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Schlecker-Transfergesellschaft gescheitert FDP wehrt sich gegen Kritik der „Kaltherzigkeit“

 ·  Nach dem Scheitern der Schlecker-Transfergesellschaft prasselt auf die FDP viel Kritik ein: Von einem „ganz kalten Herz“ ist die Rede. Die Liberalen wehren sich.

Artikel Bilder (5) Lesermeinungen (96)

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 01.04.2012 11:50 Uhr

Wenn Graf Lambsdorff davon wüsste,

er würde im Grabe vor Freude Pirouetten drehen. :-)

Die FDP erhält ein ganz dickes Lob von mir.

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Karl S. Walter

Eine Bürgschaft ist eine Bürgschaft ist eine Bürgschaft. Keine Subvention.

Transfergesellschaften werden von Unternehmen gegründet, nicht vom Staat. Unternehmen kommen immer mal bei Regierungen um Bürgschaften für Zwischenfinanzierungen ein. Diesen Bürgschaften stehen realisierbare Werte gegenüber. Wo wäre die ordnungspolitische Sünde?

Bei Massenentlassungen treten tausende Arbeitskräfte schlagartig an den Markt. Die Arbeitslosenzahlen schnellen empor, Arbeitslosengeld muss fließen. Wenn stattdessen Arbeitnehmer aus Transfergesellschaften über Monate sukzessive in andere Unternehmen wechseln, ohne einen Tag arbeitslos zu sein: Was ist daran ordnungspolitisch falsch?

So wäre es ohne die offenbare FDP-3%-Not auch bei Schlecker gegangen. Bisher hielt niemand die soziale Marktwirtschaft für eine neoliberal-sadistische Veranstaltung, bei der es zwingend zu erhöhten Kosten Massenentlassene zu geben hat, die erst einmal als solche erniedrigt werden müssen, bevor man sie huldvoll weiter ausbeutet. Will uns die FDP kaltherzig und -schnäuzig dazu bekehren?

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Rolfrüdiger Traub

FDP wehrt sich gegen Kritik der "Kaltherzigkeit"

Zitieren wir ausnahmsweise einmal E.H. leicht verändert:
"Den Liberalismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf"
Die genannten Tiere benötigen wir nicht, es reichen die Wähler. Wir stürzen die FDP in den Abgrund. Eine Partei der Egoisten,die der sog. Ordnungspolitik (was ist das eigentlich?) immer eine Absage erteilt, wenn es um ihre eigenen Klientel geht, benötigt die überwältigende Mehrheit der Staatsbürger mitnichten. Ade, FDP!

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wolf haupricht

Wo bleibt die Eigeninitiative...?

Es ist Mode geworden, sofort nach dem Staat zu rufen, wenn Firmen schlecht gewirtschaftet haben und Entlassungen oder Schließung drohen. Schuld daran sind Politiker, die den Betroffenen einreden, der Staat könne das richten und Geld (der Steuerzahler!) für die Weiterbeschäftigung zuschiessen für eine Kette, die von den Medien und Mitarbeitern an den Pranger gestellt wurde und dadurch pleite ging.
Warum hat man, wenn die Politik meint zuständig sein zu müssen, so lange zugewartet, bis es zu dem erwarteten Knall kam?
In ländlichen Gebieten wäre es durchaus möglich, dass Mitarbeiter die Chance einer Weiterführung von Geschäften mit Hilfe der Gemeinde und der BA genutzt hätten.
Somit wären 2 Probleme auf einmal gelöst worden.
Einfache Lösungen oder Eigeninitiativen sind heute wohl nicht mehr gefragt, weil der Staat wie Beck und Co. sich ständig einmischen, obwohl sie keine Zuständigkeit haben.
Hier muss um gedacht werden und die Politik die rote Karte erhalten.

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 31.03.2012 09:52 Uhr

Und nicht vergessen

Nicht vergessen ist - zumindest für mich - auch das Steuergeschenk an die Hoteliers, welches die FDP vor Jahren schon durchgedrückt hat. Sinnlos, teuer, ungerecht. Die FDP ist definitiv unwählbar geworden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 14:35 Uhr
Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 31.03.2012 14:35 Uhr

Information Steuergeschenke

Gibts auch in Frankreich ohne FDP um die beschäftigungsintensiven Hotel u. Gaststättenbetribe zu unterstützen. Selbstverständlich war auch die FDP an der Absenkung nach der Bundestagswahl beteiligt. Sie sollten sich aber trotz allem auch einmal etwas informieren bevor Sie sich (was natürlich ihr Recht ist) am Bashing beteiligen. Vor der Bundestagswahl waren sich alle im Bundestag vertretenen Parteien einig, dass die MwSt für Hotels gesenkt werden soll (u.a. PDS, Grüne).
Übrigens gibts nicht nur grosse Hotels sondern überwiegend kleine und mittlere Betriebe. Die Besitzer dort sind sicher keine Millionäre.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 31.03.2012 09:48 Uhr

Erst werden Firmen und Unternehmer von unseren Gutmenschen ruiniert und dann

wollte man auch noch Steuerzahlergeld hinterher schmeissen. Die Schlecker-Eigentümer haben durch den Konkurs, der zu einem grossen Teil durch Zwang zu zu hohen Löhnen, Bürokratie etc. von Medien und Politik erzeugt wurde, schon ihr Kapital verloren - jetzt wollte man solidarisch auch auf unsere Kosten 11.000 überflüssige Jobs aufrechterhalten. Und dann ist die einzige Stimme der Vernunft natürlich "kaltherzig" etc...

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günther reichert

Nebenbei bemerkt:"Unordnungspolitische Vorstellungen" auch in Parteien.

Das Modell "FDP"dürfte unter d ordnungspolitischen Idealvorstellungen der FDP selbst obsolet geworden sein.Es fehlt einfach d Nachfrage durch d Bevölkerung.Merkwürdigerweise schleppt sich die FDP trotz politischer Talente(na ja gut in Rhethorik ,dass man meint,sie können nur Lehrbuchwissen,gut vortragen und die Programmatik wäre schon Wirklichkeit )seit Jahren dahin.Die Auffanggesellschaft für die FDP könnte dabei als CDU identifiziert werden.Wenn es hier nach ordnungspolitischen Vorstellungen allein ginge,müßte doch die FDP selbst erkennen,dass das Modell,so wie es sich bietet,gescheitert ist.Westerwelle war einst der größte Arbeitsbeschaffer für die FDP-ler gewesen.Warum sollte man frei nach Schumpeter dieses FDP-Modell nicht rasch untergehen lassen,wenn keine Nachfrage mehr da ist.Wohl bemerkt,dass alle andere Parteien,die ihre Nachfrage steigern konnten,von einer Verdrossenheit d Bürger profitieren.Der 4-Jahreswahlhandel wirkt wie der Hochfrequenzhandel an der Börse:"Zerstörerisch"

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Jack Murphy

Transfergesellschaft wäre Betrug am Steuerbürger gewesen

Bei allen demagogischen Parolen unter Solidaritäts-Tränen der Beck's und Co findet sich nicht eine Zeitung, die einmal hinter die Theaterkulisse schaut. Was wäre denn für die Schlecker-Frauen anders mit der Transfergesellschaft? - Eigentlich nur eine Schlechterstellung durch erzwungenen Verzicht auf alle AN-Rechte aus Insolvenz gegen Schlecker. Profitiert hätte nur eine neue "Geschäftsführung" mit bizarren "Honoraren" (vgl Konkursverwalter), zusammengesetzt aus Polit- und Gewerkschaftsbonzen, finanziert aus KfW-Krediten, die am Ende der Steuerzahler zu zahlen hätte, da keine Einnahmen generiert würden. Die Restfirma Schlecker wäre befreit von allen AN-Rechten (vorrangige Bedienung aus Konkursmasse uvam.) und wäre leichter zu verscherbeln gewesen. Jetzt haben die Schlecker Frauen den besseren Deal: Sie erhalten vollen staatlichen AN-Insolvenzschutz, die wird von der BA besorgt, wofür diese auch bezahlt wird.

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Gisela Unbesorgt
Gisela Unbesorgt (giseun) - 31.03.2012 01:03 Uhr

Die FDP hat doch Recht...

Der Vorwurf der Kaltherzigkeit kann die FDP nicht treffen. Denn für Kaltherzigkeit braucht man erst einmal ein Herz.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2012 11:26 Uhr
Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 01.04.2012 11:26 Uhr

Lieber ein kaltherzig sein und einen kühlen Kopf bewahren,

als warmherzig und hitzköpfig Unsinn verzapfen. Die FDP hat genau richtig gehandelt. Der Vorwurf der Kaltherzigkeit ist das Indiz für tiefergründige Probleme, die weit in der Kultur und im Bildungssystem verankert sind: Rationale Entscheidungen werden geringgeschätzt; alles wird der Emotion ungeordnet. Und Emotionen sind ja nicht durchweg positiv. Sämtliche Shitstorms sind Ausdruck von Emotion. Wenn Schwarze durch eine Kleinstadt gejagt werden: Emotion. Ausländerfeindlichkeit ist auch nur ein Gefühl.

Das Gefühl sagt: In den Markt eingreifen und Unternehmen retten, die Vernunft spricht eigentlich dagegen. Die Empirie zeigt aber, dass sämtliche Eingriffe in den Markt in den letzten Jahren das Problem verschlimmerten. Der Strukturwandel wird verzögert, das Volk wird lethargisch.

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harm zorc
harm zorc (toughdown) - 30.03.2012 20:45 Uhr

Solidarität oder Willkür?

Ist Solidarität Hilfe des Steuerzahlers für die Arbeitsplatzerhaltung eines Privatbetriebes ? Oder ist es Hilfe der Belegschaft für die Betriebsführung und umgekehrt ? Es schien einzu-reissen, dass sich linke Parteivorsitzende kurz mal 100 Millionen aus Extratöpfen schnapp- ten, um sie den Mitarbeitern des Baukonzerns Phil.Holzmann in FFM symbolisch zu überbrin- gen. Was berechtigte Gerd Schröder eigentlich, Steuermittel zu verschenken ? Haushalte beruhen auf Gesetzesgrundlage ! War Schröder solidarisch, die SPD oder Grün ? Ich glaube eher nicht, es war damals reine Propaganda, Polit-Tamtam. Genau deshalb bin ich gegen Markteingriffe. Ist Schlecker einer zuviel, muss es der Markt richten. Entscheidet der Kunde gegen Schlecker, muss der weg ! Oder hat jemand nicht begriffen: Der Kunde hat gegen Schlecker und die Beschäftigten entschieden. Der Kunde ist das Volk. Es will nicht, dass sein Geld einer dubiosen "Rettung" dient. Sonst wäre es kaufend herbei geeilt.

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Manfred Krick

Die blindwütigen Großen - vorneweg der Beck - dachten schon, die FDP ist weg

doch dem Wähler sei Dank, sie ist noch (wieder) da. Weiter so FDP, vielleicht kann ich Dich doch wieder wählen...
Das wäre schön. Die "Großen" werden sonst vielleicht doch größenwahnsinnig. Wenn Du schwörst, nie wieder so 'n Sch.. zu machen, wie mit dem unseligen Mehrwertsteuersatz für Hotellerie-Rechnungen, kommt die Hälfte des Wahlvolks wieder zurück. Mehr brauchst Du nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 09:35 Uhr
Klaus Ermecke

"vielleicht kann ich Dich doch wieder wählen"

Tja, nach der Vernichtung von Deutschlands finanzieller Basis durch "Rettungspläne" und die Vernichtung unserer Energiewirtschaft, Strompreisen viermal so hoch wie in Texas, dem Angriff auf die Realschule. Was noch? Ach ja, Westerwelle, der mit deutschem Steuergeld in Indien Klimaschutzaktivisten ausbilden läßt. Von der hasenfüßigen Flucht der deutschen Botschaft in Tokyo nach dem Fukushima-Unfall ganz abgesehen.
"Mehr Netto vom Brutto" - ja, darauf haben wir alle gewartet.

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Hartmut Jacques

FDP Schlingert

Die Entscheidung von Zeil, den Unfug nicht mitzumachen, war richtig. Das Verhalten der FDP in Sachen Rettungsschirme ist in der Tat kaum damit zusammen zu bringen.
Die No-bail-out-Klausel war und ist völlig berechtigt und logisch. Davon abzugehen, war ein fundamentaler Fehler.
Die Zahlungen an GR dienten keineswegs dem Land GR, sie dienten dem Gläubigerschutz. Damit wurde allerdings ein Tor für diese Gläubiger geöffnet, das kaum mehr zu schließen sein wird. Die Gläubiger können nunmehr darauf vertrauen, dass sie ihre Gelder weiterhin recht frei vergeben können. Für die Staaten bietet es die Möglichkeit, die weitere Verschuldung voranzutreiben. Da hilft auch eine "Schuldenbremse" nicht. Wer nur etwas von Bilanzen versteht, weiß, wie man solche Klauseln umgeht. Im übrigen kann man ja mal versuchen, sich einen dezidierten Haushaltsbericht der BRD zu beschaffen. 1. Nicht leicht, und 2. a la Hausfrau. Der Posten "Sonstiges" stellt diesen umfassend dar.

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Jens Wulfmeier

Verweigerung der FDP ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn

Die FDP hat das Risiko für die Sozialgemeinschaft erhöht! Die Kosten werden ohne Transfergesellschaft sehr wahrscheinlich höher ausfallen als ohne. Die Transfergesellschaft wäre nach Aussagen des Insolvenzverwalters durch den Verkauf der nichtinsolventen Schlecker-Auslandsgesellschaften finanziert worden. Lediglich für den Ausfall hätten die Länder gebürgt. Zudem hätte die Transfergesellschaft die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Investor den Rest von Schlecker erwirbt und Tausende von Menschen weiterbeschäftigt. Eben diejenigen, die in den auch jetzt noch gewinnbringenden Filialen arbeiten. Jetzt droht das Risiko, das auch der Rest von Schlecker liquidiert werden muss und alle Beschäftigten arbeitslos werden. Mit viel höheren Folgekosten für die Sozialkassen. Dieser Insolvenzfall ist geradezu klassisch für den Sinn einer Transfergesellschaft. Sie wäre ausserdem sozialpolitisch vernünftig gewesen. Schade, dass diese Aspekte auch in der Berichterstattung zu kurz kommen.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 10:13 Uhr
Jens Wulfmeier

Eben nicht

Sehr geehrter Herr Gugro,
leider ist es so, dass "Schlecker" gar nichts mehr zahlt. Denn Schlecker ist zahlungsunfähig und deshalb im Insolvenzverfahren. Herr Schlecker ist sein Unternehmen umwiderbringbar los. Das Problem ist, dass ein zukünftiger Investor durch eine Vielzahl von Kündigungsschutzklagen "bedroht" werden wird und deshalb das hohe Risiko besteht, dass auch der funktionierende und durch Dritte übernahmefähige "Restschlecker" zerschlagen wird und mindestens 10.000 weitere Menschen arbeitslos werden. Die Allgemeinheit zahlt übrigens sowieso, ob mit oder ohne Transfergesellschaft. Mit allerdings vermutlich weniger. Natürlich könnte man für den Fall der Übernahme aus einer Insolvenz generell das Arbeitsrecht ändern und das beschriebene Risiko für den übernehmenden Investor ausschliessen. Das ist aber nicht geltendes Recht. Und bei politischen Entscheidungen muss man sich an die Wirklichkeit halten und nicht an ideologische Wunschträume.

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Jack Murphy

Politische Demagogie

Ihre Einlassungen zu Schlecker weisen bemerkenswerte Defizite auf und folgen einer heute üblichen dialektischen Demagogie: Schon ihr erster Absatz ist eine Fehlkalkulation - der Rest ein darauf basierender Trugschluss.
Die Berichterstattung verweigert leider die Realität insofern, als die Transfergesellschaft mit bizarren Honorarforderung belastet worden wäre (vgl. Insolvenzverwalter!) für Geschäftsführung (bestehend aus Partei- und Gewerkschaftsbonzen) und die AN auf alle legitimen Ansprüche gegen Schlecker hätten verzichten müssen mit dem Resultat, die insolvente Schleckergruppe hätte sich einen "schlanken Fuss" gemacht und wäre gut zu verkaufen gewesen (befreit von AN Ansprüchen), die Transfergesellschaft hätte "leider mit hohen Verlusten liquidiert" werden müssen zu Lasten des Steuerzahlers, und die Schlecker-Frauen, so weit nicht wieder in Beschäftigung, würden so lange drangsaliert, bis sie H4-reif wären. Wo - bitte schön - liegt hier der Vorteil?

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Paul Banaschak

Wahnsinn ist ihr Beitrag und jede Transfergesellschaft

zig Studien haben schon gezeigt, dass die Menschen, die eine Qualifizierungsmassnahme durchlaufen, länger arbeitslos sind, als Arbeitslose, die eine solche Massnahme nicht durchlaufen.
Transfergesellschaften sind meist Einrichtungen, mit denne sich die Gewerkschaften auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler gesundstossen.

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Peter Gugro
Peter Gugro (Gugro) - 30.03.2012 22:12 Uhr

Zustimmung wäre volkswirtschaftlicher Wahnsinn

Sinn der Transfergesellschaft bei Schlecker wäre es doch, die Kosten, die Schlecker tragen müsste auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Mit der Zustimmung zur Transfergesellschaft hätten die Mitarbeiter auf Ihre Ansprüche an Schlecker verzichtet!!!
Schlecker wäre von einigen Verpflichtungen befreit worden und die Reste wären einfacher von den Eigentümern weiterzuverkaufen.

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Christian Wolff

danke FDP !

Ordnungspolitisch wäre eine Auffanggesellschaft ein Unding. Der Staat hat in diesem Feld überhaupt nichts zu suchen. Dafür gibt´s die jeweilige Solidargemeinschaft. - Die FDP macht es absolut richtig, indem Sie die "Retter" zurückpfeift. Irgendjemand beklagte sich hier, wieso das denn mit den Banken anders lief. 1) Schlecker ist nicht systemrelevant. 2) Die Banken wurden von der großen Koalition "gerettet". Und Opel ? Auch dort wurden die Populisten von der FDP zurückgepfiffen ( Brüderle) . Ganz leise und still. Opel gibt es immer noch, auch ohne Steuergelder. Und Opel wurde nicht irgendwelchen Wunschkäufern der großen Koaltion in die Taschen gespült sondern befindet sich noch in Händen der ursprünglichen Eigner. Gut, dass wir noch eine solche klar denkende Partei in D haben. 10 % mindestens für die FDP, sonst haben hier nur noch Selbstdarsteller oder ewig-gestrige Ideologen das Sagen.

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Günter Gladis
Günter Gladis (poetnix) - 30.03.2012 18:32 Uhr

Nicht systemrelevant

Diese Arbeitnehmerinnen sind nun mal, insbesondere auf dem Land, nicht "systemrelevant"
genug, um ihnen zu helfen.
Wir retten Gierbankster, Institutionen aber nicht Menschen in EU-Ländern, geben Unternehmen
Milliarden Subventionen, die Milliarden Gewinne machen, aber die "Schlecker-Frauen"?
Da entsinnen wir uns auf die reine Lehre!
Merken diese "Reinlehrer" denn nicht, wie abartig dieser Doppelboden ist?

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Hartmut Jacques

Es ist ein Trauerspiel

Alle die Super-Kompetenten, die von Nichts eine Ahnung haben, sollten mal darüber nachdenken, was denn eine Auffanggesellschaft bringen soll. Es waren doch gerade die Medien, die sich fortwährend über die unzumutbaren Zustände bei Schlecker beschwerten, die dzu aufriefen, Schlecker zu meiden. Sie haben ihr Ziel erreicht.
Die Kunden, die bei Schlecker einkauften, werden nun eben bei anderen Unternehmen kaufen.
Was Kurt Beck und seinesgleichen fordern, ist letztlich eine Sozialisierung der Wirtschaft. Die Leute haben es immer noch nicht begriffen. In welchem Land auf dieser Erde hat dieses System seit 1919 jemals funktioniert? Es gibt keines. Der Grund ist einfach. Solange Menschen Individuen sind, werden sie zuerst immer an sich denken, danach - vielleicht - an andere. Damit ist aber die Vision von Sozialismus bereits tot. Interessant ist, dass alee, buchstäblich alle, die heute Tränen vergießen, genau so denken, nämlich zuerst einmal an sich.

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Thomas Poller

Nein zu Schlecker - DANKE FDP

Herzlichen Dank FDP.
Das richtige Wort zur richtigen Zeit am richtigen Ort!
Gegen die grassierende 'Sozial'-hysterie - der wir letzendlich die krassen Schuldenberge zu verdanken haben.

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Beat Leutwyler
Beat Leutwyler (beat126) - 30.03.2012 18:16 Uhr

Deutschland ein Entwicklungsland in Sachen Demokratie

Ich bin auch der Meinung, dass es nicht Sache des Staates ist, Pleite gegangene Firmen zu retten. Dazu gehören aber auch alle Finanzdienstleister und Energieunternehmen.

Die Entscheidung zum ESM, der ein Rettungsplan für Banken ist, werden aber genau von den Regierungsparteien vorangetrieben. Kein Wunder wird die Politik in Deutschland nicht mehr verstanden.

Deutschland gehört für mich zu den Entwicklungsländern in Sachen Demokratie innerhalb Europas. Wer dies widerlegen will, soll erklären, warum die Deutschen die einzigen sind, die noch nie über die EU oder den Euro haben Stellung nehmen können.

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Antonio della Roggia

SCheinheilig,aber immerhin zeigen sie ihr wwahres Gesicht

Mir persönlich tuen die Mitarbeiter leid, die nun ohne Job dastehen, aber wie viele haben ihre Existenzgrundlage verloren, weil sie ihr Geschäft schließen mussten, weil Schlecker ihnen die Kunden abgenommen hat.An diese Menschen hat damals auch niemand gedacht und es gab auch keine Hilfe für diese Menschen.Plötzlich besinnt sich die FDP auf ihre alten ,,Werte" zurück.Sie stehen für soziale Marktwirtschaft.Der Staat soll sich aus dem Wirtschaftsleben raushalten, sondern nur die Grundlage für einen fairen Wettbewerb schaffen.Was ist mit den ganzen Banken, die vor einigen Jahren gerettet wurden?Was ist mit dem Benzin-Oligopol?Was juckt die dies alles.War ja alles alternativlos.Man braucht nur Publicitiy.Hauptsache in den Köpfen der Menschen sein, um irgendwie wieder aus dem Tief kommen.Ihr sollten euch schämen auf den Rücken der nun gewordenen arbeitslosen Mitarbeiter zu profilieren.Aber m.E. zeigt die FDP einfach nur das wahre Gesicht sämtlicher Politker.Es wird am Volk vorbei regiert.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.03.2012 09:07 Uhr
Paul Banaschak

Herr Roggia - sie werfen vieles zusammen, was nichts miteinander zu tun hat

wie Herr Wolff bereits geschrieben hat, wurde die Bankenrettung von CDU/SPD beschlossen. Allerdings gab es dazu keine Alternative. Dass anschliessend versäumt wurde, entsprechende Gesetze zu ändern, um die Banken besser zu beaufsichtigen, ist wiederum vor allem der CDU/SPD geschuldet. Und die Grünen spucken ebenfalls immer nur grosse Töne. An der Regierung tragen sie dann jeden Unsinn mit, wie wir bei der Staatsschuldenkrise sehen. Hier tragen sie es sogar als Opposition mit - nein sie fordern sogar noch grösseren Unsinn. Darin unterscheiden sie sich kein bisschen von der SPD.
Das Benzin-Oligopol: Erstaunlicher weise, sehen wir gerade auf Oligopolmärkten, dass der Wettbewerb dort am Besten funktioniert. Schauen sie sich mal den Lebensmittelmarkt an. Deutschland hat die niedrigsten Lebensmittelpreise in ganz Europa - auf einem Oligopolmarkt.
Das ist auch beim Benzinmarkt so. Es bildet sich ei Einheitspreis oder auch Gleichgewichtspreis, denn der Markt ist so transparent, wie kein ande

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Antonio della Roggia

...

und die FDP führt diese Rettungsorgie auch weiter fort.Außerdem sit die FDP momentan schon seit einigen Jahren wieder an der Refierung und bis jetzt war das auch die einzige klare Anzeichen eines marktwirtschaftliches Profil dieser Partei.

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Christian Wolff

Bankenrettung versus Schlecker

die Rettungsorgie der Banken fand unter der Großen Koalition statt, die FDP war damals in der Opposition. Die FDP scheint die einzige Partei zu sein mit einem klar marktwirtschaftlichen Profil. Alle anderen ordnen ihre Hilfe und Fürsorge den Launen der erhofften Publicity unter. Ob da wohl etwas Stabiles herauskommt ?

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Christian Wolff

bitte keine sozialistisch-staatliche Planwirtschaft

die Banken wurden von der Großen Koalition "gerettet". - Die Opel-Hilfe-Hysterie wurde still und leise von der FDP in wirtschaftlich gesundes "Fahrwasser" gelenkt, ohne auch nur einen Steuer-€ (Brüderle sei Dank ), obwohl sich einige Reporter empörten. Gut gemacht ! Und in vier Wochen werden 7000 Schlecker-Mitarbeiter woanders untergekommen sein. Dann ist der Wahlkampf und damit das Geschrei vorbei und die "Helden" schließen sich der Meinung der FDP an.

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Ottmar Schadchen

Scheinheiliger Populismus

Bei allem Verständnis für die leidgeprüften Mitarbeiter von Schlecker, wie kommen wir dazu, mit unserem hart erarbeiteten Geld für die Fehler von Unternehmen einzustehen. Da läuft schon viel genug, ohne dass uns das bewusst ist. Wer hat sich denn um die vielen Insolvenzen kleinerer Drogerien gekümmert, als sich Schlecker neben deren Geschäften breit gemacht hat? Und nur der FDP politisches Kalkül zu unterstellen ist ja wohl ein Scherz. Die Aussagen einiger sich diesbezüglich anbiedernder Politikprofis, die genau wissen was sie reden, sind da einfach nur peinliche Volksverdummung, aber zugegebenermaßen professionell. Politik eben."

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