Wirtschaftsminister Rainer Brüderle löckt wider den Stachel. Er wagt es, die Rentengarantie in Frage zu stellen. Mit ihr haben SPD und Union in die Rentenformel eingegriffen, um die Senioren vor den Folgen der schwersten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik zu schützen.
Das auf Vertrauen angelegte Rentensystem haben sie damit nachhaltig geschädigt. Mehr als fünfzig Jahre galt das Prinzip, dass die Renten den Löhnen folgen. Das galt auf dem Weg nach oben, aber zur Logik des Systems gehörte, dass dies auch andersherum gilt.
Willkürlich wurde der Zusammenhang zu Lasten der Arbeitnehmer (und Arbeitgeber) aufgekündigt. Sie zahlen dafür den Preis. Der Rentenbeitrag ist höher, als er sein müsste. Dies trifft indirekt auch den Bund, der eine erkleckliche Summe zuschießt.
Theoretisch sollen die Senioren mit später geringeren oder gar ausfallenden Rentenerhöhungen für die Garantie zahlen - doch es fällt schwer, dem noch Glauben zu schenken. Die Rente wird nur sicher bleiben, wenn die junge Generation nicht das Gefühl beschleicht, zugunsten der Alten über den Tisch gezogen zu werden. Deswegen ist Brüderles Anstoß richtig und wichtig.
Reiche und arme Rentner
lu fauk (Fauck)
- 27.07.2010, 10:34 Uhr
Im Krisenjahr 2009 wurden die Renten erhöht und eine Garantie eingeführt,
Steffen Rupp (steffenrupp)
- 27.07.2010, 10:39 Uhr
Was hat ihn da bloß geritten?
Gabriel Rosenthal (gabriel_rosenthal)
- 27.07.2010, 10:49 Uhr
Unverantwortlich populistische Mentalität der Klientelbefriedigung
joachim bovier (jbovier)
- 27.07.2010, 11:07 Uhr
Deswegen ist sein Anstoss wichtig...
Peter Szameitat (MAKSAS)
- 27.07.2010, 11:10 Uhr