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Schuldenkrise Die Bundesbank fordert von der EZB bessere Sicherheiten

 ·  In der Bundesbank rumort es: Der größte Posten in der Bilanz sind Forderungen von zuletzt knapp 500 Milliarden Euro gegenüber Notenbanken finanzschwacher Länder, die über das Target-Zahlungsverkehrssystem aufgelaufen sind. Ein Brief von Bundesbankpräsident Weidmann zeugt von großer Sorge.

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Bessere Sicherheiten

Wir sind laut Herrn Schäuble seit 1945 kein souveräner Staat und haben den Krieg verloren.
Und jetzt wird bis zum St. Nimmerleinstag bezahlt.
Wozu Sicherheiten, die haben doch ein ganzes Volk in Zinsknechtschaft.

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Hans Jürgen Reisch

Deutsche Wirtschaftselite???

wo ist diese Elite, die jetzt (wahrscheinlich schon zu spät) unseren Vollpfosten sagt, was Sie dem deutschen Volk gerade antun.............in keiner Talkrunde sind Sie zu sehen.............in keiner Presse kommen Sie zu Wort.............

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Mark Schmidt
Mark Schmidt (Mark222) - 01.03.2012 11:27 Uhr

Fehlende Weisheit der Politik

Bei der Einführung der Währungsunion hat die Politik jeden Gedanken über Störungen des Systems der Währungsunion beiseite geschoben und wird nun davon eingeholt. Das akute Problem der Target2 Forderungen ist wahrscheinlich der schwarze Schwan, von dem damals niemand gedacht hat, dass er zu Forderungen mit zweifelhafter Werthaltigkeit und nicht risikoadäquater Verzinsung von 6.000 Euro pro Bundesbürger führen würde. Besonders bedenklich dabei ist die mögliche Vervielfachung des Forderungssaldos infolge von weiteren EZB-und ELA-Bailouts und weiteren Verschiebungen von Bankeinlagen von Süd- nach Nordeuropa bei gleichzeitigem Fehlen jeglicher nationalstaatlicher Kontroll- und Eingriffsmöglichkeiten. Daneben wirken die von wenig ökonomischem Sachverstand geprägten parlamentarischen Diskussionen über kontrollierte Risiken von vielleicht 4.000 Euro pro Bundesbürger für Griechenland, EFSF und Banken wie ein Witz.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2012 13:04 Uhr
Kay Schmelzer

@ K. Krug Tip

die 30 Millionen sind von dem System in die unsolventen Steuerzahler gedrückt
die Politik hat es ohne Not in 15 Jahren geschafft das in der "Ersten Welt" inzwischen etwa 50 bis 70% direkt oder indirekt an den Sozialfonds hängen..
Ich bin nicht sicher wie ihr Bericht gewertet werden soll, da er bei erstem und zweitem lesen doch mehr die Solventen hervorhebt.
Die weder Sozialbeiträge zahlen noch irgendein Beitrag zur Gesellschaft leisten außer den äußerst geringen Steuerzahlungen gegenüber einem unteren Einkommen..

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Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 01.03.2012 12:13 Uhr

Pro Kopf zu rechnen ist kindisch

denn nur die Hälfte der Menschen sind erwerbstätig und selbst davon sind mehr als ein Fünftel als "Sozialfälle" (Auftsocker, Zeitarbeiter) einzustufen.

Ich tippe mal, dass etwa 10 Millionen "solvente Steuerzahler" sind die auch nennenswert die Kosten schultern könnten. Und dann ist es vorbei mit der "Tragbarkeit" - die ist nämlich nur Augenwischerei...

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Klaus Letis

Zu Recht

So gehts nicht

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Werner Bläser

Euro-FED?

...und was ist, wenn die Amerikaner doch recht haben und Gelddrucken hilft? Der Euro ist nicht Weltleitwährung, aber Pfund und Yen haben dieses Privileg auch nicht. Sind wir zu pessimistisch? Der Euroraum divergiert wirtschaftlich etwas stärker als die USA, und dort ist höhere Mobilität, aber das ist kein kategorischer Unterschied. Ein Finanzausgleichssystem im eigentlichen Sinne, wie in Deutschland oder der Schweiz, haben die USA nicht, anders als oft dargestellt. Die Federal Grants sind kein automatisches, rechtlich fixiertes Transfersystem, sondern müssen ad hoc politisch beschlossen werden. Wenn man die tatsächlichen Transferleistungen von der Zentrale in die ärmeren Regionen in USA und EU (Regionalförderung, Agrarfonds, etc.) vergleicht, kommt man insgesamt zu annähernd vergleichbaren Grössenordnungen. Der Unterschied zw. Dollar-Raum und Eurozone ist eher graduell. Weidmanns Brief zielt nun offenbar darauf, auch die Notenbankverfahren dem amerikanischen Targetsystem anzunähern.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2012 14:51 Uhr
Caspar Gröning

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Europa und die USA sind nicht vergleichbar.

In den USA kann ein Bundesstaat zahlungsunfähig werden. Es gibt kein Bail out.
Wie wir wissen gilt dies trotz anderslautender Verträge nicht für die Euroländer. Wer sagt eigntlich das die FED erfolgreich ist?

Soweit ich weis, hat gerade die USA mit heftifgen Blasen und anderen Finanzmarktverwerfungen zu tun. Auch die Inflationsrate ist erschreckend hoch. Und dabei ist der Währungsraum der USA nicht auf diese beschrenkt sondern viel, viel größer. Etc etc. etc.

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Carlos Anton

Niemand vertritt die deutschen Interessen

Das Problem ist, dass Draghi die Interessen der Italiener vertritt, Juncker das der Luxemburger, Lagarde das der Franzosen und alle anderen die nationalen Interessen ihres Heimatlandes vertreten, auch wenn sie internationale Funktionen innehaben. Nur die deutschen Vertreter orientieren sich an den Interessen der EU, die es eigentlich gar nicht gibt. Leider vertritt niemand die deutschen Interessen. Das wird dann mit simplistischen Aussagen wie "wir brauchen mehr Europa" vernebelt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2012 21:21 Uhr
Carlos Anton

Ist die EZB gescheitert

Die EZB ist nur aus Sicht der Deutschen gescheitert, denn sie widerspricht allem, wofür die Deutschen Bundesbank stand. Aus Sicht der Italiener, Spanier und Franzosen ist sie nicht gescheitert, denn sie macht Politik für diese Länder.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 01.03.2012 11:19 Uhr

Und damit ist die EZB gescheitert, denn sie setzte voraus, ...

... ihre Leute würden aus geldtheoretischem und geldpolitischem Idealismus handeln, obwohl es scheint, nicht mal einen Konzens zu geben, welche entartete Geldpolitik die maßgebende sei. Viel beser wäre es ein System mehr oder weniger fester Wechselkurse, in dem jedes Land tut, was er will, und dafür haftet; mit Gesetzen, um den Umtausch zu erleichtern, denn so wurde dem Volk den Euro verkauft: man kann überall mit denselben Münzen und Noten zahlen.

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Horst-G. Willweber

Dammbruch: 29.02.2012; Tsunami: "29.02".2015!

Ein besonderer Tag, gestern. Nicht nur ein 'Schalttag', den es (ja) am Tage der Fälligkeit in 3 Jahren nicht geben wird, sondern ein grandioser Feiertag namentlich für die "systemrelevanten" Banken in den Euroländern! Deren Sektkorken, die gestern mit einem besoffen machenenden PROSIT auf die Europäischen Stuerzahler knallten, werden den Euroländern spätestens in 3 Jahren um die Ohren fliegen und dieselben niederstrecken! Denn der (Rück-)Zahltag wird ausfallen; der Kater am 01.03.2015 ein dauerhafter sein!

Die EZB-Geldschwemme ohne 'mündelsichere' Sicherheiten ist nichts anderes als die bis heute nicht aufgearbeitete Immobilienblase mit Schrottkrediten.

Die heute so wohlfeil mit Billigstgeld (1% !?!) ausgestatteten Banken werden die Steuerzahler mit einem 'Rettungs'-Tsunami überfluten, der die Demokratien der Euroländer zu ertränken droht.

Und die heutigen, dafür Verantwortlichen werden sich rechtzeitig vom Acker gemacht haben. Denn: nach 'uns' die Sintflut! Prost Deutschland!

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Bernd Buerschaper

Unglaublich, absolut unglaublich!

Erst die beharrliche Recherche des Herrn Sinn hat die Bürokraten in der Bundesbank zu Statements genötigt. Ohne Herrn Sinn würde sich Herr Weidmann nie zu diesem "vakanten" Buchungsposten in der Bilanz der Bundesbank äußern. Bisher war ja verheimlichen und verniedlichen angesagt. Wie gesagt: Unglaublich, absolut unglaublich!
Und ... Danke Herr Sinn!!!

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Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 01.03.2012 09:31 Uhr

Rhetorische Rettung der Reputation

die Forderung Weidmanns ist nicht nur berechtigt, sondern auch zu spät und kann nur der Ehrenrettung dienen. Sicherheiten wird es nicht geben, sondern nur Palaver.

Ein weiterer Mosaikstein Richtung "Großer Knall" und einer europaweiten Währungsreform inklusive Schuldenschnitt. Hoffentlich werden meine Schulden auch gestrichen aber wahrscheinlicher ist das mir neue aufgebürdert werden. Im Rahmen eines "europäischen Lastenausgleiches".

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Franz Wildner
Franz Wildner (Feluske) - 01.03.2012 08:54 Uhr

Letzter Rufer in der Geldwüste

Es wird eifrig bei der EZB Geld gedruckt, wie man dem Diagramm im Artikel entnehmen kann. Draghi macht nicht das, das was er sagt. Der letzte Rufer in der Wüste scheint die Bundesbank zu sein.

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Max Schmid
Max Schmid (CH-Gast) - 01.03.2012 08:31 Uhr

Rechnung für eine Utopie

D.h., nach Prof. Sinn: die Deutschen wurden für ihren Fleiss, die Exportüberschüsse in die EU, seit Einführung des € mit gedrucktem Geld bezahlt, statt mit handfesten Werten, wie Wohlstandssteigerung, niedrige Zinsen und Importpreise dank starker, stabiler Währung.
Daraus folgt, dass jede Utopie seinen hohen Preis hat.
Es haben sich wohl zu viele in D wohl verführen lassen durch kostspielige Utopien wie:
1. Europäische Einigung von Atlantik bis zum Ural (ersatzweise bis zur türkisch-iranischen Grenze),
2. Kohl&Mitterrand händchenhaltend in Verdun ("Friedenswährung"),
3. Schöne Einheitswährung, die man im "Urlaub" nicht tauschen muss etc.
Warum hat es damals in 2001 bei der €-Einführung keinen Aufschrei in D gegeben ?
Hat man es nicht gewusst in einem Land mit so langer Bildungstradition ?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2012 22:49 Uhr
Ulla Nachtmann

lieber Max Schmidt

vergessen Sie nie, dass Deutsche auch heute noch die Sektsteuer bezahlen, die Kaiser Wilhelm II uns aufgebürdet hatte um seine irre Flotte inklusive Großmachtstrâume zu finanzieren. Er lief später dann leider davon und ließ seine Landslwute einfach sitzen. Ein klassischer Verräter. Diesmal werden die professionellen Volksverräter sicher nicht mehr so einfach davonkommen - dank Internet und besserer Verständigung zwischen Menschen wie Sie, Schweizer, und UNS, Deutsche. Wir brauchen dazu keine EU Kasper und ihre lächerliche Propaganda. Ich meine, ohne die Propaganda dieser miesen Politclowns kommen wir bestens miteinander aus.

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Carlos Anton

Man wusste es!

Die einen wussten es und die anderen ahnten es. Allerdings wurden und werden die Tatsachen von den Mainstream-Medien und der Politik in fast verschwoererischer Manier verfalescht, unterdrueckt oder relativiert.

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Paul Banaschak

Die Bevölkerung Deutschlands war noch nie für den EUR

das schert aber die Politiker einen Dreck. In Deutschland gibt es keine Volksbefragungen wie hier, im Kanton Aargau z.B. am 11. März.
Und warum glauben sie, dass fast alle Politiker gegen eine Volksbefragung in Bezug auf EuR oder Rettungspakete sind?
Für diese D... ist das Volk einfach zu dumm, um ihre Vorteile zu sehen. Fragt sich nur, wer zu dumm ist.

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Roland Magiera

Hat man es nicht gewusst in einem Land mit so langer Bildungstradition ?

Man hat es gewusst! Selber hatte ich zu dieser Zeit gerade mit dem Studium begonnen und ich habe mich intensiv gefragt, wie es gehen soll, derart unterschiedliche Wirtschaften unter einer Währung zusammenzuzwängen? Es sei denn, dass die stärkste Nation eine Art Mutterkuh sei, bei der sich alle anderen ihre Milchration kostenfrei abholen können. Erwachsen werden die übrigens nie.

Und warum sich das Volk dieses sehenden Auges hat bieten lassen? Weil die deutsche Mentalität eine andere als die von euch Schweizern ist. Ihr seid viel selbstständiger und gegenüber euren Herrschern wesentlich selbstbewusster!

Der Deutsche ist da traditionell eher etwas lethargisch, zwar wütend und auch verstehend, aber von einem Respekt und einem Vertrauen in seine Volkstreter erfüllt, dass hier viel mehr als in der Schweiz geschehen muss, ehe es mal scheppert.

Das ist sicher angenehm für die Politik, kann aber auch in eine Giga-Katastrophe münden, da niemand vom Volk die rechtzeitig stoppt, wie 45.

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Paul Banaschak

wie könnte die Regeln auch noch weiter gelockert werden?

es werden ja eh schon Schrottanleihen akzeptiert.

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Max Burg
Max Burg (MaxBurg) - 01.03.2012 02:27 Uhr

Der helle Wahnsinn

Eine Ausdehnung der Geldmengen in unfassbaren Ausmaßen bei gleichbleibender bis rezessiver Wirtschaftslage.
Nur die Hortung der gigantischen Mengen in den von Staatsanleihen und Kreditderivaten verseuchten Tresore der Banken halten die Umlaufgeschwindigkeit gering und die Inflationsbombe im Zaum. Doch glaube niemand, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage in den nächsten Jahren so verändert, dass die EZB diese Geld ohne großes Murren der Staaten und Banken wieder einsammeln kann.
Entweder die Bombe schlägt durch, weil das Geld in die Realwirtschaft weiter gereicht wird oder die Defizite in den Bankbilanzen sind so exorbitant, dass auch diese Gelder (und die Pfände sowie die Bürgschaften) dahin schmelzen, wie Butter in der Sonne. Dann aber sind die Staaten pleite.
Wie dieses monetäre Experiment sich mit Schuldenbremse und dem Ansinnen von Wachstum verträgt, weiß eh keiner mehr zu ermessen.
Da können wir die EZB auch gleich Dr. Frankenstein anvertrauen.

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Karl Dietrich Naumann

Wachsende Unruhe ? Kommt mal langsam in die Puschen ! Die plündern uns aus !

Der Italiener überträgt die Regeln der italienischen Staatsbank auf die EZB. Wenn die
Steuern nicht ausreichend fließen, wird einfach Geld gedruckt und die Inflation eingeheizt.
Damit haben die seinerzeit geschafft, daß sie für eine DM tausend Lira zahlen mußten.
Unsere 500 Milliarden Exportüberschuß wird auf den Parties der Südländer verjubelt und
Herr Draghi erfindet die tollsten Bezeichnungen für die Abzockerei. So tötet man die
eigentlich tolle Idee vom vereinten Europa, dass die ehemals verfeindeten Nationen
friedlich vereinigt. Das die neuen Familienmitglieder jetzt unser Tafelsilber und das
Ersparte klauen, stand nicht auf der Agenda !

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Joachim Mummot
Joachim Mummot (jmummot) - 01.03.2012 00:55 Uhr

Tutti dilettanti

Huch! Noch ein halbes Billiönchen! Dass darauf keiner bisher gekommen ist!

Was ist das eigentlich fuer ein seltsames Personal, was da in den Institutionen, in der Politik und in den Medien kreucht und fleucht?

Hochbezahlt, Super-Maquiavellis mit grossen Nehmerqualitaeten (Bartels weiss, wo er seinen Most holt), aber offenbar nur formal qualifiziert, wenn ich mir immer wieder diese Superausschreibungen fuer das Fuehrungspersonal anschaue.

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alois schneider
alois schneider (formal) - 01.03.2012 00:05 Uhr

fordern können sie viel

doch in der EZB haben die Schuldenstaaten die Mehrheit.
für die hochwertigen deutschen Spitzenprodukte bekommen wir eine Gutschrift, die wir nie einlösen können. Klartext: wir verschenken sie!
Prof. Sinn hat festgestellt, das 90% unserer Exporte in die €-Zone mit solchen wertlosen Zahlungsversprechen bezahlt wurden und werden.
Die EU in der heutigen Form hat mit einer politischen Union nichts zu tun.
Sie ist bei näherer Betrachtung nur eine Bürokratie zur Ausbeutung Deútschlands.
Was für die meisten Mitglieder nicht nur ausreichend, sondern geradezu paradiesisch optimal ist

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Heute ist Doomsday!

Ist das aber ein Grund, jetzt plötzlich Nerven zu zeigen, Herr Weidmann? Nehmen Sie sich ein Beispiel an unseren Bundestagsabgeordneten! Am vergangenen Montag haben die mit strahlenden Gesichtern und in bester Laune für das neue Griechenland-Rettungspaket gestimmt. Sie wissen doch: die Märkte brauchen gute Stimmung. Wer aber zahlt schon Eintritt für die Teilnahme am Weltuntergang?

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Martin Geier

Nachtrag

Die meisten Staaten wissen was sie am heutigen System haben. Man wird es wegen "Sicherheiten" nicht ändern. Wieso die Deutschen(oder korrekter die deutschen Eliten) es nicht ändern wollen, dazu schrieb' ich bereits an anderer Stelle. Bei einem Ende des Euro, und jede Staatspleite eines größeren Euromitglieds führt wohl dazu, sind ein Gutteil der deutschen Auslandsguthaben Geschichte. Weil die Guthaben sind meistens nichts anderes als die Schulden dieser Länder. Die werden die im Beitrag zuvor angedachten Sicherheiten nicht zulassen.

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Martin Geier

Sicherheiten. Bessere wird es nicht geben.

Es sei Jedem freigestellt zu fordern was man will. Aber bessere Sicherheiten wird es nicht geben. Ich kann mir denken was Herrn Weidmann vorschwebt. Vielleicht so etwas wie im Beitrag heute von Prof. Sinn: Pfandbriefe (Euro Standard Bills), die nach einheitlichen Kriterien vom jeweiligen Nationalstaat mit Immobilien oder vorrangigen Ansprüchen auf zukünftige Steuereinnahmen besichert sind. Das Problem ist daß das die anderen Mitgliedsstaaten nicht mitmachen werden. Ab einer bestimmten Schmerzgrenze ist es für einen Staat günstiger ins default zu gehen und den Gläubigern ein Friss oder Stirb-Angebot zu bieten. Angesichts der riesigen Summen um die es in den diversen Systemen geht(Target2, eingekaufte Titel aller Art der Ezb ecc.) sehe ich kaum eine andere Lösung als das System einfach "glattzubügeln" oder eine Inflation jenseits der 5% zuzulassen. Weidmann und Sinn vergessen immer Eines. Die USA sind ein Staat und notfalls wird alles unter einem Dach geregelt. Wir sind das nicht?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2012 09:53 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 01.03.2012 09:53 Uhr

Wenn man die angemessenen Sicherheiten nicht hat, bekommt man den Kredit nicht.

Und bei einer Notenbank sind nur gute Handelswechsel eine angemessene Sicherheit.

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Carlos Anton

Wacht die Bundesbankführung auf?

Es hat recht lange gebraucht bis Herr Weidmann aufgewacht und auch sein Vorgänger hätte hier rechtzeitig eingreifen müssen. Wenn Herr Sinn nicht so eindringlich auf die Risiken hingewiesen hätte, wäre wohl der Brief nicht geschrieben worden. Herr Weidmann möchte sich offenbar gegen spätere Klagen absichern.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2012 09:49 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 01.03.2012 09:49 Uhr

"Herr Weidmann möchte sich offenbar gegen spätere Klagen absichern"

Ich glaube nicht. Die BuBa führt nur das aus, was die EZB entschiedet.

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Jahrgang 1968, Redakteur in der Wirtschaft.

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