Home
http://www.faz.net/-gqe-75dyv
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Schleppender Bürokratieabbau Die Quittung

Der Eifer der Bundesregierung im ewigen Kampf gegen den Bürokratiemoloch hat schon in den vergangenen Jahren beträchtlich nachgelassen. Dass in diesem Jahr unter dem Strich die Belastungen erstmals wieder gestiegen sind, ist ein schlechtes Zeichen.

Die Bundesregierung hat beim Abbau der Bürokratiekosten für Betriebe und Bürger viel erreicht. Kosten in jährlich zweistelliger Milliardenhöhe wurden seit 2007 eingespart.

Andreas Mihm Folgen:  

Hätten die Länder die Verkürzung der Aufbewahrungsfristen von Quittungen und Rechnungen auf zunächst acht statt zehn Jahren nicht unlängst im Vermittlungsausschuss verhindert, wäre das Ziel sogar eingehalten worden, den Aufwand, verglichen mit 2007, um ein Viertel zu senken.

Ein Zeichen für schlechte Verwaltungspraxis

Dass die Länder sich dem verweigert haben, ist nicht verständlich. Es ist eher ein Zeichen für schlechte Verwaltungspraxis, wenn Steuerprüfer noch zehn Jahre im Nachhinein Belege kontrollieren wollen. Aber es wäre falsch, den Ländern allein die Schuld an der Misere zuzuschreiben. Der Eifer der Bundesregierung im ewigen Kampf gegen den auch von ihr immer wieder genährten Bürokratiemoloch hat schon in den vergangenen Jahren beträchtlich nachgelassen, trotz aller Mahnungen der Kanzlerin.

Dass in diesem Jahr unter dem Strich die Belastungen durch neue Bürokratie erstmals wieder gestiegen sind, ist ein schlechtes Zeichen. Die Regierung sollte es als Ansporn nehmen, beim Bürokratieabbau eine Schippe draufzulegen.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 29.12.2012, 13:54 Uhr

Geld rettet Japan nicht

Von Carsten Germis

Die japanische Zentralbank überrascht die Märkte mit einer noch weiteren Öffnung der geldpolitischen Schleusen. Doch das rettet das Land nicht. Mehr 2 6

Umfrage

Sparen Sie angesichts der niedrigen Zinsen noch?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutschland sticht in See

Das „Traumschiff“ steuert in die Insolvenz: Es erwirtschaftet schlicht zu wenig Geld – obwohl das Interesse an Kreuzfahrten so groß ist wie nie zuvor, wie unsere Grafik des Tages zeigt. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden