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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Protestaufruf Der offene Brief der Ökonomen im Wortlaut

 ·  172 Wirtschaftsprofessoren wenden sich mit einem Protestaufruf an Bürger und Politik. Die Beschlüsse des jüngsten Eurogipfels erfüllten sie mit großer Sorge, schreiben die Wissenschaftler. Die Erklärung im Wortlaut.

Artikel Lesermeinungen (82)

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 07.07.2012 22:30 Uhr

@Dr Klaus Sebastian:ggf Petition 25090 Finanzpolitik - Ablehnung des ESM-Vertrags (bis 13.7.2012)

Aber lesen sie selbst! Ende der Mitzeichnungsfrist ist der 13.7.2012. zzt 9725 Mitzeichner

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Frank Burgdörfer

Am Problem vorbei

Was hat dieser Brief mit seriöser Expertise zu tun? Hilft er, ein Problem besser zu verstehen? Wägt er politische Optionen ab? Gibt er brauchbare Empfehlungen? Nichts davon!

Die Damen und Herren Professoren drängen darauf, dass Banken so aufgestellt sein müssten, dass sie keiner staatlichen Hilfe bedürfen, so dass im Notfall nicht eingegriffen werden muss. Sehr schön - da wären wir gerne, da sind wir aber nicht. Sie errechnen Haftungssummen, die weniger auf seriöse Mathematik denn auf Panikmache schließen lassen. Und sie tun so, als entstehe Haftung für Bankencrashs erst durch die neue Regelung. Indirekt haften wir für die Banken der Krisenstaaten schon die ganze Zeit. Nur eben nicht direkt, sondern erst dann, wenn sie Staaten mit in die Tiefe gerissen haben.

Hier wird das Fehlen jeder intellektuellen Substanz beim impulsiven Vorbringen einer unreflektierten 'Haltung' vernebelt durch Zurschaustellung der eigenen Titel, die staatspolitische Verantwortung jedoch nicht ersetzen können.

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Angelika Stübner

Danke!

Ich bin sehr froh, dass endlich Experten, und zwar echte Experten, den Mut haben, unsere Regierungen nicht nur zu kritisieren, sondern klar zu benennen, welche Auswirkungen die aktuellen Entscheidungen auf ganz Europa - ja auf die gesamte Weltwirtschaft haben.
Vielen Dank! Es ist an der Zeit, dass sich immer mehr Menschen "einmischen", die wissen, was diese Wirtschaftspolitik - speziell im Umgang mit den Schulden der Banken für "das Volk" - und damit für uns alle - hat.

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Sebastian Dr Klaus

Wo gibt's endlich die Online-Abstimmung /-Petition dazu?!

Ich persönlich bin sehr überzeugt von der Argumentationslinie der Ökonomen um H.W. Sinn.
Der Hinweis allerdings man möge doch seinen Wahlkreisabgeordneten in der Sache ansprechen, scheint mir wenig Durchschlagskraft haben zu können.

Kann nicht bitte endlich jemand technisch versiertes (anders als ich, leider) online eine Abstimmungsplattform organisieren, bei der jeder interessierte Bürger/-in einfach und in großer Anzahl (darauf ist wohl einzig Verlass, bei der Meinungsäußerung gegenüber Politikern) diesen Offenen Brief "unterstützen" oder eben ablehnen kann.

Natürlich kann man bei der Formulierung des Briefes kritisieren, es werde wohl alles etwas verkürzt und plakativ dargestellt, aber ich denke die Hauptlinie kommt damit klar zum Vorschein und darauf kommt es wohl an...

... Banken müssen scheitern dürfen !!

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Werner Bernhardt

Danke

Vielen Dank für den offenen Brief. Die Politik hat leider nicht mehr den Durchblick.
Kann man írgendwo für diesen Brife abstimmen, bei Facebook oder so?

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Margita Herz
Margita Herz (herzm) - 07.07.2012 12:31 Uhr

So viele Wirtschaftswissenschaftler können nicht irren!

Selbst Kalifonien muss für seine Schulden selbst aufkommen, die Regierung der USA würde nie für ihre einzelnen Staaten haften. Aber Deutschland soll für die Schulden aller EU-Schuldner haften. Warum traut unsere Regierung einschließlich der linken Opposition den Gläubigern der Banken nicht zu, das Dilemma, das die Banken angerichtet haben, zu entschärfen? Warum sollen deutsche Steuerzahler das Überleben und die Gewinne der Bankkonzerne sichern? Was nützt uns die gute Auftragslage und der Export, wenn wir denen, die importieren das Geld vorher dafür geben? Für die derzeitige gute Wirtschaftslage bei uns haben die Arbeitnehmer in der Vergangenheit Lohnzurückhaltung geübt. Wir sind wieder konkurrenzfähig. Die EU-Länder, die jetzt in der Krise sind, sollten daraus lernen.

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Ulrich PFEFFER

Wirtschaftswissenschaftler sollten es besser wissen

Wenn breite Teile der Bevölkerung die von den Wirtschaftswissenschaftlern geäußerten Ansichten teilen, kann man das wohl verstehen. Von den Herren und Damen Professoren hätte man allerdings eine etwas differenziertere Betrachtungsweise erwartet. Deutschland sonnt sich im vermeintlich wohlverdienten Erfolg und übersieht dabei, das das Währungssystem Euro Hauptverursacher des Erfolges der deutschen Waren an europäischen Märkten ist, dass die Innovationskraft Deutschlands mit dem niedrigen veryinsten Geld der Reichen finanziert ist, die ihr Geld aus ihren eigenen Ländern abziehen und schließlich, das schlicht die Begehrtheit deutscher Autos in aller Welt die Wirtschaft stimuliert. 1995 war Toyota das Vorbild, heute ist es VW; man sollte nicht vergessen, wie schnell sich sowas ändern kann. Es ist also nicht so, dass die Deutschen besonders fleißig wären oder besonders schlau. Ok, sie haben eine stabile politische Landschaft, haben ein paar Reformen zu Lasten der geduldigen Unterschicht gem

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.07.2012 21:07 Uhr
Wolfgang G. Runte

Widerspruch

Sie schreiben, daß D auf den europäischen Märkten seinen Wohlstand verdient und erwähnen selbst die Exportmärkte, die eben keinen Euro haben. Und so ist es. 40% unserer Exporte gehen in Euroländer, aber 60% gehen in Nichteuroländer. Wir verdienen also unsere Unterstützungen für Spanien, etc. mit Dollar, Renminbi, etc. Also, wozu benötigen wir einen Euro? Er schadet nur, da er gegenwärtig der NichtEuroWelt erlaubt zu Schnäppchenpreisen in D einzukaufen. Deshalb auch das vermeintliche Wirtschaftswunder in D. Wir verschleudern gegenwärtig unsere volkswirtschaftlichen Leistungen.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 06.07.2012 20:50 Uhr

"Banken-Testamente" kein Witz !

10 US-Banken, darunter auch die Filiale der DeuBa, hatten auf Anordnung der viel härteren US-Finanzaufsicht jeweils ein "Testament" hinsichtlich ihrer geordneten Insolvenz anzufer- tigen. Dieses soll eienem Sequester im Insolvenzfall verfügbar gemacht werden. Das Testa- ment der Deutschen Bank ist auf 29 Seiten zusammengefasst. Regelmäßig hat sich heraus-gestellt, dass eine Pleite einer "systemrelevanten" Bank das System überhaupt nichts in den Grundfesten erschüttert. Der Begriff "systemrelevant" ist vielmehr der politische Trick, die pol. Zustimmung des Volkes zur Rettung privater Großinvestoren zu erhalten, die ihr Geld in die falschen Unternehmungen gesteckt hatten. Dazu können auch marode Banken, Firmen und ganze Staaten gehören. Ist doch interessant, dass man das Drehbuch der Abwicklung
auch selbst schreiben kann, weil man dazu gezwungen wird. Aber, wer zwingt die Griechen u.a. ?

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Gunther Mair
Gunther Mair (MairGun) - 06.07.2012 18:43 Uhr

Europäischer Frühling

Der Protestbrief erklärt - wieder einmal - eine kulturell, demokratisch und ökonomisch katastrophale Entwicklung in einfachen Worten. Sicherlich werden die meisten Fachleute - sofern sie keine Partikularinteressen vertreten - längst derselben Meinung sein.
Das Problem: Den Souverän, den Wähler, in Deutschland, Finnland, den Niederlanden u.ä. soweit zu aktivieren, dass er merkt, dass seine Entscheidung und sein kollektives Handeln der (einzige) Königsweg zur Politiksteuerung ist.
Der "arabische Frühling" hat die Methodik vorgeführt, teilweise unter Einsatz von Leben und Freiheit. Internet, Kommunikationsmittel, soziale Netzwerke - die Werkzeuge sind vorhanden.
Und "wir" leben in einer demokratischen Umgebung der Meinungsfreiheit, in der Menschenrechte nicht bedroht werden: Die Aufgabe sollte hier leichter gelingen!

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günter garbers

Nach Brüssel ist das Maß übervoll

170 Professoren denken wie das Volk, und sie haben Recht damit! Es wird Zeit, unserer politischen Klasse klar zu machen, dass sie kein Mandat hat, unseren (erarbeiteten!) Wohlstand an die Banken des Mittelmeerraumes zu verhökern. Wenn sie es doch wagen sollte, dann wird Europa durch den Euro auseinandergesprengt, wozu er ja eigentlich nicht gedacht war.

Gemeinsame Bankenaufsicht??? Auf dem Papier kriegt man das ja wohl noch hin; aber woher den Optimismus nehmen, dass sie auch tatsächlich so wie vereinbart funktionieren würde? In Europa hält sich doch niemand mehr an Verträge, wenn sie ihm im Wege stehen. An die no-bail-out-Klausel zu erinnern ist schon längst nicht mehr parkettfähig, und die EZB kauft südeuropäische Staatsanleihen wie im Rausch. In Europa kämpft doch schon seit 4 Jahren jeder nur noch für sich und fast alle gegen die Bundesrepublik. Eine unschöne Wahrheit zwar, aber ihr Eingeständnis macht frei, das zu tun, was nötig ist: Die Reset-Taste zu betätigen.

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Ute  Klaffer
Ute Klaffer (Klaffer) - 06.07.2012 15:51 Uhr

Protest ohne Lösungsansatz??

Einmal abgesehen davon, d dieser Aufruf eben ein solcher ist u daher keine Endergebnisse schaffen kann, ist die Auffassung es gäbe keine Lösungsansätze wohl nur von denen zu vertreten, die sich bislang mit dem Thema nicht auseinandersetzt haben. Aber darin liegt gleichfalls ein Problem der Stromlinienförmigkeit ibs der Presse in diesem Land (das sagte erst kürzlich ein angesehener Schriftsteller absolut zutreffend). Das Problem ist mit Schuldbeitritten und Stützungszahlugen nicht zu lösen. Auch nicht dadurch, dass man die Verluste und Schaden- ersatzzahlungen d Banken verhindert. Diese haben ibs üb target-Kredite das deutsche Kapital massiv n Griechenland u Spanien übertragen u dafür Anleger geworben! Das sind allein 180 Mio Euro, die definitiv verloren sind. Der EU fehlen die Wertkorrekturen, die es über die Abwertung der Währungen gab. Daher muß d Wertberichtigung in einem überschuldeten Land selbst statt finden.Erst wenn dort die Preise fallen kehrt d Kapital zurück u schafft Arbeit

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.07.2012 17:37 Uhr
Peter Beier
Peter Beier (pjeer) - 06.07.2012 17:37 Uhr

Es wäre wünschenswert...

...nach ihrem Ansatz gut überlegt, nur bezweifele ich, dass ein solcher Mechanismus in Gang käme, die heilosen Disskussionen in ARD/ZDF haben wenig Konkretes zu bieten, das sogenannte Expertentum ist inzwischen so spekulativ geworden, - die Zurückhaltung unsere Presse zu so einem wichtigen Thema fällt eher flach aus und so kommt das Gefühl der Resignation der Bürger auf, machtlos zu sein und dem Treiben zu zu sehen, Geld ist ein scheues Reh und die großen Vermögen transveriert und International verteilt, wetten....

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Manfred Dr. Hanke

Protestaufruf

Warum so bescheiden? Es wäre doch sinnvoll, wenn die Perönlichkeiten, die diesen notwendigen
Protest einlegen auch ihre Titel - und möglichst auch ihre Funktionen - angeben würden.
Gerade in Deutschland spielen doch Titel und Tätigkeiten eine große Rolle und erhöhen das Gewicht solcher Aussagen.

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Peter Beier
Peter Beier (pjeer) - 06.07.2012 13:41 Uhr

Protest ohne Lösungsansatz...

..vielen Dank für die Worte, viel "Neues" ist jedoch nicht zu erkennen und Lösungsansätze sehe ich ebenfalls nicht. Die Saat zur Krise ist bekannt und wird durch weitere Aufweichungsversuche des Stabilitätspaktes nicht zum Erfolg werden. Kohl, Eichel, der heute noch frech in die Kamera lügt und so tut als wenn er von nichts wüsste, sind die wahren Verursacher, neben den Weichmacher Politiker aus dem sonstigen Euroland. Den Banken ist durch fehlende Kontrollmechanismen, Tür und Tor geöffnet , sich in den waghalsigsten Finanztransaktionen aller Ehre zu machen und damit in höchsten Maße Volksvermögen zu gefärden. Natürlich sind wir Deutsche , -Profiteure der Einführung des Euros gewesen und können durch unsere Fiskalpolitik als Vorbild für andere Länder dienen. Die Frage stellt sich in eine ganz andere Richtung, - vielen Industriezweige der Länder sind in Billiglohnländer ausgelagert worden und die Produktivität der Länder drastisch eingeschränkt worden, wo soll hier Wachstum entstehen ?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.07.2012 14:39 Uhr
Andreas Gati

vom Euro profitiert?

warum sind wir Deutsche Profiteuere vom Euro? Als Privatleute bestimmt nicht. Durch die relative Schwäche des Euro zu einer hypothetischen DM sind alle Importe wie zB Benzin aber auch Urlaubsreisen deutlich teuerer geworden. Und für die Industrie ist der Exportanteil in die Euro-Länder sogar gesunken. Im übrigen hat die deutsche Industrie auch unter der ständig aufwertungsverdächtigen DM glänzende Exportgeschäfte gemacht.
Egal wie, die (bestrittenen) Vorteile sind vernachlässigbar gegenüber den Nachteilen, die zum Teil erst noch kommen werden, wenn der Euro auseinanderbricht.

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Horst Dr. Ehmann
Horst Dr. Ehmann (Hort) - 06.07.2012 12:42 Uhr

Zum offenen Brief der Ökonomen

Die Kanzlerin hat inzwischen den Ökonomen widersprochen und behauptet, die Brüsseler Beschlüsse begründeten keine zusätzliche Haftung deutscher Bürger für die Schulden europäischer Banken: Jeder solle sich diese Beschlüsse "wirklich gut anschauen und dann auch das berichten, was in diesen Beschlüssen steht". Das aber ist dem Bürger unmöglich, wenn diese Beschlüsse nicht allgemein zugänglich veröffentlicht werden und in der Presse nur in einer Form darüber berichtet wird, welche die Auslegung, die die Ökonomen den Beschlüssen gegeben haben vertretbar erscheinen lässt. Krämer und Sinn sollten jetzt aber nachlegen die Passagen aus den Beschlüssen zitieren, welche die Grundlage ihres Appells bilden. Letztlich ist es aber eine Aufgabe der Bundesregierung die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was sie in Nachtsitzungen in Brüssel und anderswo mit verbindlicher Wirkung für die BRD beschließen. Wir leben schließlich nicht in einer Diktatur, in welcher der Wille der Kanzlerin Gesetz ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.07.2012 14:04 Uhr
Andreas Gati

keine zusätzliche Haftung?

wenn Merkel meint, daß in den letzten Beschlüssen keine zusätzliche Haftung für Deutschland vereinbart wären, warum hat dann insbesondere Monti so jubiliert? Natürlich hat er Zusagen bekommen, daß die Banken Geld bekommen können. Allerdings wird zunächst eine Bankenaufsicht installiert. Und ob die durchgreifen kann und nicht auch im Laufe der Jahre beim dann X-ten Euro-Rettungs-Gipfel verwässert wird, will ich erstmal sehen. Zweifel sind nach aller Erfahrung mehr als angebracht!

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Dr. Ludwig Paul Häußner

MwSt rauf in Spanien, Italien und Frankreich - der Euro als Vollgeld

Wie wird man Schuldner? Indem man Gläubiger findet. So einfach ist das und wenn der Schuldner seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann, muss der Gläubiger seine Forderungen abschreiben. Falls dadurch auch Privatbanken pleite gehen sollten, dann geschieht dies im Rahmen einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung.

Die Staatshaushalte der PIIGS-Staaten wie auch die Frankreichs können letztlich nur durch eine höhere MwSt konsolidiert werden. Die EU lässt derzeit einen MwSt-Höchstsatz von 25% zu. Die MwSt ist auch eine indirekte Reichensteuer. Steuerflucht ist bei der MwSt nicht möglich!

Die EZB muss über unsere Gemeinschaftswährung das totale Geldregal erhalten - Stichwort: VOLLGLED (von Prof. Dr. Joseph Huber Universität Halle), damit die Privatbanken nicht länger SCHEIN-Geld aus dem Nichts schöpfen können.

Der Euro braucht überdies noch eine Umlaufsicherung. Die Umlaufsicherungsgebühr sollte 5% jährlich betragen. Die Einnahmen daraus erhalten die EU-BürgerInnen pro Kopf zurück.

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Roland Kossow
Roland Kossow (RKossow) - 06.07.2012 11:16 Uhr

Systemheoretisch interessant

Aus wirtschaftswissenschaftlich oder gar finanzwirtschaftlich verengter Sicht, kann ich dem Brief der Herren WiWis lediglich zustimmen. Politisch betrachtet ist eine Abwägung sehr schwer.
Streit bleibt sicherlich auf dem nun beschrittenen Weg nicht aus, insbesondere, da sich schon bald zeigen wird, wie unterschiedlich Interpretationen in Bezug auf spärlich fixierte
Sachverhalte sein können. Aber, wer denkt, dass Streit bei egal welch einer anderen Entscheidung ausgeblieben wäre, irrt.
Die WiWis überschreiten durch das Schalten einer Anzeige in einem Massenmedium die Grenze Ihres zwischen Wahr und Unwahr differenzierenden Wissenschaftssystems und nehmen teil an der binären Codierung von Macht/Ohnmacht des politischen Systems, werden dabei zu effizienten Oppositionellen.
Das Wunder und bemerkenswerteste dabei ist, dass sich so viele WiWis auf einen Text
einigen konnten :-) - unglaublich. Aber Wunder passieren immer wieder.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.07.2012 14:13 Uhr
Andreas Gati

Einigkeit unter Wissenschaftlern

daß Sie die Einigkeit unter Wissenschaftlern als Wunder bezeichnen erstaunt mich doch sehr. Auch Wissenschaftler können denken und je klarer die Analyse, desto einiger sind sie sogar. Und genau das liegt hier vor: die Einigkeit in der Analyse, daß hier ein Irrweg begangen wird. Wenn Sie dieselben Wisswenschaftler nach ihren Vorschlägen zur Lösung der Krise gefragt hätten, wäre ich sogar bei Ihnen: da wären nie soviele Unterschriften unter demselben Papier gekommen. Aber darum ging es ja hier nicht!

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Hans C. Graf zu Toerring-Jettenbach

Protestaufruf

Jedes Unternehmen, das vor dem Konkurs steht sollte / muss in Würde Pleite gehen dürfen. Ist das, was auf EU-Ebene praktiziert wird, nicht eine Konkursverschleppung in gigantischem Ausmaß ? Unsere "Weltökonomen" aus der Politik sollten genau überlegen, was sie da anstellen. Die Hoffnung bleibt, daß unser Verfassungsgericht "juristisch" entscheidet und nicht "politisch" !

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.07.2012 20:54 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 06.07.2012 20:54 Uhr

Bankentestament

Jedes Institut kann in einem "Testament" das Drehbuch der Abwicklung im Insolvenzfall selbst
schreiben. Damit der Sequester nachschauen kann, was er in welcher Folge tun kann und muss
Jedenfalls hat das die US-Bankenaufsicht 10 US-Banken erfolgreich abgefordert. Keine Groß-
bank hätte das System gekippt. Alles nur Angst und Legende !

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Willy Seidel

Der offene Brief der Ökonomen im Wortlaut

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, der überwiegende Teil der deutschen und europäischen Bürger bedauern es sehr, das Sie auf dem Gipfeltreffen der EU-Länder, sich genötigt sahen, den finanz-disziplinierten Ländern in den Rücken zu fallen, um den Krisenländern - und insbesondere den abgehobenen unfähigen Bankmanagern - unbegrenten Freiraum zu mehr Risiko/Schulden zu schaffen. Sie "waren" der Garant für eine solide Finanzpolitik mit Zukunft! Bitte bleiben Sie bei Ihrer zukunftsorientiertren Haltung. Welchem Mittelstandsbetrieb werden diese Freiräume zugebilligt, obgleich wir diese Betriebe als tragende Elemente unserer Volkswirtschaft bezeichnen. Nur wenige Monate nach der dramatischen "Bankenrettungsaktion", die den Steuerzahlern letztendlich unmengen Geld kostet wird sichtbar, das die verantwortlichen Bankmanager nichts, aber auch garnichts gelernt haben. Im Gegenteil, die Risikobereitschaft im Umgang mit den ihnen anvertrauten Finanzmitteln ist unverändert. Es wird BITTER werden!

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Frank Zschoche

Augen zu und volle Kraft voraus !

Sind wir auf der Titanic ?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.07.2012 13:27 Uhr
Manfred Wehner

JA, wo sonst

Das Orchster spielt immer lauter!

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Boris Anderer

Leichtfertiger Kontrollverlust und Gutgläubigkeit der Politiker

Wir können froh sein, daß wir kritische Expertenstimmen haben, die den Mut haben die Wahrheit laut auszusprechen. Wer wie Frau Merkel oder ein Wirtschaftsweiser wie P. Bofinger so gutgläubig ist und meint, daß das gegenwärtige Schulden- und Wirtschaftsdesaster durch großzügige und weitgehend unkontrollierte Verteilung weiterer Euro-Kredite in den Griff zu bekommen sei, hat die reale Situation schlicht nicht begriffen. Es ist in der Wirtschaftsgeschichte leicht nachvollziehbar, daß von Krisensituationen betroffene Nationen (und damit verbundene Personen) immer alles versprechen, was ein Gläubiger hören will, nur um ihren Vorteil zu sichern. Und wenn das nicht klappt, dann versucht man es eben mit Druck. Frau Merkel hat letzte Woche dafür gesorgt, daß ein parlamentarisch unkontrollierbarer ESM-Schirm unbegrenzt Gelder an wirtschaftlich unverantwortlich und national agierende Banken und Staaten verteilen darf unter weitgehender Aufgabe bisheriger Kontrollauflagen. Armes Deutschland !

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