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Arbeitsmarkt Die Elite für die Großkanzleien

14.05.2007 ·  Die Karrierechancen von Juristen hängen vor allem von zwei Faktoren ab: von der Examensnote und der Spezialisierung. Während es vielen kleinen Kanzleien finanziell eher schlecht geht, werden Prädikatskandidaten von Großkanzleien und Unternehmen umworben.

Von Corinna Budras
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Die Lieblingsantwort von Juristen ist stets: „Das kommt darauf an“. Doch nicht nur auf fachliche Probleme, auch auf die Einschätzung der Karrierechancen von Rechtsanwälten lässt sich diese Formel trefflich anwenden. Tatsächlich kommt es bei dieser Frage vor allen Dingen auf die Noten des jeweiligen Bewerbers in den beiden Staatsexamen an. Abschlüsse mit Prädikat eröffnen den Absolventen sowohl die Türen zum Staatsdienst als Richter, Staatsanwalt oder in der Verwaltung als auch zu den internationalen Großkanzleien. Noch höher liegt der Marktwert, wenn ausländische Abschlüsse oder eine Doktorarbeit hinzukommen.

Doch Kandidaten mit einem solchen Profil gibt es nur wenige unter den rund 8000 Junganwälten, die jedes Jahr auf den Markt strömen. Deshalb tun Wirtschaftskanzleien alles, um sie in ihre Bürotürme zu locken. In aufwendig gestalteten Messen bewerben sie sich um die besten Kandidaten, denn die Nachwuchssorgen sind groß. Das Geschäft läuft bereits seit einiger Zeit wieder hervorragend.

Rennen um die höchsten Jahresgehälter

Besonders die juristische Begleitung von Unternehmenstransaktionen, der Finanzierungsmarkt und Immobilienverkäufe lassen die Terminkalender überquellen. Im vergangenen Jahr lieferten sich besonders die amerikanischen Wirtschaftskanzleien ein wahres Rennen um die höchsten Jahresgehälter für Einsteiger. Inzwischen werden in der Spitze mehr als 100.000 Euro zuzüglich Bonus gezahlt.

Die breite Masse der insgesamt mehr als 140.000 Rechtsanwälte bereitet den Standesvertretungen jedoch ernste Sorgen. Sie arbeiten meist als Einzelanwalt oder in kleineren Sozietäten mit weit weniger finanzieller Absicherung. Ähnlich wie bei großen Kanzleien gilt jedoch auch hier: Je klarer die Ausrichtung und je höher die Qualifikation, desto besser ergeht es den Juristen in diesem Segment.

Rund 15 Prozent der Advokaten hat dies bisher erkannt. Nach Lehrgängen, einem schriftlichen Test und dem Nachweis praktischer Erfahrungen haben sie einen der insgesamt 18 Fachanwaltstitel in so unterschiedlichen Rechtsgebieten wie Steuer-, Arbeits- und Familienrecht erlangt.

Quelle: F.A.Z., 14.05.2007, Nr. 111 / Seite 31
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Jahrgang 1976, Redakteurin in der Wirtschaft.

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