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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Rücktritt vom CDU-Landesvorsitz Norbert Röttgen ist entzaubert

 ·  Der Bundesumweltminister hat nach dem Wahldebakel in Nordrhein-Westfalen den Rücktritt vom Landesvorsitz angekündigt. Norbert Röttgens Niederlage ist so vollständig, dass er sie nicht mehr zum Gewinn umdeuten kann. Das Projekt Aufstieg ist zum Erliegen gekommen.

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Ralf Kraemer

Nicht mehr wählbar - CDU schwadroniert über "Großstadtproblem"

Eine CDU - die sich kaum von der SPD unterscheidet, ein Umweltminister, der Herrn Tritin näher steht als der Wirtschaft und eine Arbeitsministerin, die eine SPD links überholt - hat kein Großstadtproblem, sondern ein grundsätzliches Problem, sie hat die Stammwähler vergrault oder zur FDP getrieben.

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Volker Kraft

Muttis Klügster

Eins verstehe ich nicht, vielleicht kann mir da jemand helfen. Wie ist es möglich, dass ein angeblich superkluger Mensch (noch dazu ein Spitzenpolitiker und gefühlter Bundeskanzler in spe)sehenden Auges in ein klar absehbares Debakel läuft? Ich sehe eigentlich nur 2 Antworten: entweder er ist gar nicht so klug, wie uns vorerzählt wird, oder er hat wochenlang seinen Verstand einfach mal ausgeschaltet - oder beides zusammen. Das gibt doch zu denken: ich prophezeihe hiermit der deutschen Öffentlichkeit, dass die deutsche "Energiewende" als Konzept nicht zu Ende gedacht, mit heisser Nadel gestrickt und von einem politischen Schaumschläger inszeniert ist. In wenigen Jahren wird dieser traurige Irrweg unabweisbar vor aller Augen liegen. Aber leider wird Röttgen sich dann nicht mehr dafür rechtfertigen müssen, weil er dann längst in der Versenkung verschwunden sein wird.

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Gerhard Both
Gerhard Both (g.both) - 14.05.2012 10:23 Uhr

Eine wandelnde Sprechblase

ist zerplatzt, wer ist der Nächste aus der Reihe unserer Glasperlenspieler?

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Heiko Schmidt

Zu steifer Stil

Gegen die Lebendigkeit der Frau Kraft hatte der eher steife Roettgen in dem eher sozialdemokratisch beherrschten NRW keine Chance.

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Siegfried Kellner

JA, er ist entzaubert, wie die vielen Senkrechtstarter in der CDU....................

In den letzten Jahren konnte man zunehmend beobachten, wie manche Juristen glaubten, man brauche nur in die Politk gehen und dann geht es mit der Karriere steil aufwärts.

Das ganze Programm besteht bei diesem Personenkreis aus einem Nadelstreifenanzug, einen Dr-Titel und viel akademisches Geschwätz. Doch bald stellt sich raus, daß diese Herrschaften nichts anderes als karrieregeile Postenjäger sind.
Und was sie als Wahlkampf halten entpuppt sich als Phrasendrescherei.
Die Quittung folgt auf dem Fuß, weil der kleine Mann diese aalglatte Typen mit ihren juristischen Winkelzügen und Ausreden ablehnt.

Die Liste der gestrauchelten ist lang. Vor einem Jahr verließ Guttenberg die Bühne, dann gefolgt von Wulff und nun Röttgen, der auch nicht der Letzte sein dürfte.
In diesem Sinne auf Wiedersehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.05.2012 10:18 Uhr
günther reichert

Einer der Gründe,dass manche Juristen sich überschätzen,dürfte daran liegen,dass durch die

Regeln d. Bundesrechtsanwaltsordnung(BRAO) u. dadurch ,dass Anwälte ein Organ der Rechtspflege mit Privilegien im Rechtsverkehr sind, ein hoheitliches Denken u Verhalten gegenüber dem Bürger entstehen kann,das eben zur Überheblichkeit,Fehleinschätzung usw.führen kann.

Ein weiterer Grund ist auch ,dass die Rechtsanwaltskammern(Stuttgart hat z.B. die größte Anwaltskammer in DE),m.E.viele Dinge bei Verfehlungen von Anwälten im juristischen Bereich nicht sanktionieren.Komischerweise dulden das manche Landesjustizminister, andere Landesjustizminister nicht.
Deshalb kann ich mir vorstellen,dass dieser"Freibrief"auch dazu führen kann,als ob manche Juristen über den Bürgern stehen.Kommt dann ein hoheitliches Amt durch die Politik hinzu kann sich das zusätzlich verschärfen.Das dürfte auch ein Grund sein,warum besonders Juristen in die Politik gehen.(PS:bei Merz war zu erkennen,dass die Politik auch der Schlitten sein kann, in die TOP-Etage der Juristen mit lukrativen Vertretungen einzusteigen)

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Daniel J Hahn
Daniel J Hahn (137) - 14.05.2012 09:23 Uhr

Viele Unionsanhänger versagen Röttgen die Stimme.

Die Union befindet sich schon lange im Sinkflug der Wählergunst. Warum? Weil sie traditionelle Felder ihres Markenkerns nicht mehr bedient, im Gegenteil diese soger aktiv verneint.
Am Wochenende verloren Röttgen und die Union die Wahl, weil die CDU nicht mehr als solche erkennbar ist. Röttgen als Vertreter der Pizza-Connection und grüner Vordenker der Union wird von sehr vielen der bisherigen Unionsanhänger nicht gewollt. Es widerstrebt den Wählern eine Politik zu wählen, die ihren traditionellen Grundüberzeugungen entgegenstaht.
Mit 26% Stimmenanteil und 40% Nichtwählern hat die Union fast die Hälfte ihrer Klientel nicht ansprechen können und sich damit auch eine Absage an die bisherige Umwelt- und Energiepolitik, für die Röttgen als Bundesumweltminister besonders steht, abgeholt.
Mit der kopflosen Energiewende beging die Union Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Hinzu kommt die unterkühlte Wirkung Röttgens. NRW im Herzen a la SPD sagt mehr aus - Norbert Röttgen Wählen, wozu?

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 14.05.2012 08:56 Uhr

Mutti und Roettgen...abgestimmt wurde über Beide

Klar muss Mutti es vor einer Wahl mit unbestimmten Ausgang ablehnen, daß auch über ihre Politik abgestimmt wird. Letztendlich aber ist sie das Aushängeschild der CDU mit Einfluß auch auf Kommunalwahlen.

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Anton Kettenruettler

Röttgen-Blitzgescheiter wendiger Karrierist

Röttgen-Blitzgescheiter wendiger Karrierist ohne jede Anteilnahme am Schicksal anderer und ohne jedes Interesse an der Zukunft des Landes, nur an der eigenen Karriere interessiert- also das Vorbild für fast alle Jungakademiker.
Allerdings ist es schon bemerkenswert dass er ohne jedes Schamgefühl seinen hemmungslosen Egoismus ausgerechnet bei einer Wahl noch nicht mal mit dem üblichen Sozial- und Verantwortungs-Gesülze zudeckte.

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Michael Arndt

Jedem Ende wohnt ein Zauber inne...

Wie kann man jemanden entzaubern, der nie bezaubern konnte?
Das Wahlergebnis zeigt exakt, was die Leute von Röttgen halten. Und das mit Recht...

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Thomas Kobler

Halbherzigkeit...

...kann man nicht wählen - an die Spitze eines Landes schon gar nicht. Dieser katastrophale Wahlkampf wird Norbert Röttgen nie mehr loslassen. Waren es auch schon mal harmlose Ferienbilder zur falschen Zeit, die eine Politikerkarriere beendeten, dann stehen die Aussichten für Herrn Röttgen nach diesem Debakel, das einzig seinen Namen trägt, ganz schlecht. Das Vertrauen im Volk und in der eigenen Partei in diesen Mann ist dahin. Er ist kein Wahlverlierer gegen bekannte und für einmal starke Gegner - er ist ein Gescheiterter.

Die Verknüpfung der NRW-Wahl mit der Politik der Kanzlerin war nur das i-Tüpfelchen einem desaströs geführten Landeswahlkampf. Selbst bei den Themen versagte er. Man ist sich ja einiges gewöhnt von Politikern, aber das war des Schlechten dann doch zuviel: Den politischen Gegner unnötig gestärkt und die eigenen Reihen in Bedrängnis gebracht. Sowas will niemand nochmal erleben. Herr Röttgen ist politisch erledigt.

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Horst Dettweiler
Horst Dettweiler (dettw) - 14.05.2012 08:11 Uhr

Jurist-aalglatt-nadelstreifig

so lassen sich außer Röttgen ja noch etliche andere Politiker in D beschreiben und die NRW-Wahl hat gezeigt, daß die Menschen diese Alleswisser und Nichtssager mit ihrer Seifenblasenrhetorik nicht mehr akzeptieren. Und das ist gut so.

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Volker Kraft

Nobbert, gezz bisse nur noch Ex-Kronprinz!

Ehrlich gesagt, bei der Wahl kam es mir vor allem darauf an, dass so ein gelackter Politprofi mal so richtig gegen die Wand laufen würde. Und genau das ist eingetreten, deshalb war es ein toller Wahlabend für mich. Gibt es vielleicht doch noch so etwas wie eine höhere Gerechtigkeit?
Nicht, dass ich prinzipiell gegen die CDU eingestellt wäre, aber dieses 2. Jahrzehnt läuft für die CDU doch ziemlich traurig: letztes Jahr der Super-Hoffnungsträger vuzKTGutt, dann der liebe Christian, und nun der flotte Norbert gescheitert.
Hat neuerdings der liebe Gott vielleicht besonders christliche Politiker auf seiner Beobachtungsliste? Und greift dann beherzt ein?
Egal, Nobbert, gezz musse deine Karriere umplanen...

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Sven Gralla

westerwelle, wulff, guttenberg, röttgen, evtl. künast ...

Es ist schon erstaunlich, wie solche erfahrenen und erfolgreichen Politprofis selbst unter günstigsten Voraussetzungen und ohne Not sich selbst demontieren. Bodenhaftung, das Vermögen sich selbst , Stimmungen und Situationen realistisch einzuschätzen, scheint hier verloren gegangen zu sein.

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Bertram von Steuben

Warum?

Wer Röttgen ins Feld schickt, WILL verlieren.
Die Frage mit dem schalen Beigeschmack stellt sich: WARUM?
Die Kanzlerin, als absoluter Profi in Sachen Agitation und Propaganda wusste es entweder, oder sie ist inzwischen so abgehoben und realitätsentfremdet, das sie ihrer eigenen Propaganda glaubt. Als Folge gewinnt sogar eine Kraft...und das ist schon eine Kunst...

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Ulrich Reuter
Ulrich Reuter (d-ur) - 14.05.2012 00:09 Uhr

Die CDU-Basis getäuscht

Bedauerlich und eine Ohrfeige für alle engagierten Parteigänger, ist es sich von machthungrigen Personen misbraucht zu fühlen, die wie Herr Röttgen (das vergleichbare Verhalten von Frau Künast haben die Wähler in Berlin nicht durchgehen lassen) handeln.
Unschön aber noch zu tolerieren wäre -wegen seiner Karriereplanung auf bundespolitischer Ebene- ein Verzicht auf die Kandidatur um das Spitzenamt im Landtagswahlkampf gewesen.
Wer so deutlich dem Wähler wie erst recht den hunderten freiwilliger Wahlkampfhelfer zeigt, dass er nicht bereit ist, seine eigenen Interessen hinter die der von ihm behaupteten politischen Position zurück zu stellen, der verleirt in den eignen Reihen an Glaubwürdigkeit und sollte sich aus der aktiven Politik umgehend zurück ziehen. Auch deshalb, weil solches Verhalten m.E. erheblich zum Verdruss auf die Politik zu führt und das ist für die Demokratie schelcht..

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thomas ackermann

Das ist die wohlverdiente CDU-Quittung

Der dramatische Trend ins negative setzte für die CDU schon vor Jahren in den Großstädten ein. In Köln wurde die Bevölkerung durch Inkompetenz und Klüngel von der CDU abgestoßen. Ich bin kein SPD-Freund, aber die CDU kann es einfach nicht, ist einerseits alten und überholten Hinterzimmer-Kungeleien verhaftet, andererseits hat sie selbst alle ur-eigenen Werte über Bord geschmissen. Warum soll ich als CDU-Anhänger denn einen Röttgen wählen? Mein Job als Bürger ist nicht die Karriere-Hilfe für einen aalglatten Karrieristen qua Wahlzettel. Was in Köln mit dramatischen Verlusten für die CDU gewann, hat sich jetzt auf Landesebene durchgesetzt. Ich glaube sogar, dass sich die CDU davon viele Jahre nicht mehr erholen wird. Zu Recht!

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Werner Mueller

Die Engländer treffen wieder einmal den Nagel auf den Kopf:

"Crown Prince Turns Into Frog"

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.05.2012 23:14 Uhr
thomas ackermann

Da stellt sich die Frage,

wer ihn noch küssen wird....

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Werner Mueller

Nicht nur Norbert Röttgen ist völlig entzaubert...

...auch die Bundesvorsitzende der CDU ist es. Seitdem sie die Geschicke der CDU leitet, laufen der Partei Mitglieder und Wähler davon. Die CDU hat massive Personalsorgen. Ihr Glück: die SPD hat sie auch.

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Lutz Pollakowsky
Lutz Pollakowsky (lupodo) - 13.05.2012 23:01 Uhr

Katastrophen Kandidat

trotz einer recht guten Ausgangslage hats der Röttgen einfach voll verbockt. Entweder ist er ein "under cover Agent" der SPD oder Merkel war es aus rein CDU internen Szenarien lieber, den so schlauen Kandidaten massivst zurechtzustutzen. Tragisch daran ist, dass die rot/grüne Schulden- und Blockade Orgie in NRW weitergeht. Wenn Laumann das Ruder ünernimmt, sollte die NRW-CDU lieber gleich geschlossen einen SPD Aufnahmeantrag stellen. Hoffentlich machen die andern Parteien eine gute Oppositionsarbeit im Land.

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Martin Hofmann-Apitius

So was aber auch ....

... da überlegt man strategisch, ob es nicht am besten wäre, für eine Karriere in der Politik Jura zu studieren und schafft es, neben dem Studium auch noch in den Jugend- und Nachwuchsorganisationen der CDU sein Profil zu schärfen .... schnell noch eine Promotion in Rechtswissenschaften (wohl gemerkt: eine Promotion ist der Beleg der Befähigung zu selbstständigem, wissenschaftlichen Arbeiten), denn der Doktor-Titel macht sich gut im Untertitel im Fernsehen ....

Kometenhafter Aufstieg; "Nachwuchstalent", "Muttis Klügster"; Minister in Berlin .... und dann lassen sich die konservativen Wähler in NRW einfach nicht mehr blenden von all dem Getue und Gerede, mit dem der CDU - Mann Röttgen über den Ministerpräsidentensessel in Düsseldorf ins Kanzleramt einziehen wollte ....

Dumm gelaufen, Herr Röttgen, nicht wahr?

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Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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