19.02.2009 · Schweden macht vor, wie es auch gehen kann: Die Regierung in Stockholm lässt sich nicht von General Motors erpressen. Sie lehnt eine Übernahme der heimischen GM-Tochter Saab strikt ab und gewährt keinerlei staatliche Hilfen. Damit steht Saab zwar vor der Insolvenz. Das endgültige Aus für die Arbeitsplätze ist es aber nicht.
Von Christoph RuhkampSchweden macht vor, wie es auch gehen kann: Die Regierung in Stockholm lässt sich nicht von General Motors erpressen. Sie lehnt eine Übernahme der heimischen GM-Tochtergesellschaft Saab strikt ab und gewährt keinerlei staatliche Hilfen. Damit steht Saab, einer der kleinsten Autohersteller Europas, zwar unmittelbar vor der Insolvenz.
Der Grund dafür ist aber nicht etwa das Ausbleiben staatlicher Hilfe, die das Leben von Saab nur für kurze Zeit verlängern könnte. Der Grund sind die Überkapazitäten im Markt: Der Absatz war im vergangenen Jahr um ein Viertel eingebrochen; Verluste fährt das Unternehmen seit Jahren ein.
Dennoch würde die Insolvenz nicht das endgültige Aus für alle 4000 Arbeitsplätze in Trollhättan bedeuten. Vielmehr könnte Saab von einem Insolvenzverwalter neu geordnet werden. Möglicherweise wird die Produktion sogar auf Windkraftanlagen umgestellt. Ein neues Saab-Modell ist ohnehin zur Produktion im effizienter arbeitenden Opel-Werk in Rüsselsheim vorgesehen und könnte dort Arbeitsplätze durch eine erhöhte Auslastung sichern. Zudem baut Saabs drohende Insolvenz Druck auf die Gläubiger von GM auf. Das Beispiel Schweden sollte Schule machen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2461 | −0,22% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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