Home
http://www.faz.net/-gqe-71sub
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schuldenkrise EZB bereitet sich auf neue Anleihenkäufe vor

 ·  Die Europäische Zentralbank dürfte sich bald dagegen stemmen, dass Europas Krisenstaaten immer höhere Zinsen zahlen müssen. Ihr Präsident Mario Draghi kündigte an, die EZB könne wieder Staatsanleihen kaufen. Aber offenbar nur von Staaten, die unter den Rettungsschirm geschlüpft sind.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (62)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Joachim Heuser
Joachim Heuser (hmb1) - 02.08.2012 18:57 Uhr

"cui bono?"- Wem nützt das alles?

In der Watergate-Affäre hieß es seinerzeit bereits hinsichtlich der obigen Frage: "Just follow the money trail." d.h. "Folge dem Geld."

In vielen Leser-Kommentaren zur EURO-Krise so auch hier besteht Unklarheit, wem die gewaltige seit mehreren Jahren laufende Rettungs- (oder besser:) Verschiebeaktion mit dem EURO nutzt. Klar ist lediglich, dass bisher weder bei den Bürgern der Empfängerländer noch erst recht bei den Bürgern der Geberländer ein erlebter bzw. nachvollziehbarer Nutzen entstanden ist.

Vielleicht hilft es ja für die Gewinnung von Einsichten in die Materie, sich via Net über das Mitglieder-/ Teilnehmerverzeichnis der sog. "Bilderberg Group" zu informieren. Dort findet sich auch die derzeitige EURO-Prominenz. Wie gesagt: "Just follow the money trail."

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.08.2012 19:49 Uhr
Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 02.08.2012 19:49 Uhr

Der Ankauf nützt den Inhabern fauler Staatsanleihen (vor allem den Banken) sowie den

vorsätzlich misswirtschaftenden Parteikadern in den Defizitländern. Des weiteren dem Bürokratenapparat in der EZB, dem EFSF und dem ESM, denn diese haben dann entsprechende, sehr gut bezahlte Posten und können ihre Machtgelüste ausleben.
Den Schaden hat der normale Eurozonenbürger durch die mit dem Gelddrucken einhergehende Inflation sowie insbes. die Bürger der nicht-Defizitstaaten, insbes. Deutschland, die Niederlande & Co., da sie durch die unweigerlich eintretenden Verluste den Schaden direkt haben werden. Siehe zum Thema auch "Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise?".

Empfehlen
Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 02.08.2012 18:51 Uhr

Die gleiche Droge?

Italien und Spanien zahlten vor der Euro-Einführung über 10% auf Staatsanleihen. Mit Einführung des Euro haben die Südstaaten mit der (von Deutschland) “geliehenen“ Bonität dank ungewohnt niedriger Zinsen soziale Wohltaten auf Pump finanziert, Flughäfen gebaut, wo es keine Flugzeuge gab, Immobilienblasen erzeugt und so mancher Regionalfürst hat sich sein persönliches Denkmal gesetzt.
Vor ein paar Jahren haben die “bösen Märkte“ endlich erkannt, dass Bonität und Zins auch bei Staaten einen Zusammenhang bilden (sollten), denn es könnte ja mal einen Schuldenschnitt geben. Und so erhöhten sie – durchaus vernünftig – die Zinsen.
Aber Super-Mario will nun die gleiche Droge Niedrig-Zins verabreichen, die das Problem verursacht hat. Davon wird der Patient nicht gesund, sondern abhängig.

Empfehlen
Dr. Michael Menzel

Hat jemand das Umfallen des berühmten Sacks Reis gehört?

Vermutlich nicht einmal in China war etwas zu hören. Was Draghi wie eine Enzyklika ankündigte war weniger als nichts. Kalter Kaffee, Eiskaffee - na, im Sommer noch akzeptabel.
Nicht einmal das finnische Prinzip: Hilfen nur gegen Sicherheiten, hat er in Betracht gezogen (welche Sicherheiten hätte er denn auch zu bieten).
Auch sonstige à la mode de Merkel "Konditionalitäten" wie "Geld gegen Sparauflagen" wurden nur ganz peripher als wohl nötig, ja, aber doch lästig und eigentlich zu umständlich, versteckt angedeutet.
Gerade erleben wir ja wieder eine großartige Verlautbarung der Griechischen Freunde, die sich zu einem "Sparprogramm" durchgerungen haben. Oder besser die Sprachregelung für ein Sparprogramm, welches im nächsten Jahrhundert ganz gewiss greifen würde.
Was sind das nur für endzeitliche Stammeleien?

Wie oft müssen wir noch feststellen, daß ES zu Ende ist, und die Beatmung abgestellt werden kann und muß?
Macht was ihr wollt und quatscht sinnlos rum, - aber macht ein Ende!

Empfehlen
Norbert Unger

Das ändert nichts an den Risiken

und dafür stehen die Zinssätze. So einfach ist das. Was sich ändert, ist unser Geldwert und damit wird unsere Wertschöpfung in D, erarbeitet in 41 Stundenwochen und 67 Arbeitsjahren, zu Gunsten der Liegeterrassen im Süden verramscht. Das nenne ich vorbildliche Solidarität. Danke Frau Merkel!

Empfehlen
Siegfried Kellner

Die EZB bereitet sich vor................

Das heißt im Klartext, für alle Eurobesitzer dass bald wie in alten Zeiten, ab und zu eine Null auf den Geldscheinen weg gestrichen wird, damit die Schlamperei weitergehen kann.

Wenn der Euro unumkehrbar ist, bedeutet es, dass die Nordeuropäischen Staaten sich jetzt auf diese Inflationswirtschaft mit gestrichenen Nullen einstellen müssen.

Empfehlen
Susanne Rendlik

Lasst uns gegen die EZB klagen!

Diese Politik ist nicht im Sinne Deutschlands und wiederspricht Europäischen Grundsätzen und dem Deutschen Grundsätzen. LAsst uns gegen die EZB Politik klagen, bevor es zu spät ist !

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.08.2012 18:30 Uhr
Andreas Gati

die EZB genießt Immunität

die schlauen Politiker haben der EZB - wie auch dem ESM - eine weitgehende Immunität verpaßt. Soweit ich weiß können nur Regierungen gegen die EZB klagen.

Im übrigen ist das Mandat sehr schwammig formuliert (warum wohl?), sodaß es garnicht so sicher ist, ob die EZB das nicht vielleicht doch darf, was sie gerade macht. Sie kann die Aufkäufe von zweifelhaften Staatsanleihen am Sekundärmarkt im weitesten Sinne als Mittel zur Stabilisierung des Wertes des Euro darstellen.

Was wir aber nun wissen ist, daß das höchste Ziel von Draghi und Co ist, daß die Pleiteländer niedrige Zinsen bekommen und nicht mehr die Geldwertstabilität. Wir haben Gelddrucker zum Inflationsbekämpfer gemacht!

Empfehlen
Christiane Wolf

Wenn der Euro untergeht,

dann schwimmt eben die DM oder der NEuro auf dem Meer über den Haien.
Danach kommt dann irgendwann der Mondón.....bis zum Dolleur.

Empfehlen
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 02.08.2012 17:34 Uhr

"Der Euro ist unumkehrbar."

Hatten wir doch schon einmal, mit dem Reich welches tausend Jahre währen sollte. Gott sei Dank waren es dann nur Zwölf. Wann wurde nochmal gleich der EURO eingeführt? ---- nun, kommt ja dann ungefähr hin!

Empfehlen
Christiane Wolf

Die Rente ist sicher?

Wenn die EZB die Inflation anfacht und diese wirkt in 10 Jahren voll durch, dann werden die Anlagen der zukünftigen Renter schlicht und einfach verflüchtigt.
Damit wäre dann die spanische Rente sicher und die deutschen Rentner dürften inn Spanien jobben gehen, weil die Spanier immer noch mit 60 in Rente gehen.
Das die spanischen Abgeordneten immer noch mehr verdienen als deutsche Abgeordnete steigert ja nur die Staatsverschuldung.
Wenn die Griechischen, Spanischen und Italienischen Abgeordneten weniger verdienen als deutsche Länder-Abgeordnete, dann können die MED-Länder irgendwann mal vorbeikommen um nach Geld zu betteln.
zZ verdienen die fast das dreifache eines Deutschen Bundestagsabgeordneten.

Empfehlen
Norbert Dr. Leineweber

Wollt ihr den totalen Draghi?

Was jetzt vorbereitet ist, kommt der Abschaffung der Notenbank in der Form gleich, wie sie konzipiert war, um in die Fußstapfen der Bundesbank zu treten. Stabilität wie unter der DM sieht anders aus, als das Chaos, das die gemeinsame Währung angerichtet hat.
Alles was Draghi einsetzen will, muss zu einer massiven Kapitalflucht des gesamten Auslandes aus Europa führen. Da die wirtschaftlichen Entscheider über hinreichend Sachkompetenz verfügen ist klar, dass Draghis Maßnahmen der Sargnagel für die Glaubwürdigkeit des Euroraumes ist. Die Abwertung des Euro des letzten Jahres wird weitergehen. Setzen sich Monti, Hollande und Draghi durch, und machen den ESM und die EZB zur Gelddruckmaschine, um die Sünden der Vergangenheit finanzieren zu lassen, ist das die größte wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkei die auf einem Kontinent je erzeugt wude. Die Pleitestaaten genießen ex post die nachgereichte Finanzierung für das, was sie über ihre Verhältnisse konsumiert haben.

Empfehlen
Bernd Winkler

Was stört es den Mond, wenn ihn der Hund ankläfft

Die Macht der Institution und die Ohnmacht der Demokratie ist das wirklich bedrückende Problem Europas. Alles was wir bisher dachten zu Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie ist uns abhanden gekommen. In Wirklichkeit sind wir alle gemeinsam längst zu Sklaven diverser Institutionen geworden. Es nützt doch nichts Herrn Draghi -dessen Fan ich nicht bin - zu beschimpfen. Ein anderer an seiner Stelle hätte ähnlich gehandelt. Es ist nicht die Aufgabe der Institution EZB ein besseres System zu schaffen - diese Aufgabe obliegt uns allen. Es ist die Aufgabe der EZB den Euro stabil zu halten. Der Supergau (=maximale Instabilität) ist der Zusammenbruch der Währung - im Rahmen der gegenwärtigen Banken -und Staatsfinanzkrise ein durchaus ernstzunehmendes Szenario - nicht Draghis alleinige Schuld. Diese rückwärtsgewandte Diskussion! Raus aus dem Euro ist eine politische Entscheidung. Die müssen wir herbeiführen, wenn wir sie wollen, statt wieder die Verantwortung einer Institution zu überlassen.

Empfehlen
Rolf-Dirk Maehler

Was soll eigentlich das Gejammere darüber, daß Schuldenstatten immer höhere Zinsen zahlen müssen?

Egal ob Griechenland oder Spanien, wenn jemand insolvent ist oder als insolvent eingeschätzt wird, dann reagieren die Märkte auf eine ganz normale Art: Wenn man überhaupt noch Kredite bekommt, dann zu deutlich höheren Zinsen. Der Grund hat überhaupt nichts mit Spekulation zu tun, sondern sollte so verstanden werden, daß der Markt verhindern will, daß die Schuldenlast am Ende untragbar wird. Abgesehen davon, daß sie das im Falle Griechenlands schon ist, weil EZB, IWF und EU-Kommission mit ihren sinn- und wirkungslosen Hilfsaktionen immer neues Geld in Form von neuen Krediten hineingepumpt haben. Würden auch die europ. Autoritäten auf den Vater des Wohlstandes, Ludwig Erhard hören:
"Der Markt ist der einzig demokratische Richter, den es überhaupt in der modernen Wirtschaft gibt."
und
"Der Markt ist besser als der Staat."
Und auch das "Kesseltreiben" gegen die Bundesregierung ist schwachsinnig, weil sie keine Rettungseinrichtung ist, sondern nur ihren Bürgern verantwortlich. und dem BVG.

Empfehlen
Hans-Joachim Lange

Warum nicht heimisches Privatvermögen anzapfen?

Wieder einmal scheint es dass die Kreditwürdigkeit der Nordländer herhalten muß.
Genauer gesagt, die Regierungen der Nordländer werden es ihrer steuerzahlenden Bevölkerung zumuten Kosten und Risiken für Verschwendungen im Süden zu übernehmen.

Dabei wäre eine Lösung in den meisten Südländern einfach. In Summe ist die Vermögenslage der privaten Haushalte, z.B in Spanien und Italien, nämlich gar nicht so schlecht. Es gibt auch dort Reiche und das Verhältnis von Privatvermögens zur Staatverschuldung ist dem deutschen gar nicht so unähnlich.
Warum wird den Vermögenden in diesen Länderen nicht auferlegt, etwa per Zwangsanleihen zu zwei bis vier Prozent Zinsen ca. zehn bis fünfzehn Prozent der Staatsschulden zu finanzieren?
Das würde wahrscheinlich nur um die als fünf Prozent der heimischen Privatvermögen (verzinst!) beanspruchen und die Zinsen für neue Staats-Anleihen vermutlich deutlich unter das Niveau drücken das in diesen Länderen vor Euro-Einführung vorherrrschte.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.08.2012 22:57 Uhr
Elisabeth Scheible

Privatvermögen

Da haben Sie schon Recht, aber wer hier in der spanischen Regierung hat den Mut dies laut zu sagen? Wer "hängt der Katze die Schelle um"?? Hier gibt es superreiche Leute, aber an die traut sich doch keiner ran! Hier gehts nur der Mittelklasse an den Kragen, die müssen alles ausbaden, leider! Und solange hier die "Subventionen" an die Gewerkschaften, dem spanischen Kino, dem Unternehmertum, den offiziellen Luxusautos mit Schoffören usw., nicht gestrichen werden, den korrupten Autonomiepräsidenten nicht die veruntreuten Gelder zurückverlangt werden, solange kann sich dieses Land auf keinen Fall erholen!!

Empfehlen
Stefan Scholz
Stefan Scholz (krips) - 02.08.2012 16:23 Uhr

Wer soll Spanien und Italien noch retten?

Alleine der spanische Finanzhunger würde jeden Rettungsschirm sprengen. Italien kann unmöglich aufgefangen werden. Beantragt ein Land Hilfe, ist es faktisch vom Finanzmarkt abgeschnitten. Es ist völlig illusorisch Anzunehmen, die letzten liquiden Nordstaaten könnten dreistellige Milliardenbeträge jährlich Schultern.
Kauft die EZB in diesem Umfang Staatsanleihen, dürfte die Inflationsrate innerhalb von wenigen Wochen dreistellig ansteigen.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.08.2012 18:38 Uhr
Vincenzo Pinto

Inflation

Sie meinen nur von der Inflaktion und haben keine Ahnung von der echten Situation der Personen in anderen europaeischen Laendern. Ist das echtes deutsches Verstaendnis der Sache?

Empfehlen
Jürgen Dannenberg

Stimmt nicht so ganz

Allein nur um Spanien drei Jahre vom Anleihemarkt zu nehmen braucht man ca, 650 MRD. Euro. Aber das soll ja nicht so sein, das Spanien vom Anleihemarkt abgeschnitten ist.
Und was macht Spanien in der Zwischenzeit. Spanien hat keine nenneneswerte Werte eigene Industrie. Aber bürokratische Ausgaben die nicht einmal ansatzweise wirtschaftlich gerechtfertigt sind.
Die Schulden sind aber noch da, auch wenn sie bei der EZB gelagert sind, oder ist der allgemeine Konsens das Schuldtitel die bei der EZB liegen nicht zurückgezahlt werden müssen. Muss, kann , soll überhaupt noch einer von den PIGS etwas zurückzahlen.
Machen wir uns bitte nicht vor - was Griechenland im kleinen ist Spanien in großen Stil. Möglicherweise aber mit einer realistischeren Bevölkerung als die der Griechen.

Empfehlen
Stefan Scholz
Stefan Scholz (krips) - 02.08.2012 17:39 Uhr

Größenordnung

Bisher wurde jedes Land vom Finanzmarkt abgeschnitten, welches Hilfen beantrage. Irland konnte sich fast zwei Jahre nicht selbst am Markt refinanzieren. Jetzt zeichnet sich eine leichte Erholung ab, dennoch wird man wohl um weitere Hilfen nicht umhinkommen.

Es scheint den agierenden Politikern fehlt das Verständnis für Größenordnungen. Spanien ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone! Bis Ende 2014 muss Spanien annähernd 300 Milliarden Euro refinanzieren. Wie sollen dies die wenig liquiden Nordstaaten schaffen?

Empfehlen
Andrea Trombini

Stimmt nicht so ganz

1. Irland hat vor weniger als zwei Jahren Hilfe beantragt und hat sich vor kurzem doch wieder auf dem Markt finanzieren koennen
2. Eigentlich braeuchte die EZB nur ein Teil der Anleihen Spaniens und Italiens auf dem Sekundaermarkt zu kaufen, wie sie es im letzten Jahr bereits getan hat (ohne dass die Inflationsrate "innerhalb von wenigen Wochen dreistellig" angestiegen sei), um es zu erzielen, dass diese Laender nicht vom Finanzmarkt abgeschnitten bleiben.
Beruhigen Sie sich doch ein bisschen...

Empfehlen
Konstantin Schneider

Die Südländer können doch nichts dafür, dass die Bundesbank viel zu viel Geld verliehen hat,

nur damit unsere Produkte dort reissenden Absatz finden, deren Herstellung nebenbei gesagt Deutsche Arbeiter in Lohn und Brot brachte.

Wenn Merkel nicht endlich ehrlich ist und auf diesen wichtigen Punkt aufmerksam macht, also auch klar aufzeigt, dass es sich lohnt, mit Bankern Streit anzuzetteln statt ihnen immer nur mit unschuldigem Blick Geld nachzuschiessen, dann soll sie 2013 erst gar nicht wieder antreten.

Die eigene Mitschuld einzugestehen, statt sich als schwäbische Hausfrau aufzuspielen ist das Mindeste. Man fasst sich doch langsam an den Kopf und fragt sich wie Umfrageergebnisse zustande kommen, nach denen 70% aller Bürger glauben, dass die EURO-Rettung bei Merkel in den besten Händen ist.

Oder macht sich die Demoskopen-Gilde etwa mit wissenschaftlich unhaltbaren Methoden langsam lächerlich?

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.08.2012 19:52 Uhr
Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 02.08.2012 19:52 Uhr

Die Bundesbank hat dort gar nichts verliehen. Sondern die dortigen Geschäftsbanken und

staatlichen Banken sowie ausländische Banken.
Und dafür können sie ALLES, siehe z.B. "Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise?".
Wenn Sie es schaffen, bei diesem Text auch nur 1% zu widerlegen, dann Hut ab.

Empfehlen
Gerhard Dünnhaupt

Es war nicht die Bundesbank ...

... sondern die Landesbanken und die bereits pleite gegangene HRE, die jetzt ein Schattendasein im Bundeshaushalt führt.

Empfehlen
Bernd R Maier
Bernd R Maier (BeRiMai) - 02.08.2012 16:38 Uhr

Selbstverständlich kann der arme Schuldner nix dafür,

wenn ihm der fiese Gläubiger ständig Geld aufdrängt. Ist es das, was Sie uns sagen wollen, Herr Schneider ?

Oder wollen Sie nur dezent auf eine den dort üblichen mafiösen Staatsstrukturen geschuldete Geschäftsunfähigkeit der bedauernswerten Südländer hinweisen ? Müssen diese Länder gar unter Kuratell gestellt werden wie weiland die etwas verrückte Erbtante ?

Empfehlen
Heinrich Locher

Schaumschläger...

Es darf keinen wundern, der die Karriere dieses Herrn verfolgt hat. Er und die restlichen involvierten, levantinischen Schlitzohren werden Frau Merkel und ihre von monumentaler Naivität
strotzende Entourage locker über den Tisch ziehen. Target2 lässt grüssen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.08.2012 18:04 Uhr
Jürgen Dannenberg

???

Wieso TARGET 2? Herr Schäuble, unser Finanzminister ließ doch wissen, das die Salden keine Kredite wären. Er ist Finanzminister, und sollte es wissen? Oder?

Empfehlen
Bernd  Sandmann

Die EZB in Ihrem Lauf....

halten weder Ochs noch Esel auf...." Mehr gibt es nicht zu sagen. Hier wird noch ein wenig Theater geboten, der eine dafür, der andere dagegen....Brot und Olympische Spiele...wo Konkursländer in der Mehrheit sind, werden die anderen gehäutet...alles Demokratisch, einfache Mehrheit reicht...Alle wollen weginflationieren, außer denen, auf die es in unserem ach so demokratischen Staat ankommt und die es büßen: Das Volk. Man würde sich wünschen, dass die Menschen wieder Montags auf die Straße gehen und zeigen wem die Herrschaften in Berlin rechenschaft schuldig sind. Aber solange sich die Masse mit iPhones/iPad, der Einheitsoße unseres Staatsfernsehens zudröhnt, treiben wir fröhlich dem Untergang entgegen. Sich hier Luft zu machen ist auch nur Alibi. Egal, wenn Schäuble im Bundestag den Mielke macht und sagt "...aber ich liebe Euch doch alle" fällt der Vorhang. Es sind eh nur noch Parallelen zum Ende der DDR, die einem einfallen....Gut Nacht, Deutscheland..

Empfehlen
Andreas Gati

EZB Fokus sind niedrige Zinsen für Pleitestaaten und nicht mehr Geldwertstabilität!

Wir müssen Herrn Draghi dankbar sein:

1. er hat noch vor der BVerfG Entscheidung klar gemacht, daß der ESM Aufkäufe von Staatsanleihen plant und so (in Zusammenspiel mit der ETB) die Haftung auf das unendliche gehebelt werden kann. Genau das aber ist beim BVerfG als Aushebelung des Haushaltsrechts des Bundestags immer als Verfassungsbruch bezeichnet worden. Meine Hoffnungen für den 12.9. steigen!

2. er zeigt mit aller Deutlichkeit die Prioritäten der EZB: niedrige Zinsen für Pleiteländer sind wichtiger als Geldwertstabilität. Jetzt sollte dem letzten Politiker klar werden, was wir mit der DM und der Bundesbank aufgegeben haben und daß wir lupenreine Gelddrucker als Währungshüter haben.

Empfehlen
Elisabeth Dreier

Tun Sie Ihre Aufgabe Hr. Draghi? Nein. Also Raus aus dem Euro, Ende mit diesem Rettungswahn.

Die Aufgabe der EZB ist vor allem die Währungsstabilität.
Der Dollar dürfte wegen der Schulden der USA keinen Pfifferling wert sein, aber der Euro verliert zum Dollar an Wert, mit Recht, denn er ist noch weniger wert. Basis sind nur Lug und Trug. Die Steuereinnahmen und die Wachstumseinschätzungen der Südeuropäer sind nicht realistisch. Aber es werden weiter Schulden gemacht. Mit den Target II Salden werden unter der Hand Werte aus den starken Volkswirtschaften abgezogen. Deutschland wird als einziger gewichtiger Gläubiger völlig ausgenommen. Und darauf soll eine Währung basieren die man unbedingt retten muss. Fr. Merkel, dieser Tanz wird zu heiß für Sie und Deutschland. Der Euro muss weg oder Deutschland muss raus.

Anm.: Wenn Spanien bei hunderten Mill. € Schulden für 30 – 50 Mill. mal mehr als 6 % Zinsen zahlen soll, geht die Welt nicht unter, sondern von den stetig neuen Schulden. Spanien kann seine Probleme nur selbst lösen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.08.2012 19:37 Uhr
Helmut Teichmann

Herr Pinto,

Deutschland kann Spanien "nur" helfen...nicht aber für seine Schulden haften, sonst sind wie alle im Orkus!

Empfehlen
Vincenzo Pinto

Selbst

"Spanien kann seine Probleme nur selbst loesen". Warum ist Deutschland noch im Europaeischen Union? Es ist selbstaendig und hat keine Ahnung vom echten Leben in anderen Laender. Stimmt es?

Empfehlen
Closed via SSO
Bernd Thamm (thammbe) - 02.08.2012 15:51 Uhr

Die Finanzmärkte haben der europäischen Währungszone ...

...und mit ihnen den steuerzahlenden deutschen Bürgern den Krieg erklärt. Als Abwehrmaßnahme will nun die EZB die 'Dicke Bertha' mit ihrer Feuerkraft in Stellung bringen. Das Risiko einer Inflation und somit einer Vermögensvernichtung ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Wer jetzt noch spart ist es selber Schuld. Jetzt noch leben und so wie die Südeuropäer kräftig Schulden machen und über die Verhältnisse leben, denn nach uns die Sintflut. Und was geht uns die nachfolgende Generation an. Das scheint jetzt die Devise bei vielen zu sein. Das die Banker den Einsatz der 'Dicken Bertha' gut finden ist doch klar, weil sie nun unbegrenzt weiter zocken und Boni abgreifen können.

Empfehlen
Weitersagen

Hoffnungswert Konsum

Von Philip Plickert

Den meisten deutschen Kosumenten scheint die Euro-Krise weit weg. Sie geben ihr Geld mit vollen Händen aus. Doch kann der private Konsum die entscheidende Stütze der Konjunktur werden? Mehr 1 3

Umfrage

Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --