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Kommentar : Wo ist eigentlich Pofalla?

Ronald Pofalla ist Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn. Bild: dpa

Die Sperrung auf der Rheintalstrecke kann für die Deutsche Bahn sehr teuer werden. Doch Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla geht in Deckung. Das kann nicht sein.

          Mindestens acht Wochen lang werden die Züge auf dem wichtigen europäischen Schienenkorridor zwischen Rotterdam und Genua nicht durchfahren können. Wie teuer die Sperrung auf der Rheintalstrecke für die Deutsche Bahn wird, ist noch nicht abzuschätzen. Da wird es nicht nur um die Reparatur am Tunnel Rastatt gehen, sondern auch um Aufwendungen für Ausweichstrecken.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Zehntausende Fahrgäste müssen auf Busse im Ersatzverkehr umsteigen. Auch Güterbahnen und Verlader zählen schon ihre Schäden. Allein die Güterbahnen kommen auf Umsatzeinbußen in dreistelliger Millionenhöhe.

          Für die Deutsche Bahn ist die Havarie ein schwerer Schlag. Unabhängig von der technischen und juristischen Verantwortung, die noch geklärt werden muss, zieht sie die Giftpfeile auf sich. Dabei geht der Infrastrukturvorstand vornehm in Deckung. Wo ist Ronald Pofalla?

          Er schickt bislang die Fachleute vor, die dem Publikum das Desaster erklären sollen. Doch die Sache ist von mehr Gewicht. Im Baustellen- und Risikomanagement muss die Bahn Konsequenzen ziehen, nicht nur für andere Großprojekte wie Stuttgart 21. Den Fragen der Öffentlichkeit kann der Bahnvorstand nicht ausweichen.

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