Home
http://www.faz.net/-gqe-76a9p
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Rezession bleibt Arbeitslosigkeit in Spanien steigt weiter

Auch zu Beginn des neuen Jahres legt die Zahl der Erwerbslosen in Spanien zu. Das unter Finanzierungsschwierigkeiten leidende Land steckt weiter in der Rezession.

© dpa Vergrößern Proteste - diesmal nicht gegen das Sparprogramm, sondern gegen die Regierungspartei, die sich mit Schwarzgeld-Vorwürfen auseinandersetzen muss.

Der spanische Arbeitsmarkt kommt auch im neuen Jahr nicht vom Fleck. Die Zahl der Erwerbslosen stieg im Januar auf 4,98 Millionen, teilte das Arbeitsministerium in Madrid mit. Im Vergleich zum Dezember waren das gut 132.000 Menschen oder 2,7 Prozent mehr. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone steckt derzeit in einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im vierten Quartal 2012 um 0,7 Prozent. Regierungschef Mariano Rajoy will sein Land mit einem harten Reform- und Sparkurs aus der Krise führen. Zur Ankurbelung der Wirtschaft soll es bald auch ein Konjunkturpaket geben.

Die Aussichten für Spaniens Wirtschaft bleiben trübe. Der Internationale Währungsfonds sagt für das laufende Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent voraus, nach einem erwarteten Minus von 1,4 Prozent für das vergangene Jahr.

Spaniens Banken streichen Stellen

Größtes Hindernis für eine Erholung ist die hohe Arbeitslosigkeit. Jeder vierte Spanier hat keinen Job. Die monatlichen Daten des Arbeitsministeriums gelten als weniger zuverlässig als die Quartalszahlen des nationalen Statistikamts. Denen zufolge betrug die Arbeitslosenquote im Schlussquartal rund 26 Prozent - das bedeutet, dass etwa 5,97 Millionen Spanier zwischen Oktober und Dezember ohne Job waren.

Mehr zum Thema

Stellenstreichungen treffen zunehmend Beschäftigte in der Finanzindustrie. Hier sollen im laufenden Jahr nach Gewerkschaftsangaben rund 20.000 Arbeitsplätze wegfallen. Für Mittwoch sind Streiks bei Instituten wie Bankia, Banco de Valencia und Nova Galicia Banco geplant, denen die öffentliche Hand mit Finanzmitteln über die Krise hinweggeholfen hatte. Rajoy trifft im Laufe des Tages zu deutsch-spanischen Regierungskonsultationen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammentreffen.

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Spanien Rajoy gesteht Katalanen kein Referendum zu

Spaniens Ministerpräsident Rajoy wird ein echtes Referendum nach schottischem Vorbild über die Unabhängigkeit Kataloniens nicht zulassen. Die Einheit Spaniens stehe nicht zur Disposition. Mehr Von Leo Wieland, Madrid

12.11.2014, 15:40 Uhr | Politik
Jerusalem Israel zerstört Haus eines Attentäters

Israelische Sicherheitskräfte haben mit den angekündigten Vergeltungsmaßnahmen für den Anschlag auf eine Synagoge in Jerusalem begonnen. Jetzt wurde das Haus eines Attentäters abgerissen; weitere sollen folgen. Mehr

19.11.2014, 11:02 Uhr | Politik
G 20 in Brisbane Die wichtigsten Gipfel-Beschlüsse

Zwei Tage lang haben die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer im australischen Brisbane getagt. Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Beschlüsse. Mehr Von Christoph Hein, Brisbane

16.11.2014, 11:44 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 04.02.2013, 11:59 Uhr

Der Altmeister

Von Holger Steltzner

Die EZB will möglichst rasch Staatsanleihen von Euro-Krisenländern kaufen. Dass das etwas bringt, glauben weder Finanzexperten noch altgediente Notenbankpräsidenten. Mehr 1 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wer in Europa am meisten forscht

Nicht nur in staatlichen Einrichtungen und Hochschulen wird geforscht. In vielen EU-Ländern macht der Unternehmenssektor den größten Anteil an den Ausgaben aus. Doch es gibt auch Ausnahmen. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden