Die Schwere der Euro-Krise lässt sich an den Ratschlägen ablesen, die den Euro-Europäern aus der internationalen Gemeinschaft zukommen. Erst waren es Forderungen, die Wirtschaft keynesianisch anzukurbeln, dann ging es um höhere „Brandschutzmauern“. Nun wird eine Risikoteilung empfohlen, sprich eine mittels Euroanleihen mehr oder weniger zentralisierte Finanzpolitik. Die Ratschläge kommen einem „Nation Building“ gleich, dem Aufbau der Nation Euroraum, wie man es sonst nur aus Bürgerkriegsstaaten kennt. Den Berufseuropäern in Brüssel und anderswo kommt der internationale Druck gelegen.
Um den deutschen Widerstand gegen langfristige Euroanleihen zu brechen, bastelt die EU-Kommission offenbar im Verbund auch mit der Europäischen Zentralbank am Vorschlag von Euro-Bills. Im Kern sind das Euroanleihen sehr kurzfristiger Laufzeit. Das Manko der gemeinsamen Finanzaufnahme wird dadurch nicht geheilt: Solider wirtschaftende Eurostaaten sollen mit ihrem gutem Ruf für das Fehlversagen anderer haften. Das untergräbt die Anreize zu einer gesunden Finanzpolitik. Die Bundeskanzlerin sollte dazu entschlossen nein sagen.
"Solide wirtschaftende Eurostaaten sollen mit ihrem gutem Ruf
für das Fehlversagen anderer haften"
Maik Freitag (MoikMC)
- 18.06.2012, 15:23 Uhr
Neuerfindung der €-€-Spitzen-Dilettanten auf der Halde
für illegalen Euro-Müll
Gerhard Storm (gerhardstorm)
- 18.06.2012, 14:53 Uhr
Etwas kurzsichtig...
jose serrano (josessvck)
- 18.06.2012, 14:07 Uhr
Finanzielle Restriktion, Zwangssparen und Lastenausgleich
Klaus Michael Strauss (kmstFAZ)
- 18.06.2012, 13:18 Uhr
Genau so...
Hannes Ehrmann (hans1066)
- 18.06.2012, 12:46 Uhr