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Schweizer Steuersünder-CD Gegen 1100 mutmaßliche Steuersünder wird ermittelt

19.03.2010 ·  Nach Auswertung der Schweizer Steuersünder-CD hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft 1100 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es handele sich um Kunden und Mitarbeiter der Schweizer Bank Credit Suisse. Der Großteil der Fälle betriff Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen.

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Nach Auswertung der Schweizer Steuersünder-CD hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft 1100 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das bestätigte ein Sprecher der F.A.Z. Das Anlagevermögen summiere sich auf 1,2 Milliarden Euro, sagte Staatsanwalt Dirk Negenborn.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ist bei der Verfolgung der Fälle federführend. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die CD mit gestohlenen Daten gekauft. Verfahren gegen Steuerpflichtige aus anderen Bundesländern seien jeweils dorthin abgegeben worden. Der Großteil der Fälle betreffe Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, hieß es.

In Nordrhein-Westfalen verblieben 174 Fälle und alle Verfahren gegen Bank-Mitarbeiter. Gegen sie werde wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt. Ob sich Prominente unter den Verdächtigen befinden, wollte der Staatsanwalt nicht sagen.

Verdächtige müssten nun mit Hausdurchsuchungen rechnen. Wie die F.A.Z. berichtete, haben die Steuerfahnder bereits vor Ort zugeschlagen. Die Beamten erschienen bei Privatleuten in Süddeutschland, die keine Selbstanzeige abgegeben hatten, mit einem gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss (siehe Erste Hausdurchsuchung wegen Steuer-CD aus der Schweiz). Die Finanzbeamten haben schon bei ihrem Erscheinen den bei der Credit Suisse angelegten Betrag exakt gekannt.

Bei einer ähnlichen Aktion gegen Steuersünder mit Schwarzgeld in Liechtenstein hatte vor gut zwei Jahren die Razzia bei Post-Chef Klaus Zumwinkel für Aufsehen gesorgt. Zumwinkel war daraufhin von seinen Ämtern zurückgetreten.

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