Innogy : RWE-Tochter baut riesigen Nordsee-Windpark
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Wie hier in der Ostsee soll bald auch vor Großbritanniens Küste ein Offshore-Windpark entstehen. Bild: dpa
Vor der Küste Großbritanniens soll bald ein riesiger Offshore-Windpark errichtet werde. Den Zuschlag zum Bau hat der deutsche Ökostrom-Konzern Innogy erhalten.
Die RWE-Ökostromtochter Innogy kann gemeinsam mit dem norwegischen Energiekonzern Statkraft einen riesigen Windpark vor der britischen Küste errichten. Das Offshore-Windprojekt „Triton Knoll“ habe vom britischen Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie einen Zuschlag mit einem angebotenen Preis von 74,75 Pfund je Megawattstunde in der jüngsten Auktionsrunde zur Förderung Erneuerbarer-Energien-Projekte erhalten, teilte Innogy am Montag in Essen mit.
Mitte 2018 soll die finale Investitionsentscheidung für Triton Knoll getroffen werden. Das Investitionsvolumen beträgt voraussichtlich 2 Milliarden Britische Pfund (das entspricht rund 2,2 Milliarden Euro). Innogy und Statkraft sind mit jeweils 50 Prozent am Projekt beteiligt, wobei die deutsche Seite die Führung innehat.
Für den 32 Kilometer vor Lincolnshire vor der Ostküste Englands geplanten Windpark lägen bereits alle erforderlichen Genehmigungen vor, hieß es weiter. Der Windpark soll über eine Leistung von bis zu 860 Megawatt verfügen. Zum Vergleich: Einer der größten Offshore-Windparks Deutschlands – „Bard Offshore 1“ – liefert bis zu 400 Megawatt. Damit können rund 400.000 Haushalte jährlich versorgt werden.
2018 sollen die Arbeiten an Land zur Bereitstellung des Netzanschlusses begonnen werden. Der Baubeginn auf See ist für 2020 vorgesehen. Bereits ein Jahr später soll der Windpark dann ans Netz gehen.