10.10.2002 · Checkliste Sabbatical: Wie bring ich's meinem Chef bei?
Wenn Sie ein Sabbatical planen, sollten Sie vor allem eins beachten: Zeit zählt. Je früher das entscheidende Gespräch mit dem Chef stattfindet, desto besser. Als Faustregel empfehlen Personalberater, ein Sabbatical etwa dieselbe Zeit vorher anzukündigen, die das Sabbatical hinterher dauern soll.
Klären Sie die Rahmenbedingungen
- Greifen für Sie tarifliche Regelungen?
- Was sagt Ihr Arbeitsvertrag? Möglicherweise sieht er die Möglichkeit vor, dass Sie Urlaub oder Mehrarbeit auf einem Langzeitkonto ansparen können. Vielleicht gibt es in Ihrem Unternehmen sogar Arbeitszeitmodelle, bei denen Sabbaticals möglich sind? Sprechen Sie mit Ihrer Personalabteilung.
Zerbrechen Sie sich den Kopf Ihres Chefs
Am einfachsten haben es erfahrungsgemäß Mitarbeiter großer Konzerne. Viele Konzerne schmücken sich gern damit, dass sie ihren Mitarbeitern diese Möglichkeit anbieten, wie etwa BMW, Siemens oder etwa Hewlett Packard. Doch auch in kleinen und mittleren Unternehmen ist die Verhandlung über ein Sabbatical nicht aussichtslos. Hier sollten Sie sich aber noch intensiver den Kopf Ihres Vorgesetzten zerbrechen.
- Überlegen Sie, ob es saisonal bedingt flaue Zeiten gibt, in denen Sie dem Unternehmen weniger fehlen werden. Vielleicht ist man in Zeiten der Auftragsflaute sogar froh, wenn Sie pausieren.
- Arbeiten Sie Vorschläge aus, wie Ihre Abwesenheit schmerzfrei und möglichst kostensparend überbrückt werden kann.
- Es kann helfen, wenn Sie sich früh nach einem möglichen Vertreter umschauen und den frühzeitig einweihen. Abzuraten ist von dieser Strategie allerdings, wenn in Ihrem Umfeld Konkurrenzkampf und Mobbing an der Tagesordnung sind. Dann sollten Sie warten, bis Sie eine verbindliche Absprache mit dem Vorgesetzten getroffen haben. Sonst besteht die Gefahr, dass Kollegen ihre Pläne vorzeitig torpedieren.
- Weisen Sie darauf hin, dass Sabbaticals in fortschrittlichen Unternehmen durchaus positiv betrachtet werden.
Machen Sie sich unbedingt vorher klar, was Sie wollen
Um trittsicher verhandeln zu können, müssen Sie sich vorher klarmachen, was sie von und in ihrem Sabbatical wollen.
- Müssen es unbedingt sechs / zwölf Monate sein, oder wären auch vier / neun in Ordnung?
- Wollen Sie allein über Ihre Zeit verfügen oder würden Sie etwa auch eine Fortbildungsmaßnahme für das Unternehmen antreten?
- Wollen Sie an exakt den gleichen Arbeitsplatz zurück oder würden Sie auch eine andere Stelle nehmen?
- Verzichten Sie komplett auf das Gehalt oder möchten Sie, dass bestimmte Sozialleistungen weiterlaufen?
- Wollen Sie für wichtige Nachfragen erreichbar sein oder bestehen Sie auf vollkommener Abgeschiedenheit?
Fragen Sie sich, zu welchen Kompromissen Sie gegebenenfalls bereit wären
Behalten Sie dabei möglichst zwei Ziele im Auge:
1. Ihre persönlichen Vorstellungen zu verwirklichen.
2. Keine verbrannte Erde zu hinterlassen.
Klären Sie genau die Modalitäten
Wenn Sie das ersehnte OK dann haben, sollten Sie genau die Konditionen klären und darüber eine Beurlaubungsvereinbarung abschließen. Diese sollte Abmachungen enthalten zu:
- Vergütung
- gegebenenfalls Anrechnung von Urlaub und Überstunden
- gegebenenfalls Sozialversicherung
- gegebenenfalls betriebliche Altersversorgung
- Wiedereingliederung
- Wenn Sie auf dieselbe Stelle zurückkehren wollen, sollten Sie sich das schriftlich zusichern lassen.
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| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2461 | −0,22% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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