Home
http://www.faz.net/-gqe-746vd
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 07.11.2012, 11:19 Uhr

Patentstreit um Laufschuhe Nike erleidet Niederlage gegen Adidas

Nike sah in einem Adidas-Modell „adizero primeknit“ eine Kopie seines seit 2002 patentierten Herstellungsverfahrens „Flyknit“. Adidas hielt dagegen, dass ein derartiges Verschmelzungs-Verfahren seit 1940 bekannt sei - und bekam recht.

© dapd Adidas feiert einen Sieg im Patentstreit über Konkurrent Nike

Adidas hat im Patentstreit mit dem amerikanischen Erzrivalen Nike um den neuen Schuh „Adizero Primeknit“ einen Sieg in erster Instanz errungen. Der deutsche Sportartikel-Hersteller teilte am Mittwoch mit, das Landgericht Nürnberg habe im Sinne von Adidas geurteilt und einen Unterlassungsantrag von Nike zur Herstellung und Vermarktung des umstrittenen Produkts abgewiesen.

„Wir begrüßen die Entscheidung“, sagte eine Adidas-Sprecherin. Bei Nike wurde darauf verwiesen, dass dies nur eine Entscheidung in einem längeren Prozess sei. Eine Berufung gegen das Urteil sei möglich, sagte ein Nike-Sprecher. Ende August hatte der amerikanische Konzern vorläufig durchgesetzt, dass Adidas den Schuh wegen seiner großen Ähnlichkeit mit Nike-Modellen in Deutschland nicht mehr fertigen und vertreiben darf.

Mehr zum Thema

Der Marktführer wirft seinem schärften Konkurrenten aus Herzogenaurach vor, ein Patent verletzt zu haben. Bei den strittigen Schuhen wird eine neue Produktionstechnik verwendet. Sie sind besonders leicht, fast ohne Nähte. Das Obermaterial wird aus einem Stück gehäkelt. Normalerweise werden Turnschuhe aus verschiedenen Teilen hergestellt und dann geklebt und genäht.

Adidas hatte von dem neuen Modell bislang nur gut 2000 Stück produziert, wirtschaftlich geht es also zunächst nur um wenig Geld. Die neue Technik könnte aber perspektivisch an Bedeutung gewinnen. Adidas wies den Vorwurf der Patentverletzung erneut zurück. Das Unternehmen betonte, gegen das Patent vorzugehen. „Dieser Antrag basiert auf Dokumenten, die belegen, dass die Technologie bereits seit den 1940er Jahren bekannt ist.“

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Artur Fischer Der Erfinder des Fischerdübels ist tot

Er meldete weit über tausend Patente an und entwickelte den Kunststoff-Dübel. Nun ist der baden-württembergische Erfinder im Alter von 96 Jahren gestorben. Mehr Von Susanne Preuß, Stuttgart

29.01.2016, 10:52 Uhr | Wirtschaft
Dopingskandal Adidas kündigt angeblich Sponsorenvertrag mit IAAF

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF wird laut der BBC wegen des Dopingskandals seinen größten Sponsor verlieren. Mehr

25.01.2016, 12:12 Uhr | Wirtschaft
Yahoos Zukunft Was nun, Marissa Mayer?

Der Internetkonzern Yahoo stellt sich zum Verkauf. Vorstandsvorsitzende Marissa Mayer gibt zwar weiter Durchhalteparolen aus, stellt sich aber auch selbst ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis aus. Mehr Von Roland Lindner, New York

03.02.2016, 07:08 Uhr | Wirtschaft
Spiel, Spaß und Spannung Weltmesse für Spielwaren in Nürnberg eröffnet

In Nürnberg hat die Weltmesse für Spielwaren eröffnet. Der Markt wächst. Vor allem Online-Spiele und Lizenzprodukte wie Star Wars boomen. Mehr

27.01.2016, 17:15 Uhr | Wirtschaft
Urteil Spanien kann Entschädigung für Prestige-Ölpest einfordern

Es war die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Spaniens. Doch bisher war niemand zu Verantwortung gezogen worden. Mehr als 13 Jahre nach der Havarie des Öltankers Prestige hat jetzt Spaniens Oberster Gerichtshof geurteilt. Mehr

26.01.2016, 15:23 Uhr | Wirtschaft

Wachstum ohne Schulden

Von Gerald Braunberger

Die Finanzkrise hat die Staaten dazu bewogen, durch höhere Schulden die Weltwirtschaft zu stabilisieren. Dass Wachstum auch ohne Schulden möglich ist, zeigt ein Blick ins Silicon Valley. Mehr 48 12


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Unser Gold ist etwas weniger wert

Die Bundesbank verwaltet das Gold der Deutschen. Es geht um mehr als 100 Milliarden Euro. Vor vier Jahren war der Wert sogar noch viel größer. Mehr 0