Die deutsche Industrie ist extrem von Rohstoffimporten abhängig. Deshalb erstaunt, mit welcher Lässigkeit sie es über Jahre versäumt hat, sich eine eigene, zuverlässige Versorgung zu organisieren. In der Erwartung grenzenlos offener Märkte und der Konzentration auf das „Kerngeschäft“ hat sie die Sicherung der Rohstoffversorgung aus den Augen verloren. Das war ein strategischer Fehler, wie sich gezeigt hat. Denn nicht überall auf der Erdkugel wird nach den gleichen Regeln gespielt. Vor allem das nach Rohstoffen aller Art sich verzehrende China saugt den Weltmarkt leer.
Die Pekinger Zentralregierung legt Hand auf ausländische Vorkommen, auch die heimische Produktion steht in erster Linie chinesischen Unternehmen zur Verfügung. Deshalb war es an der Zeit, dass die deutsche Industrie die Lage nicht mehr nur beklagt, sondern etwas für die Verbesserung ihrer Versorgungslage tut. Die Gründung der von der Politik unabhängigen Rohstoffallianz ist dafür ein richtiger Schritt. Durch die Bündelung von Nachfragemacht und als Mitinvestor für neue Projekte sollte sie sich auch als kleiner Mitspieler im globalen Rohstoffmonopoly Gehör verschaffen können.
Überfällig
Wolfgang Richter (langweiler2)
- 25.04.2012, 11:27 Uhr
Dieses Land
Christoph Rohde (prediger1)
- 25.04.2012, 09:44 Uhr
Allianz mit wem?
Josef Bujtor (Mramorak)
- 25.04.2012, 08:48 Uhr
Nur die "Vereinigten Staaten von Europa" werden in Zukunft
noch eine Chance haben
Paul Rabe (heidelpaul)
- 25.04.2012, 08:22 Uhr