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Schuldenkrise EZB führt Zins-Gedankenspiele weiter

 ·  Die Europäische Zentralbank prüft einem Zeitungsbericht zufolge eine neue Variante für Anleihekäufe. Demnach könnte die EZB zwar eine Zinsobergrenze für Staatsanleihen eines Landes intern festlegen, diese aber nicht veröffentlichen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (13)

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Gerhard Dünnhaupt

Sozialistische Umverteilungsunion

Die machtbesessenen Euroholiker träumten anfangs von einem Superstaat, der es mit den USA aufnehmen könnte. Was sie statt dessen geschaffen haben, ist eine sozialistische Wohlfahrtsunion, in der die Reichen ihren Besitz mit den Armen teilen.

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Karl-Heinz Drux
Karl-Heinz Drux (khd54) - 23.08.2012 22:26 Uhr

Gedankenspiele ohne Effekt für die Stabilisierung der EURO Union

Die EURO Union wird nicht daran scheitern, dass es nicht in allen Ländern billige Zinsen für Staatsanleihen gibt. Die hohen Zinsen sind nur Symptome der Ungleichgewichte in der Währungsunion, nicht die Ursache. Die Ursache der Ungleichgewichte ist die seit 10 Jahren zu hohe Inflation im Verhältnis zu den Nordländern, das lässt sich nicht mit irgendetwas hin manipulieren, das erfordert zumindest eine entsprechende Deflation in den Südländern, um zumindest den alten Zustand wieder herzustellen. Dabei muss man aber davon ausgehen, dass in den Nordländern weiter niedrige Inflationsraten existent sein werden. Ein Rennen wie Hase und Igel, das die Südstaaten nie gewinnen können, da sich, falls es tatsächlich erreicht werden sollte, in dem Augenblick gleich wieder Jo-Jo Effekte einstellen werden, die die Länder in den alten Trott fallen lassen, nach dem Motto, jetzt haben wir genug geleistet. Genau das werden findige Politiker schnell feststellen, dann ist der EURO so oder so Geschichte.

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Carsten Hensch

Klar doch, Heimlichkeit wird das Vertrauen der Märkte zurückbringen

Und da die Deutschen ja so ein Affentheater beim ESM machen, ist es doch besser, die wesentlichen Punkte des ESM gleich direkt bei der EZB unterzubringen. Moment mal, bloss nichts vergessen:

- absolute Heimlichkeit
- nicht demokratisch legitimierte Direktoren
- ewige Mitgliedschaft ohne Beendigungsrecht
- umfassende Immunität aller Beteiligten
- Bewegung im rechtsfreien Raum
- Unbegrenzte Nachschusspflicht wird ersetzt durch unbegrenzte Selbstbedienung gegen wertlose Staatsanleihen

Voilà!

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Gerhard Storm

Geistige- u. Zinsobergrenzen verwandt, beides im Übermaß bei EZB vorhanden!

Die draghische EZB fällt ununterbrochen auf durch illegale Aktionen, unverantwortliche voreilige Sprüche u. Kostproben aus der unbrauchbaren, weil veralteten Waffenkammer Draghis.

Die braven dt. Bürger schmerzt vor Allem der angekündigte illegale unbegrenzte Kauf wertloser Staatsanleihen gegen wertlose Sicherheiten.

Bei so viel Dilettantismus der EZB fällt es nicht, wenn die EZB die unsinnigen Zinsobergrenzen nicht veröffentlicht. Schließlich ist jegliche Finanzierung von Staatsdefiziten in der EU verboten, egal ob mit od. ohne Grenze.

Die unverantwortliche Führung der EZB glaubt, mit ihren Glanzstücken von €-Rettungsdilettantismus den Markt zu beeindrucken.

Das Gegenteil ist der Fall. Wo so wenig Sachverstand zu Hause ist wie in der EZB u. selbst die Dt. Bundesbank mit ihren überzeugenden Argumenten keine Zuhöhrer findet, da freut sich der Markt über das nächste bedeutende Geschäft mit der EZB:
Dummheit gegen Billionen!

Verlierer: D u. seine fleißigen Bürger.

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Johannes Wallenborn

Best Practices der Eisernen Lady damals und heute

In Anlehnung an ein Bonmot von Mrs. Thatcher von 1976 über die Ausgabendisziplin sozialistischer Regierungen ("The problem with socialism is that eventually you run out of other people's money”) kann man sagen, daß die EZB wohl noch nicht alles Geld ausgegeben (und jeden Kredit vergeben) hat. Natürlich kann eine Notenbank Geld „drucken“, weil die Amtsträger sich denken, daß das Problem ausufernder Inflation wohl erst nach Ablauf ihrer Amtszeit auftritt (es kommt so sicher wie das Amen in der Kirche).
Also kann man nur sagen: Wehret den Anfängen, es ist schon zuviel Unsinn gemacht worden. Auch wenn uns alle als Buhmann darstellen wollen, wir sollten diesen Unsinn nicht mehr mitmachen und darauf bestehen, daß die Schuldnerländer ihre Hausaufgaben machen und ihre selbstgemachten Probleme lösen. Dazu gehört allerdings auch Deutschland: Statt die momentanen Überschüsse schon für neue Wohltaten zu verteilen, sollten Frau Merkel dafür sorgen, daß wir unsere Schulden tilgen.

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frank ruf

Ich will meine Bundesbank zurück

In voller Unabhängigkeit.

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Albert Sommer

Das einzige Mittel das die Union bisher kannte

ist sozialistische Planwirtschaft. Egal ob korrupte Glühbirnenverbote zugunsten einige Lobbygruppen, geplante Möchtegern-Quoten bei Firmen oder ähnlicher Schwachmatenlösungen. All diese ganzen planwirtschaftlichen Ansätze, die seinerzeit bereits der ehem. UDSSR oder auch der DDR grandiose "Erfolge" beschert haben, sind die einzigen Lösungsvorschläge die aus den derzeitigen Institutionen dieses kranken EU-Systems hervorgehen, jetzt sogar in der Schuldenkrise. Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln, offensichtlich plant man jetzt schon per Dekret, das der Schwanz künftig mit dem Hund wedelt! Die Schuldner selbst sollen also im Prinzip künftig (unter dem Schutz der EZB) ihre Zinshöhe (gedeckelt) selbst bestimmen? Wie kann man nur einen einzigen Augenblick annehmen, solch ein gedanklicher Müll könne auf lange Sicht funktionieren. Bleibt zu hoffen, dass die "Märkte" bzw. die Geldgeber diesen Schwachsinn gebührend huldigen, indem sie dann die dann einfach keine Staatsanleihen mehr kaufen!

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 23.08.2012 13:11 Uhr

Alles nur noch ein hilfloses Gestrampel, wie das eines Ertrinkenden kurz vor dem Untergehen ....

Fakt ist, der EURO ist gescheitert! Der Außenwert ist für Deutschland zu niedrig, für die anderen zu hoch. Über den zu billigen Außenwert, sind solide deutsche Unternehmen für Käufer aus Nicht-EURO-Ländern zu Kaufschnäppchen geworden. Selbst für Käufer aus dem EURO-Währungsraum, da inzwischen innerhalb der EURO-Währungszone enorme Kaufkraftunterschiede existieren - wohlgemerkt für ein und denselben EURO. Nur so war es möglich, dass ACS sich HochTief einverlaiben konnte. Hätten die Peseten in DM umtauschen müssen, wäre der Kauf für ACS unbezahlbar gewesen. Und genau diese Kaufkraftunterschiede müssen, vereinfacht ausgedrückt, für eine- auch nur vorübergehende - EURO-Rettung eliminiert werden. Eine EURO-Rettung ist daher mit völlig irrwitzigen Kosten verbunden, ich denke, man wird von 7 bis 10 Billionen EURO ausgehen müssen. Danach beginnt das Spiel bei den PIIGS+F von neuem ...Zahlungsbilanzdefizite darauf folgende Staatsverschuldung usw. usf. - also alles wie gehabt = Dauerealimente!

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 23.08.2012 12:44 Uhr

Auf gutem Weg zum eigentlichen Ziel

Je höher die Rettungswälle und je größer die EZM- und ESM-Bazookas werden, desto größer wird das Mißtrauen sein, dass die Pleiteländer es alleine jemals schaffen werden bzw. wollen.
Und desto geringer wird der Druck, tatsächlich Reformen im ClubMed voranzutreiben und nicht nur anzukündigen.

Aber der Plan der Euro-Phantasten ist in Wirklichkeit:

Die Investoren sollen auch nicht den Pleiteländern vertrauen, sondern darauf dass die totale Transferunion für alle Gelder bürgt.
Und da schnell auch der Transferunion nicht mehr vertraut wird und kein Investor mehr hier investiert, wird per unbegrenztem ESM die allgemeine Pleite veranlasst.

Und dann, nach Pleite, Währungsreform und Vernichtung aller Ersparnisse (außer den ClubMed-Fluchtgeldern im Euro-Ausland) wird gleich mit der finalen Transferunion neu angefangen.

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Bernd Buerschaper

Klasse Herr Draghi...

... der nächste Taschenspielertrick. Freue mich schon auf den nächsten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.08.2012 13:13 Uhr
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 23.08.2012 13:13 Uhr

So ist es, der Unterhaltungswert ist nicht hoch genug einzuschätzen...

.... und as alles ohne GEZ- oder Gema-Gebühren.

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Johannes Eckstein
Johannes Eckstein (dc-3) - 23.08.2012 11:28 Uhr

Geheim oder nicht -

das spielt keine Rolle. Es bleibt der Versuch, den Markt - der Zins ist schließlich ein Preis! - mit planwirtschaftlichen Mitteln außer Kraft zu setzen, der schlussendlich, wie alle Preiskontrollen, erfolglos sein wird. Außerdem ist wegen des Schwafelbedürfnisses der Politiker zu bezweifeln, dass die Geheimhaltung funktionieren wird. Also was soll´s?

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Dietmar Fleischhauer

Geheime Zinsobergrenze, völlig pervers

Der einzig gerechtfertigte Zins ist der, dessen Höhe durch Angebot und Nachfrage festgelegt wird. Aber dazu müssten Scheingeldeinrichtungen wie die EZB aus dem Weg geräumt werden.

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