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Rund 2000 Märkte machen zu Schlecker veröffentlicht Schließungsliste

 ·  Die insolvente Drogeriekette hat eine Liste mit etwa 2000 Filialen veröffentlicht, die geschlossen werden sollen. Die Läden beginnen ab sofort mit einem Räumungsverkauf.

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Für gut 2000 Schlecker-Märkte kommt das Aus: Die insolvente Drogeriekette hat am Mittwoch eine 40 Seiten lange Liste mit den Filialen veröffentlicht, die geschlossen werden sollen. Dort sind Märkte von Aachen bis ins niederbayerische Zwiesel aufgeführt. Es handele sich um eine vorläufige Liste, bei der sich noch Änderungen ergeben könnten, teilte das Unternehmen mit.

Die Schließung der Märkte auf der Liste gilt aber als sicher. Sie beginnen nach Informationen der Nachrichtenagentur DAPD ab sofort mit einem Räumungsverkauf mit 30 Prozent Rabatt auf alle Produkte, die keiner Preisbindung unterliegen.

Die betroffenen Märkte wurden per Fax unterrichtet. „Wir müssen Ihnen heute leider mitteilen, dass Ihre Verkaufsstelle nach vorläufigem Stand zum 24. März 2012 geschlossen wird“, heißt es dort.

Von derzeit etwa 5400 Schlecker-Filialen sollen nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz 3120 Märkte erhalten bleiben. 282 Verkaufsstellen würden noch einmal überprüft. Etwa 12.000 Mitarbeitern soll die Kündigung ausgesprochen werden.

Marktschließung bedeutet nicht Kündigung für Mitarbeiter

Die Schließung der Märkte bedeutet jedoch nicht gleichzeitig die Kündigung der dort beschäftigten Mitarbeiter. „Die wirtschaftlich unvermeidlichen Entlassungen werden einem Sozialplan folgen, dessen Ausgestaltung noch Teil der aktuell laufenden Gespräche zwischen dem vorläufigen Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und dem Schlecker-Gesamtbetriebsrat sowie der Gewerkschaft Verdi ist“, teilte das Unternehmen weiter mit.

Die Parteien waren am Dienstag zu mehrtägigen Gesprächen im thüringischen Oberhof zusammengekommen. Sowohl Geiwitz als auch der Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Franke bezeichneten die Gespräche als schwierig, aber konstruktiv. „Wir sind auf einem gutem Weg“, sagte Geiwitz. Beide Seiten müssten sich noch bewegen, aber er glaube, „dass am Ende des Tages eine Lösung möglich ist“.

Neben dem Sozialplan ist die Finanzierung einer Transfergesellschaft eines der Themen. Am Wochenende hatte das Bundeswirtschaftsministerium abgelehnt, dass die staatliche Förderbank KfW der Gesellschaft einen Kredit gibt. Parallel dazu ist Geiwitz auf der Suche nach Investoren für Schlecker. „Ich habe eine zweistellige Zahl von Interessenten, die auch schon umfangreiche Unterlagen bekommen haben“, sagte Geiwitz der Zeitung „Die Welt“.

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