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Schlecker-Tochtergesellschaft Ihr Platz meldet Insolvenz an

26.01.2012 ·  Wenige Tage nach dem Insolvenzantrag von Schlecker hat nun auch die Tochtergesellschaft Ihr Platz einen Insolvenzantrag eingereicht. Damit müssen weitere 5800 Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz bangen.

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Nach dem Mutterkonzern Schlecker hat am Donnerstag auch die Drogeriemarkt-Tochtergesellschaft Ihr Platz einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Ulm eingereicht. Nach Angaben eines Schlecker-Sprechers sind davon rund 650 Filialen und 5800 Mitarbeiter betroffen. Am Montag hatte Schlecker selbst den Antrag auf eine Planinsolvenz gestellt. Genau wie die Auslandsgeschäfte war Ihr Platz bislang aber außen vor geblieben.

Gespräche mit Betriebsrat und Gewerkschaft geplant

Das Osnabrücker Unternehmen befinde sich in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu Schlecker, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. Daher soll die Firma Teil der Restrukturierung werden. Deren Ziel sei es, den Konzern als Ganzes zu erhalten und die meisten Filialen weiter zu betreiben. Dazu werde es in den kommenden Tagen auch Gespräche mit dem Gesamtbetriebsrat und der Gewerkschaft Verdi geben.

Unterdessen hat Schlecker an diesem Donnerstag den sogenannten Regelbetrieb wieder aufgenommen, nachdem sich Geiwitz und das Management am Mittwoch mit dem wichtigsten Gläubiger, der Einkaufsgemeinschaft Markant, geeinigt hatten. Demnach will die Einkaufsgemeinschaft ihre Lieferungen an Schlecker wieder aufnehmen und auch und Ihr Platz weiter mit Waren versorgen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir auf der Grundlage dieser Entscheidung auch die Gespräche mit den anderen Lieferanten in den nächsten Tagen positiv abschließen können“, sagte Geiwitz.

Zahlungsrückstände an Markant waren ein Hauptgrund für die Insolvenz des schwäbischen Unternehmens gewesen. Rund 30.000 Schlecker-Beschäftigte in den knapp 7000 Filialen Deutschland bangen seither um ihre Stellen.

Das Unternehmen Ihr Platz hatte schon einmal Insolvenz anmelden müssen: 2005 konnte die damals noch unabhängige Osnabrücker Drogeriekette die Forderungen ihrer Gläubiger nicht mehr bedienen. Die Firma wurde damals mit einem Insolvenzplan in Eigenverwaltung saniert - genau jenem Verfahren, das nun auch Schlecker anstrebt.

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