Jede Steuer ist ein Markteingriff mit negativen Effekten. Das ist auch bei der von der Bundesregierung und der Opposition im Grundsatz beschlossenen Finanztransaktionssteuer der Fall. Da künftig auf das Volumen der Wertpapierkäufe und -verkäufe von jedem Anleger eine Umsatzsteuer erhoben werden soll, wird nicht nur der nicht unberechtigt kritisierte Computerhandel belastet, sondern auch jede kleinvolumige Transaktion. Zudem können Computer überall auf der Welt aufgestellt werden und viele Börsen nutzen.
Dagegen ist der Kleinsparer nicht mobil. Er bleibt tendenziell seiner Hausbank und seiner Heimatbörse treu. Daher ist zu befürchten, dass die geplante, wohl nur von wenigen Staaten unterstützte Steuer vor allem von Kleinanlegern getragen wird. Dennoch ist der Versuch richtig, den Finanzsektor zu verkleinern und an den Kosten der Krise zu beteiligen. Dafür kann eine Steuer ein Mittel sein, weil sie - wenn auch bescheidene - Mittel generiert und Transaktionen unattraktiver macht. Um aber Kleinsparer weiter zur Aktien- und Riester-Anlage zu motivieren, sollte mit Einführung der Steuer der Sparerfreibetrag erhöht werden. So könnten die negativen Effekte gemildert und doch den Banken ein Zeichen gesetzt werden.
Wer hat Ihnen denn das in die Feder diktiert, Herr Mußler?
Michael Arndt (Mikel1962)
- 09.06.2012, 20:05 Uhr
Wetten dass der Freibetrag eher noch abgesenkt wird?
Harald Sulzmann (hsulzmann)
- 09.06.2012, 19:39 Uhr
Ein erhöhter Sparerfreibetrag könnte Privatleute weiter zu
Aktien- und Riester-Anlagen motivieren.
Uwe Bussenius (uwebus)
- 09.06.2012, 19:14 Uhr
Freibetrag und Riestervertrag
Georg Iländer (Newgelsen)
- 09.06.2012, 17:43 Uhr
Eine Steuer löst kaum die selbstgemachten Probleme der Staaten! Der
Euro geht mit den Schlechtesten!
Matthias Elger (melger)
- 09.06.2012, 17:26 Uhr