01.03.2006 · Die großen Privatfernsehkonzerne werden die Pläne von SES Astra zur Einführung einer Satellitengebühr mittragen. Die Zuschauer aber werden empört fragen, warum sie für etwas bezahlen sollen, das es bisher gratis gab.
Das Satellitenfernsehen hat für kostenbewußte Zuschauer bisher den Charme, daß sie - anders als im Kabelfernsehen - keine monatliche Gebühr an den Netzbetreiber zahlen müssen. Doch die Tage des „Free TV“ sind auch für Satellitenhaushalte gezählt.
Die großen Privatfernsehkonzerne werden die Pläne von SES Astra zur Einführung einer Satellitengebühr mittragen. Für die Zuschauer bedeutet das: Fernsehen wird teurer. Systematisch bauen Pro Sieben Sat.1 und RTL ihre Mautstationen auf. Im digitalen Kabelfernsehen haben sie mit der Verschlüsselung ihrer Programme bereits die technischen Voraussetzungen für die Erhebung von Gebühren geschaffen. Jetzt folgt das digitale Satellitenfernsehen. Das kostenlose analoge Fernsehen soll zum Ende des Jahrzehnts abgeschaltet werden.
SES Astra deklariert die geplante Gebühr zwar als eine Art „Technikpauschale“ für den Betrieb des Mautsystems. Doch wenn dieses im Kabel- und Satellitenfernsehen erst einmal lückenlos steht, werden die Sender rasch anfangen, für zugkräftige Spielfilme, Serien und Sportübertragungen weitere Extragebühren zu verlangen. Denn die Fernsehwerbung, von der sie bisher leben, verspricht kaum noch Wachstum.
Die Zuschauer allerdings werden empört fragen, warum sie auf einmal für etwas bezahlen sollen, das es bisher gratis gab. Über SES Astra und den Privatsendern zieht ein Sturm der Entrüstung auf.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2461 | −0,22% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
Anonym bewerben? Ist das gut?