13.05.2012 · Der Bundesumweltminister hat nach dem Wahldebakel in Nordrhein-Westfalen den Rücktritt vom Landesvorsitz angekündigt. Norbert Röttgens Niederlage ist so vollständig, dass er sie nicht mehr zum Gewinn umdeuten kann. Das Projekt Aufstieg ist zum Erliegen gekommen.
Von Andreas MihmRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Nicht mehr wählbar - CDU schwadroniert über "Großstadtproblem"
Eine CDU - die sich kaum von der SPD unterscheidet, ein Umweltminister, der Herrn Tritin näher steht als der Wirtschaft und eine Arbeitsministerin, die eine SPD links überholt - hat kein Großstadtproblem, sondern ein grundsätzliches Problem, sie hat die Stammwähler vergrault oder zur FDP getrieben.
Eins verstehe ich nicht, vielleicht kann mir da jemand helfen. Wie ist
es möglich, dass ein angeblich superkluger Mensch (noch dazu ein
Spitzenpolitiker und gefühlter Bundeskanzler in spe)sehenden Auges
in ein klar absehbares Debakel läuft? Ich sehe eigentlich nur 2
Antworten: entweder er ist gar nicht so klug, wie uns vorerzählt
wird, oder er hat wochenlang seinen Verstand einfach mal ausgeschaltet -
oder beides zusammen. Das gibt doch zu denken: ich prophezeihe hiermit
der deutschen Öffentlichkeit, dass die deutsche
"Energiewende" als Konzept nicht zu Ende gedacht, mit heisser
Nadel gestrickt und von einem politischen Schaumschläger inszeniert
ist. In wenigen Jahren wird dieser traurige Irrweg unabweisbar vor aller
Augen liegen. Aber leider wird Röttgen sich dann nicht mehr
dafür rechtfertigen müssen, weil er dann längst in der
Versenkung verschwunden sein wird.
ist zerplatzt, wer ist der Nächste aus der Reihe unserer Glasperlenspieler?
Gegen die Lebendigkeit der Frau Kraft hatte der eher steife Roettgen in dem eher sozialdemokratisch beherrschten NRW keine Chance.
JA, er ist entzaubert, wie die vielen Senkrechtstarter in der CDU....................
In den letzten Jahren konnte man zunehmend beobachten, wie manche
Juristen glaubten, man brauche nur in die Politk gehen und dann geht es
mit der Karriere steil aufwärts.
Das ganze Programm besteht bei diesem Personenkreis aus einem
Nadelstreifenanzug, einen Dr-Titel und viel akademisches Geschwätz.
Doch bald stellt sich raus, daß diese Herrschaften nichts anderes
als karrieregeile Postenjäger sind.
Und was sie als Wahlkampf halten entpuppt sich als Phrasendrescherei.
Die Quittung folgt auf dem Fuß, weil der kleine Mann diese
aalglatte Typen mit ihren juristischen Winkelzügen und Ausreden
ablehnt.
Die Liste der gestrauchelten ist lang. Vor einem Jahr verließ
Guttenberg die Bühne, dann gefolgt von Wulff und nun Röttgen,
der auch nicht der Letzte sein dürfte.
In diesem Sinne auf Wiedersehen.
Einer der Gründe,dass manche Juristen sich überschätzen,dürfte daran liegen,dass durch die
Regeln d. Bundesrechtsanwaltsordnung(BRAO) u. dadurch ,dass Anwälte
ein Organ der Rechtspflege mit Privilegien im Rechtsverkehr sind, ein
hoheitliches Denken u Verhalten gegenüber dem Bürger entstehen
kann,das eben zur Überheblichkeit,Fehleinschätzung
usw.führen kann.
Ein weiterer Grund ist auch ,dass die Rechtsanwaltskammern(Stuttgart hat
z.B. die größte Anwaltskammer in DE),m.E.viele Dinge bei
Verfehlungen von Anwälten im juristischen Bereich nicht
sanktionieren.Komischerweise dulden das manche Landesjustizminister,
andere Landesjustizminister nicht.
Deshalb kann ich mir vorstellen,dass dieser"Freibrief"auch
dazu führen kann,als ob manche Juristen über den Bürgern
stehen.Kommt dann ein hoheitliches Amt durch die Politik hinzu kann sich
das zusätzlich verschärfen.Das dürfte auch ein Grund
sein,warum besonders Juristen in die Politik gehen.(PS:bei Merz war zu
erkennen,dass die Politik auch der Schlitten sein kann, in die TOP-Etage
der Juristen mit lukrativen Vertretungen einzusteigen)
Viele Unionsanhänger versagen Röttgen die Stimme.
Die Union befindet sich schon lange im Sinkflug der Wählergunst.
Warum? Weil sie traditionelle Felder ihres Markenkerns nicht mehr
bedient, im Gegenteil diese soger aktiv verneint.
Am Wochenende verloren Röttgen und die Union die Wahl, weil die CDU
nicht mehr als solche erkennbar ist. Röttgen als Vertreter der
Pizza-Connection und grüner Vordenker der Union wird von sehr
vielen der bisherigen Unionsanhänger nicht gewollt. Es widerstrebt
den Wählern eine Politik zu wählen, die ihren traditionellen
Grundüberzeugungen entgegenstaht.
Mit 26% Stimmenanteil und 40% Nichtwählern hat die Union fast die
Hälfte ihrer Klientel nicht ansprechen können und sich damit
auch eine Absage an die bisherige Umwelt- und Energiepolitik, für
die Röttgen als Bundesumweltminister besonders steht, abgeholt.
Mit der kopflosen Energiewende beging die Union Selbstmord aus Angst vor
dem Tod. Hinzu kommt die unterkühlte Wirkung Röttgens. NRW im
Herzen a la SPD sagt mehr aus - Norbert Röttgen Wählen, wozu?
Mutti und Roettgen...abgestimmt wurde über Beide
Klar muss Mutti es vor einer Wahl mit unbestimmten Ausgang ablehnen, daß auch über ihre Politik abgestimmt wird. Letztendlich aber ist sie das Aushängeschild der CDU mit Einfluß auch auf Kommunalwahlen.
Röttgen-Blitzgescheiter wendiger Karrierist
Röttgen-Blitzgescheiter wendiger Karrierist ohne jede Anteilnahme
am Schicksal anderer und ohne jedes Interesse an der Zukunft des Landes,
nur an der eigenen Karriere interessiert- also das Vorbild für fast
alle Jungakademiker.
Allerdings ist es schon bemerkenswert dass er ohne jedes
Schamgefühl seinen hemmungslosen Egoismus ausgerechnet bei einer
Wahl noch nicht mal mit dem üblichen Sozial- und
Verantwortungs-Gesülze zudeckte.
Jedem Ende wohnt ein Zauber inne...
Wie kann man jemanden entzaubern, der nie bezaubern konnte?
Das Wahlergebnis zeigt exakt, was die Leute von Röttgen halten. Und
das mit Recht...
...kann man nicht wählen - an die Spitze eines Landes schon gar
nicht. Dieser katastrophale Wahlkampf wird Norbert Röttgen nie mehr
loslassen. Waren es auch schon mal harmlose Ferienbilder zur falschen
Zeit, die eine Politikerkarriere beendeten, dann stehen die Aussichten
für Herrn Röttgen nach diesem Debakel, das einzig seinen Namen
trägt, ganz schlecht. Das Vertrauen im Volk und in der eigenen
Partei in diesen Mann ist dahin. Er ist kein Wahlverlierer gegen
bekannte und für einmal starke Gegner - er ist ein Gescheiterter.
Die Verknüpfung der NRW-Wahl mit der Politik der Kanzlerin war nur
das i-Tüpfelchen einem desaströs geführten
Landeswahlkampf. Selbst bei den Themen versagte er. Man ist sich ja
einiges gewöhnt von Politikern, aber das war des Schlechten dann
doch zuviel: Den politischen Gegner unnötig gestärkt und die
eigenen Reihen in Bedrängnis gebracht. Sowas will niemand nochmal
erleben. Herr Röttgen ist politisch erledigt.
so lassen sich außer Röttgen ja noch etliche andere Politiker in D beschreiben und die NRW-Wahl hat gezeigt, daß die Menschen diese Alleswisser und Nichtssager mit ihrer Seifenblasenrhetorik nicht mehr akzeptieren. Und das ist gut so.
Nobbert, gezz bisse nur noch Ex-Kronprinz!
Ehrlich gesagt, bei der Wahl kam es mir vor allem darauf an, dass so ein
gelackter Politprofi mal so richtig gegen die Wand laufen würde.
Und genau das ist eingetreten, deshalb war es ein toller Wahlabend
für mich. Gibt es vielleicht doch noch so etwas wie eine
höhere Gerechtigkeit?
Nicht, dass ich prinzipiell gegen die CDU eingestellt wäre, aber
dieses 2. Jahrzehnt läuft für die CDU doch ziemlich traurig:
letztes Jahr der Super-Hoffnungsträger vuzKTGutt, dann der liebe
Christian, und nun der flotte Norbert gescheitert.
Hat neuerdings der liebe Gott vielleicht besonders christliche Politiker
auf seiner Beobachtungsliste? Und greift dann beherzt ein?
Egal, Nobbert, gezz musse deine Karriere umplanen...
westerwelle, wulff, guttenberg, röttgen, evtl. künast ...
Es ist schon erstaunlich, wie solche erfahrenen und erfolgreichen Politprofis selbst unter günstigsten Voraussetzungen und ohne Not sich selbst demontieren. Bodenhaftung, das Vermögen sich selbst , Stimmungen und Situationen realistisch einzuschätzen, scheint hier verloren gegangen zu sein.
Wer Röttgen ins Feld schickt, WILL verlieren.
Die Frage mit dem schalen Beigeschmack stellt sich: WARUM?
Die Kanzlerin, als absoluter Profi in Sachen Agitation und Propaganda
wusste es entweder, oder sie ist inzwischen so abgehoben und
realitätsentfremdet, das sie ihrer eigenen Propaganda glaubt. Als
Folge gewinnt sogar eine Kraft...und das ist schon eine Kunst...
Bedauerlich und eine Ohrfeige für alle engagierten
Parteigänger, ist es sich von machthungrigen Personen misbraucht zu
fühlen, die wie Herr Röttgen (das vergleichbare Verhalten von
Frau Künast haben die Wähler in Berlin nicht durchgehen
lassen) handeln.
Unschön aber noch zu tolerieren wäre -wegen seiner
Karriereplanung auf bundespolitischer Ebene- ein Verzicht auf die
Kandidatur um das Spitzenamt im Landtagswahlkampf gewesen.
Wer so deutlich dem Wähler wie erst recht den hunderten
freiwilliger Wahlkampfhelfer zeigt, dass er nicht bereit ist, seine
eigenen Interessen hinter die der von ihm behaupteten politischen
Position zurück zu stellen, der verleirt in den eignen Reihen an
Glaubwürdigkeit und sollte sich aus der aktiven Politik umgehend
zurück ziehen. Auch deshalb, weil solches Verhalten m.E. erheblich
zum Verdruss auf die Politik zu führt und das ist für die
Demokratie schelcht..
Das ist die wohlverdiente CDU-Quittung
Der dramatische Trend ins negative setzte für die CDU schon vor Jahren in den Großstädten ein. In Köln wurde die Bevölkerung durch Inkompetenz und Klüngel von der CDU abgestoßen. Ich bin kein SPD-Freund, aber die CDU kann es einfach nicht, ist einerseits alten und überholten Hinterzimmer-Kungeleien verhaftet, andererseits hat sie selbst alle ur-eigenen Werte über Bord geschmissen. Warum soll ich als CDU-Anhänger denn einen Röttgen wählen? Mein Job als Bürger ist nicht die Karriere-Hilfe für einen aalglatten Karrieristen qua Wahlzettel. Was in Köln mit dramatischen Verlusten für die CDU gewann, hat sich jetzt auf Landesebene durchgesetzt. Ich glaube sogar, dass sich die CDU davon viele Jahre nicht mehr erholen wird. Zu Recht!
Die Engländer treffen wieder einmal den Nagel auf den Kopf:
"Crown Prince Turns Into Frog"
Da stellt sich die Frage,
wer ihn noch küssen wird....
Nicht nur Norbert Röttgen ist völlig entzaubert...
...auch die Bundesvorsitzende der CDU ist es. Seitdem sie die Geschicke der CDU leitet, laufen der Partei Mitglieder und Wähler davon. Die CDU hat massive Personalsorgen. Ihr Glück: die SPD hat sie auch.
trotz einer recht guten Ausgangslage hats der Röttgen einfach voll verbockt. Entweder ist er ein "under cover Agent" der SPD oder Merkel war es aus rein CDU internen Szenarien lieber, den so schlauen Kandidaten massivst zurechtzustutzen. Tragisch daran ist, dass die rot/grüne Schulden- und Blockade Orgie in NRW weitergeht. Wenn Laumann das Ruder ünernimmt, sollte die NRW-CDU lieber gleich geschlossen einen SPD Aufnahmeantrag stellen. Hoffentlich machen die andern Parteien eine gute Oppositionsarbeit im Land.
... da überlegt man strategisch, ob es nicht am besten wäre,
für eine Karriere in der Politik Jura zu studieren und schafft es,
neben dem Studium auch noch in den Jugend- und Nachwuchsorganisationen
der CDU sein Profil zu schärfen .... schnell noch eine Promotion in
Rechtswissenschaften (wohl gemerkt: eine Promotion ist der Beleg der
Befähigung zu selbstständigem, wissenschaftlichen Arbeiten),
denn der Doktor-Titel macht sich gut im Untertitel im Fernsehen ....
Kometenhafter Aufstieg; "Nachwuchstalent", "Muttis
Klügster"; Minister in Berlin .... und dann lassen sich die
konservativen Wähler in NRW einfach nicht mehr blenden von all dem
Getue und Gerede, mit dem der CDU - Mann Röttgen über den
Ministerpräsidentensessel in Düsseldorf ins Kanzleramt
einziehen wollte ....
Dumm gelaufen, Herr Röttgen, nicht wahr?
| Name | Kurs | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |