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Patentstreit um Laufschuhe : Nike erleidet Niederlage gegen Adidas

  • Aktualisiert am

Adidas feiert einen Sieg im Patentstreit über Konkurrent Nike Bild: dapd

Nike sah in einem Adidas-Modell „adizero primeknit“ eine Kopie seines seit 2002 patentierten Herstellungsverfahrens „Flyknit“. Adidas hielt dagegen, dass ein derartiges Verschmelzungs-Verfahren seit 1940 bekannt sei - und bekam recht.

          Adidas hat im Patentstreit mit dem amerikanischen Erzrivalen Nike um den neuen Schuh „Adizero Primeknit“ einen Sieg in erster Instanz errungen. Der deutsche Sportartikel-Hersteller teilte am Mittwoch mit, das Landgericht Nürnberg habe im Sinne von Adidas geurteilt und einen Unterlassungsantrag von Nike zur Herstellung und Vermarktung des umstrittenen Produkts abgewiesen.

          „Wir begrüßen die Entscheidung“, sagte eine Adidas-Sprecherin. Bei Nike wurde darauf verwiesen, dass dies nur eine Entscheidung in einem längeren Prozess sei. Eine Berufung gegen das Urteil sei möglich, sagte ein Nike-Sprecher. Ende August hatte der amerikanische Konzern vorläufig durchgesetzt, dass Adidas den Schuh wegen seiner großen Ähnlichkeit mit Nike-Modellen in Deutschland nicht mehr fertigen und vertreiben darf.

          Der Marktführer wirft seinem schärften Konkurrenten aus Herzogenaurach vor, ein Patent verletzt zu haben. Bei den strittigen Schuhen wird eine neue Produktionstechnik verwendet. Sie sind besonders leicht, fast ohne Nähte. Das Obermaterial wird aus einem Stück gehäkelt. Normalerweise werden Turnschuhe aus verschiedenen Teilen hergestellt und dann geklebt und genäht.

          Adidas hatte von dem neuen Modell bislang nur gut 2000 Stück produziert, wirtschaftlich geht es also zunächst nur um wenig Geld. Die neue Technik könnte aber perspektivisch an Bedeutung gewinnen. Adidas wies den Vorwurf der Patentverletzung erneut zurück. Das Unternehmen betonte, gegen das Patent vorzugehen. „Dieser Antrag basiert auf Dokumenten, die belegen, dass die Technologie bereits seit den 1940er Jahren bekannt ist.“

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