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Fiskus verbucht Plus von 2,5 Prozent : Aufwärtstrend bei Steuereinnahmen hält an

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Gute Nachrichten, über die der Bund sich nicht so recht freuen kann: Zwar hat der Fiskus mehr Steuern eingenommen, doch vor allem die Länder profitieren. Bild: dpa

Schon im März hatten die Rekordsteuereinnahmen des Fiskus Schlagzeilen gemacht, jetzt geht der positive Trend weiter: 41,3 Milliarden Euro nahmen Bund und Länder im April ein. Der Bund profitierte aber nicht so stark.

          Der Aufwärtstrend bei den Steuereinnahmen von Bund und Ländern hält an. Der Fiskus nahm im April 41,3 Milliarden Euro ein. Das waren nach Angaben des Bundesfinanzministeriums vom Donnerstag 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Vormonat war die Entwicklung sogar noch weit positiver gewesen: Im März hatten Bund und Länder sogar 7,2 Prozent mehr Geld eingenommen als im gleichen Monat des Vorjahres. Dies hatte eine Debatte über die Verwendung der Rekordsteuereinnahmen ausgelöst.

          Vor allem der Anstieg der Lohnsteuereinnahmen um 5,7 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro brachte dem Staat mehr ein. Nach Einschätzung der Beamten spiegeln sich darin die hohe Beschäftigung und die jüngsten Lohnsteigerungen wider. Die Einnahmen aus den Umsatzsteuern legten um 8,4 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro zu. Dies deutet auf einen auch weiter stabilen privaten Konsum hin.

          In den ersten vier Monaten des Jahres nahm der Staat damit insgesamt bereits 181,4 Milliarden Euro ein. Das sind 3,4 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs liegt auf einer Linie mit den Erwartungen der Mai-Steuerschätzung für das Gesamtjahr 2014.

          Bund profitiert weniger

          Der Bund allerdings profitiert vom gesamten Einnahmeplus des Staates nach wie vor weit weniger als Länder und Kommunen. Sein Aufkommen stieg im April nur um 0,4 Prozent. Ursache seien ein Minus bei reinen Bundessteuern sowie höhere Abführungen an die EU, heißt es. Die Länder verbuchten ein Plus von 2,7 Prozent - auch durch die gute Entwicklung der reinen Ländersteuern. Die Einnahmen der Gemeinden aus gemeinschaftlichen Steuern stiegen - aufgrund des guten Ergebnisses bei der Lohn- und Einkommensteuer - um 7,1 Prozent.

          Das Finanzministerium rechnet mit einem weiteren Wirtschaftsaufschwung. „Den in die Zukunft weisenden Wirtschaftsdaten zufolge überwiegen die Kräfte, die eine Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs anzeigen“, heißt es. Im zweiten Quartal sei mit einer schwächeren Zunahme des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen als im ersten Quartal, das vom milden Wetter profitiert habe und daher von einer „Überzeichnung der wirtschaftlichen Aktivität“ geprägt gewesen sei. Dies sei aber ein technischer Effekt. „Die konjunkturelle Grunddynamik bleibt deutlich aufwärts gerichtet.“

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