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Schaeffler und Continental Verheerende Übernahme

06.03.2009 ·  Kann es noch schlimmer kommen? Selten ist eine Firmenübernahme in der deutschen Industrie verheerender gelaufen als die von Conti durch Schaeffler. Woche für Woche erreicht das Debakel eine neue Eskalationsstufe.

Von Johannes Ritter
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Kann es noch schlimmer kommen? Selten ist eine Firmenübernahme in der deutschen Industrie verheerender gelaufen als die von Conti durch Schaeffler. Woche für Woche erreicht das Debakel eine neue Eskalationsstufe.

Nun also wirft Hubertus von Grünberg das Handtuch. Der Chefkontrolleur, den die Schaefflers zuvor schon als "Saboteur" tituliert hatten, zeigt sich erschüttert über die Konzeptlosigkeit und das rabiate Vorgehen der Franken und zieht die Konsequenzen. Tatsächlich ist es für Continental überaus schädlich, dass Schaeffler allen Ankündigungen zum Trotz immer noch keinen Plan hat, wie die Finanzierungsprobleme zu lösen sein könnten.

Den Ernst der Lage nicht erkannt

Der hannoversche Konzern, der immer noch deutlich besser dasteht als die Schaeffler-Gruppe, droht davon in Haft genommen zu werden. Zugleich setzt Maria-Elisabeth Schaeffler mit eiserner Hand ihren Kandidaten für den Posten des Chefaufsehers durch, obwohl etliche Kontrolleure inzwischen berechtigte Zweifel an dessen Nominierung haben.

Frau Schaeffler und ihr Sohn Georg scheinen immer noch nicht den Ernst der Lage erkannt zu haben. Anstatt im Einvernehmen mit Conti nach Wegen aus der Existenzkrise zu suchen, lassen sie den Hammer fallen. In diesem Strudel droht Conti Schaden zu nehmen.

Das werden die Banken hoffentlich nicht mehr lange mit ansehen. Für sie ist Conti ein wichtiger Faustpfand, den sie lieber früher als später in die eigene Hand nehmen sollten. Das wäre das Beste, was Conti passieren kann. Schaeffler braucht Conti, aber Conti braucht Schaeffler nicht.

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Jahrgang 1964, Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

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