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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schuldenkrise Der Ausnahmezustand Europas

 ·  Europa droht zu zerbrechen. Die Eliten sagen, jetzt müsse eine politische Union her. Doch das ist nicht mehr als eine Phantasie von Dichtern. Es ist an der Zeit, Europa vor den Rettungseuropäern zu retten und Alternativen stark zu machen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (220)

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Wolf Beck
Wolf Beck (Wolfswort) - 16.08.2012 10:35 Uhr

Brillant!!!

Ein Artikel, der in seiner mutigen Brillanz sprachlos macht. "Es ist an der Zeit, Europa vor den Rettungseuropäern zu retten".. Wie treffend und wie stringent begründet!! Wie wohltuend hier einer Rhetorik entgegnet wird, die zunehmend versucht, die nachdenklich-kritischen und insofern "vernünftigen" Bürger als vermeintliche Antieuropäer zu stigmatisieren. In Zeiten dieser meinungslenkenden "Political Correctness" ein erfrischender, erleichternder und mutiger Beitrag!!

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Oliver Kliegl

Glückwunsch auch von meiner Seite, Herr Hank!

Ein ausgezeichneter Artikel, der die aktuelle Situation treffend analysiert und endlich einmal ausdrückt, daß die Alternative zum ganzen Rettungswahn und Zentralismus-Gerede (eine derartige Etablierung von souveränen Instanzen würde wohl Jahre in Anspruch nehmen) nicht notwendigerweise den "Untergang Europas" zur Folge hätte! Diese Panikmacherei ist doch nur Vorwand der vermeintlichen Europa-Retter-Fraktion ...
Was kann man als einzelner tun, um Ihre Gegenposition, Herr Hank, zu unterstützen?
Herzliche Grüße
Dr. Oliver Kliegl

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Volker Kraft

Schröders europäische Bewährungsprobe / FAZ-Kommentar v. 2.10.98 (Auszug)

"...mag es ein Trost sein, daß es europäische Gebote gibt. Die Konvergenzkriterien des Maastrichter Vertrages engen den Spielraum jeder EU-Regierung für kostenträchtige Programme ein. EU-Kommissar Silguy hat vor wenigen Tagen klargemacht, es werde nach dem Start der Währungsunion kein Pardon geben; die Kommission bestehe darauf, daß die Defizite weiter vermindert und die Haushalte der Mitgliedsländer auf mittlere Sicht sogar ausgeglichen werden müßten... die Kommission wird jedenfalls darüber wachen, daß die Obergrenze für die Neuverschuldung von 3 % des BIP nicht nur eingehalten, sondern unterschritten wird."
Soweit Peter Hort, Brüssel anläßlich Schröders Regierungsantritt. Hat das nicht alles wunderbar beruhigend geklungen? Und wenn man sich dann das heutige Desaster dagegen vor Augen führt!

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Dirk Müller
Dirk Müller (DM2011) - 13.08.2012 20:15 Uhr

Ist das Normalzustand ? ESM

ARTIKEL 35
Persönliche Immunitäten
(1) Im Interesse des ESM genießen der Vorsitzende des Gouverneursrats, die Mitglieder des Gouverneursrats, die stellvertretenden Mitglieder des Gouverneursrats, die Mitglieder des Direkto-riums, die stellvertretenden Mitglieder des Direktoriums sowie der Geschäftsführende Direktor und die anderen Bediensteten des ESM Immunität von der Gerichtsbarkeit hinsichtlich ihrer in amtlicher Eigenschaft vorgenommenen Handlungen und Unverletzlichkeit hinsichtlich ihrer amtlichen Schriftstücke und Unterlagen.
T/ESM 2012/de 49
(2) Der Gouverneursrat kann die durch diesen Artikel gewährten Immunitäten des Vorsitzenden des Gouverneursrats, der Mitglieder des Gouverneursrats, der stellvertretenden Mitglieder des Gouverneursrats, der Mitglieder des Direktoriums, der stellvertretenden Mitglieder des Direkto-riums sowie des Geschäftsführenden Direktors in dem Maße und zu den Bedingungen, die er bestimmt, aufheben.
blabla
Euro Anarchie
= Rechtsfreierraum

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Andrea Trombini

"Die Schärfung der Nationalstaaten könnte Europa retten"?

Zwei Weltkriege haben nicht gereicht? Die Schärfung der Nationalstaaten wird Europa nie retten koennen. Das sollte offensichtlich sein!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.08.2012 12:00 Uhr
Oliver Kliegl

Was für ein mißlungener Vergleich!

Hallo Frau Trombini,
aber ich glaube, Sie verwechseln hier etwas?! Was hat denn bitte die "Schärfung von Nationalstaaten" in bezug auf fiskalische und wirtschaftliche Souveränität mit innereuropäischer Kriegsgefahr zu tun? Das müssen Sie mir bitte mal erklären ...
Herzliche Grüße
O. Kliegl

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Stefan Kohlwes

Listig?

"Mehrere Jahrhunderte lang zuvor war es die Vielfalt der europäischen Staaten, die listig ihnen den Vorrang vor den großen Flächenstaaten Asiens sicherte."
Es wird heutzutage wesentlich schwieriger sein, auf gleiche Weise listig zu sein, wie in den letzten hunderten von Jahren. Ich würde ja ohnehin gerne mal wissen, was der Autor unter der von ihm offenbar positiv (und ebenfalls ein bisschen poetisch-romantisch) verstandenen "Listigkeit" versteht. Ich finde das Wort in diesem Zusammenhang jedenfalls unglaublich... Der "No-Bail-Out" Logik stimme ich aber zu...

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Gerhard Storm

€-Retter Versager Juncker, Barroso u. Draghi haben Schuldenkrisen-Urheberrrecht!

Hank beschreibt umfassend die schwere Krankheit u. ihre Ursachen, in der sich die EU befindet.

Treffend die Hinweise auf die Verstöße gg. EU-Rechtsnormen u. EU-Werte, insb. des No-Bailout-Prinzips.

Der Autor nennt eine Alternative zur Problemlösung, die mir am wirksamsten scheint: "Die Stärkung der nationalen Souveränität, verbunden mit einer strikt eingehaltenen Rechtsstaatlichkeit, in deren Zentrum das Nichtbeistandsgebot (No-Bailout) wieder strikt durchgesetzt wird. Zwingend hinzu kommen müsste ein europäisches „Notstandsgesetz“, das Regeln für den Ausnahmezustand eines abermaligen Vertragsbruches setzt. Dieser Weg gilt vielerorts als rückwärtsgewandt, wenn nicht gar antieuropäisch."

Die Umsetzung o.a. Alternative krankt daran, dass sich die €-Retter-Versager Juncker, Barroso u. Draghi so an rechtlose Verhältnisse gewöhnt haben, dass deshalb EU-Gemeinschaftsgefühle nur noch von den unfähigen Schuldnerländern, nicht aber den dt. Bürger empfunden werden.

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Christian Fischer

ACHILLESFERSE der Rettungseuropäer ist und bleibt der ESM

Er ermöglicht das Zusammengehen (ggf. europafixierter) Demokraten mit EU-/Euro-Skeptikern. Eine Partei oder Initiative, die von vorneherein von der "EUdSSR" spricht oder den Euro abschaffen möchte, schießt sich selbst ins Knie, weil sie sich ÜBERFLÜSSIGERWEISE leicht angreifbar macht und von der Bevölkerung aus dem Stand einen Dreisprung erwartet. Denn sollte der ESM wirklich scheitern, würde das an Rettungseuropäern, EU und Euro nicht spurlos vorübergehen.

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Rolf Eckmiller

Aufklärung: Freies Europa als Staatenbund oder Sozialistisches Europa mit Zentralregierung?

Weshalb repräsentiert Rainer Hank, dessen Analyse ich zustimme, in der Medienlandschaft ähnlich wie Frank Schäffler (FDP, MdB) oder Klaus- Peter Willsch (CDU, MdB) im Bundestag
eine Meinungs-Minderheit in Deutschland?
Es muß dringend Aufklärungsarbeit in Deutschland betrieben werden:

1-Deutschland muß sich aus seiner besonders von älteren Meinungseliten (u.a.: Hans-Dietrich Genscher, Jürgen Habermas, Helmut Schmidt) als angebliches Vermächtnis vor-lamentierte und von diversen jüngeren Gelegenheitsdenkern (u.a.: Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin) nach-geplapperte Sonderrolle einerseits als Schuldner/Büßer und andererseits als Retter und Mustereuropäer befreien und auf Augenhöhe seine Interessen mit den nationalen Interessen der Partnerstaaten abgleichen.

2-Die Bevölkerung muß sich erheblich mehr Basis-Wissen über die Interessenverflechtungen von Staat, Finanzwirtschaft und EZB aneignen.

Sobald die Bevölkerung klar sieht, wählt sie ein Freies Europa als Staatenbund!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 16:52 Uhr
Rolf Eckmiller

'Sobald die Bevölkerung klar sieht': Antwort an Michael Kohb

"Die Bevölkerung muss sich erheblich mehr Basiswissen aneignen und würde dann ein Freies Europa als Staatenbund wählen."

Wir sind uns einig, daß die Medien oft kein objektives Basiswissen liefern,
also nicht dem zitierten Arbeiter erklären, wie seine persönliche Steuer- und Wohlstandsituation gekoppelt ist an den Transfer gigantischer Staatsmittel an andere Staaten.

Nach meiner Überzeugung könnten die Medien (Beispiel FAZ) erklären, welche Partei und welche Politiker(in) mit welchen Begründungen z.B. den Einsatz von 1 Million € Steuergelder im eigenen Land ablehnt und gleichzeitig dem Transfer von 100 Millionen € ins Ausland zustimmt.

Sobald das Jedermann klar ist, wird der gegenwärtige Marsch in Richtung Sozialistisches Europa mit Haftung für fremde Staatsschulden (der Wunsch von SPD u Grünen) gestoppt.
Dann ist jeder Staat für seine Schulden selbst verantwortlich in einem Freien Europa als Föderation Souveräner Staaten, als Staatenbund und nicht als Bundesstaat mit Zentralregieru

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Michael  Kohb

Sobald die Bevölkerung klar sieht

Herr Eckmiller schreibt :" Die Bevölkerung muss sich erheblich mehr Basiswissen aneignen und würde dann ein Freies Europa als Staatenbund wählen."

Leider stammt das Wissen der Bevölkerung doch zu 90% aus der " Bildungsabteilung " des Springer - Verlages. Das daraus resultierende Wissen besteht fast nur aus Negativschlagzeilen die eine möglichst hohe Auflage der jeweiligen Tageszeitung (z.B. Die Bild) garantieren.
Erklären sie doch bitte mal einem Arbeiter der tagtäglich 10 - 12 Stunden Malochen muss um seine Familie zu ernähren, das es wirtschaftlich notwendig ist Griechenland Milliarden Euro als Hilfsleistung zu gewähren, wenn in der Presse steht das dieses Land schon beim Eintritt in die EU mit falschen angaben die Aufnahme erschlichen hat. Auf Seite 3 liest er dann das wiedermal eine Steuererhöhung geplant ist und der Benzinpreis die 1,60 € Marke durchbrochen hat. Dieser Mann wird niemals so ein Freies Europa als Staatenbund wählen.

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Tetsuji Murase
Tetsuji Murase (Murase) - 13.08.2012 03:55 Uhr

Ein wesentliches Missverstaendnis

Im Artikel gibt es ein wesentliches Missverstaendnis:... "dass Währungsunionen (wenn überhaupt) nur dort funktionieren (in der Schweiz oder den Vereinigten Staaten von Amerika), wo es keinen fiskalischen Haftungsautomatismus gibt und dezentrale Entscheidungen der Fiskalverfassung über Einnahmen und Ausgaben vorgesehen sind."
In VS von Amerika durch Bundessteur werden die wirtschaftlichen Unterschiede unter Bundesstaaten teilweise ausgeglichen. Es gibt mit dem Bundessteurmechanisumus eine zentralisierte Fiskalverfassung in den beiden Beispielstaaten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 11:04 Uhr
Horst Müller

Ein wesentliches Mißverständnis Ihrerseits. Herr Hank hat natürlich Recht.

Die von Ihnen genannte Bundessteuer ist sehr unterschiedlich und es gilt "don't mess with Texas". D.h. es gibt durchaus Armenhäuser, wie Kenntucky, die vom Bund auch als Abhängige betrachtet werden und dem Wohlfahrtsapparaten Arbeit geben und es gibt sehr anders gelagerte Fälle. Der Spruch aus Texas beschreibt sehr genau, dass es sich um Abhängigkeit und Freiheit dreht. Das Gegenteil von Bevormundung und Unselbständigkeit - was dem Zentralstaat wohl in die Hand zu spielen scheint.

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Diese journalistische Glanztat von Rainer Hank verdient Applaus!

Doch das Merkwürdige dabei: in anderen deutschen Blättern (von den AV-Medien gar nicht zu reden) sucht man Analysen dieser Qualität vergebens. Stattdessen wird überall die Regierungslinie propagandistisch untermalt. Mit einem Artikel, den man in jeder besseren deutschen Zeitung zu finden erwartet, macht sich Herr Hank in Wirklichkeit zum Außenseiter. Doch der Außenseiterstatus gereicht ihm zur Ehre. Und wenn er schon die Ehre der gesamten Zunft der Wirtschaftsjournalisten nicht retten kann, so bewahrt Herr Hank wenigstens das Ansehen der eigenen Zeitung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 11:50 Uhr
Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 13.08.2012 11:50 Uhr

Ihr Beitrag ist leider weniger gigantisch, Herr König

"jetzt brauchen wir - Hank sei Dank - über diese vielen anderen Einflüsse, Faktoren, Parameter, usw. nicht weiter nachdenken."

Das sit blanker Unsinn, Herr König - und das wissen Sie auch! Jeder Artikel und Kommentar enthält Zuspitzungen, und gerade diese sind wichtige Grundlage für weitere vertiefende Diskussionen. Herr Hank hat einen Beitrag von vorzüglichem Niveau vorgelegt, der es wert ist, auf einer anspruchsvollen Ebene diskutiert zu werden. Sachlich können Sie Hank nicht widerlegen, folglich ziehen Sie sich - wie viele Euro- und Eurokratie-Apostel - auf beleidigte Phrasen und Stereotypen zurück. Ab "Das ist eine intellektuelle Meisterleistung" vermag ich ausschließlich solche zu erkennen. Ganz schwach, Herr König!

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Eiko Behrens
Eiko Behrens (libera) - 12.08.2012 23:36 Uhr

Großartig!

Dieser fundierte Beitrag ist die mit Abstand intelligenteste Analyse, die ich bisher zu Gegenwart & Perspektive der EU gelesen habe. Rainer Hank spricht mir einmal mehr aus der Seele.

Vielen Dank dafür!

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Thorben  Meier

Ein Satz, Balsam für die Seele: "Die Schärfung der Nationalstaaten könnte Europa retten"

Herr Hank, vielen Dank für diesen Beitrag! Er sollte zur Pflichtlektüre für alle EUro-Romantiker werden, die jeden Tag von "mehr Europa" und "wir müssen Souveränität abgeben" reden. Hank gelingt es wunderbar, das immer gleiche Gerede der EU- Zentralstaatsverfechter Schäuble, Gabriel, Juncker, Trittin usw. als das zu entlarven, was es ist: Purer, haarsträubender Unsinn!
Europas Stärke sind seine unterschiedlichen Nationen, seine Vielfalt und die emotionale Bindung der Bürger an ihre jeweiligen Länder. Insofern ist der Satz von Hank "Die Schärfung der Nationalstaaten könnte Europa retten" eine wahre Wohltat für die Seele. Ich möchte, auch langfristig, keine "Vereinigten Staaten von Europa"! Stattdessen wünsche ich mir ein Deutschland, das sich mit seinen Nachbarn und Partnern in bestimmten Bereichen über eine flexible Union vernetzt und die jeweiligen Stärken bündelt. Aber ich möchte nicht, dass Deutschland, Spanien oder Finnland in einem EU- Supermoloch zur Unkenntlichkeit verkommen.

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Klaus Brinker

"Europa lebt im Ausnahmezustand."

Wohl war, Herr Hank. Ergänzend noch Folgendes zu den Machtverhältnissen in der EU.

Der bisher einzige deutsche Kommissionspräsident war Hallstein (1958 - 1966; liegt “nur” ½ Jh. zurück).
Frankreich hatte 4-mal den Kommissions-Vorsitz; Italien, Luxemburg u. Portugal je 2-mal. Seit 1999 sind nur noch ClubMed-Leute (Prodi/Barroso) am Ruder.
Unter den 7 Vize-Präsidenten der EU-Kommission ist kein deutscher Vertreter zu finden.
Die bisherigen EZB-Präsidenten heißen Duisenberg (NL), Trichet (FR) und Draghi (IT).
Im EZB-Rat haben Mikro-BIP-Zwergstaaten wie Malta und Zypern jeweils genau so viel zu sagen wie Deutschland.
Im EZB-Vorstand werden die Interessen von DE laufend durch den Finanzjongleur Asmussen verraten.
Der EU-Ratspräsident (van Rompuy) ist Belgier.
Der Eurogruppenchef (Juncker) ist Luxemburger.

Fazit: DE hat in der EU so gut wie nichts zu sagen. Dank unserer “Freunde” haben wir jetzt
eine billionenschwere zusätzliche Staatsverschuldung - ohne irgendwelchen Nutzen.

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Winfried Böhme

„Volk und Führung“ - Zwei unterschiedliche Visionen von Europa:

Unsere gegenwärtigen Politiker haben, wie fast alle Herrscher, eine Vision der Macht, sie haben einen europäischen Supermachttraum und benötigen zu seiner Verwirklichung ein totalitär vereinheitlichtes Europa; ein Europa des „im Gleichschritt marsch“: Was nicht passen will, soll nun passend gemacht werden, notfalls auch durch Zwang, Kontrolle und wechselseitige Erpressung.

Wir Bürger haben statt dessen eine Vision der Freiheit, wir wollen ein Europa der zwanglosen Vielfalt und Vielfältigkeit, ein Europa der freiwilligen Kooperation, ein Europa der unterschiedlichen nationalen Identitäten, Individualitäten und Mentalitäten, ein Europa, das Unterschiede toleriert, akzeptiert und kultiviert, mit anderen Worten: Ein Europa der nationalen Selbstbestimmung und Selbstverantwortung.

Was folgt daraus? Wir müssen als Wähler unsere Demokratie u. unseren Staat nun endlich verteidigen, unsere Politiker und Parteien entmachten u. unserer freiheitlichen Vision von Europa wieder Geltung verschaffen.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 12.08.2012 21:52 Uhr

Europa als Großfrankreich

Kleindeutschland schweigt, aber was meint Großengland darüber?

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Rolf Eckmiller

Aufklärung: Freies Europa als Staatenbund oder Sozialistisches Europa mit Zentralregierung?

Weshalb repräsentiert Rainer Hank, dessen Analyse ich zustimme, in der Medienlandschaft ähnlich wie Frank Schäffler (FDP, MdB) oder Klaus- Peter Willsch (CDU, MdB) im Bundestag
eine Meinungs-Minderheit in Deutschland?
Es muß dringend Aufklärungsarbeit in Deutschland betrieben werden:

1-Deutschland muß sich aus seiner besonders von älteren Meinungseliten (u.a.: Hans-Dietrich Genscher, Jürgen Habermas, Helmut Schmidt) als angebliches Vermächtnis vor-lamentierte und von diversen jüngeren Gelegenheitsdenkern (u.a.: Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin) nach-geplapperte Sonderrolle einerseits als Schuldner/Büßer und andererseits als Retter und Mustereuropäer befreien und auf Augenhöhe seine Interessen mit den nationalen Interessen der Partnerstaaten abgleichen.

2-Die Bevölkerung muß sich erheblich mehr Basis-Wissen über die Interessenverflechtungen von Staat, Finanzwirtschaft und EZB aneignen.

Sobald die Bevölkerung klar sieht, wählt sie ein Freies Europa als Staatenbund!

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Udo Hickmann

Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet,

schrieb der "Kronjurist des Dritten Reichs", Carl Schmitt schon 1922.

Der Ausnahmezustand berechtigt den Souverän dann zur Rechtsverletzung: "Im Normalfall braucht man die Rechtsnormen nicht zu verletzen, um die Verwirklichung dieser Normen zu sichern, aber weil dieser Normalfall, bei einer realistischen Betrachtung der menschlichen Angelegenheiten, nicht auf alle Ewigkeiten abgesichert ist, muß man immer mit der Möglichkeit rechnen, daß die Rechts- und die Rechtsverwirklichungsnormen sich trennen werden, daß man also gegen die Rechtsnormen verstoßen muß, um die Möglichkeit eines rechtlichen Zusammenlebens zu garantieren."

Wer hat eigentlich entschieden, dass wir uns im Ausnahmezustand befinden?

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Peter Blickensdörfer

Nicht unpopulär - aber naiv!

"Regeln für den Ausnahmezustand" verhinderten, das "wieder ein zwanghafter, mit Erpressung durchgesetzter und zugleich unkontrollierbarer Rettungsmechanismus in Gang gesetzt würde"? Wer setzt (ohne Zentrale) diese Regeln durch? Wer sind das, die sich "zwingend" solche Regeln geben müssten? Eine "Restitution der alten Ordnung einer liberalen Werte- und Wettbewerbsgemeinschaft" sicher wohl auch deshalb nicht, weil diese "alte Ordnung" Ursache dieses "Ausnahmezustandes" ist und Verhinderer solcher Regeln. Und wer soll demokratisch legitimiert Regeln machen, die , also diese Regeln, dann "Vorgaben" machen, an die sich "Staaten" zu halten hätten und die von wem dann auch durchgesetzt werden? Es ist naiv zu glauben, es müsse nicht durchgesetzt werden, weil "zwingend vorgeschrieben".
Es ist Wunschglaube, diese Konflikte wären beherrschbar (gewesen), wenn eine Vorschrift(?) die Konfliktpartner zwingt (gezwungen hätte), ihren Konflikt untereinander selbst zu lösen.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 12.08.2012 20:30 Uhr

Es geht um die "Rettung" der sozialistischen Republik Europa - gegen den Willen der

Bevölkerung. Den Euro muss man nicht retten, wenn die No-Bailout Klauseln erhalten geblieben wären. Er ist einfach nur eine Währung und die kann nur funktionieren, wenn nicht nach Lust und Laune der Politiker und zur Rettung überschuldeter, schlecht arbeitender Staatsbürokratien Geld gedruckt wird, was durch Inflation (wenn auch verzögert) zu massiver Enteignung aller nicht beim Staat beschäftigten führt. Ist aber ganz im Sinne der Sozialisten - schliesslich wollen wir doch alle einen Sozialstaat und bloss keinen Privatbesitz, oder ?? Wir brauchen Demos in Brüssel u. Berlin und die Gründung einer neuen liberalen Partei, die den Namen verdient.

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Jahrgang 1953, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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