01.03.2012 · Die immer neuen „Rettungspakete“ für den Euro schüren die Skepsis. Ex-Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio plädiert für die Möglichkeit, Schuldensünder aus der Währungsunion auszuschließen. Der Wirtschaftswissenschaftler Stephan Homburg ist sich sogar sicher: „Der Euro wird scheitern.“ Und je später dies geschehe, desto teurer werde das für die Steuerzahler hierzulande.
Von Joachim JahnRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Die gleiche Währung zu haben ist kein Grund die gleiche Bonität zu haben
Der nachfolgende Satz aus dem Artikel von Herrn Jahn mit dem Zitat von
Herrn DiFabio zeigt sehr deutlich welchem Denkfehler viele Beteiligte in
den vergangenen 10 Jahen aufgesessen sind: "Doch habe man nicht
erkannt, dass manche Länder dadurch eine „goldene Kreditkarte
wohlhabender Menschen“ erhalten hätten."
Die Länder im Euroraum haben ihre Staatsdefizite mit Darlehen zu
etwa gleichen Konditionen gedeckt. Und als plötzlich
Zinsdifferenzen auftauchten, wurde laut Zeter und Mordio gerufen.
Nur weil zwei Nachbarn zur gleichen Zeit ein Darlehen beantragen und
zufällig und ggf. schon lange nebeneinander wohnen, verfügen
diese beiden Nachbarn nicht über die gleiche Bonität, nur weil
sie nebeneinander wohnen, auch wenn sie ihr Darlehen in der selben
Währung aufnehmen. Simpel, ja?
Warum sind die Darelehnsgeber darauf reingefallen? Wegen der Gier. Gier
war nie ein guter Ratgeber.Und welcher Fehler passiert nun von Seiten
der EU-Regierungen? Man ändert nachträglich die Regeln und zahlt.Warum?
ESM "Ein Satanisches Meisterwerk"
Bitte bitte liebe Presse............druckt wenigstens einige Passagen
dieses pamphlets, damit dem deutschen Volk die Augen geöffnet
werden, wie diese Bagage im Parlament es ins Unglück
stürzt.........Bitte..........es geht um unser aller Zukunft!!!!!!!!!!
Liebe Mitschreiber bitte schaut Euch im Net dieses Volksverachtende
Machwerk an, erzählt es Freunden und Bekannten............. wir
dürfen das nicht zulassen............es bedeutet das Ende unseres
Wohlstands, und spaltet die Völker Europas zum Nutzen weniger.............
Kurzanleitung zur Landschaftspflege der echten Demokratie
Die Demokratie gehört zur Familie der Staatsformen die nach 1945
lt. Duden als „Herrschaftsform des einfachen Volkes“ in
Deutschland eingeführt wurde. Sie bildete jedoch hier wie auch
anderswo rasant gierig dämonkratische Bestände, die die
hiesige Vegetation schnell in Bedrängnis brachte.
Derzeit ist sie die in Europa weitverbreitetste Staatsform und wird so
alle 4 Jahre, allerdings nur farblich vom Volkesschwarm bestimmt. Es
handelt sich hierbei um eine Staatsform mit hohem
Selbstbedienungsanteil, die sich in den letzten Jahren durch besonderen
Kahlschlag an der Bevölkerung hervortut. Sie bildet typisch,
unsichtbar unterirdische Rhizome(Netzwerke). Deren Vertreter sind
machtversessen, gierig und huldigen unverhohlen ausschließlich dem
goldenen Kalb. Da sie die natürliche Vegetation bedrängen,
behindern und gefährden, werden sie mittlerweile als Unkraut auf
der ganzen Welt befürchtet und müssen bekämpft werden.
Die „Dämonkratie“ kommt tatsächlich auch fast auf
allen Kontinenten vor. S
Jetzt ist es vermutlich schon zu spät.
Lt. Wirtschaftswoche Nr. 5/2012 v. 30.01.2012 S. 33 garantiert Deutschland bereits mit 785 Mrd € für die Eurorettung (Zahlen des Ifo-Instituts) und dabei ist die weitere Aufstockung des ESM im Gespräch. Zudem betätigt die von den Vertretern der PIIGS + Fr. Staaten und z.T. ehemaligen Goldman Bankern beherrschte EZB eifrig die Notenpresse. Im Nov. 2011 wurden 470 Mrd und im Feb. 2012 weitere 530 Mrd. € zu 1% für drei Jahre zur indirekten Staatsfinanzierung an marode Südbanken begeben
Dass bisher keine Lesermeinungen eingegangen sind, ist ein ganz schlechtes Zeichen. Es weist wohl auf Resignation hin. 'Die machen ja ohnehin, was sie wollen, ohne auch nur zu versuchen, uns zu fragen', dürfte die Stimmung nicht schlecht treffen. Noch mehr vom Gleichen, obwohl 'es' in keiner Weise zu einer Besserung beigetragen hat. Abgehobene, Beratungsresistente, Berufseuropäer, Juristen in der Mehrzahl, tun weiter so, als könnten Sie das Euro-Krücken-Konstrukt zurechtbiegen. Es wird nicht gelingen. So betrachtet ist 'Europa' auf dieser machbarkeitsgläubigen Zwänger-Schiene ist gescheitert. Frau Merkel (und die hörige Mehrheit des Bundestags) werden es auch noch begreifen. Aber zu spät.
Die Politik wird den Euro auch nicht retten
Während die Politiker Nordeuropas versuchen, mit staatlichen Hilfspaketen eine Werthaltigkeitsillusion bezüglich Forderungen gegenüber Griechenland aufzubauen, stützt die EZB mit Ihren Bailouts sämtliche Banken Südeuropas mit der Folge, dass Vermögen in das sichere Nordeuropa verschoben wird. Die Interessen der Nationalstaaten divergieren innerhalb des Eurosystems inzwischen so weit, dass es fast zwangsläufig zu einem Scheitern, zumindest in Griechenland, kommen muss. Wer glaubt denn, dass Griechenland innerhalb des Euro die Wirtschaftsleistung mittels sinkender Löhne, Renten und Preise um 30, 40 oder 50 Prozent bis zur Wettbewerbsfähigkeit reduzieren und gleichzeitig noch den größten Teil seiner Schulden im Staats- und Privatsektor zurückzahlen kann? Aber warum sollte Griechenland nach der nächsten Milliardenspritze nicht doch einen Austritt aus dem Euro diskutieren und vollziehen, nachdem auch der letzte Kleinsparer Gelegenheit hatte, sein Geld im Ausland in Sicherheit zu bringen.
Joachim Jahn Jahrgang 1959, Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.
Jüngste Beiträge