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Rundfunk Schon GEZürnt?

 ·  Nix Information, Bildung oder Kultur. Ein Drittel der Sendezeit in ARD, ZDF und dritten Programmen geht für seichtes Gedöns drauf.

Artikel Lesermeinungen (31)
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Otto Meier

Der Regelsatz sieht 1,39Euro/Monat für Bildung vor. Warum dann mehr als das Zehnfache nur für ÖR?

Mal angenommen, der Anteil des ÖR an Bildung etc. betrüge 10% des gesamten Angebotes, dann sollte 1,50Euro/Jahr an Gebühr pro Haushalt wohl mehr als ausreichend sein, oder etwa nicht? Oder wie will die Politik dieses Mißverhältnis dem Bürger sonst erklären?

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Otto Meier

Warum, so frage ich mich nach der Lektüre dieses Beitrages, gehen eigentlich die anderen Medien

nicht geschlossen gegen diese Finanzierungspraxis des ÖR vor? Läge das nicht in ihrem ureigensten Interesse?

Nur mal angenommen, wir wollten uns den ÖR wirklich leisten, was ich bezweifle, reichten dann nicht ein einziger TV- und Radiosendernit einem einzigen Internetauftritt? Müßten die dann rund um die Uhr senden? Für wen? Und vor allem, sollten Politiker dann dort direkt und indirekt das Sagen haben?

Es wäre besser, die Zwangsfinanzierung würde eingestellt und der ÖR privatisiert. Nichts spricht dagegen, aber alles dafür.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.01.2013 14:21 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 14.01.2013 14:21 Uhr

Art 5 GG "Die Freiheit der Berichtserstattung werden durch Rundfunk gewährleistet"

So wird es bald Art 5 GG aussehen. Alles andere im heutigen Art. 5 GG entfällt, denn jene, die das in Anspruch nehmen können, sind ja so selten wie jene, die weder Radio hören noch fernsehen. Pressefreiheit einem pressearmen Land ist unnötig. Freiheit, aus mehreren Quellen von Information, Bildung, Unterhaltung und Kultur wählen zu dürfen, ist in einem Land mit nur einer Quelle unnötig. Wer einer anderen Meinung ist, ist gegen die Verfassung, die den Rundfunk zur einzig wahren Heilquelle mit hervorragenden Bedeutung erklärt hat.

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Johann Otto

Demokratie-Abgabe für uns Demokratie-Abgeber

Das kommt davon, wenn wir alles einfach nur noch hinnehmen, was Politiker aller Parteien uns mehr und mehr täglich an Unverschämtem zumuten, wenn wir uns widerspruchslos, widerstandslos alles bieten und gefallen lassen, dann sind wir alle wahrlich nur noch Demokratie-Abgeber. Dann aber auch Demokratie-Abgabe beim mit richtigem Namen benennen: ein neuer Schritt zur Diktatur!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.01.2013 11:38 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 14.01.2013 11:38 Uhr

"Der Rundfunkbeitrag passt gut in dieses Land. Er ist genau genommen eine 'Demokratie-Abgabe'"

So schrieb Jörg Schönenborn, WDR-Chefredakteur Fernsehen. Also: "Der Rundfunkbeitrag passt gut in dieses Land". So eine betonte Aussage ist nur nötig, wenn es nicht eine Selbstverständlichkeit ist, die in Frage gestellt wird. Ich würde sagen, diese Abgabe passt gut in manche Regime, man kann mehrere nennen, aber nicht in die Bundesrepublik, wie ich sie bisher kenne. Es ist ein neues Modell in Deutschland, und es könnten noch mehr solidarische Beiträge dieser (Un)Art kommen. Es ist widerlich. Ich hoffe, dass die Kritik nicht aufhöre.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 13.01.2013 18:00 Uhr

Hans-Jürgen Papier, Paul Kirchhof und Dieter Grimm schauen an einem Dienstag im November ...

... 700 Minuten Telenovelas, 320 Minuten Daily Soaps, 279 Minuten Boulevard, 275 Minuten Krankenhausserien, 100 Minuten Kochshows - Werbung nicht gezählt.

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Michael Messerer

ÖR wuchern wie ein Krebsgeschwür

Ich sehe die ÖR als sinnvoll und notwendig im Hinblick auf ihren grundgesetzlichen Auftrag.
Leider wird dieser Auftrag immer mehr konterkariert. Es wird das Bildungsfernsehen immer weiter in Spartenkanäle abgedrängt und die allgemeinen Sender (ARD, ZDF und Länder-Sender) machen den Privaten Konkurrenz - unlauter, wie ich finde, weil sie sich sowohl durch Zwangsgebühren wie auch durch Werbung finanzieren. Besonders krass, wenn dann teure Übertragungsrechte den Privaten weggekauft werden und dies dann als Argument für eine weitere Gebührenerhöhung herhalten muss!
Die ÖR wuchern wie ein Krebsgeschwür, werden immer größer - jetzt auch im Internet, wo sie privaten Zeitungen Konkurenz machen. Und niemand kann oder will dieses krankhafte Wachstum stoppen, weil das ja gegen den Staatsvertrag verstoßen würde und die Politik ja keinen Einfluss nehmen darf auf das Programm. Die dürfen also nur abnicken, was ihnen die ÖR vorlegen. WER KONTROLLIERT DIE EIGENTLICH?!?

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 13.01.2013 11:29 Uhr

GEZuernt - ja, oft

Auch in anderen Laendern gibt es "Staatliche" Anstalten, die ueber die Koepfe ihrer Zusacher hinweg senden. Und die Zuschauer muessen zahlen und den Mund halten. Aber so selbstherlich, wie bei un geht es selten zu.
Ich glabe aber, dass diese Sender ueberfluessig und SCHAEDLICH fuer die Freiheit und Demokratie sind! Denn die Zuschauer/Hoeher haben keinen Einfluss auf das Programm. Aber eine Demokratie kann nur funktionieren, wenn die Zusachauer einen Einfluss haben. In privaten Sendern geht das viel Besser. Die leben von den Anzeigen. Und wenn die Zuschauer abschalten, weil ihnen das Programm nicht gefaelt, gehen die Einahmen zurueck. Und jedes Unternehmen fraegt warum die Einahmen zurickgehen. Hier haben die Zuschauer das Wort.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.01.2013 00:22 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 14.01.2013 00:22 Uhr

Herr Wegener, ein wirklich grosser Burger, was Sie da reinfuellten schmeckt mir aber nicht

In einem Pizaladen hat der Kunde das recht zu waehlen auch in anderen Geschaeften hat der Kunde das Recht zu waehlen. Ich kaufe mir nur einen Burger, wenn das drinnen ist, das mir schmeckt. alles andere ist Diktatur. Der Buerger muss das letzte Wort haben, ob das Linken oder Rechten passt oder nicht!

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Eduard Wegener
Eduard Wegener (eddiW) - 13.01.2013 12:44 Uhr

Nur noch die größten Burger der Welt? - Guten Appetit!

Wenn unter dem Label "Wissen" Tests veranstaltet werden, wie groß man einen Burger machen kann, wie viel Hackfleisch reinpasst und ob man sowas überhaupt verdrücken kann; und wenn TV-Anbieter mit solchen Formaten Geld verdienen, also offensichtlich genug Leute sowas sehen wollen, dann kann an der Sache mit der Freiheit etwas nicht stimmen. Und ich glaube, das hat etwas damit zu tun, dass man Sinn und Zweck von Fernsehen unterschiedlich sehen kann. Fernsehen als Unterhaltung, auch als schlechte Unterhaltung - schön und gut. Es eignet sich aber auch sehr gut als Bildungsmedium, und dieses Potenzial sollten wir nicht brach liegen lassen. Von privaten Sendern ist Bildung nicht zu erwarten, denn daran *können* sie kein Interesse haben, ganz im Gegenteil. Wir müssen also TV-Qualität sponsern, genau so, wie wir es mit Kunst und Kultur tun. Das Problem bei den ÖR: Ohne das Seichte drumherum wäre Gebührenfernsehen politisch gar nicht nicht mehr durchsetzbar.

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Stefan Uhlig
Stefan Uhlig (printul) - 13.01.2013 11:22 Uhr

Apropos Kirchhof, Grimm u.a.

Selbst renommierteste Verfassungsrichter- und -experten (bei anderen Themen bejubelte FAZ-Autoren!) langen manchmal total daneben. Zu dem ganzen Thema passt die aktuelle Gottschalk-Titelstory des SPIEGEL wie die Faust aufs Auge.

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Thomas Heinzow

Da es sich um "Beiträge" handelt, kann m.E. wegen Schlechtleistung geklagt werden

Es steht jetzt m.E. jedem Beitragszahler offen gegen die unzulässige Mittelverwendung zu klagen und selbstverständlich die Beiträge zu kürzen.

Allerdings sind hierfür die Fachgerichte zuständig und nicht die Verfassungsgerichte. Was die Rundfunksender zu leisten haben, steht im Rundfunkstaatsvertrag drin. Selbstverständlich müssen jetzt die Rundfunksender auch Ihre Bilanzen offenlegen, denn wie sollen sonst die Fachgerichte die Verfassungsmäßigkeit der Höhe der Beiträge prüfen können.

Wenn unzufriedene "Beitragszahler" ihre Beiträge kürzen, haben die Sender ein erhebliches Problem.

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Thomas Kobler

"Und schon gar nicht irgendetwas, was die Dirk Rossmann GmbH braucht."

Den Speerspitzen-Einsatz der Fa. Rossmann in allen Ehren, aber zu behaupten in einem durchschnittlichen Fernsehtag sei nichts drin für eine Drogeriekette, könnte eine Verkennung der Tatsachen sein.

Die unzähligen Kochshow-Minuten könnten zu höheren Verkäufen von Kopfweh-Tabletten führen oder Pflaster und Verbandsmaterial, weil man mit dem neuen japanischen Kochschwert nebst Shrimps auch gleich noch einen Finger ins Menu einbezog. Telenovelas könnten das Interesse an allerlei Leistungssteigerndem und Vibrierendem anregen, Reality-Soaps an Verhütungsmitteln, und Krankenhaus-Serien sind ja geradezu die Einstiegsdroge fürs Binge-Shopping im Drogeriemarkt.

Ob Rossmann wirklich der richtige Kläger gegen das scheinbar im Volk doch beliebte und geschätze Seichte ist, ich habe da begründete Zweifel. Trotzdem, nach der gestrigen, dreistündigen kulturellen Hommage an Andrea Berg hätte selbst ich in lautes Klagen verfallen oder um ein volle Dröhnung Betäubungsmittel von Rossmann betteln können.

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Hans Meyer
Hans Meyer (faz_meyer) - 13.01.2013 08:57 Uhr

Man darf die ÖR nicht isoliert betrachten

Gäbe es nur die ÖR und kein Privatfernsehen, dann würde ich der Autorin sofort zustimmen. Nun ist es aber so, dass alle Sender unter Quotendruck stehen: die Privaten, damit sich der Laden rentiert, und die ÖR, um weiterhin eine Legitimation vorweisen zu können. Das "seichte Gedöns", das vor allen Dingen in den Vollprogrammen z.B. in Form von Kochshows, Seifenopern und Schlagershows geboten wird, ist leider auch das Programm, was dem Publikums"geschmack" (besser: Niveau) am meisten entspricht, und das mit Abstand. Würde es das Seichte nicht mehr geben, so wäre *diese* Diskussion zwar beendet, doch eine anderem für die ÖR weitaus schlimmere aber anfangen: Wozu überhaupt Gebühren für Sender bezahlen, die an den Wünschen der Zuschauer vorbei senden?
Ich finde, die ÖR sind ein schützenswertes Gut, denn sie bieten Radio und TV, wie man es bei den Privaten niemals bekommen wird, auch nicht gegen Bezahlung. Zwischen DSDS und Superschnitzel muss auch Platz für Ernsthaftigkeit und Qualität sein.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.01.2013 11:06 Uhr
Eduard Wegener
Eduard Wegener (eddiW) - 13.01.2013 11:06 Uhr

"Was von den Bürgern in Frage gestellt werden kann"...

...bedarf einer ständigen Legitimation - das stimmt.
Die Frage ist aber letztendlich: Wollen wir ÖR oder nicht? Ich sage angesichts der brutalen Unterschiede zwischen Ranga Yogeshwar und dem Typen auf Kabel 1, der unter dem Label "Täglich Wissen" die dicksten & grössten Schnitzel (oder Burger) brät: eindeutig YES. Ich hatte auch schon Pay-TV und private "Qualitätssender" - das kommt an ÖR ebenfalls nicht heran, Vergleichbares gibt es also auch nicht gegen Kohle.

Da ich Künstler von Beruf bin und weiß, wie leicht es ist, Niveau zu senken, und wie schwierig, es überhaupt auch nur zu halten - geschweige denn hochzuschrauben -, ist mir die Strategie der ÖR völlig klar. Sie machen gute Qualität vornehmlich auf ihren Spartenkanälen und legitimieren das mit Quote in ihren Vollprogrammen. Anders ist es politisch nicht machbar. Die meisten Leute sind nämlich leider doof. Leider, leider, leider.

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Elisabeth Dreier

Quotendruck für 22 TV Sender.

Diesen Quotendruck macht sich der ÖR selbst, denn wer hat denn an 22 Sender bei der Ausarbeitung des Gesetzes im BGB gedacht. Was von den Bürgern in Frage gestellt werden kann, bedarf einer stetigen Legitimation. Und genau diese soll mit der entsprechenden Quote erbracht werden.
Bei einem Sender mit vernünftigen Kosten und Gebühren gäbe es diese Diskussion gar nicht.

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Reinhold Wuest

Rossmann - BEIFALL - Das musste mal gesagt werden

Und was ist mit den Beamten, die versetzt wurden, jedoch ihren ersten Wohnsitz behalten und am Dienstort einen zweiten Wohnsitz haben (müssen)? Noch spannender ist es, wenn sie in dieser Stadt keine Steuer zahlen müssen. Rossmann bleibt nicht die einzige Klage. Wetten?

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Elisabeth Dreier

Nett umschrieben!

"seichtes Gedöns" stört mich weniger als die bei problematischen Themen gesendeten Halbwahrheiten. Ich lernte noch Staatspropaganda kennen, wie Sendungen "Der schwarze Kanal" und empfinde die derzeitigen Nachrichten im ÖR grauenhaft.
Fazit, Privatisierung aller Sender und Abschaffung der GEZ - Behörde.

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Richard Löwe

Bananenrepublik

ich habe nie GEZ gezahlt, weil ich nie einen Fernseher hatte und Radio schon gar nicht höre. Seit Januar zahle ich. Mich ärgert aber nicht die Sendezeit, die für Dumpfbackensendungen verbraten wird, sondern die Regierungspropaganda, die ich nun finanziere. Das ganze dann "Demokratieabgabe" zu nennen, ist typisch für dieses Land, indem alle Werte auf den Kopf gestellt werden, damit die Blockparteien weiter durchregieren können.

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Lukas Werth

Zwei Sprüche zur Erbauung der geschätzten Leser: "schütten Sie das Kind nicht mit dem Bade aus"

und: "Was dem einen sein Uhl. ist dem anderen seine Nachtigall."
ARD und ZDF haben viel Luft nach oben, könnten aber auch viel schlimmer sein. Mit Blick auf die Privatsender bin ich froh, dass es sie gibt, auch wenn ich, im Ausland lebend, nur den Netzauftritt mitkriege - sehr zu empfehlen, und für mich kostenlos!
(Da gab's z.B. vor Jahren mal eine Gerichtssendung in der ARD, Streit um drei, die fand ich persönlich wirklich nett - kann man streiten drüber, klar, doch dann kamen all die RTL, Sat1-Varianten, die waren einfach nur unterirdisch.)
Was bleibt, ist die GEZ, und diese Regelung ist in der Tat unbefriedigend - für Gewerbetreibende vor allem, und für eine echte Wahl: wenn ich keinen Fernseher will, dann sollte ich nicht dafür zahlen müssen. Man müsste da wenigstens Ausnahmegenehmigungen beantragen können.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.01.2013 09:25 Uhr
Elisabeth Dreier

@ L. Werth, der Zusammenhang fehlt.

Es geht um Gebühren/Steuern und die Gegenleistung. Sie zahlen nichts und erhalten teils gute Qualität, wie Arte oder auch die Bundesliga,... Schlechtes können Sie einfach ausblenden und für Sie betreffende Informationen auf die Medien Ihres derzeitigen Wohnsitzes zurückgreifen.

Aber alle in der BRD haben zu zahlen und bekommen eine Mogelpackung, die sich als Staatsfernsehen entpuppt. Nachrichten sind z. B. auf die Interessen der Blockparteien zugeschnitten und daneben kann sich kaum andere Qualität als RTL und Pro7 entwickeln. Das ist das Problem. Um mir eine eigene Meinung zu bilden möchte ich aber wählen können zwischen mehreren guten Nachrichten mit unterschiedlichen Ansichten, eben wie ich es bei Zeitungen auch erwarte.

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Peter-Paul Gansen

Es geht nicht nur um das seichte Gedöns

Es geht fast noch mehr um die redaktionelle Grundhaltung, die unlegitimierte Meinungshoheit, der Missbrauch der Medienmacht, die Gesinnungs-Vetternwirtschaft...
Die SED wäre glücklich gewesen, wenn das DDR-Staatsfernsehen die Bevölkerung so gut unter Kontrolle hätte halten können, wie ARD und ZDF dies tun. Die Öffentlich-Rechtlichen sind dabei sehr erfolgreich darin, zu beinflussen, wofür oder wogegen man in Deutschland demonstrieren darf. Demonstrationen gegen Atomkraft, Asylgesetze, für die Homoehe ... werden gepriesen und in den Mittelpunkt gestellt. Demos gegen Euro-Rettungspolitik, Entdemokratiserung, für den Erhalt klassischer gesellschaftlicher Werte ... werden dagegen totgeschwiegen.
Die Besetzung der Talkshows, die Art und Weise wie monatlich Wahlprognosen und politische Umfragen präsentiert werden, ist komplett auf die Stützung des bestehenden Parteien-Systems ausgerichtet. Die etablierten Parteien haben sich jetzt großzügig bedankt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.01.2013 11:12 Uhr
Thomas Kobler

Ich nutze für meine Informationsbedürfnisse...

...viele Kanäle. Aus Erfahrung steht aber fest, dass Presse, Radio und Fernsehen, in der Themenauswahl und redaktionellen -bearbeitung gar nicht so weit auseinanderliegen. Kein Kanal kann es sich längerfristig leisten, Wichtiges zu unterschlagen. Die hier manchmal zum Audruck kommende Staats-Manipulationsphobie wäre empirisch untersucht wohl kaum haltbar. Aber soll doch jeder den Dämon unter seiner Bettstatt lauern lassen, der ihm die wohligsten Schauer über den Rücken jagt.

Zu den Leuten, die keine Gelegenheit verpassen, sich damit zu brüsten, ohne TV und Radio toll durchs Leben zu kommen, wohlan. Aber bemerkenswert ist das überhaupt nicht. Die zahlen für ihr Informations- und Unterhaltungsbedürfnis halt irgendwo anders.

Und warum die vereinigte GEZ-Jammerbande mit den heutigen Möglichkeiten der Veröffentlichung noch nichts Eigenes von Statur zustande gebracht hat, hat mir auch noch niemand schlüssig erklären können. Weil gutes Programmmachen gar nicht so leicht und billig ist?

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Closed via SSO
Thomas Mank (tgamank) - 13.01.2013 01:31 Uhr

Dem kann man nur zustimmen.

Eigentlich war die Idee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine gute Idee; daraus geworden ist eine gierig-eitle Mediokratie einer selbstgerechten Minderheit.

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Luria Shmanman

§ 241a Unbestellte Leistungen (BGB)



(1) Durch die Lieferung unbestellter Sachen oder durch die Erbringung unbestellter sonstiger Leistungen durch einen Unternehmer an einen Verbraucher wird ein Anspruch gegen diesen nicht begründet.

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Luria Shmanman

§ 241a Unbestellte Leistungen

(1) Durch die Lieferung unbestellter Sachen oder durch die Erbringung unbestellter sonstiger Leistungen durch einen Unternehmer an einen Verbraucher wird ein Anspruch gegen diesen nicht begründet.
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Wird zum Widerspruch gegen den kommenden Mahnbescheid angemerkt.
Es reicht...

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Wulf Hermann
Wulf Hermann (wuhe) - 12.01.2013 22:40 Uhr

1/3 der Programmzeit für seichtes Gedöns

Das entspricht in € mtl. 6,00 der Gebühr von mtl. 18€. Ohne das Gedöns wären es also nur noch 12€ Monatsgebühr. Das wäre eine Hausnummer, mit der man wohl leben könnte.

Auf dieses Niveau von 12€ müsste der Moloch ÖR mindestens abgeschmolzen werden. Das wäre doch ein Kompromiss? Damit könnte die Macht und der Einfluß des ÖR wieder auf einen Level sinken, der dem Auftrag des Grundgesetzes in etwa angemessen ist.

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Eberhard Berger

Sehr beschönigend dargestellt

Der Saarländische Rundfunk bedient mit über 800 überbezahlten Mitarbeitern eine Million Saarländer, ein echter Scherz.

Die ARD muss, um über die Bundesliga in der Sportschau berichten zu können, jährlich über 100 Mio € zahlen, also ca. 3 Mio € / Spieltag.

Leider ist das Thema in ein paar Tagen wieder in der Mottenkiste verschwunden, eigentlich müsste die freie und noch unabhängige Presse aus dem Thema einen Dauerbrenner machen, bis die letztendlich verantwortlichen Landesfürsten mürbe sind.

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12.01.2013, 21:18 Uhr

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