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Rechtsstreit : Middelhoff erhält Geld von Oppenheim

  • Aktualisiert am

Thomas Middelhoff Bild: dpa

Die jüngsten Nachrichten rund um den früheren Top-Manager Thomas Middelhoff waren allesamt düster. Nun hingegen gibt es einen Punkt, den er abhaken kann: Den Rechtsstreit mit dem Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim.

          Auf der Liste der verschiedenen Rechtsstreitigkeiten kann Thomas Middelhoff einen Punkt abhaken. Der frühere Top-Manager mit Spitzenpositionen bei Bertelsmann und dem in die Insolvenz gegangenen Handelskonzern Arcandor hat sich mit dem Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim auf einen Vergleich geeinigt. Das bestätigte ein Sprecher des seit einigen Jahren zum Konzern der Deutschen Bank gehörenden ehemaligen Privatbank gegenüber der F.A.Z. Zuvor hatte das Handelsblatt über die Verständigung berichtet.

          In dem langwierigen Zivilprozesse wollte das Landgericht Köln eigentlich im Oktober eine Entscheidung verkünden. Zuletzt deutete sich allerdings schon ein Vergleich zwischen den Parteien an.

          Zu finanziellen Details wollte sich der Oppenheim-Sprecher nicht äußern. Offenbar fließt Middelhoff aber Geld zu. Der einst hochbezahlte, einflussreiche Manager, der im vergangenen Jahr Privatinsolvenz anmelden musste, hatte das Bankhaus Oppenheim gemeinsam mit seiner Frau Cornelie verklagt und die Rückabwicklung der Beteiligungen an diversen von der Bank gemeinsam mit dem Bauunternehmer Josef Esch aufgelegten Fonds gefordert. Zudem wehrte er sich gegen das Einfrieren von Festgeldern im Volumen von mehr als 20 Millionen Euro. Oppenheim hatte im Gegenzug Forderungen gegen Middelhoffs erhoben, weil gewährte Millionenkredite nicht bedient wurden. Bisher zählte Oppenheim daher auch zu den Gläubigern, die im laufenden Insolvenzverfahren mit die größten Ansprüche geltend gemacht haben.

          Middelhoffs Frau soll Scheidung eingereicht haben

          Ist der Saldo aus dem Vergleich für Middelhoff tatsächlich positiv, so wird er die Insolvenzmasse erhöhen. Gegen den 63-Jährigen haben rund 50 Gläubiger Forderungen zum Teil in Millionenhöhe angemeldet, unter anderem der Unternehmensberater Roland Berger, die Sparkasse Köln-Bonn, der Arcandor-Insolvenzverwalter oder das Finanzamt Bielefeld Außenstadt.

          Middelhoff, der vom Landgericht Essen im November 2014 wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, arbeitet gegenwärtig als Freigänger in einer Behinderteneinrichtung in seinem Wohnort Bielefeld. Wie in dieser Woche bekannt wurde, soll seine Frau inzwischen die Scheidung eingereicht haben. So würde die Zugewinngemeinschaft des Ehepaares hinfällig.

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