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Schuldenkrise Griechen wollen mit EU-Geld 150.000 Jobs schaffen

 ·  Die griechische Übergangsregierung will innerhalb der nächsten drei Monate 150.000 neue Arbeitsplätze schaffen und die Sozialleistungen stärken. Wie das Beschäftigungsprogramm genau aussehen soll, ist unklar. Der größte Geldgeber hingegen steht schon fest.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (36)

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Wolfgang Töpler

Interessant ist nur die Reihenfolge

Erst mal fast eine Milliarde von der EU abgreifen und dann mal schauen, was sich mit dem Geld so machen lässt… Falls sich überhaupt mit planwirtschaftlichen Eingriffen so fix Arbeitsplätze schaffen lassen, dann sollte doch wenigstens ein konkreter Plan am Anfang stehen! Das riecht mal wieder nach Geldversenken in dem berühmten «Fass ohne Boden». Und die EU, d.h. Deutschland, spendiert es. Aber was soll’s, wir haben’s ja…

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Jürgen Heberle
Jürgen Heberle (jojocw) - 30.12.2011 11:51 Uhr

Wirkliche Arbeitsplätze

schafft man nicht mit Geld. Das fehlt dann halt irgendwo anders. Z.Bsp. in D. Dann könnte man auch hier Arbeitsplätze mit dem Geld schaffen. Was ich in diesem Fall für gerechter und sinnvoller halten würde.
Wenn das Geld verbraucht ist, dann sind auch die Jobs wieder weg. Im Prinzip Sozialhilfe.

Wirkliche Arbeitsplätze schafft man, indem man Waren und Dienstleistungen zu einem akzeptablen Preis anbietet und weiterentwickelt, und die deshalb dauerhaft nachgefragt werden.

Das "verstehen" die Griechen nicht. Sie denken nur in EU-Geld-Kategorien. So wie viele Politiker auch bei uns.

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Rolf-Dirk Maehler

So ungefähr habe ich mir das gedacht: Man hat immer noch nichts dazu gelernt

Diese Art der Arbeitsplatzbeschaffung ist an Dummheit kaum zu übertreffen und wurde bereits in vielen Ländern ohne Erfolg versucht. So kurzfristig können nur Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung und/oder Arbeitsplätze mit niedriger Qualifikation im Bausektor geschaffen werden. Wenn danach aber die Geldquelle nicht mehr sprudelt, sind auch die Arbeitsplätze wieder weg. Und das sollte man auch bei der lernresistenten EU mittlerweile begriffen haben: Einer griechischen Regierung kann man kein Geld so einfach geben, weil es mit gutklingenden Begründungen sofort wieder in vielen Taschen verschwindet und wie man sieht nicht nur in den Taschen der Reichen. Wann endlich begreift man, daß Griechenland im Euroverbund nichts zu suchen hat und Hilfen sind so langsam nun wirklich genug geflossen.

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George Rauscher

Bitte weiter berichten

Ich bin schon gespannt, welche Jobs mit dem Geld geschaffen werden, immerhin sollten sie der griechischen Wirtschaft dienen und sie ankurbeln.
Tsatsikigurkenschneider? Luxusyachtverkäufer? Olivenpflückgehilfsassisstenten? Diplom-Ouzoflaschenverkorker?

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Andreas Müller

Dumme Dritte

Die Griechen haben dazugelernt: zuviele Stellen beim Staat brechen natürlich wie man sah der Wirtschaft das Genick. Anders ist es natürlich, wenn die Stellen von Dummen Dritten, wie der EU bezahlt werden. Dann sind künstlich geschaffene Stellen hochproduktive Arbeitsplätze für die griechische Volkswirtschaft.
Chapeau liebe Griechen, sehr guter Plan.

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Horst Müller

Hier der 1€uro Jobber. Dort, in Griechenland, weit mehr als das 15-fache

Schau Einer an. Die Griechen leben eben auf hohem Niveau. Das sind nicht 30€ pro Monat. Das sind 500€ pro Monat. Weit mehr als das 15-fache. Sehr aufschlußreich.

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Lukas Branach

Reine ABM-Maßnahme

Dieses Experiment soll 900 Mio. Euro kosten. Natürlich durch den europ. Steuerzahler finanziert. Richtige Jobs, in einer funktionierenden Marktwirtschaft, erwirtschaften Geld, kosten aber kein Geld! Und die griech. orthodoxe Kirche hat die EU selber um Milliarden betrogen.

Dieser Betrag reicht bei den hohen Ansprüchen der Griechen (Prämien fürs Händewaschen, pünktlich sein usw.) gerade mal für 6 Wochen. Und dann? Wahrscheinlich wieder Milliarden um den Euro zu retten.

Nein, Griechenl. muß raus aus dem Euro, da es uns von Anfang an betrogen hat (u. weiterhin mogelt!) und raus aus der EU, da es über keine funktionierende Marktwirtschaft verfügt! Eine DDR-Süd mit den Konsum-Ansprüchen der Schweiz kann sich keine Union leisten. Würde man dieses Geld in der Slowakei, Estland oder Irland investieren (die wieder mal leer ausgehen) bekäme man ein Vielfaches davon zurück!

Ohne Euro, kein Europa? Aber mit Griechenland bestimmt kein Euro!

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Stefan Waldburg

Nichts gelernt...

Papadingsbums beweist hier fehlende Sachkenntnis. Es macht überhaupt keinen Sinn, nach neuen Jobs zu schreien, solange die marktwirtschaftlichen Grundlagen für eine Gesundung der griechischen Volkswirtschaft nicht gegeben sind. D.h. umfassende, nachhaltige Bekämpfung der völlig korrupten und verkrusteten Strukturen, die den ganzen Staat seit Jahrzehnten lähmen, die Revision der völlig ineffizienten Steuerbehörde, die Abschaffung der Ständegesellschaft usw. Aber wie soll das gelingen in einem Land, in dem Korruption, Betrug und Bestechung Volkssport sind? Völlig sinnloses Unterfangen!

Es gibt hier nur 2 Wege, entweder 100%ige Fremdverwaltung verbunden mit fortdauernder EU-Alimentierung oder eben - Abschied vom Euro sowie Staatsbankrott mit allen damit verbundenen Schreckensszenarien. Die Griechen haben genug Geld von der EU erhalten, unter welchen Umständen, danach fragt man am besten nicht. Da müßte man sich nicht schlecht fühlen, wenn dieser Zustand dann endlich mal beseitigt würde.

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Horst-Georg Marks

150.000 "neue Jobs", und diese in Hellas, Hort des antiken "Barons von Münchhausen" ? ? ?

Interimsbaron Papademos, als Geschichtenerzähler ebenso begabt wie sein Vor-Vorgänger Homer und dessen Nachfolger v. Münchhausen, will uns ein neues Trojanisches Pferd in unsere Zitadelle - den Tresor der Deutschen Bundesbank - schmuggeln.
Nach all den bisher an GR verlorenen Target2-Krediten dürfte diese Initiative dennoch beste Aussichten auf Erfolg haben: In der regierenden Konstellation CDUCSUFDP - mit Ausnahme Herrn Schäfflers und einer Handvoll Gleichgesinnter - hat man die Kassandrarufe auch der angesehensten Experten in den Wind geschlagen. Warum sollte man in Berlin (und Paris, Brüssel, LUX etc.) nun anders agieren als noch vor wenigen Monaten? Daher: "Macht hoch die Tür . . ." [für das nächste Trojanische Pferd]

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Ole Maidag
Ole Maidag (Maidag) - 29.12.2011 15:45 Uhr

Das ist ja zum Piepen

Die Leute, die aufgrund der vom IWF verordneten Sparmaßnahmen entlassen wurden, die werden jetzt, finanziert von der EU, wieder eingestellt.

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Paul Banaschak

Solch ein Unsinn - nachdem beim Staat leider viel zu wenige Stellen gestrichen werden

sollen jetzt auch noch mit Subventionen Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft geschaffen werden. Schlimmer geht es nimmer. Von Griechenland ist eben nicht ein vernünftiges Zeichen zu erwarten.

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Paul Banaschak

Solch ein Unsinn - nachdem beim Staat leider viel zu wenige Stellen gestrichen werden

sollen jetzt auch noch mit Subventionen Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft geschaffen werden. Schlimmer geht es nimmer. Von Griechenland ist eben nicht ein vernünftiges Zeichen zu erwarten.

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Karl Meier
Karl Meier (KarlMeier) - 29.12.2011 15:05 Uhr

Naturgesetze der Ökonomie

Ein Volk kann sich nur den Lebensstandard erlauben, der durch seine Produktivität bedingt ist. Es ist eine schlimme Rattenfängerei, wenn man den Leuten vorgaukelt, man könne mit "Programmen" Arbeitsplätze per Erlass und mit Schulden aus dem Nichts zaubern.

Das griechische Problem ist an der Wurzel, der unproduktiv organisierten Wirtschaft und dem verfilzten Staat zu packen. Jeden Cent, den man in dieses unreformierte Griechenland gibt, verschleppt das ganze Unheil lediglich.

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Werner Mueller

In Griechenland geht garnichts mehr

und in Portugal ist es ähnlich. Auch in Irland müssen die Menschen enorme Wohlstandsverluste hinnehmen, ohne dass sich ein Licht am Ende des Tunnels zeigt.
Die griechische Politik kündet immer nur an; es geht um Zeit, Zeit, die von den Reichen genutzt wird, ihr Vermögen außer Landes zu bringen und Zeit, die von Bankern benutzt wird, die Risiken ihrer Spekulationen auf die Steuerzahler zu verlagern. Ist erst einmal alles in trockenen Tüchern, wird das Land fallengelassen und den Menschen dort die Schuld gegeben, dass es nicht geklappt hat. Zynisch...wer die Hoheit über das Geld hat, regiert die Welt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2011 17:32 Uhr
Silvia Plank

Titel eingeben

Aber die Merkel hat doch eh durchgesetzt, dass es für solche Fälle dann Anklagen beim EUGH gibt. Ich finde zumindest das eine gute Entwicklung.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 29.12.2011 14:21 Uhr

Sozialindustrie nach deutschem Muster

Die Griechen werden mit dem Geld eine Sozialindustrie nach deutschem Muster aufbauen:

"49 Milliarden Euro haben der Bund und die Kommunen 2010 für Hartz-IV-Empfänger ausgegeben, etwa drei Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Doch nur ein Teil des Geldes, 24 Milliarden Euro, ist unmittelbar für die Betroffenen bestimmt. Der Rest fließt in eine Branche von Fortbildungseinrichtungen, privaten Arbeitsvermittlern, Rechtsanwälten und Wohlfahrtskonzernen. Hartz IV ist zum Motor einer florierenden Armutsindustrie geworden. Umsatz der Branche: 25 Milliarden Euro."
Quelle: Der Spiegel 1/2011
PS: Im Unterschied zum deutschen Vorbild fließen in GR 40% des Betrages vorab in die Korruption.

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 29.12.2011 14:15 Uhr

Schon wieeeder!

Schon wieder so ein unsäglicher Griechen-Trick den anderen Ländern das Geld aus der Tasche zu ziehen ohne die katastrophalen Strukturen im Land zu ändern, und vor allem ohne die eigenen Bonzen und Steuerhinterzieher endlich zur Kasse zu bitten.

Vermutlich handelt es sich bei den 150.000 um weitere einzustellende Beamte.

Aber wer hat von diesem Papademos, der Griechenland in die Eurozone hineinbetrogen hat etwas anderes erwartet?

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 29.12.2011 13:58 Uhr

Orthodoxe Kirche: Abt des Klosters Vatopedi ( Berg Athos) wegen Geldwäsche festgenommen

Die Anklage gegen Abt Ephraim und weitere 31 Klosterbrüder lautet auf Geldwäsche, Betrug, Urkundenfälschung und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Der durch die Gottesmänner angerichtete Schaden für den griechischen Staat wird staatsanwaltlich mit 100 Millionen Euro angegeben. Hintergrund war in den Jahren 2006 bis 2008 das Verschieben öffentlicher Liegenschaften durch konservative Politiker. Die Liegenschaften wurden unter Wert an das Kloster abgegeben, um anschließend von dort zu Marktpreisen verkauft zu werden.
Beispielhaft ist die Abgabe eines Verwaltungsgebäudes auf dem Olympiagelände, das als Kompensation mit 19,9 Mio.€ gegenüber dem Kloster abgerechnet wurde. Wenig später veräusserte das Kloster das Gebäude für 41 Mio. € an eine frisch gegründete Briefkastenfirma auf Zypern.
Man darf gespannt sein, wo die neuen Fördergelder versickern ...

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Ernst Siepmann

Trauerspiel und letzter Vorhang

Ein echtes Trauerspiel … für wen, Herr Keefer?
Zeitgleich berichten die Medien von Nachforderungen griechischer Parlamentarier. Diese pochen auf rückwirkende Zusatzzahlungen ihrer Diäten. In Rede ist ein dreistelliger Millionenbetrag.
Sie stimmen gewiss mit mir überein, daß schnell der letzte Vorhang fallen sollte und diese Vorstellung nicht einen Euro Eintrittsgeld wert ist.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 29.12.2011 13:49 Uhr

Wie heilt man einen Junkie - nur der Entzug ist wirksam

Natürlich ist es am einfachsten diese neuen Jobs in der Verwaltung zu schaffen, denn mit dem Aufblähen des Beamtenapparates hat man ja hinreichend Erfahrung. Von allen Reformversprechen der Regierung wurde nichts aber auch gar nichts bis heute umgesetzt. Kein Beamter wurde entlassen. Taxis und LKW-Fahrer haben immer noch ihr Transportmonolpol. Kein Staatsunternehmen wurde privatisiert und auf griechischen Locks fahren nachwievor 3 Lockführer mit. Die Regierung hat keinen Durchgriff mehr zu ihrem Beamtenapparat, denn dieser macht zusammen mit den militanten Gewerkschaften was er will. Griechenland ist auf Speed und das ist unser Geld das über die EU zu ihnen kommt. Clean werden sie nur wenn man ihnen das Rauschgift brachial entzieht. Die Staatspleite und die Rückkehr zur Drachme ist die einzige Lösung. Jede andere Lösung wäre nur mit einem Souveränitätsverlust verbunden und die Griechen hätten wieder jemanden dem man die Schuld an ihrer Misere voll zuschreiben kann.

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Edgar Timm
Edgar Timm (duet) - 29.12.2011 13:35 Uhr

Griechen wollen mit EU-Geld 150.000 Jobs schaffen - und bei uns werden die 1€-Jobs gestrichen

Hoffentlich wird diesem Unsinn ein Riegel vorgeschoben - Griechenland braaucht Arbeitsplätze in der produzierenden (am besten: Export-) Wirtschaft sowie im Tourismus.
.
Doch diese Arbeitsplätze sind ja durch den irrwitzigen Anstieg der Lohnstückkosten und - zuletzt - die wilden Streiks verloren gegangen.
.
Da wir Nordeuropäer aber niemals durchsetzen können, dass die Bürger der GIPSI-Staaten auf breiter Front Lohnsenkungen akzeptieren, bleibt nur eine Lösung: unsere Löhne und Renten müssen kurzfristig in einer konzertierten Aktion um ca. 20% angehoben werden. Dann dürften die Preise um ca. 5% (in wenig lohnintensiven Branchen) bis ca. 15% (im Dienstleistungsbereich) ansteigen - aber die Deutschen könnten dann wenigstens in den Südstaaten wieder einkaufen.
.
Die Wettbewerbsfähigkeit im Nicht-Euro-Raum dürfte kaum gefährdet werden, da sich der Außenwert des Euro in diesem Fall voraussichtlich abschwächen würde.

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