18.11.2004 · Nach dem Fall Yukos gerät ein weiterer russischer Ölkonzern ins Visier der staatlichen Finanzbehörden. Sibneft soll Steuern in Höhe von umgerechnet 570 Millionen Euro nachzahlen.
Nach dem Ölkonzern Yukos haben die russischen Finanzbehörden nach Medieninformationen auch gegen dessen Konkurrenten Sibneft Steuernachforderungen erhoben.
Sibneft müsse für das Jahr 2000 Steuern in Höhe von 21 Milliarden Rubel (570 Millionen Euro) nachzahlen, meldete die Agentur Interfax am Mittwoch unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Parlamentsabgeordneten. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor.
In der Vorwoche hatten die Behörden Steueruntersuchungen gegen die privatisierten Konzerne Sibneft und Tatneft sowie gegen das Staatsunternehmen Slawneft und Rosneft bestätigt. Der bislang exportstärkste russische Ölkonzern Yukos steht wegen Steuernachforderungen in Milliardenhöhe vor der Zerschlagung. Im Dezember soll der wichtigste Förderbetrieb des Unternehmens, Juganskneftegas, versteigert werden.
Im frühen Handel verloren die Sibneft-Papiere an der Moskauer RTS- Börse knapp sechs Prozent auf 3,34 Dollar.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2461 | −0,22% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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