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Studie : Im Durchschnitt werden 300.000 Euro vererbt

Bild: dpa

Die Deutschen erben in diesem Jahrzehnt voraussichtlich 2,6 Billionen Euro - deutlich mehr als in den zehn Jahren davor. Im Durchschnitt hinterlässt ein Erblasser 305.000 Euro. Die Bandbreite ist groß: Viele erben wenig, wenige erben viel.

          Bis 2020 werden in Deutschland voraussichtlich Vermögen im Volumen von 2,6 Billionen Euro vererbt. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge hervor, die am Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurde. In voraussichtlich 5,7 Millionen Erbfällen wechselt demnach mehr als ein Viertel des Vermögens der privaten Haushalte von insgesamt rund 9,4 Billionen Euro den Besitzer.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Das „Erbvermögen“ wird damit zugleich etwa um ein Fünftel größer sein als im Jahrzehnt zwischen 2001 und 2010. Die Verteilung des Vermögens bleibt allerdings sehr ungleich, wie das Institut hervorhebt: Die meisten Erben erhalten wenig, wenige erhalten viel. Auch gibt es im Osten Deutschlands viel weniger große Erbschaften als im Westen. Der Durchschnittswert einer Erbschaft wird nach Angaben des Instituts in den nächsten zehn Jahren bei 305.000 Euro liegen.

          Sie leben länger und brauche ihr Vermögen selbst

          Dabei trieben allerdings vor allem wenige sehr große Erbschaften den Durchschnittswert nach oben. So sei die Erbschaft nur in 0,2 Prozent der Fälle mehr als 250.000 Euro wert, in 33 Prozent der Fälle zwischen 150.000 und 250.000 Euro. 28 Prozent der Erbschaften machten dagegen weniger als 25.000 Euro aus. In 9 Prozent der Fälle werde gar kein Vermögen vererbt. Immobilien erhöhen in der Regel den Wert einer Erbschaft erheblich. In der Studie heißt es, ein Zehntel der Erbschaften machten Sachwerte aus, jeweils fast die Hälfte Immobilien und Geldvermögen.

          Geringverdiener könnten eine fehlende Altersvorsorge keinesfalls durch eine Erbschaft kompensieren. Diese Tendenz wird sich nach Einschätzung des Instituts künftig verstärken. Die Erblasser werden immer älter. Weil sie länger leben, würden sie größere Anteile ihres Vermögens selbst aufbrauchen - auch zur Deckung der steigenden Krankheits- und Pflegekosten. In Zukunft werde das Erbschaftsvolumen also schrumpfen.

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