Anton Schlecker hat sein Lebenswerk selbst zerstört. Was mit einer cleveren Geschäftsidee begann, endete mit 25.000 Entlassungen, weil der Unternehmer den Blick für die Realität verloren hatte. Tausende leerstehender Schlecker-Filialen quer durch die Republik bezeugen das Versagen des schwäbischen Unternehmers.
Man könnte sagen, dass Anton Schlecker damit gestraft genug ist. Selbst wenn er die Villa weiter bewohnen darf, weil er sie rechtzeitig seiner Frau vermacht hat, selbst wenn er noch eine Luxusyacht besäße: Dies könnte die Schmach nicht ausgleichen.
Damit aber nicht genug. Anton Schlecker ist jetzt im Visier der Staatsanwaltschaft und muss damit rechnen, dass er vor Gericht gestellt wird. Verdachtsmomente gibt es reichlich. Seit Jahren hatte die Filialkette Verluste erwirtschaftet, und wie es aussieht, hat Schlecker in vielfältiger Weise reagiert. Manches hat er den Kindern zugeschanzt, manches Problem auch zu verschleiern versucht. Ob er das systematisch getan hat oder eher in Panik, wird die Staatsanwaltschaft nun herauszufinden versuchen.
Für alle, die nun unter der Insolvenz persönlich oder materiell zu leiden haben, ist das wenigstens ein bisschen Genugtuung.
"Verdachtsmomente gibt es reichlich." Das ist
unanständiger Journalismus.
Wolfgang Wurtz (wolwul)
- 19.07.2012, 12:58 Uhr
Wofür eigentlich Genugtuung ?
Philipp Koock (wodan39)
- 19.07.2012, 12:53 Uhr
Anton Schlecker ist kein Engel, aber ...
Gerold Keefer (solaris21)
- 19.07.2012, 10:09 Uhr
Die Jagd ist eröffnet
Oliver Langen (Acer99)
- 19.07.2012, 09:52 Uhr
anton schlecker unter verdacht
christina regina lang (chrisreg)
- 19.07.2012, 09:31 Uhr
