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Quartalsberichte Post wähnt sich auf gutem Weg

31.10.2002 ·  Die Deutsche Post zuversichtlich, ihre im Sommer gesenkten Umsatz- und Gewinnprognosen für 2002 zu erreichen.

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Die Deutsche Post ist zuversichtlich, ihre im Sommer gesenkten Umsatz- und Gewinnprognosen für 2002 zu erreichen. Der Konzern werde das Jahr mit einem Umsatz von knapp unter 40 Milliarden Euro abschließen, erklärte Finanzvorstand Edgar Ernst.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) werde um rund zehn bis 15 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr, so der Vorstand weiter. Der Konzerngewinn werde von der Einmalzahlung von 850 Millionen Euro auf Grund der EU-Entscheidung zum Beihilfeverfahren „stark belastet“ werden. Eine genaue Zielgröße nannte Ernst für den Konzerngewinn nicht. Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Klaus Zumwinkel, sprach von einer zufrieden stellenden Entwicklung angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Gewinn entwickele sich „plangemäß“.

Als Ebita-Margen erwartet die Post für das Gesamtjahr im Unternehmensbereich Brief mindestens 14 Prozent. Im Express-Geschäft wolle man ohne das Logistik-Unternehmen DHL mindestens auf eine Marge von 2,7 Prozent kommen, wobei bei DHL der Breakeven erwartet werde. Für den Logistik-Bereich prognostizierte die Deutsche Post eine Ebita-Marge von 2,1 Prozent und für den Unternehmensbereich Finanzdienstleistungen eine Eigenkapitalrendite von mindestens neun Prozent.

Briefgeschäft

Im Briefgeschäft konnte die Deutsche Post den Angaben zufolge in den ersten neun Monaten 2002 einen Umsatz auf Vorjahresniveau von rund 8,6 Milliarden Euro verbuchen. Auf Grund einer schwachen Nachfrage insbesondere im Filialbereich und höherer Materialaufwendungen sank das Ebita allerdings um knapp 18 Prozent auf etwa 1,3 Milliarden Euro.

Express als stärkster Konzernbereich beim Umsatz

Der Unternehmensbereich Express wurde in den ersten drei Quartalen durch die erstmalige Konsolidierung von DHL der umsatzstärkste Konzernbereich. Der Umsatz erreichte 9,1 Milliarden Euro. Das Ebita lag mit 108 Millionen Euro allerdings leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Logistik und Finanzdienstleistungen

Das Logistik-Geschäft trug 6,6 Milliarden Euro (minus 3,7 Prozent) zum Konzernumsatz und 148 Millionen Euro (plus 27,6 Prozent) zum Konzern-Ebita bei. Bei den Finanzdienstleistungen sei der Rückgang der Erlöse um 5,1 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro hauptsächlich auf niedrige Zinserträge zurückzuführen, hieß es. Das Ebita kletterte dagegen um über 22 Prozent auf 435 Millionen Euro.

Die Segmentergebnisse zeigten auch den Strukturwandel im Konzern, erläuterte die Post. Die Sparten Express, Logistik und Finanzdienstleistungen hätten nunmehr bereits einen Ergebnisanteil von rund 35 (zuvor 27) Prozent.

Insgesamt verbuchte die Deutsche Post AG von Januar bis September einen Umsatzanstieg um 16 Prozent auf 28,8 Milliarden Euro, der vor allem auf die erstmalige DHL-Konsolidierung zurückzuführen sei, wie das Unternehmen erklärte. Der Auslandsumsatz kletterte damit auch auf rund 40 von zuvor gut 31 Prozent. Das Ebitda lag dagegen in den ersten neun Monaten bei 1,8 Milliarden Euro und damit um 5,3 Prozent unter dem Vorjahrswert. Zur Begründung verwies die Post auf die anhaltend schwierige konjunkturelle Lage.

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