07.10.2012 · Immer mehr Reiche verstecken ihr Geld in Singapur vor dem deutschen Fiskus. Finanzminister Wolfgang Schäuble will ihnen an den Kragen und reist in den südostasiatischen Stadtstaat.
Von Christoph HeinRichtlinien für Lesermeinungen
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sollte hier vor Ort deutsche und europäische STEUERVERSCHWENDER jagen, es gäbe viel zu tun!
Noch warten die Steueroasen der Kaimaninseln und Barbados auf einen Besuch unseres Finanzministers. Auch Tahiti soll um diese Jahreszeit recht angenehm sein.
...genauso schlecht gemacht wird. wie das mit den Schweizern,
dann kann er sich diese Reise auch sparen. Oder will Herr Schäuble
in Singapore nur das bestmögliche für seine Klientel herausholen.
Das wird ja interessant. Nach der Schweiz wird nun wohl auch ein anderer Kleinstaat (mehr oder weniger) erpresst. Und Luxemburg und Österreich wird man ja auch noch hinkriegen. Aber was macht man, wenn das Geld (wie anzunehmen ist) dann schon weitergewandert ist? Zum Beispiel nach Hong Kong. Da wird es dann allerdings etwas schwieriger; die Chinesen werden sich auch von Kanzler Steinbrück's Kavallerie nicht einschüchtern lassen. Und ebenso wenig die USA, wo ja in Florida schon Unsummen an Drogengeldern aus Südamerika mit absoluter Diskretion lagern. Auch dort wird man wohl auf Granit beissen. Daher die Frage: Warum denn nicht zu Hause eine bessere Politik machen, besser haushalten, weniger Schulden. Dann kann man (via tiefere Steuern) das Steuerfluchtproblem effizient lösen.
Die Frage ist mehr als berechtigt, sie ist systemimmanent und entlarvt die tatsächlichen Absichten
des Staates und seiner Repräsentanten. Wer handelt kriminell? Der Staat oder die sogenannten "Steuerhinterzieher", die versuchen die Erträge harter und ehrlicher Arbeit vor den langen Fingern des Staates zu retten. Und diese Finger sind sehr, sehr lang. Sie kommen daher als: Inflation, Sozialabgaben, direkten und indirekten Steuern, GEZ, Gebühren für diverse "Amtshandlungen" und Bescheinigungen etc.. Wer davon betroffen ist klagt und jammert zu recht. Wer viel darüber klagen muss, gehört auch in der Regel zu denen , die sehr viel Arbeiten müssen, um im fragwürdigen Zustand hoher Abgaben sich aufhalten zu müssen. Gleichzeitig verhindern diese langen Fingern einen echten Vermögenzuwachs breiter Bevölkerungsteile, weil die langen Finger mittlerweile überproportional zu- und abgreifen. Die langen Fingern schrecken weder vor Hehlerei zurück noch sind sie ernsthaft bereit dieses gierige Abgreifen und Enteignen von Privateigentum zurückzufahren. Dieser Staat handelt legal kriminell.
Warum die Eile: Hat er angst, dass sein Name oder der seiner Kumpane auch drauf sind???
Beim NRW-Minister regt er sich auf und droht auf absurde Weise und plötzlich hat er es verdammt eilig, nach Singapur zu kommen. Das muss einem ja zu denken geben und gibt Raum für viele Spekulationen. Sauber ist dieser Schäuble mit Sicherheit nicht.
Frage an die deutschen Gutmenschen
"deutsche Luxusautomobile hier gerne in bar gezahlt werden"-
seht im Beitrag.
Frage aus dem Halunkenstaat Schweiz:
Warum verkaufen alle die Daimler, BMW&Co gerne an solche Leute, ohne
zu fragen, woher das Geld kommt?
Berechtigte Frage, hier eine Antwort
Ich verstehe ihre Frage so, dass Sie sagen wollen, dass ein bar gekaufter Mercedes auch aus potenziell unversteuertem Geld bezahlt werden kann. Das ist richtig, aber Sie müssen den Unterschied zu schweizerischem Buchgeld sehen. Einen Mercedes fährt man öffentlich herum und irgendwann interessiert sich die Steuerfahndung dann dafür, woher das Geld zum Kauf stammte, spätestens wenn der neidische Nachbar dem Finanzamt einen Tipp gibt. Schweizerisches Buchgeld, dass nur im Computer existiert ist unauffälliger und daher viel anfälliger für illegale Geschäfte. Einen Mercedes kauft keiner, um ihn zu verstecken. Da das Entdeckungsrisiko also sehr hoch ist, ist es tendenziell unwahrscheinlich, dass jemand ein Auto als Versteck für seine hinterzogenen Steuern wählt. Generell gebe ich Ihnen aber recht, dass es eine fragwürdige Praxis ist.
Wenn es darum geht die eigenen Landsleute auszupressen ist ist dem Mann keine Reise zu weit.
Schaeuble, dieser Elende, dieser Schamlose+Selbstvergessene,
im Dienste fremder Herren,
-im Solde kann man ja nicht sagen, denn Mr. Sch. ist
Ueberzeugungstaeter+arbeitet umsonst,
den europaeischen Freunden platzt sicher der Bauch vor Lachen, so einfach
hatten sie sich ihre Arbeit nun wirklich nicht vorgestellt--
zu jeder Schandtat bereit, Hauptsache seine Landsleute werden schlechter gestellt+
muessen bezahlen, warum+weshalb, das spielt fuer Mr. Sch. schon lange
keine Rolle mehr.
Noch ein Nachtrag:Mit einem Schmunzeln auf den Lippen habe ich die Lobeshymne der FAZ auf die paradiesischen Vorteile Singapurs für sehr Vermögende gelesen.Warum?Als Älterer erinnere ich mich noch an viele gleichgelagerte Hymnen der FAZ auf andere Oasen,als da wären Schweiz,Liechtenstein,Luxemburg und Monaco.Damals wurden diese Länder auch als für den deutschen Fiskus uneinnehmbare Bastionen gelobt,in denen Geld,das nicht auffliegen soll,bombensicher verwahrt sei.April,April!Wer diesen Berichten,die in mannigfacher Zahl auch in anderen Gazetten veröffentlicht wurden,geglaubt hat,ist heute der Dumme.So dürfte es auch mit Singapur sein.Man glaube doch nicht ernsthaft,dass etwa ein Riesenland wie China tatenlos zusehen wird,wie ein chinesischer Millionär nach dem anderen sein Geld dorthin auslagert.Es werden noch einige Jahre vergehen,dann hat China in dieser Region die Macht,den Singapurern zu sagen,was sie zu machen haben in puncto Fluchtgeld.Man beachte einfach die Größenverhältnisse.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.10.2012 18:34 UhrHerr Hinterhuber
Nein, China wird kaum tatenlos zusehen, wie chinesische Millionäre ihr Geld in Singapore anlegen, aber es gibt ja noch andere Steueroasen, und die meisten kennen das Anlagevehikel Trust. Wenn aber das Geld der deutschen Steuerflüchtlinge in Singapore nicht mehr sicher ist, wandert es weiter in Richtung China oder USA, und dann ist wohl Schluss mit Steuerabkommen oder Auskünften - wenigstens so lange, bis Deutschland in der gleichen Liga wie diese beiden spielt. Es kommt eben, wie Sie sagen, auf die Grössen- und Machtverhältnisse an.
Der Junge kommt nie wieder nach Haus……
Wenn der Herr etwas erreichen will, dann muss er weiterreisen –
von Singapore nach Bong Gong, nach Bananavatu, nach Bellaware, nach Eil
of Tran… etc. Gute Reise!
Humor.
Das lob´ ich mir - ein Schweizer mit Humor!Sie sind doch Schweizer,Herr Luedi,odrrr? Die schreiben "Singapur" auch nicht eingedeutscht,sondern vermeintlich weltmännisch auf Englisch als "Singapore" :-)
Wohin soll die hysterische Angst der reichen Steuerscheuen eigentlich noch führen? Das "wohin" ist wörtlich zu nehmen.Bislang galten Schweiz/Liechtenstein/Luxemburg als favorisierte Fluchtburgen;derzeit bunkert man offenbar vermehrt im asiatischen Singapur.Wenn dort für deutsche Fiskalflüchtlinge auch die Schotten dichtgemacht werden,geht man dann vielleicht in neu zu bildende afrikanische Steueroasen?Wie gesagt: Hysterisch eben!
In 10 Jahren wird Schäuble vielleicht vernünftig
und wird beginnen in Erwägung zu ziehen möglicherweise keine
Billionen in Griechenland und Brüssel zu versenken.
Vielleicht!
Bis dahin spielt er noch ein wenig, der Amateur.
Wann kommt die Mauer gegen Steuerflüchtlinge?
Man würde sich nicht wundern, wenn S eine Mauer bauen liesse, um Steuerflüchtlinge von einer Dummheit abzuhalten. Dagegen könnte man dann nichts einwenden, denn immerhin geht es um die Rettung des EUROs. Für diesen heiligen Zweck ist jedes Mittel recht und wer sich sozialschädlich verhält, muss die Folgen tragen. Eine virtuelle Mauer hat er bereits gebaut.
Wir verfolgen jede Spur und führt sie auch nach Singapur
Natürlich muss jedem Verdacht nachgegangen werden und
natürlich erwartet jeder normalbetuchte Wähler in Deutschland,
dass die Leute ihre Steuern zahlen und zwar zuhause, damit die
Autobahnen auch mal repariert werden können, ohne das deswegen eine
Extra-Maut ins Gespräch gebracht werden muss.
Leider ist Schäuble aber erst nach Singapur geflogen, nachdem NRW
die CD gekauft hat und die UBS versicherte, sie wolle niemandem dabei
helfen, sein Vermögen nach Singapur zu verschieben.
Dass Schäuble dies auch ohne die Ausrufung des Bankenregulierers
Steinbrück zum Kanzlerkandidaten getan hätte, darf also
tunlichst bezweifelt werden.
Na mal sehen, mit welchem Befund der Bundesfinanzminister
zurückkommt und welche Auswirkungen dies dann auf den Wahlkampf in
Deutschland haben wird. Schwarz-Gelb sollte lieber nicht versuchen, den
Sozialdemokraten die Rolle der unverantwortlichen Vorverurteiler
anzuhängen. Fakt ist nämlich, dass die reichsten 10.000
Menschen der Welt 32 Billionen bunkern.
Und wieder platzt ein Mythos...
... - das Problem für den deutschen Fiskus sind nicht die
Steueroasen - es sind die Bürger. In den Steueroasen steht man nun
vor dem Dilemma, soll man aufatmen, weil diese Massnahme der
Bundesregierung eindeutig belegt, dass man nur äusserst
widerwilliger Handlanger und nicht kreativer Initiant ist, oder weil
man jetzt doch wieder die Pläne vom Offshore-Finanzplatz Ulan Bator
aus der Schublade kramen muss, weil die üblichen Schlupflöcher
einfach keinen richtigen Schlupf mehr bieten. Die Sorgenfalten der
Finanzbranche werden nicht weniger.
Wenn man seine wohlhabenden Bürger schon in so entfernte Standorte
für diskrete Geldautomaten verfolgen muss, dann wirft das aber auch
Fragen auf. Sind "Reiche" einfach "unsolidarische
Schweine" oder könnte es sein, dass wirtschaftlich
erfolgreiche Deutsche einfach das Gefühl haben, dass sie für
ihr Steuergeld zu wenig vom Staat zurückbekommen?
Die Singapur-Aktion legt nahe, dass die Wahrheit diesmal wahrscheinlich
nicht in der Mitte liegt.
Singapur viel zu weit-Wirtschaftskriminalität vor der eigenen Haustür-unterschiedl. EU-Steuersätze !
Derzeit gibt es drei Staatsanwaltschaften die sich hiermit beschäftigen, die eine weis nicht was die andere tut. 15 Millionen mehr im Personalhaushalt, Ermittlungen an einer Stelle und ein Ergebnis "vor" Steuerhinterziehung von plus ca. 80 Milliarden für den deutschen Fiskus. Dies hat der im Moment allzu bekannte Herr Peer Steinbrück nicht gerafft und auch sie nicht Herr Schäuble, das einzige Talent was Ihnen niemand abspricht ist die Geschichte mit dem ungeöffneten Briefumschlag-hier wird auch keine Verjährung greifen. Armes Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes. "ich habe fertig", aber meine Ausreiseunterlagen noch nicht zusammen- in 32 Monaten und 24 Tagen ist es soweit. E. II., i´m coming. Never mind !
Ob Schäuble in Singapur finanziellen Erfolg haben wird, ist zweifelhaft.
Genau so wie in Grossbritannien und in andern vornehmlich
angelsächsischen Ländern, hat man in Singapur wohl keine
Probleme, Namen deutscher Kontoinhaber herauszurücken.
Ausländisches Geld wird in Singapur primär in Singapore
Foreign Trusts anonym geparkt - und da gibt es dann auch keine Daten
(Kontoinhaber, deren Name und Anschrift man kennt, etc), die man den
deutschen Steuerbehörden übergeben könnte.
"...Zum anderen käme ein Anrechnungsverfahren gerade den
deutschen Mittelstand in Singapur teuer zu stehen, da er dann deutsche
Steuersätze in Asien zahlte. „Die Wettbewerbsfähigkeit
deutscher Unternehmen in Singapur wäre negativ betroffen“,
warnt die Deutsche Außenhandelskammer in einem Brandbrief....."
Die US-Amerikaner müssen nach US-Steuersätzen weltweit
für ihr "Geld" versteuern - warum nicht die Deutschen?
230 Mrd. € sollen auf den Weg von der Schweiz nach Singapur sein,
obwohl "angeblich" nur 130 Mrd. € unversteuertes Geld in
der Schweiz von Deutschen liegen soll.
Man weiß ja so wenig..........und Schäuble will nichts wissen.
Ein gutes Beispiel
Steuerpflicht und Steuerpflicht sind zweierlei. Romney zahlte von einem
2-stelligen Milliionen Einkommen gerade mal 14,1% Steuern. Da gibt es
kaum Probleme bei Amerikanern, die weltweit investieren oder irgendwo in
Asien arbeiten.
In Deutschland wird erstmal der Gewinn des Unternehmens besteuert. Dann
bezahlt der Eigentümer bei Kapitalerträgen nochmals 25% +
Soli+Kirchensteuer. Damit liegt er in der Regel über 50% der
Erträge. Der deutsche Staat ist der Staat der
Transferempfänger schlecht hin. Die schlimmsten
Transferempfänger sind die Politiker. Steuerflüchtlinge kann
ich sehr wohl verstehen. Die meisten wollen versteuertes, schwer
erarbeitetes Geld vor dem weiteren Zugriff des Staates retten.
Schäubles Wisssen
Ich glaube Herr Schäuble weiß genug, um genau zu wissen, dass er gar nicht mehr wissen will.
Vorbereitungen zur kommenden Vermögenssteuer
Steuerhinterziehung ist sicher kein Kavaliersdelikt und muss - aber nur mit rechtsstaatlichen Mitteln und nicht mit Hehlerei - geahndet werden! Dennoch würde ich den Besuch von Schäuble in Singapur eher als Vorbereitung zur Einführung einer Vermögenssteuer in Deutschland werten. Ob er damit den Ausgleich für die Unfähigkeit der staatlichen Verwaltung in Deutschland - siehe Flughafen BB, Stuttgart 21, Elbphilharmonie, etc. - finanzieren will oder/und Wählerstimmen im linken Lager sammelt ist noch herauszufinden. Sicher ist allerdings, dass sich die Zinslast im Bundeshaushalt von ca. 36 Milliarden EUR deutlich reduzieren wird. Allerdings nicht mit Jagd auf Steuersünder und Vermögenssteuer, sondern mit 0% Zins auf Bundesanleihen, verknüpft mit 3% Inflation. Das ist die wahre Umverteilung von deutschen Ersparnisse in den Staatssäckel...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.10.2012 15:21 UhrSolange das eine richtig ist, muss das andere nicht falsch sein
Es sollte deshalb besser nicht davon ausgegangen werden, dass es Schäuble nur um Ablenkung geht. Dazulernen können wir jederzeit und sich mal wieder eine bessere Steuerzahlungsmoral zuzulegen wäre nicht das Verkehrteste.
Hat er noch einen Koffer in Singapur?
Merkel in Athen und Schäuble in Singapur -- da bleibt einem einfach die Spucke weg.
Christoph Hein Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
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