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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Reformpläne Zuschussrente bis zu 850 Euro für Geringverdiener

 ·  Geringverdiener, die lange Jahre gearbeitet und daneben auch privat vorgesorgt haben, sollen im Alter nicht auf die staatliche Grundsicherung angewiesen sein. Sie sollen „Zuschussrente“ bekommen. Die Reform der Altersvorsorge für Selbständige wird derweil aufgeschoben.

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Thomas Böhm

Von der Leyen

Die Frau Doktor hat mal wieder einen genialen Beitrag zur dt. Sozialpolitk mit ihren neuen Vorschlägen geleistet! Anscheinend hat sie sich nach längerer Zeit als Arbeitsministerin immer noch nicht in ihr Resort eingearbeitet, sonst würde sie die Lebenswirk-lichkeit des Prekariats kennen.

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Kai Schraube

Tausche Zahnarztgattin gegen Schneiderin

Die Voraussetzung "Geringverdiener mit 30 Beitragsjahren und privater Zusatzrente" kann wohl niemand erfüllen. Die Schneiderin, die verantwortungsvoll 3 Kinder großgezogen hat und deshalb während ihres Arbeitslebens über lange Jahre nur Teilzeit beschäftigt war, hatte keine Gelegenheit, in eine private Rentenversicherung einzuzahlen.

€ 850,-- Zuschußrente lohnen auch finanziell nicht - der Barwert der Grundsicherung ist höher.

Die (mir bekannte) Schneiderin hat übrigens einmal den Fehler gemacht, freiwillig € 8.000,-- in die staatliche Rentenversicherung einzuzahlen. Bei den aktuellen Rahmenbedingungen und nicht mehr als 2% Inflationsrate müßte sie 118 Jahre alt werden, um wenigstens den eingezahlten Betrag zurückzubekommen...

Weiter so, Frau von der Leyen. Die Forderung nach einer Frauenquote für Vorstandsposten zeigt, welche Klientel in Ihrem Blockfeld liegt!

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Edgar Timm
Edgar Timm (duet) - 08.03.2012 10:46 Uhr

Warum eigentlich ...

"will von der Leyen Menschen mit langen Versicherungszeiten und zusätzlicher Vorsorge im Alter die staatliche Grundsicherung ersparen?"
.
Für die wirklich Bedürftigen spielt es doch keine Rolle, ob sie das für das Überleben notwendigen Gelder aus der einen oder anderen Tasche bekommen - denn Vermögen dürften die wenigsten ehemaligen Geringverdiener haben. Und wenn doch, dann brauchen sie keine Finanzierung aus der Rentenkasse.
.
Hier geht es doch nur mal wieder darum, die Bürokratie auszubauen und dem rechtschaffenen Bürger noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.
.
Im Übrigen geht es nicht nur um die "teilzeitarbeitende Zahnarztgattin" - es gibt durchaus Fälle, wo durch €400-Jobs bewusst ein relativ hoher Nettobezug angestrebt wurde - teilweise aufgestockt durch "schwarze Kassen". Das diesen Kreisen zu Lasten der ehrlichen Steuer- und Beitragszahler die Rente vergoldet werden soll, ist schlichtweg ein Skandal!

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Steffen Rupp

"Außerdem soll der Rentenbeitragssatz in nächster Zeit weniger sinken als möglich,"

"um Spielraum für die Zuschussrente zu gewinnen." Dies sagt alles.

Gerade Konservative lieben die Umverteilung. Von Arbeitnehmern auf Rentner. Wegen gefühlter Altersarmut in der Stammwählergruppe. Trotz erheblichen Vermögens in dieser Altersgruppe.

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Closed via SSO

Erinnern wir uns.

RVO - Reichsversicherungsordnung - Bismark. Was wollte er damit? Das Volk kontrollieren, den Staatsapparat legitimieren. Das funktionierte so gut, dass nachfolgende Politiker und ihre Hofschranzen in Form von Funktionären dieses Gebilde zum Zwangsbeglückungssystem ausbauten. Was haben wir nun davon? Irrsinnige Schuldlast und immer weniger Freiheitlichkeit (und Verantwortung). Ist es das was die 48er wollten? (1848, z. B. Carl Schurz (aus Erftstadt bei Köln) der danach in die USA auswanderte und dort mit die Republikanische Partei gründete) Mitnichten.

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Closed via SSO

Interessant

Das Sozialgesetzbuch sagt:

"....Geringverdiener sind in § 20 Abs. 3 SGB IV definiert. Zählt ein Beschäftigter zu den Geringverdienern, hat der Arbeitgeber den Gesamtsozialversicherungsbeitrag – also die Beiträge zur Gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung – alleine zu tragen."

Nun frage ich mich, wie jemand bei so einem Miniverdienst noch nebenbei "privat vorsorgen" kann. Dieses Kunststück würde ich gern einmal sehen.

Und wieder einmal finden wir die "teilzeitarbeitende Zahnarztgattin", die ja schon als Schreckgespenst gegen das Ehegattensplitting dauernd aus dem Hut gezaubert wird. Diese Frau erinnert mich ein bisschen an die Bielefeld-Verschwörung, denn weder kenne ich jemanden aus Bielefeld noch diese schnorrende Zahnarztgattin. Die Ehefrauen unserer Zahnärzte - und derer hatten umzugsbedingt einige - waren stets selber Ärztinnen und standen auf eigenen Füßen.

Wo ist sie, die Bundes-Schnorrerin, wegen der so viel Wind gemacht? Sie möge sich zeigen.

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Jahrgang 1963, Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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