23.03.2007 · In Deutschland ist es wieder kalt geworden, der Blick schweift in die Ferne. Schnell und billig buchen ist nicht schwer. Den Überblick gibt's im Internet, den besten Preis im Reisebüro.
Von Patrick BernauDie Menschen nehmen schon eine Menge Anstrengung auf sich, bevor sie sich endlich erholen können. Da ist nicht nur die Anreise, die oft viel Kraft kostet, sondern auch die Reiseplanung: Wohin soll es überhaupt gehen? Und wie lässt sich die Reise am besten buchen?
Die Möglichkeiten sind unüberschaubar: Im Internet gibt es Websites von Hotels und Fluggesellschaften, die Reiseveranstalter haben eigene, dazu kommen spezielle Seiten, die Flug- oder Hoteltarife vergleichen. Und dann gibt es da noch die ganz altmodische Variante: im Reisebüro. Wer da die billigste Variante sucht, ist lange beschäftigt.
Vergleichsseiten sind kompliziert
„Klar“, denkt man, „wenn eine Website Flugtarife vergleicht, wird sie den niedrigsten Preis haben.“ Schon täuscht man sich. Wer direkt auf der Seite bucht, zahlt meist eine Vermittlungsgebühr extra. Außerdem findet keine Vergleichsseite immer das Angebot, das tatsächlich am billigsten ist. Besser ist: die Ergebnisse mehrere Seiten durchforsten und bei der billigsten Fluggesellschaft noch mal direkt nachschauen (siehe Tabelle). In vielen Fällen kann man so noch mal Geld sparen - zumindest, wenn es um den Flug geht. Anders bei den Hotelvergleichsseiten: Die haben manchmal eigene, bessere Preise.
Die Vergleichsseiten sind allerdings kompliziert. Man verläuft sich leicht, braucht einen Abend, bis man ordentlich verglichen hat - und bucht trotzdem das Falsche. Da freut sich der Nutzer über den billigen Flug und merkt erst kurz vor dem endgültigen Klick, dass die Maschine nachts um drei geht.
Oft hilft der Computer im Reisebüro
Normalerweise geht man mit solchen Fragen zu einem Menschen, also ins Reisebüro. Doch das hilft nicht immer. Denn es gibt so viele unterschiedliche Reiseziele. Manchmal sitzt der Kunde 20 Minuten, um dann zu erfahren, dass sich keiner der Mitarbeiter dort auskennt. Unter den vielen Leuten, die Reisen verkaufen, sind es die Veranstalter wie TUI oder Dertour, die über die Zielregion am meisten wissen. Dieses Wissen steht auch auf ihren Websites. Teils gibt es dort auch Hotelbewertungen von Gästen, detaillierter als im Katalog. Darum sind diese Websites die erste Anlaufstelle. Das Reisebüro weiß dagegen, wie man möglichst billig in den Urlaub kommt: Sein Computer vergleicht oft die Angebote mehrerer Veranstalter, am heimischen Rechner würde das viel Arbeit machen.
Auf die Preisvergleichsseiten im Internet sollten danach vor allem die Interessenten noch einmal schauen, die eine Städtereise innerhalb Europas planen. Der Preisvergleich für den Flug lohnt sich dagegen für die Leute nicht, die aus Europa hinausreisen und keinen Billigflieger nutzen können. Und wer nicht in einer großen Stadt absteigt, kann sich die Hotelvergleichsseiten sparen. Die haben nämlich ihre Stärken dort, wo es viele Geschäftsreisende gibt: also in den Städten und nicht in den Touristendörfern. Komplettreiseportale wie Opodo oder Expedia kennen zwar auch die Urlaubsziele, sind aber meist nicht billiger als die Reiseveranstalter.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2463 | −0,21% |
| Rohöl Brent Crude | 106,30 $ | −0,51% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
Anonym bewerben? Ist das gut?