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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Reinhold Messner „Seilschaft Monti - Draghi will einen anderen Weg“

 ·  Bergsteiger Reinhold Messner lobt seine Wanderfreundin Angela Merkel, kritisiert die Politik der EZB und das italienische Gespann Draghi/Monti. Und preist das schöne Südtirol.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (24)

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 10.09.2012 11:08 Uhr

Von nichts kommt halt nichts

Vielleicht ist Frau Merkel unter den Großen der Welt tatsächlich die Uneitelste, wenn man an die "Herren" der Schöpfung denkt, die wie Putin mit Muskeln protzen usw.
Es scheint, daß die Kanzlerin trotz des wirtschaftlichen Gewichtes Deutschlands nicht viel zu sagen hat. Der Wegfall der Atomenergie macht Deutschland politisch zu einem Zwerg! Wer soll D noch ernst nehmen?
Und das Engagement in Afghanistan war/ist ja auch so eine halbe Sache. Friedensstifterin, THW Bundeswehr- oje!
Nicht mal bei Aktionen an der Piratenküste am Horn von Afrika darf die BW mitmachen- lächerlich das grün-rote Gezänk darüber; usw. usw.
Und weil D nix zu sagen hat, dürfen die Bundesbürger die Schulden anderer begleichen.

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Andreas Gehrmann

Mhh,

Zunächst einmal gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Merkel und Messner: die eine ist zu Diplomatie verpflichtet, der andere nicht!
Merkel kann nicht sagen was sie denkt - selbst wenn sie meiner Meinung wäre:
Die Finanzmärkte, insbesondere die mächtige Finanzoligarchie, von einem Dutzend Banken und deren "angechlossenen" Hedgefonds plus Ratingagnturen bestimmen, welche Entscheidungen getroffen werden. Da kann der eine oder andere Staat schon mal hinten rüber fallen. Die informierten Leser kennen die Doku über Goldman Sachs. Das ist aber nur EIN Spieler. Das Orchester aber ist übermächtig!
Ich bleibe dabei: Solange die Finanzmärkte nicht strikt reguliert sind, wird KEINE Maßnahme Erfolg haben. Der "demokratiekonforme Markt", der Merkel und CO so am Herzen liegt, ist aber ein Hinweis darauf, dass die Macht des Finanzkartells niemals gebrochen wird.
Jetzt bin ich nur noch gespannt, ob dieser Beitrag gepostet wird.

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Martin Geier

Südtirol

Zuerst; ich bin Südtiroler. Seinen Einschätzungen zu Südtirol kann ich weitgehend zustimmen. Zum Italienischen LFA hat Südtirol infolge der 9/10 Regelung und dem Mailänder Abkommen bisher nicht viel beigetragen. Wäre Südtirol mit seinem Durchschnittseinkommen&Reichtum ein Teil von D; müßte es wie BW oder Bayern weit mehr zahlen. Infolge der Italienischen Krise erhöht sich der Druck auf die Autonomen Gebiete I's und das führt zu schweren Querelen zwischen Land S und Staat. Die Separatisten sind eine politische Minderheit nur einer Sprachgruppe(der deutschen) in einem dreisprachigen Land. In letzter Zeit haben sie aber Aufwind weil sie den Traum gar Einiger repräsentieren Italien adieu zu sagen, die anteiligen Staatsschulden zurückzulassen sowie dem ital. LFA zu entgehen. Über deren Südtirol braucht man sich keine Illusionen zu machen. Aber zum Glück no way; internationale Verträge sowie der europäische Konsens der Nichtgrenzveränderung verhindern solche Spielchen; ansonsten hell. ;(

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Norbert Dr. Leineweber

Messner auf einem Gipfel ist schlauer als Schäuble und Merkel auf dem Gipfel der Macht

Da muss sich das Duo Schäuble-Dr. Merkel leider dem Duo Draghi-Monti geschlagen geben.

Nun man hätte die drei mal mit einem Heli auf einen Alpengipfel fliegen müssen, damit zwei dazulernen, was Weitblick ist, und dass es den in der Politik auch gibt, vgl. fortunanetz.
Und es ist ganz offensichtlich so, dass ein Bergsteiger mehr von Strukturkrisen versteht als Merkel. Vielleicht sollten die beiden mal die Position tauschen.

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Michael Jerosch-Herold

Das geringste Uebel

Die von Draghi anvisierte Lösung, nämlich Stützungskäufe von Anleihen von taumelnden Staaten, ist vielleicht noch das geringste Übel um der Krise Herr zu werden. Das dient nicht nur Italien, sondern kann ein Zerfallen des Euros verhindern.

Wenn man wie Herr Messner für den Erhalt der europäischen Idee ist, muss man so oder so in den sauren Apfel beißen. Was wären denn die Alternativen?

Die Rettung des Euro wird eine Gratwanderung bleiben. Links und rechts tun sich Abgründe auf, und wenn einer das Gleichgewicht verliert kann er alle in die Tiefe reißen, es sei denn der Taumelnde wird vom Sicherheitsseil ausgeklinkt, und man nimmt in Kauf dass er dann in die Tiefe stürzt... Darauf warten doch nur die Aasgeier in der Finanzwelt, die dann Unternehmenswerte in den betroffenen Ländern zu Spottpreisen aufkaufen können, während der Steuerzahler in DE alle Ansprüche verliert... und die Strukturreformen bei den Spottpreisen vergessen werde...

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 09.09.2012 17:18 Uhr

Seilschaften

... man sieht: Die Südtiroler - jedenfalls vom Typ Messner - sind in gewisser Weise die Deutschen Italiens, nur viel realistischer in den Einschätzungen und Zielen, man könnte sagen erwachsener und weniger provinziell.

Während sich alle über Draghi empören, sagt er es nüchtern und richtig: Eine Seilschaft mit Monti, um italienische Interessen durchzusetzen. So einfach ist das.

Gut, dass Frau Merkel fit ist; das wird sie bei Verhandlungen brauchen.

Die Messner Mountain Museen sind übrigens sehr besuchenswert.

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Jürgen Dannenberg

Messner hat Recht,

mit dem was er über seine Heimat Südtirol sagt. Seine Meinung teilen auch viele Deutsche und Österreicher, Südtirol hat bis zum Vertrag (1920)von Rapallo noch zu Österreich gehörte. Und wäre bestimmt nicht mit Österreich auf Platz 67 der Korruptionsliste wie Italien abgefallen. Weit hinter Uganda.
Auch trügt seine Meinung nicht das Draghi und Monti die Schurken in der Euro Krise abgeben. Aber ich frage mich immer noch, sind Frau M und Herr S. wirklich so dumm, naiv oder nur einfach blöde. Also ich kann das einfach nicht rational fassen. Was ist da los.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.09.2012 21:12 Uhr
Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 09.09.2012 21:12 Uhr

Was ist los?

Die Antwort ist m.E.|

Herr S. ist Überzeugungstäter. Der glaubt an Europa, so wie er glaubt, dass er 100.000 Euro in einem Koffer nur deshalb bekam, weil jemand das Programm der CDU gut fand. Er fühlt sich verbunden mit Mario und sieht sich als bescheidener Kohlenträger auf einem Schiff. Das ist also ein Träumer, der, wenn man ihm die Bettdecke klaut, erst knapp vor Erfrieren aufwacht.

Frau M. ist deutlich schwieriger. Ich kann nur mit ihrer Sozialisation spekulieren und glaube, dass sie keine Illusionen hat, aber weiß, dass die DDR, pardon, der Euro eh fortbesteht und man den Rest, die Politbürositzungen, halt schon erträgt. Die scheut daher Veränderungen, wie eine Katze das Wasser, und wird GR im Euro halten, solange nur die Fassade halbwegs stimmt ...

Draghi und Monti nutzen das einfach schamlos aus, sind südländisch höflich und lachen nur unter sich... Die sind professionell und haben noch dazu den besseren Schneider...

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Bodo Kälberer

ja, so blöd kann man sein.

Und gleich die nächste Frage: Wieso braucht es einen Hobbypolitiker aus Südtirol um das europäische Problem recht objektiv auf den Punkt zu bringen? Kann das kein aktiver deutcher Politiker? Wozu sind die dann da?

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Joachim Schroeder

Kundenpflege!

Wenn Reinhold Messner in seinem Satz: ''Die machen so viele
Schulden auch weil ein mafiöses System ganz Italien runtergezogen
hat.''
''Italien'' durch ''EU'' ersetzt hätte, dann läge er in etwa richtig.
Wobei er mit dieser unbequemen Wahrheit wahrscheinlich jetzt eine
Wanderbegeisterte weniger hätte!

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Gerhard Storm

Draghi brilliert, Merkel und Schäuble, kopflos vor €-Rettung, liefern D dem illegalen Zugriff aus.

Das kurzweilige Interview mit dem sympathischen Denkmal zu Lebzeiten-Bergsteiger hat interessante Hinweise erbracht. So war mir die Draghi-Monti-Seilschaft als abgekartete Angelegenheit noch nicht benkann. Im Nachhinein aber leicht nachvollziehbar.

D, das wichtigste Zahlerland, hat sich von Draghi in draghisch eleganter Handstreichmanier zu einem modernen Zahlsklaven degradieren lassen.

Merkel und Schäuble, beide kopflos vor €-Rettung, haben gemerkt, dass sie draghisch über den Tisch gezogen wurden, als es schon zu spät war.

Es ist unfassbar, wie dilettantisch und leichtsinnig die Interessen von D und seiner Bürger von der Kanzlerin u. ihrem dafür keines Preises würdigen Finanzminister an den italienischen Kapitalversager bei der EZB-Sorglosländer-Hausbank ausgeliefert wurden, ohne zu murren

Mit Lobhudelei für Draghi u. Spitzenlob für Europa soll übertüncht werden, wie rasch die Kanzlerin ihr "so lange ich lebe"-Versprechen zum Nachteil von D aufgegeben hat.

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 09.09.2012 13:25 Uhr

Ja, Herr Schmid, Sie haben, infatti, den wirklichen Grund unterschlagen: Merkel zaehlt im realen

Europa soviel wie die Karo 7 im Skatblatt, zero. Die Achse in dem Spiel laeuft ueber Obama-Hollande-Draghi und die zu wahrenden Interessen sind jene der USA und der Franzosen; Deutschland hat keinerlei Machtbasis, Ihr versteckt Euch immer hinter dem Exportweltmeister-Trallala, aber auch Eure Grossindustrie hat mehr amerikanische, arabische und chinesische stakeholder als deutsche. Merkel ist der eiserne-Lady-Pausenclown zur Beruhigung des Steuer-Michels an der Heimatfront, aber sie ist nur Geschaeftsfuehrerin der BRD-GmbH, die das besetzte Land des Kriegsverlierers Deutschland verwaltet, fuer die 3 verbliebenen Siegermaechte.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.09.2012 22:16 Uhr
Thomas Meyer

@ Krause: Die Achse läuft so

Obama-Monti-Draghi. Hollande spielt fast keine Rolle, er war nur der Auslöser für diese Seilschaft. Obama läßt sich von Monti beinahe täglich telefonisch unterrichten was in Euroland läuft.

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 09.09.2012 13:56 Uhr

der Grossteil des Mittelstandes liefert just-in-time an den Grossindustriellen, der fuer ihn das

Tor zur Welt ist; Magneti Marelli, Pirelli, Brembo ecc. haben auch Werke bei Euch, weil dort die werke der Kunden stehen. Wenn Merkel ueber Energiekosten, Steuererhoehungen ecc.die Marschbelastung erhoeht, kannst Du versuchen, Deine Produktivitaet zu erhoehen ... aber irgendwann reisst das Seil. Und wenn ein Grosser geht, dann folgen auch seine Lieferanten.Der Anteil der Industrieproduktion am deutschen BIP liegt auch nur noch bei 39 % ... und die hidden champions unter den PMI haben auch die Italiener ... D schafft sich ab ... einen Weg dazu werdet Ihr schon finden.

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Hartmud Ose
Hartmud Ose (hwarang) - 09.09.2012 13:39 Uhr

Den Hauptteil unserer Exporte

erwirtschaftet der Mittelstand, meist als Weltmarktführer in ihren jeweiligen Geschäftsbereichen - die sog. hidden champions. Die Großkonzerne und Banken beeinflussen die korrupten und verntwortungslosen Politiker, die in Deutschland eben keine Patrioten sind und kein Rückgrat haben. Es sind im Grunde vaterlandslose Gesellen ohne nationalen HIntergrund und bar jeden historischen Bewußtseins.

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Andreas Donath
Andreas Donath (adoc) - 09.09.2012 13:16 Uhr

Schuster bleib bei deinem Leisten

Auch wenn ich Südtiroler mag, nicht zuletzt wegen ihrer Werte-orientierten Bodenständigkeit, bezerifle ich, dass Bergsteiger Messener in der Lage ist, Psychogramm und Politik der Frau Merkel einzuschätzen. Immerhin täuscht diese perfide Frau ja auch (noch) die Mehrheit der Bundesbürger. Was M. indes über Dragi und Konsorten sagt, ist weitgehend zutreffend.

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Robert Hamacher

Besser kann man's nicht formulieren: Draghi ist in erster Linie italienischer "Patriot",

in zweiter Linie italienischer Patriot, in dritter Linie italienischer Patriot ....

Entsprechend übt er sein Amt als EZB-Präsident nahezu ausschliesslich als italienischer Interessenvertreter aus. Wenn Draghi in diesem Herbst nicht aktiv geworden wäre, hätte Italien zum Ende des Jahres vor der Pleite gestanden. Draghi hat sein europäisches Amt zu nationalen Zwecken missbraucht und eine zentrale europäische Institution vertauensmäßig marginalisiert - und nebenbei einer der deutschen ökonomischen Mythen: die Deutsche Bundesbank, nominelles Vorbild für die EZB, in die Mülltonne getreten. "Falschmünzer" ist eine noch höfliche Umschreibung für die nationale Egozentrik Draghis.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.09.2012 20:26 Uhr
Martin Geier

@Torsten Krause

Alles richtig was Sie schreiben. Italiens Problem ist daß einer an sich funktionierenden Wirtschaft ein ineffizienter Staat vorsteht. Die ineffiziente, langsame Justiz und Verwaltung bremsen das Land aus. Das Land braucht viel weniger Sparen und Steuererhöhungen; Italien ist im Schnitt eigentlich ein sehr reiches Land. Was Italien braucht sind Reformen. Auch das digitale Zeitalter wurde leider weitgehend verschlafen. ;(
Was ich aber nicht teile ist R. Messners Pessimismus. In den letzten Monaten hat sich eigentlich viel getan und Italien erwirtschaftet seit einigen Monaten sogar ein Handels- und Leistungsbilanzplus. Denke derzeit nicht daß Italien Mario Draghis Programm in Anspruch nehmen muß; die italienischen Zinsen sinken bereits und Italiens Schulden basieren in erster Linie auf Langläufer(Schnitt 7 Jahre). Spanien wird den Schirm wohl in Anspruch nehmen; was Madrid aushandeln wird, wird die Blaupause der Anderen(I?) sein.

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Johannes Ross

Stimmt nicht

Draghi ist in erster Linie Goldman Sachs Mann und macht was ihm von den "Märkten" vorgegeben wird.
Wenn es dann auch noch gut für Italien ist und schlecht für Deutschland dann gibt es für ihn kein halten.
Auch, dass sein Amtssitz in Frankfurt ist hindert ihn nicht daran, denn er hat ja die Rückendeckung von M & S.

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 09.09.2012 13:40 Uhr

wissen Sie, wovon Sie reden ? Italien hat die viertgroessten Staatschulden weltweit, ist die

drittgroesste Volkswirtschaft Europas, ist der zweitgroesste Industrieproduzent Europas, ist der drittgroesste Nettozahler in der EU, die groessten Investoren in italienischen Staatstiteln sind die USA und Frankreich ... Auch Weber haette Italien nicht fallen lassen, wenn Italien fiele, gingen auch die Deutschen aufs Land, um auf abgeernteten Aeckern Reste zu suchen, so wie 1948. Oder meinen Sie , die Merkel baut eine Mauer auf dem Brenner .... und Alles wird gut ?

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 09.09.2012 12:47 Uhr

Wie kann man Merkels Handeln erklären?

Ganz richtig sagt Messner dass Merkel genau wußte und weiß, dass das Duo Monti Draghi an Italiens Wohl denkt und an sonst nichts.

Trotzdem hat sie Weber fallen lassen und Draghi zum EZB-Chef gemacht.

Wie ist das zu erklären? Da fallen mir nur diese Möglichkeiten ein:

- Sie will sich das Wohlwollen der Südländer für ihre Barroso-Nachfolge erkaufen
- Sie will Deutschland ruinieren (Rache für das Schicksal der DDR?)
- Das Stichwort "Euro retten" blockiert ihr rationales Denkvermögen
- Sie träumt von einem Europa nach Vorbild der alten DDR

Habe ich da etwas vergessen?
Aber alle diese Varianten lassen sie nicht gut aussehen.
-

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Ewald Hejl
Ewald Hejl (Stejnberg) - 09.09.2012 12:45 Uhr

Weltbürger

Der Versuch, aus allen Europäern Deutsche zu machen, ist heute schon gescheitert. Daran wird auch der "Weltbürger" (Eigendefinition) R. Messner nichts ändern können. Es wird ihm auch nicht gelingen, aus allen Italienern (Süd-)Tiroler zu machen. Interessant ist allenfalls der Wunsch, dass das in Südtirol erwirtschaftete Steueraufkommen in Südtirol bleiben möge. Es wäre daher nur konsequent, das in den ehemaligen Hartwährungsländern erwirtschaftete Geldvermögen auch dort zu belassen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.09.2012 14:09 Uhr
Ewald Hejl
Ewald Hejl (Stejnberg) - 09.09.2012 14:09 Uhr

Danke

Danke für die Information. Die steuerrechtlichen Bestimmungen für die autonomen Regionen Italiens waren mir als Österreicher nicht genau bekannt. Über die Geldentwertung des Euros, werden die fleißigen Südtiroler aber wohl auch zur Kasse gebeten werden. Die einzigen die's nicht treffen wird, sind die, die jetzt schon nichts haben. Um Sitzilien werden wir uns keine Sorgen machen müssen ... schlechte Steuermoral und jede Menge Zuschüsse. Das alte Lied.

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 09.09.2012 13:32 Uhr

Herr Hejl, das ist kein Wunsch, das ist die Realitaet der autonomen Provinzen in Italien. Suedtirol,

wie auch Sizilien und Aosta, behalten direkt 90% des in der Region erwirtschafteten Steueraufkommens - auch jene Steuern, die im Rest Italiens dem Zentralstaat zustehen. Daneben bekommen sie vom Zentralstaat Zuschuesse, z.B. fuer eventuelle regionale Defizite in der Sozialversicherung. Suedtirol finanziert sich allein, Sizilien greift hingegen weitere 6 bis 8 Milliarden jaehrlich in Rom ab ... und eine mir nicht bekannte Summe in Bruessel.

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