Warum müssen Euro-Politiker eigentlich sparen? Sie haben doch der Europäischen Zentralbank den Auftrag zum Gelddrucken erteilt. Die kann selbst das klamme Griechenland über Wasser halten. Wie das geht? Der geldpolitische Rat der EZB weist gegen den Widerstand der Bundesbank vier Milliarden Euro aus der elektronischen Notenpresse an, damit Athen über den Sommer kommt. Die Überlebenshilfe ist ein politischer Dienst für die Staats- und Regierungschefs, die dadurch erst nach dem Sommerurlaub über die Konsequenz aus dem tristen „Fortschrittsbericht“ der Troika für Hellas entscheiden müssen.
Als kleinen, aber feinen Nebeneffekt stellt die EZB zugleich sicher, dass Griechenland eine fällige Anleihe zurückzahlen kann, die - wie der Zufall so spielt - fast ausschließlich von den Europäischen Zentralbanken gehalten wird. Über griechische Banken und die Athener Notenbank zahlt die EZB einen Kredit an sich selbst zurück und finanziert nebenbei die Republik Hellas. Was zählt da noch das Verbot monetärer Staatsfinanzierung für die EZB? Ist das die „Rettung“ für den Euro? Pech für die Euro-Illusionskünstler, dass eine Währung nichts taugt, der die Leute nicht vertrauen.
"Wenn ich noch einmal das Wort BVerfGer höre, verlasse ich den Raum".
Horst Müller (KonzeptionistzuVerlassen)
- 16.08.2012, 17:27 Uhr
There is no free lunch
Edda Wiegand (mrs.duck)
- 16.08.2012, 07:46 Uhr
@ Bernd Winkler sagt es! Wir müssen endlich über das
Geld-System reden!
Closed via SSO (JADH)
- 16.08.2012, 01:37 Uhr
Ganz nah dran an der Kante
Markus Teuber (arathorn)
- 15.08.2012, 16:45 Uhr
Die Euro-Krise kann nur politisch gelöst werden
Ralf Kowollik (InterNETkobold)
- 15.08.2012, 13:25 Uhr