23.08.2010 · Die SPD knüpft die gesetzlich vorgesehene Anhebung der Regelaltersgrenze an ideale Voraussetzungen für die Beschäftigung Älterer. Zugleich plädiert sie dafür, zur geförderten Frühverrentung zurückzukehren und die Renten von Geringverdienern anzuheben - alles, ohne ein Wort zu Kosten und Finanzierung.
Von Heike GöbelVom SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel zur offenen Rentendebatte eingeladen, hat das Parteipräsidium die „Rente mit 67“ am Montag einstimmig verworfen. Nichts anderes besagt das Beschlusspapier, schiebt man das Wortgeklingel beiseite.
Die gesetzlich vorgesehene Anhebung der Regelaltersgrenze wird an ideale Voraussetzungen für die Beschäftigung Älterer geknüpft. Diese Voraussetzungen wird es auf dem Arbeitsmarkt aber nur geben, wenn das Gesetz von 2012 an durch die stetige Anhebung der Altersgrenzen Fakten schafft. Gerade weil es dauern wird, eine Gesellschaft, die vierzig Jahre lang die Frühverrentung gepriesen hat, zum Umdenken zu bringen, steigen die Altersgrenzen nur sehr langsam, erst 2029 werden 67 Jahre erreicht. Das SPD-Präsidium trägt das Gesetz, das die Partei in der großen Koalition selbst initiiert hat, nicht mehr mit.
Zugleich plädiert es für ein Zurück zur geförderten Frühverrentung und einer Anhebung der Renten von Geringverdienern - alles, ohne ein Wort zu Kosten und Finanzierung. Wird der Präsidiumsbeschluss 2011 tatsächlich Parteiprogramm, steht die SPD rentenpolitisch nackt da. Aus der seriösen Rentendebatte hat sich Gabriel mit diesem Papier verabschiedet.
was ist heutzutage schon seriös,
Thomas Gehrenberg (tgehrenberg)
- 23.08.2010, 23:44 Uhr
Die spinnen die Römer ....
Friedhelm Trenkle (uluru111)
- 24.08.2010, 00:20 Uhr
Nein, die Sozialdemokraten prüfen halt, bevor weit reichende Entscheidungen...
Aleshanee Pradesh (Aleshanee)
- 24.08.2010, 00:27 Uhr
Unbedingt die Reichensteuer einführen
Ulrich Wahr (wahrheit29)
- 24.08.2010, 00:38 Uhr
@ Ulrich Unwahr: Ihre Dummheiten sollten auch mit Abgaben belegt werden!
Max Schreck (MaxSchreck)
- 24.08.2010, 00:56 Uhr
Heike Göbel Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.
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