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Schuldenkrise Barroso schlägt Euro-Anleihen vor

 ·  Der Präsident der Europäischen Kommission hat sein Konzept für gemeinschaftliche Staatsanleihen präsentiert. Um sie zu ermöglichen, will die Kommission die Wirtschaftsaufsicht in der Union verschärfen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (17)

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RENE PAUL ROZEK

die Eurobonds kommen - ganz sicher

Man macht einen neuen Vertrag à la Maastricht. Wir erinnern uns an den Inhalt. Dann wird der neue Vertrag genau so gebrochen, wie der von Maastricht - nachdem die Eurobonds da sind.

Als kleiner Junge habe ich mehrere Jahre unseren alten Herd angeheizt. Dazu habe ich immer Zettel aus Papier benutzt, auf denen Zahlen mit vielen Nullen standen. Einen davon trage ich seit mehr als 50 Jahren in meiner Brieftasche bei mir. Das haben offensichtlich schon zu viele vergessen. Das Ende ist eindeutig und unvermeidlich.

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otto kaldrack

eurobonds

leider wird es so kommen, CDU und inzwischen auch FDP werden sich den sozialisten anpassen und den bonds zustimmen. das bedeutet wie in "D" im kleinen bei hartz 4, die fleißigen werden die faulen, die dann immer mehr werden, finanzieren. eine ganz tolle neue welt, die immer weitere kreise zieht, und erst mit dem totalen zusammen- bruch enden wird. was glauben die geistig verarmten politiker denn, wie immer weniger arbeitende - durch überalterung und verblödung immer mehr jugendlicher - das schultern könnten. aber sozialisten schaffen das, wie herr gabriel gerade gestern mit großer pathetic im bundestag glaubhaft machte, im gleichklang mit schuldenabbau, wie sie das im bund und land und stadt bisher in ganz überragender weise schon immer geschafft haben. nur deshalb ist der deutsche schuldenstand ja so lächerlich gering, ha,ha,ha

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Jörg Weisenburger

Mr. Barroso, stop here, it is enough!

Offenbar mangelt es Herrn Baroso massiv an politischer Weitsichtigkeit, denn die Einführung von Euro-Bonds oder doch jetzt besser "Stabilitätsanleihen" genannt wäre als verstaatlichte Vergemeinschaftung der Schulden und damit auch des Vermögens vergleichbar mit der Einführung des Kommunismus in Europa. Wie dreist muss diese politische Elite in der Kommission sein, um anzunehmen, der Begriff der "Stabilitätsanleihen" lasse sich beim Kleinbürger besser verkaufen als die unbeliebten Euro-Bonds. Wie ungeschickt kann man nur sein, indem man mit den stabilsten Ländern in Europa auf Konfrontationskurs geht. Man würde sich wünschen, wenn Herr Barroso vor seiner Haustür kehrt und die längst überfälligen Reformen in Europa angeht. Aber das ist wohl ein weiteres Indiz dafür, dass man diese existentielle Krise auf Ebene der EU nicht lösen kann, daher rettet man sich offensichtlich von einem Tag zum anderen.

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Alina Bergmeier

Euro-Bonds wären der finale Super-GAU

Eine gemeinschaftliche Haftung ist für den Gläubiger angenehm, denn er kann seine Zahlungsforderung an denjenigen der theoretischen Schuldner richten, der solvent ist, seine Forderung also befriedigen wird. Dieser Zahlemann darf anschließend bei den Pleite-Mitschuldner um deren Anteil bitten, welche in dem Falle völlig unbekümmert auf ihre leeren Kassen verweisen werden.
Und welcher Schuldner wird dies wohl sein?

Leider ist zu befürchten, dass Merkel auch dieses Mal wieder umfallen wird, wie so viele Male zuvor. Zunächst hieß es, es gebe keine Übernahme der Schulden von Fremdstaaten, dann sollte die Schuldenhaftung zeitlich begrenzt sein. Inzwischen haften wir unbegrenzt, die EZB druckt ungeniert, die Bundesbank musste über Target-Kredite bereits eine halbe Billion Euro verschenken.

Es gibt offenbar keine Schamgrenze – weder beim Schmarotzertum, noch bei der Insolvenzverschleppung zu Lasten einiger weniger Nettozahler und insbes. Deutschlands.

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Peter Ries

Quatsch mit Barroso

Die eigentliche Frage ist, wie viel Schulden kann ein Staat machen. Antwort: Genau so viel, wie man "glaubt", dass er auch zurückzahlen kann. Ohne diesen "Glauben" gibt es auch kein Geld. Oder würden Sie als Verwalter eines Pensions-Fonds im Moment in Staatsanleihen investieren?

Der "Glaube" ist aber weg. Der ist nicht wegen der Deutschen weg. Die wissen, dass der deutsche Esel nicht ausreicht, wenn die Rindviecher in die andere Richtung ziehen.
Die andere Richtung ist das Fehlen von glaubwürdigen Sparplänen und Spartaten.

Der Glaube kommt auch nicht wieder, wenn eine demokratisch nicht legitimierte Bürokratie könne krieselnde nationale Haushalte prüfen und verhindern will. Da wird ja der Bock zum Gärtner.

Und man stelle sich vor, Präsident Obama würde den Haushaltsplan des Staates Californien untersagen. Oder Angela Merkel den des Saarlandes. Oder Madrid den von Katalanien.

Die Ami´s sind ein schönes Beispiel. Ist kein Geld da, dann schließen die Behörden. Es lebe der €

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Rolf-Dirk Maehler

Und wie darf man die Qualifikation der EU-Kommission beschreiben?

Alles was der Herr Barroso beschreibt können die Mitgliedsländer doch zunächst alleine schaffen oder erfüllen - und danach könnte man weitersehen. Faule Versprechungen haben wir doch schon reichlich erhalten. Ohne Druck geht da garnichts und den können nur die Märkte schaffen. Und wer soll denn die Wirtschaftsaufsicht in der Union ausüben? Aber bitte nicht die Kommission. Tatsache ist und bleibt nun einmal, daß die Schuldenstaaten massiv über ihre Verhältnisse gelebt haben und das, obwohl sie auch noch erhebliche "Strukturhilfen" erhalten hatten. Und wenn uns nun jemand Glauben machen will, daß die Regierungen der Schuldenstaaten nun ihren Wähler Sparsamkeit in der Form vermitteln können, daß der Lebensstandard auf das Maß zurückgenommen wird, das man erwirtschaftet, der glaubt vermutlich auch an den Weihnachtsmann. Da schaue man doch mal nach Griechenland, Italien und vermutlich bald nach Frankreich. Leider ist Deutschland nur geringfügig besser.

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Michael Radloff

Barroso tut seinen Job - wie er ihn versteht

und daß Herr Barroso nicht von deutschen Interessen geleitet wird, ist anzunehmen. Ich sehe kein Menetekel darin, daß Deutschland sich zu 1,99% nicht 6 Mrd leihen konnte. Aber Merkel und die Koalition sollten die Tatsache fest im Blick behalten, daß wir 2315 Milliarden Schulden haben und daß auch für uns der "normale Zins eher 5% als 2% betragen wird. Ohne Eurobonds. 2% auf 10 Jahre ähneln ohnehin einer Enteignung, wenn man in D Zinsabschlagssteuer bezahlt.

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Edda Kuhlmann

Leichtfuessig tanzt der Elefant im Porzellanladen

Wie sehr die Aussicht auf Eurobonds die "hochnervoesen Finanzmaerkte" beruhigen wird laesst sich jetzt schon aus der zunehmenden Flucht der Anleger aus dem Europaraum und der katastrophalen Auktion der Bundesanleihen wunderbar ablesen. Offensichtlich ist weder Herrn Barroso noch anderen Vollblutpolitikern klar, welches Porzellan hier zerschlagen wird, und wie lange es dauern wird, das Vertrauen der Anleger wieder herzustellen.

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Astrid Erbenschneider

Versailles lässt grüssen!

Zunächst: ich bin für ein geeintes Europa! Weil ich vor dem 2. Weltkrieg geboren bin. Und ich bin überzeugt, dass die Menschen in den europäischen Staaten vernünftiger sind als ihre Staatsrepräsentanten.
Was aber jetzt von den Euro-Ignoranten des letzten Jahrzehnts (Juncker, Barroso, van Rompoy, Rehn etc., aber auch Schröder, Eichel) für ein Kesseltreiben gegen die Kanzlerin Merkel i.S. Eurobonds getrieben wird, ist nicht nur ein höchst unanständiges sondern gefährliches Verhalten. Gerade jetzt vor dem Hintergrund des Versagens deutscher Verfassungsschützer. Und die deutschen Sozialdemokraten sollten sich im Blick auf ihre Geschichte schämen, sich an diesen Demontageversuchen zu beteiligen, statt ihr im nationalen Interesse den Rücken zu stärken. Was hier von Deutschland verlangt wird – für die Schulden aller anderen zu zahlen - läuft im Ergebnis auf „Reparationszahlungen“ hinaus.Das würde Deutschland und Europa zerreißen. Staatsmänner Europas:Wiederholt nicht den Fehler vom 28.06.1919

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.11.2011 17:55 Uhr
Gerhard Both
Gerhard Both (g.both) - 23.11.2011 17:55 Uhr

Verspätete Reparationszahlungen, diesen Gedanken hatte ich auch, aber

man wagt ja garnicht daran zu denken - oder das Wort gar auszusprechen. Denn damit würde der ganze europäische Einigungsprozess der letzten Jahrzehnte in Frage gestellt. Zu Recht? Diese Frage sollten sich Barroso und alle diejenigen mal stellen, die eine Vergemeinschaftung der Schulden insbesondere zu Lasten der Deutschen anstreben.

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Gerhard Both
Gerhard Both (g.both) - 23.11.2011 16:06 Uhr

Dieser Barroso geht mir langsam auf den Keks!

Wie dumm und dreist muss man eigentlich sein, um immer wieder die gleichen Vorschläge, nur unter anderem Namen, zu machen. Da können wird nur inständig hoffen, dass Merkel sich nicht doch noch erweichen lässt und eine "eiserne Lady" bleibt.

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Hartmut Jacques

Barrosos Vorschlag

Er geht klar in die Richtung eines Zentralstaates. Die Kommission ist dringend an die Zügel zu nehmen. Es ist doch so einfach: Die Staatshaushalte werden von den Staaten erstellt, verabschiedet und verantwortet. Daras entstehende Folgen haben ergo auch die jeweiligen Staaten - und nur diese - zu tragen. Wenn sie sich nicht mehr verschulden können, weil niemand ihnen mehr Mittel geben will oder kann, dann wissen sie, dass der Bogen überspannt worden ist. Das ist das einzige Mittel, sie wieder zur Vernunft zu bringen. Das hat nichts damit zu tun, dass der eine oder andere Staat Mittel bereit stellt. Das heutige Gezänk ist ebenso überflüssig wie schädlich. Jeder wirkliche Anleger weiß - und wusste das auch schon immer - dass auch Staatsanleihen durchaus gefährdet sein können. Also müssen sie Folgen ihres Tuns auch tragen und die Verantwortung dafür übernehmen.

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Closed via SSO
Thomas Meyer (meyertom) - 23.11.2011 15:43 Uhr

Was wollen Sie noch alles Herr Barroso?

Fakt ist, dass bereits bei Nichteinhalten der Maastricht-Kriterien Sanktionen drohten. Sie wurden in der Vergangenheit nie ausgesprochen, weil angeblich nicht durchsetzbar. Wieso gab es denn die Sanktionen überhaupt? Auch in Zukunft nicht dies nicht anders gehandhabt werden. Eurobonds sind eine weitere Gaunerei des eitlen Portugiesen. Der Graben zwischen den Nationalstaaten wird immer tiefer, der Ton immer gehässiger und das Ende der EU rückt immer näher….. Der Mann geht uns allen auf den Wecker.

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Gustav Adolf Pourroy

Barroso schlägt EURO-Anleihen vor

Gemeinschaftliche Schulden sind nur dann möglich, wenn jeder EURO-Staat sich mit seinen Haushaltsregeln sich von EUROPA aus kontrollieren und regieren lässt. Das ist NOCH kein Recht in EUROPA.
Wir haben in EUROPA im Gegensatz zu anderen Ländern ein DREI-stufiges Bankensystem: EZB, Zentral-Banken der Staaten, Geschäfts-Banken. Nur die Zentral-Bank des Staates kann in den Haushalt irgendwie eingreifen. Verschuldung bei der EZB ist daher wie Verschuldung bei einem dritten Land, wie wenn ein Staat sich bei China verschuldet. . Da wollen die Chinesen Sicherheiten haben.
Eurobonds wären ideal, WENN der Staat dafür Sicherheiten gibt. Nicht etwa das schon mehrfach abgetretene Gold (wie Kauder vermutet) sondern Z.B. Abtretung der AUTOSTRADAS Italiens an eine Treuhandstelle, die der EZB eine Garantie, ein Collateral, ausstellt. Soo kann der EURO-Bond möglich werden.
Das würde auch dazu führen, dass die EURO-Staaten ihre gebunkerten produktiven Aktiva aus der Kameralistik herausnehmen.

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wolf haupricht

Barroso "glänzt" mit immer mehr Versuchen....

einen Weg zu finden. Aber er will nur an den Symptomen kurieren und nicht an den Ursachen.
Jetzt redet er ungeniert von einer Schuldenaufteilung, als ob damit die Probleme gelöst werden könnten. Ich hätte gerne von ihm gehört, wie die Staatsverschuldungen verringert werden sollen, was auch der IWF fordert. Dieser Mann ist unfähig und sollte schnellstens entsorgt werden, ehe er mehr Unheil anrichtet, was andere bezahlen müssten.

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Gerhard Rohlfs

Hiesige Politkaste wird zustimmen: Wir sollten uns auf den Tag danach vorbereiten

Da geht noch was: Privatvermögen deutscher Haushalte 6.600 Mrd. Euro (lt. DIW 2007), deutsches reinvermögen ca. 10.000 Mrd. Euro (lt. BuBa), da ist noch was zum Verfeuern da.
Und die Politkaste wird zustimmen, so wie 85 % der MdB's dem EFSF zugestimmt haben.
.
So wie es aussieht, wird der erwartete "Knall" (Altbankier Ludwig Poullain) wohl kommen, in maximal zwei Jahren, "dann ist Schluss" gem. Prof. Starbatty.
Man kann jetzt nur noch zusehen, dass man sein Erspartes in Sicherheit bringt und sich auf die Zeit nach der Katastrophe einstellt.
Der Zentralstaat fällt dann für eine Weile aus. Zu pessimistisch? Nein, realistisch.

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Wolfgang Weinmann

Herr Barroso, Sie können Ihre Euroanleihen behalten - die will niemand

Heute bekam Deutschland!!! seine Anleihen nicht komplett los - Herr Barroso, behalten Sie Ihre Euro-Bond-Anleihen. Da ist ein Ato ja bald eine vernünftigere Anschaffung. Und das will was heißen.

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