lege mich fest, ca. 30 % der zweckgebundenen Mittel werden zweckentfremdet und die Projekte sind entsprechend überplant. Die EU-Budgets werden systematisch geplündert für null Gegenleistung

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Michael Arndt

Schlechte Bildung?

Man hört doch überall, dass alle Spanier hervorragend ausgebildete Genies sind, die sich freudid aufmachen, unseren Fachkräftemangel zu beheben. Was stimmt denn da nicht?
Und keiner glaubt, dass nur die Banken ein Problem haben.
Das ist lediglich ein selten blöder Schachzug, um von den eigentlichen Problemen abzulenken. Auf so etwas fallen nur noch Blödere rein, die meist führende Positionen in der deutschen Politik bekleiden.
Warten wir ab, was in den nächsten 6 Monaten noch alles passiert...

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thomas röver

spaniens probleme

gut daß die politiker noch nicht begreifen, daß jede weitere rettungsaktion den zusammenbruch des euro beschleunigt. ich gebe dem system noch ein jahr, oder weniger.
warum ist dies gut: eine finanzunion ohne politische union(mit volksabstimmung des souveräns, )
ist brutal undemokratisch, und hat zu diesem desaster geführt....ich liebe alle europäischen länder im urlaub, aber ich gehe nicht in die irrsinnige zwangshaftung. meine letzte tinte hebe ich für das verfassungsgericht auf(GG art. 20), und klage gegen weiter hoheitsverluste meines geliebten landes.

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Edda Kuhlmann

Natuerlich sind es nicht nur die Banken,

sonst haetten diese ja nicht die Miliarden, die sie gerade als langfristige Kredite von der EZB bekommen haben, in Staatsanleihen anlegen koennen (die jetzt bereits kraeftig an Wert verloren haben). Aber durch diese Konstellation kann der schwarze Peter an die Banken weitergegeben werden, gegen den sich nun der Volkszorn richten kann. Die spanischen Regierung erklaerte sich dann grosszuegig bereit, mehr oder weniger bedingungslos 100 Mrd. Euro zur "Bankenrettung" entgegenzunehmen um diese dann ebenfalls, wie die EZB, als Kredit an die Banken weiterzugeben. Wieviel Gelder dann bei den Banken tatsaechlich ankommen, da guckt dann keiner so genau hin. Und das Europa, einschliesslich Frau Merkel und Herr Schaeuble hier mitmachen, zeigt genau, wie weit das mit Stabilitaetspakt und Sparen und Mitsprache tatsaechlich her ist.

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Frank Sperling

Stolze Fassade

Wer eine im Zug ab Barcelona entlang der Mittelmeerküste nach Süden fährt, kann dabei die längste Geisterhauskette der Welt besichtigen. Edle Städte, wie Valencia, sind mit gigantischen öffentlichen Bauten "geschmückt". Waren und Dienstleistungen bieten selten preis-adäquate Qualität. Wer je mit spanischen Behörden zu tun bekam, konnte nur den Kopf schütteln oder verzweifeln. Wer seine Augen vor den Glanzfassaden nicht verschließt, nimmt viel Armut wahr. Obwohl das Land Europas Geld verschlingt, tritt es seine Richtlinien mit Füßen. Und das findet unter allen Regierungen statt, was auf Mentalität verweist. Das Schlimmste aber: Europas Regierungen wissen seit Jahr und Tag von den Luftschlössern, Immo-Blasen und gigantischer Korruption. Was Spanien von Griechenland trennt, ist nur die stolzere Fassade.

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Marianne Spring
Marianne Spring (0915) - 11.06.2012 16:14 Uhr

Der Euro im Endspiel

Das Euro-Finale hat begonnen, die PIGS plus Italien und Frankreich wollen auch kräftig zulangen und werden nicht zögern Rettungsmilliarden anzufordern. Die Ratingagenturen werden im Hintergrund rechnen, wann Deutschland endgültig in der Falle sitzt und dann wird zugeschlagen mit hohen Zinsen. Wehe wenn dann noch die ersten Ausfälle zu verkraften sind, dann fliegt uns der Laden krachend um die Ohren. Gewinner werden die Länder in Europa sein, die nicht im Euro sind.
Herr Soppe hat vollkommen recht, wird geben uns nicht nur finanziell auf, nein wir drehen uns auch noch freiwillig den Strom ab.
Denk ich an Deutschland in der Nacht......

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Sybille Dillinger

Nein,

Spaniens Problem sind nicht nur die Banken, aber ohne sie wäre die Lage noch erträglich.
Hier wie dort müßte der Staat einfach durchgreifen und Banken konsequent verstaatlichen. Frage auch: Warum geschah das in Deutschland nicht? In den USA ging das problemlos und nach der Erholung oder wenn die Firmen zerschlagen werden, kommt das Geld beimStaat wieder an.
Auf der E- Petitionsseite des Deutschen Bundestages läuft eine Petition gegen den ESM - wer endlich was tun will, macht mit und erzählt das weiter!

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Otto Meier

Erst wenn der letzte Euro an die Zocker gegangen ist,

werden nicht nur die Europäer die Casinos verfluchen. Dann aber ist es zu spät.

In letzter Konsequenz trifft es doch nur die gemeinen Bürger, denn unsere "Eliten" werden sich, da "systemrelevant", wieder einmal mehr oder weniger schadlos halten.

Das System der parlamentarischen Demokratie mit seinem wahnwitzigen Wasserkopf ist gänzlich ungeeignet, solchen Entwicklungen wirksam begegnen zu können. Nur ein durch direkte Demokratie kontrollierter schlanker Staat kann durch die Macht echter Mehrheitsentscheidungen den einzelnen Interessensgruppen wirklich etwas entgegensetzen.

Das Problem hinter dem Problem des Raubtierkapitalismus sind die Machtinteressen der politischen Parteien. Die Angst vor der nächsten Wahl hindert die etablierten Parteien daran, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Unpopulär insofern, als jede gegen "die Märkte" gerichtete Aktion zu einer Gegenreaktion gegen uns Bürger führen wird. Eine durch falsche Politik gespaltene Gesellschaft überlebt das sicher nicht.

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Franz Munte

Spanien hat K E I N Problem :Stumpfsinnig zahlen doch CDU,FDP und Merkel die Zeche

mit deutschen Steuergeldern. Also Spanien: carpe diem, lasst die Korken knallen!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 18:40 Uhr
Ana María Gutiérrez García

nicht alle Spanier sind immer "de fiesta"

Wahrseinlich sollen wir raus vom Euro, da bin ich ganz einverstanden. Unsere Politiker stinken nach Korruption, auch einverstanden. Aber generalisieren Sie bitte nicht. Das ist ungerecht und übrigens gefährlich. Weder Europa noch Deutschland wird uns retten...Spanien ist dran....und "der nächste, bitte?"

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