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Schuldenkrise Italien stellt Forderungen

 ·  In Italiens Politik und Medien wird trotz der schwierigen Lage nicht über Reformen diskutiert. Das Land beschäftigt sich vielmehr mit der Frage, wann Deutschland endlich mit Eurobonds die italienische Konjunktur retten könne.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (69)

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Antonio Sinigaglia

Leider


In Italiens Politik und Medien dreht sich die Diskussion trotz der schwierigen Lage nicht um Reformen zur Belebung der Wirtschaft, sondern darum, wann Deutschland endlich mit Investitionsbonds ..."

Leider arbeiten die italienische Medien oft schlechter als so. Jede Verantwortung wegwerfen sieht das belebte Sport aus zu sein fuer zu viele Menschen. Ich schaue selten diese Fernseheprogramme. Was kann man immer sehen daran, die Leute im Studio lautsprechen einanderes, der Leiter tut nichts und wir konnen vielleicht denken dass er ist da nur um sich gesehen werden zu lassen und viel Geld zu verdienen. Kann iemand davon etwas verstehen und eine personliche politische Meinung verbessern? Nein, es ist ganz unmoglich.

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Otto Meier

Es wird zu gerne vergessen, daß Deutschland an der Schaffung des Euro maßgeblich beteiligt war.

Sollte Deutschland den Euro fallen lassen, werden alle Folgen für Europa Deutschland angelastet werden. Und das nicht zu Unrecht. Deutschland würde damit zum zweiten Mal in kurzer Folge großes Unglück über Europa bringen. Unser Ansehen in Europa und der Welt wäre erneut auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt. Und da hilft es wenig, daß die Deutschen den Euro mehrheitlich überhaupt nicht wollten, denn sie haben sich mal wieder nicht gegen ihre Regierenden gewehrt.

Dabei sind die Probleme im Zusammenhang mit dem Euro durchaus lösbar. Aber dazu müßte zunächst ein ganz anderes Problem gelöst werden, das uns auch ohne Euro dieselben Schwierigkeiten beschert hätte: Die wirksame Regulierung der Finanzmärkte. Ohne Schröder und dessen Deregulierung der Finanzmärkte und ohne Agenda 2010 hätten wir die Probleme in diesem Umfang überhaupt nicht.

Solange diese Fakten aber ignoriert werden, werden wir weder mit, noch ohne Euro jemals wieder auf einen grünen Zweig kommen können.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 17:11 Uhr
Otto Meier

Es ist nie zu spät, Herr Müller.

Es werden auch keine Volksvermögen verschenkt, die werden nur umverteilt, von unten nach oben, aber innerhalb der Völker, vom gemeinen Bürger weg und hin zu den Eliten. Eliten, die sich das Volk, zumindest in der Politik, selbst gewählt hat. Da hilft auch kein Jammern, das wird durch jede Wahl erneut bestätigt.

Wenn der Euroraum zusammenbricht, verliert Deutschland auf einen Schlag mehr als zwei Billionen Euro. Damit wären wir endgültig pleite. Daher müssen wir, ob wir wollen oder nicht, schon im eigenen Interesse am Euro festhalten. Die Staatsschuldenprobleme lassen sich doch lösen, wenn die Zockerei endlich unterbunden wird. Oder sind Sie der Meinung, Griechen, Italiener und Spanier möchten, daß ihre Länder pleite gehen?

Ob mit oder ohne Euro, ohne ein Ende dieser Zockerei kommen wir nie wieder auf einen grünen Zweig, da dürfen Sie absolut sicher sein. Freiwillig werden die Zocker jedenfalls nicht darauf verzichten, ihre Luftnummern vergoldet zu bekommen - von den Steuerzahlern.

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Thomas Ulherr

Rettungsmilliarden, Finanzmarkt- bzw. Bankenregulierung und Unglück

Wir sind bereits im Unglück, denn was immer auch von deutscher Seite getan wird, bringt Unglück - über Deutschland, und damit auch über Europa. Die "Rettung" des €uro durch immer stärkere Gaben der falschen Medizin bringt eben keine Erleichterung. Vier Jahre Rettung seit "Lehman": Kein Politiker hat die Chancen genutzt, die Finanzmärkte wieder klaren und sinnvollen Regeln zu unterwerfen.
Auch jetzt werkeln die politischen Willensvollstrecker finanzwirtschalftlicher Gier an Regeln, die der Branche weitere Möglichkeiten eröffnen. Es soll doch niemand glauben, daß plötzlich eine Banken- und Finanzaufsicht ins Leben gerufen wird, die wirklich volkswirtschaftlich sinnvoll agiert. Nach all den Jahren einseitiger Deregulierung zu Gunsten der Finanzbranche. Nachdem sie jahrelang klein beigegeben haben, wird das Duo infernale plötzlich mutig?

Lektüretip: Die Tragödie des €uro: Ein System zerstört sich selbst.
Es ist eine Kritik des €uro aus Sicht der österreichischen Schule.

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Stephan Müller

Es geht hier nicht um Beliebtheit. GRE, ITA und ESP kümmern sich auch nicht um ihr Ansehen.

Die schreien einfach nur: "Gebt uns die Kohle, verdammt!"

Und für Bankenregulierung ist es nun auch zu spät. Jetzt ist das Kind schon in den Brunnen gefallen.

Hier werden Volksvermögen verschenkt anstatt die Schuldigen einfach die Folgen tragen zu lassen. >>> Retten, retten, retten. >>> Nein, es reicht.

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Ulla Nachtmann

Na ja, Herr Stegmann...

ich meine schon, dass wir es inzwischen mit einer besonderen Art von Politikern zu tun haben.
Wie schrieb vor wenigen Tagen jemand in diesem Forum? Es sei ,intellektuelles Lumpenproletariat'. Glauben Sie wirklich, dass wer CDU oder FDP gewählt hat, sich hat detailiert vorstellen können, dass dann alle Dämme brechen und deutsche Gelder quasi ,für Europa' geopfert werden? Ich glaube nicht, dass sich jemand sowas überhaupt vorstellen konnte.

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 12.06.2012 08:16 Uhr

Aber! Herr Monti

was haben Sie zu fordern? Gar nichts, rein gar nichts! Bringen Sie Ihr Haus in Ordnung und nach 10 Jahren oder auch Hundert können wir über Ihre Forderungen reden! Was für Italien der Mezzogiorno, ist für Europa Italien. Ein Land, das es in Hundert Jahren nicht geschafft hat, die strukturellen Defizite des eigenen Landes abzubauen wird schwerlich in der Lage sein, auch nur ansatzweise Reformen zu bewerkstelligen, die es als Schuldner glaubwürdig erscheinen lassen. So nicht!

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Engelbert Kühlwetter

Eurobonds mit Ramschstatus?

Zitat aus FAZ vom 4.11.'11
"Die Bonitätsbewertung von gemeinsamen Euroländeranleihen würde sich an der Ratingnote des schlechtesten Mitgliedslandes orientieren. Das hat die Ratingagentur S&P am Wochenende klargestellt. „Wenn wir einen Eurobond haben, bei dem Deutschland 27 Prozent garantiert, Frankreich 20 Prozent und Griechenland 2 Prozent, dann läge das Rating des Eurobonds bei ,CC', was der Kreditwürdigkeit GR-lands entspricht“, sagte der Leiter des
Bereichs Europa von S&P, Moritz Krämer, auf dem „Europäischen Forum“ im österreichischen Ort Alpbach. Dabei ging er davon aus, dass es eine gemeinsame Garantie und keine einzelne Gewährleistung der Mitgliedsländer gibt. „Vielleicht könnte dies auf eine andere Art strukturiert werden“, fügte er hinzu."
Was er damit meint wäre z. B., dass nur Länder mit Triple AAA für die Bonds haften. Dann dauert es nicht länge, bis die auch auf Ramschstátus runtergestuft sind. Letztlich landen sie doch in der "Bad Bank EZB." Und bald sind alle pleite

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Tomas Schweigert

Nicht Europa, Deutschland kann nicht länger warten.

Frau Merkels Politik, ist so intelligent wie der Rat, man könne eine Schweinerotte, die zum Suhlen will, im weissen Anzug mit ausgebreiteten Armen und einem Schild "bleibt sauber" aufhalten.
Dieser ganze Stabilitätsunfug kostet Deutschland kostbare Zeit.
Das einzig richtige wäre, die gesamte Verkehrs- Bildungs- und Forschungsinfrastruktur in ein Sondervermögen auslagern, dieses Sondervermögen ein kreiditfinanziertes Investitionsprogramm fahren zu lassen und die dafür erforderlichen Kredite vom Staat garantieren zu lassen. Ziel: Deutschland hat eine Top Infrastruktur für Verkehr, Energie, telekommunikation, Bidung und Forschung und ein Rating, dass eine deutsche Beteiligung an Eurobonds -und damit diese selbst- völlig unattraktiv macht. Die Diskussion eines solchen Programms und erst recht die Diskussion legislativer Schritte zur Umsetzung wäre dringend geboten. Und wenn es dafür eine neue Partei bräuchte wäre ich dabei.

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Thomas Ulherr

Ich stelle auch Forderungen

Erstens fordere ich von unserer Regierung den "alternativlosen" Rettungskurs sofort zu beenden. Wenn das Duo Merkel/Schäuble nicht verhandeln kann, muß jemand gefunden werden, der/die es besser macht! Wie kann man nur so irregeleitet sein, und die eigene Position mit öffentlicher Ansage schwächen? Wer die Postitionen des Gegenparts "alternativlos" akzeptiert braucht sich nun wirklich nicht wundern, wenn er in Verhandlungen baden geht! Zweitens fordere ich von unseren Parlamentariern: Keine Verabschiedung des ESM ohne Volksabstimmung! Auch vor jeder Übertragung von Hoheitsrechten an die €uro Nomenklatura sind Volksabstimmungen nötig. Drittens fordere ich alle Foristen auf, doch mal über friedliche Aktionen - Info-Stände, gemeinsame Besuche in den Bürgersprechstunden der Abgeordneten, Montags-Treffs, etc. - nachzudenken.

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Leni Graf
Leni Graf (grafinel) - 11.06.2012 23:10 Uhr

Die Entwicklung ist echt beängstigend...

Kann denn Deutschland noch überhaupt Nein zu den ganzen Transfers sagen? Kann es die Bevölkerung der Südstaaten denn verstehen, dass die deutschen Bürger schon abgeschröpft sind? Was erreicht die Regierung mit den Aussagen, wie "Europa könne nicht länger warten". Nur, dass die Südländer die Deutschen noch mehr hassen...Wozu soll es letzendlich führen?

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Gerhard Storm

Monti fordert Merkel auf, gegen EU-Rechts zu verstoßen!

Montis unqualifizierte Forderung nach Eurobonds bedeutet, dass er verlangt, dass gegen die No-Bail Out-Klausel der Euro-Spielregeln verstoßen wird.

Diese Klausel soll sicherstellen, dass ein Euroland nicht für die Schulden anderer Euroländer haften od. aufkommen muß. Die Klausel soll auch gewährleisten, dass für die Rückzahlung öffentlicher Schulden die Staaten selbst verantwortlich bleiben (lt. cep).

Es gehört viel Unverfrorenheit od. Dummheit dazu, von der dt. Kanzlerin zu verlangen, gegen EU-Recht zu verstoßen u. die Wirksamkeit der No-Bail Out-Klausel zu negieren.

Als Kanzlerin des einzigen großen Eurolandes mit insgesamt geordneten Wirtschaftsverhältnissen muß Frau Merkel den offenbar von Hollandes Eurobonds-Sprüchen infizierten Monti mit seinem abstrusen Begehr abweisen.

Bliebe sie hier nicht bei dem absoluten Nein, wäre die Gefahr groß, dass D vom Strudel der erfolglosen Euro-Staaten mitgerissen würde u. zudem höhere Schuldzinsen zahlen müßte.

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Erik Bienert

Überraschung...

Der aufmerksame Beobachter wird es sicherlich schon bemerkt haben, Europa gibt es gar nicht, es ist eine vernebelnde Schimäre!

Nationen sind das stabilste, was wir haben. Das Zusammenleben von Nationen funktioniert auch, wenn jeder in seinen Grenzen bleibt und nicht auf Kosten anderer expandieren will.

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Wolfgang Richter

Anspruchsdenken

Wegen regelmäßiger Lektüre des eher liberal-konservativen, hollande'scher Umtriebe unverdächtigen Corriere della Sera kenne ich diese italienische Denkrichtung schon gut
(auch wenn ich anfangs meinen Augen nicht trauen wollte:
Wir spielen zum Schein mal für 2-3 Monate die Austerity-Musterknaben, dann macht Merkel endlich die Wundertüte mit den Eurobonds auf. Und die Party kann beginnen. Für immer, auf deutsche Kosten. Das heißt europäische Solidarität.
Zu lesen von hochseriösen und hochgebildeten Wirtschaftsjournalisten. Und jetzt sogar von Monti.
Woher holen die Italiener dieses Anspruchsdenken? Wie kommen sie darauf, jemand wäre verpflichtet, sie wie Mamma zu füttern und zu verwöhnen?
Die Deutschen mögen dumm sein, aber sie für so dumm verkaufen zu wollen, ist eine riesige Unverschämtheit.

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Karl Meier
Karl Meier (KarlMeier) - 11.06.2012 20:51 Uhr

Kamelle für alle!

Wer will noch mal wer hat noch nicht? Hier kriegen alle ihre Portion deutsches Steuergeld um die Party in ihren Ländern noch ein paar Jahre weiter feiern zu können. Toll auch, daß die Linken das noch befördern wollen. Mittlerweile habe ich das Gefühl die Politik ist Bürgerkriegspartei, nur auf der falschen Seite?!

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Volker Debus
Volker Debus (Debvo) - 11.06.2012 20:25 Uhr

Eine neue Partei für 2013? Schluß mit den Zahlungen aus Deutschland

Wir brauchen für 2013 ein Partei, die nicht rechtsradikal ist und sich trotzdem jeglicher weiterer Zahlungen an unsere Nachbarn verweigert.
Es muss doch genügend Demokraten geben, die nicht radikal sind und trotzdem ablehnen zum Zahlmeister Europas zu werden. CDU und FDP schaffen das offenbar nicht. Von SPD und Grünen ist das nicht zu erwarten. Im Gegenteil, die spinnen den "Solidaritätsgedanken" soweit aus, dass uns am Ende nichts mehr bleibt.
Schluss jetzt mit den Zahlungen aus Deutschland. Es ist schon ein Unding, dass Deutschland Nettozahler im EU-Haushalt ist. Wir sollten uns wie die Engländer aus den Zahlungen zurückziehen. Und es soll keiner sagen das geht nicht. Das ist alles machbar! Wir müssen nur selbstbewusster werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 23:56 Uhr
Tomas Schweigert

Neue Partei ja, aber anderes Ziel!

Wir sollten unser sauer verdientes Geld erst mal für uns ausgeben. Wenn dabei unser rating vor die Hunde geht? Na und! Wenn wir nur die Wahl haben, hier auf Pump Infrastruktur für Verkehr, Energie, telekommunikation, Bildung und Forschung auszubessern oder neu zu erstellen, oder mit dem gleichen Geld das Luxusleben unserer "Partner" zu finanzieren, sollten wir bedenken: Nach der nächsten Währungsreform kommen die Investoren dahin, wo die Infrastruktur und gut ausgebildete Arbeitskräfte verfügbar sind. Eine neue Partei muss dafür sorgen, dass Deutschland für den unausweichlichen Währungsschnitt gerüstet ist. Parteien zum jammern und Wehklagen haben wir genug!

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 11.06.2012 20:20 Uhr

Griechen fordern nun auch!

Griechen fordern spanische Spar-Konditionen, siehe Spiegel. Es wird jetzt nur noch gefordert. So sieht es aus. Und wie sagte mal Steinbrück letztes Jahr: Natürlich müssen die Deutschen zahlen!

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Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 11.06.2012 20:19 Uhr

auf die gefahr hin, einen geächteten begriff wiederaufleben zu lassen

tue ich es hiermit trotzdem. die pastorentochter aus der uckermark und ein gewisser mit persönlichen buchhaltungsaussetzern behafteter dürfen sich kollektiv alternativlos den umzuschreibenden titel "gröfaz" = "größte finanz-abenteurer aller zeiten" an ihre revers heften.
das genannte duo wird dabei noch tatkräftig von einem manitu mit dem (zu) großen schuh unterstützt, der sich des öfteren immaginäre rote linien aufmalt, um etwas zum überschreiten vorzufinden.

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 11.06.2012 19:41 Uhr

Unverschämt

Italien ist ein reiches Land. Nach Berechnungen der Commmerzbank beträgt allein das Finanzvermögen der Bürger in Italien 175 Prozent des BIP. Die Deutschen kommen hier nur auf einen Wert von 127 Prozent. Sogar in Portugal sind es 123 Prozent. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, kommt daher zu einem eindeutigen Urteil: „Wenn Italien eine einmalige Vermögensteuer von 16 Prozent erheben würde, könnte die Schuldenquote sofort unter die kritische Schwelle von 100 Prozent des BIP gedrückt werden.

Es gibt also keinen Grund für Monti, Forderungen zu stellen. Soll er seine Hausaufgaben machen, anstatt wie ein verzogenes Balg zu quengeln.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 01:05 Uhr
Karl Hammer

aber es wäre doch viel angenehmer,...

wenn wir Deutschen das bezahlen. Das müssen Sie einfach verstehen und Schäuble sieht das sicher auch so, mal abgesehen vom Rest des Reichstagspersonals.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 11.06.2012 23:24 Uhr

So geht es leider nicht - ein Staat kann nicht einfach

die Vermögen seiner Bürger abgreifen. Statt dessen müsste er Pleite gehen (was keineswegs bedeutet, das alle seine Bürger ein Problem haben, sondern zu einem Neuaufbau von Behörden zu neuen Bedingungen und auf das Wesentliche beschränkt führen muss). Sie haben aber recht, das es auch nicht geht, Ausländer zu melken. Allerdings muss man auch sagen das viele vermögende Leute in den Pleitestaaten auch Staatsanleihen ihrer Länder haben - und somit zumindest ein Teil der Vermögen dabei sowieso drauf gehen. Allerdings findet man diese Anleihen natürlich auch in Pensionsfonds, Rentenfonds, Riester u.ä. (gibts in anderen Ländern auch), Gewerkschaftskassen ...

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 11.06.2012 20:40 Uhr

Klare Strategie

Die Strategie der Eliten in den Pleiteländern ist klar:

Die Reichen und die Nutznießer des Systems im jeweiligen Land bleiben ungeschoren beim Steuernzahlen, für die anderen, die Armen soll gefälligst die "solidarische Euro-Gemeinschaft", genauer gesagt Deutschland aufkommen.

Und der deutschen Regierung und vor allem der Opposition kommen hierbei die Tränen ...

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Martin Baumann

Buntes Treiben

Der Monti wird ja inzwischen trotz relativer Erfolglosigkeit richtig dreist. Da lobe ich mir Berlusconi, der die absteigende italienische Republik mit Bunga-Bunga-Geschichten wenigstens bei Laune hielt. Im Erst: Was speziell von der Zeitung La Repubblica in Kommentaren neuerdings verbreitet wird, grenzt schon an Frechheit.

Verfassungsrichter, vor!

Apropos: Wann schickt mir Monti endlich den 50 %igen Rabattgutschein für meinen nächsten Italienaufenthalt?

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Mara Eggers
Mara Eggers (MaraE) - 11.06.2012 19:15 Uhr

Das Nein-Vielleicht-Ja-Prinzip

Dieses Prinzip wird von unser Regierung in letzter Zeit zu oft praktiziert. So läuft es ab: Zunächst folgen harte und klare Absagen. Im zweiten Schritt - dem Vielleicht - sollen die Forderungen anderer unter bestimmten Gegenleistungen zugestimmt werden. Die Gegenleistungen werden dann immer weiter aufgeweicht. Dann sind wird beim fast bedingungslosen Ja.

Betet zu Gott, dass die Regierung doch zur klaren Absage zurückkehrt. Denn außer Beten bleibt uns fast nichts.

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Ralf Wagner

"Solidarität" ist zu einem Schmarotzer-Argument verkommen

Der Euro war ein grandioser Irrweg, vielleicht auch ein grandioses Verbrechen, weil es für eine gemeinsame Währung keine gemeinsamen Grundlagen gab und gibt. Daher wird jede „Vertiefung“ der Integration den Niedergang nur noch beschleunigen.
Keines der Länder, die Deutschland in dreister Weise jetzt an Pranger stellen, denkt ernsthaft an einen Mentalitätswechsel. Im Gegenteil. Frankreich steht kurz vor der Vollverbeamtung der Bevölkerung. Mit Eurobonds wollen sie weitermachen wie bisher. Doch diese werden keinesfalls die erhoffte Durchschnittsverzinsung bringen. Die Zinsen werden daran ausgerichtet werden, ob Deutschland in der Lage sein wird, das Euro-Schlaraffenland zu finanzieren – und das kann es nicht. Hohe Zinsen wird es bald für alle geben.
Europas Solidarität ist zum Schmarotzer-Argument verkommen.
Es ist höchste für eine deutsche Parallelwährung, eine staatliche oder auch eine private. Hauptsache raus aus diesem Irrsinn.

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Holger Baade

Mit Einführung des Euro bis 2010 hatten wir quasi Euro-Bonds.

Vor der Einführung des Euro konnten sich die ewigen Abwertungsländer Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Belgien, die sich bereits zu Vor-Euro-Zeiten soeben durch Inflation und Währungsverfall mit Ach und Krach wettbewerbsfähig hielten, nur mit exorbitanten Zinsen > 10% am Markt refinanzieren. Dann geschah das Wunder: Alle heutigen Pleiteländer zahlten am Markt die gleichen Zinsen wie D oder NL: also defacto die heute geforderten Euro-Bonds.

Doch anstatt das freigesetzte Potential gewinnbringend für die Volkswirtschaft in Innovation, Produktivität und Kreativität zu investieren, kam erst das große Staunen, dann das große Schmatzen und dann das große Fressen. Die Folgen sehen wir heute.

Wäre ich BK lautete meine Order an Monti, Rajoy , Hollande etc.: Macht Euren Mist alleine! Pronto,pronto.

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Jahrgang 1962, Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

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