Das letzte Gefecht um die Rente mit 67 wird mit der Arbeitslosenstatistik ausgetragen. Die Anhebung des regulären Rentenbeginns von 2012 an in Trippelschritten bis 2029 ist zwar längst Gesetz. Doch findet sich darin zur Beruhigung der Gegner die Vorgabe, alle vier Jahre zu erkunden, wie es um die Arbeitsmarktchancen Älterer bestellt ist – wohlweislich ohne zu konkretisieren, wie viel Beschäftigung es denn sein muss, damit das Gesetz Bestand hat.
Jede Regierung kann also selbst entscheiden, ob sie Konsequenzen aus dem Prüfbericht zieht. Er ist reine Formsache. Aber natürlich tut sich nicht nur die Politik mit dem Gesetz leichter, wenn Ältere im Beruf nicht mehr automatisch vorzeitig ausgemustert werden, ein Rentenbeginn mit 67 (und damit eine Rente ohne Abschläge) tatsächlich erreichbar ist. Eine solche Dynamik ist in Gang gekommen. Das besagen – ungeachtet etwas ungünstigerer Daten für die vergangenen drei Jahre, die auf einer Umstellung der Statistik beruhen – die mittelfristigen Zahlen zur Erwerbsbeteiligung eindrucksvoll.
Der erfreuliche Trend wird sich noch kräftiger fortsetzen, wenn die Regierung fest zur Rente mit 67 steht. Das sollte ihr leichtfallen, die Kritiker haben wenig in der Hand.
die mittelfristigen Zahlen zur Erwerbsbeteiligung
Paul Rabe (heidelpaul)
- 15.11.2010, 17:36 Uhr
Typischer Göbel-Kommentar
gisbert heimes (gisbert4)
- 15.11.2010, 17:49 Uhr
Politische Hoffnung ist das Eine, alle Tatsachen sprechen jedoch dagegen.
norbert doerre (ndoerre)
- 15.11.2010, 18:36 Uhr
Warum imitiert man nicht das finnische Modell?
Jane Austin (janeaustin)
- 15.11.2010, 19:11 Uhr
Rentenkürung
Hans Schmich (desox)
- 15.11.2010, 19:20 Uhr