http://www.faz.net/-gqe-74w1k
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 07.12.2012, 10:15 Uhr

Urteil Schwangerschafts-Vertretung - und dann selbst schwanger?

Wenn eine Frau als Schwangerschaftsvertretung eingestellt wird - muss sie dann vorher sagen, dass sie selbst ein Kind erwartet? Nein, urteilt ein Kölner Gericht.

© dpa

Das Landesarbeitsgericht Köln hat die Rechte von schwangeren Frauen im Beruf gestärkt. Eine Frau, die befristet zur Vertretung einer schwangeren Mitarbeiterin eingestellt wird und selbst schwanger ist, müsse ihren Arbeitgeber erst nach Abschluss des Arbeitsvertrages über ihren Zustand informieren, entschied das Gericht in einem am Freitag veröffentlichten Urteil.

Die Richter orientierten sich am Antidiskriminierungsgesetz „AGG“, wonach eine Schwangerschaft grundsätzlich als Benachteiligung wegen des Geschlechts bewertet werde.

Mehr zum Thema

„Eine schwangere Frau braucht deshalb auch weder von sich aus noch auf entsprechende Fragen vor Abschluss des Arbeitsvertrages eine bestehende Schwangerschaft offenbaren“, heißt es in dem Urteil. Ein befristeter Vertrag stelle keine Ausnahme dar. Eine Anfechtung des Arbeitsvertrages durch den Arbeitgeber wegen angeblicher Täuschung erklärte das Gericht in dem zugrunde liegenden Fall für unwirksam.

Quelle: FAZ.net / dapd

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Undercover-Journalismus Nur recherchieren, was die Polizei erlaubt?

Was soll man von den heimlichen Filmaufnahmen einer Kölner Polizistin über ihren Alltag halten? Der Polizeipräsident ist maßlos entrüstet, der Sender RTL defensiv. Was ist erlaubt, was nicht? Es gibt einen, der es weiß. Mehr Von Michael Hanfeld

12.08.2016, 06:49 Uhr | Feuilleton
Konkurrenz für den Weltmarkt Lettische Seife erobert die Kosmetikwelt

Im Alter von 22 Jahren kochte Ieva Eglite zum ersten Mal Seife. 14 Jahre später ist die Kosmetik-Firma Stenders ist in 27 Ländern vertreten - im Sortiment 350 Kosmetikprodukte als Erlebnis für alle Sinne. Mehr

12.08.2016, 09:01 Uhr | Stil
Altkanzler gegen Ghostwriter Kohl kann auf Schadenersatz hoffen

Im Schadenersatzprozess zwischen dem Altkanzler und seinem ehemaligen Biografen Heribert Schwan hat das Landgericht Köln seine Entscheidung vertagt. Es geht aber grundsätzlich von Ansprüchen für Helmut Kohl aus. Mehr

25.08.2016, 12:32 Uhr | Politik
SPD-Chef Gabriel zeigt rechten Demonstranten den Mittelfinger

Bei einem Auftritt in Niedersachsen wurde Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel von rechten Demonstranten beschimpft. Er reagierte mit einer deutlichen Geste. Mehr

17.08.2016, 09:56 Uhr | Politik
Religionsunterricht Kraft will Nähe von Ditib zur Türkei prüfen lassen

Auch der Moscheenverband Ditib soll verfassungsgemäß das Recht bekommen, den staatlichen islamischen Religionsunterricht zu kontrollieren. Doch vorher will NRW-Ministerpräsidentin Kraft die Verbindungen zwischen Ditib und der Türkei prüfen lassen. Mehr

20.08.2016, 10:57 Uhr | Politik

Für den Steuerzahler

Von Kerstin Schwenn, Berlin

In Zeiten steigender Haushaltsüberschüsse sollte in Berlin das Bewusstsein dafür reifen, dass dieses Geld großenteils dem Steuerzahler gebührt. Die Leistungsträger haben das verdient. Mehr 4 17

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Türkeikrise bremst Fusionen und Übernahmen

Die Krise in der Türkei bestimmt weiter die Schlagzeilen. Aber was bedeutet sie für die Wirtschaft? Dazu gibt es jetzt eine erste Schätzung. Und die sieht ziemlich erschreckend aus. Mehr 0