28.01.2009 · Die SAP AG tritt hart auf die Kostenbremse - und das ist richtig so. Denn nach Jahren einer rasanten Fahrt hin zum größten Anbieter von Firmensoftware könnte der Waldorfer Konzern durch die Weltwirtschaftskrise nur allzu leicht aus der Kurve getragen werden.
Von Stephan FinsterbuschDie SAP AG tritt hart auf die Kostenbremse – und das ist richtig so. Denn nach Jahren einer rasanten Fahrt hin zum größten Anbieter von Firmensoftware könnte der Waldorfer Konzern durch die Weltwirtschaftskrise nur allzu leicht aus der Kurve getragen werden. Daher war es gut, dass der Vorstand schon im Herbst vom Gas ging, als viele noch glaubten, die Pleite der Investmentbank Lehman könne marktwirtschaftlich heilende Wirkung haben. Daher war es auch gut, dass umstrittene Preiserhöhungen im Wartungsgeschäft vertagt wurden, um verschnupfte Kunden nicht noch mehr zu verprellen. Daher war es gut, den Aktionären so früh wie möglich eine klare Perspektive zu geben.
Mit den nun angekündigten Stellenstreichungen, Sparprogrammen und Kostenschnitten rüstet sich die Softwareschmiede für ganz harte Zeiten. Denn die Ergebniszahlen für das Schlussquartal sehen an der Oberfläche zwar recht ordentlich aus. Doch tief im Zahlenwerk vergraben liegt ein operativer Mittelzufluss, der gegenüber dem Vorjahr drastisch zurückging. So mag SAP ein kerngesundes Unternehmen mit hohen Margen, Rücklagen und Wachstumsaussichten sein. Doch für diese Krise wird es sich gar nicht genug wappnen können.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2461 | −0,22% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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