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Budapest-Affäre Anklagen wegen Ergo-Lustreise

 ·  Die Hamburger Staatsanwaltschaft verklagt zwei ehemalige Manager in der Affäre um eine Lustreise von Vertretern der Ergo-Versicherung. Damals waren Vertriebler mit einer Budapest-Fahrt belohnt worden und durften auf Kosten des Unternehmens mit Prostituierten verkehren.

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In der Affäre um eine Lustreise von Ergo-Vertretern nach Budapest hat die Staatsanwaltschaft Hamburg zwei beteiligte ehemalige Manager angeklagt. Sie hätten sich der Untreue schuldig gemacht, indem sie mit einer Eventagentur Dienstleistungen vereinbarten, die gegen die internen Regeln des Unternehmens verstoßen hätten, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Zudem hätten sie mit einem Mitarbeiter der Agentur, der wegen Beihilfe angeklagt wurde, deren Kosten verschleiert.

Mitarbeiter des konzerneigenen Strukturvertriebs HMI waren im Juni 2007 mit einer Reise für ihre Vertriebserfolge belohnt worden. In der Budapester Gellert-Therme durften sie auf Kosten des Unternehmens mit Prostituierten verkehren.

Nach Abfindungsstreit an die Öffentlichkeit gegangen

Der Fall wurde bekannt, nachdem einige ehemalige Vertriebsmitarbeiter im Streit um Abfindungen mit dem Unternehmen an die Öffentlichkeit gingen. Ein interner Revisionsbericht hat inzwischen die Details geklärt. Die verantwortlichen Manager haben das Unternehmen verlassen.

Nach einer mühevollen Trennung von der Führung des Vertriebs wurde dieser im vergangenen Jahr in Ergo Pro umbenannt. Die drei angeklagten Manager müssen sich vor dem Amtsgericht Hamburg St. Georg verantworten. Nach Angaben des Sprechers ist dem Unternehmen jenseits des Imageverlusts ein Schaden von 52.000 Euro entstanden. Insgesamt seien der Agentur rund 330.000 Euro in Rechnung gestellt worden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gingen auf eine Strafanzeige der Ergo zurück.

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