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Protagonisten der Transition-Bewegung : Der Ingenieur

Jürgen Osterlänger ist Ingenieur in Emskirchen bei Würzburg. Die lokale Wirtschaft unabbhängiger vom Zins und dem damit verbundenen Wachstumszwang zu machen - das schwebt dem Transition-Aktivisten vor.

          Jürgen Osterlänger ist mit großen Erwartungen in die Transition-Initiative gestartet. In seinem Heimatort Emskirchen (bei Würzburg) wollte er innerhalb eines Jahres so viele Menschen erreichen, dass sich die Idee von selbst trägt. Doch bei 6000 Einwohnern ist die kritische Masse für konsequent ökologische Lebensstile klein - dabei sitzt Osterlänger für die Umweltpartei ÖDP im Gemeinderat.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nach zwei Jahren Arbeit muss er feststellen, dass es viel mühsamer ist, Gleichgesinnte zu finden, als in der Zeit der lokalen Agenda-21-Projekte, an denen er sich ebenfalls beteiligte. Mit einem kleinen Kreis von Leuten hat er sogenannte Minutos als Zahlungsmittel eingeführt. Das sind Inhaberschuldverschreibungen, die dem Gegenwert einer 15-minütigen Aktivität entsprechen (z.B. Fahrradreparieren, Heckeschneiden, Haare frisieren). Je mehr Menschen sich daran beteiligten, desto besser funktionierte das System als realwertorientiertes Zahlungsmittel. Doch bislang beteiligt sich nur ein gutes Dutzend daran.

          In Emskirchen wird es also noch lange dauern, bis der in der Autoindustrie tätige Ingenieur durchsetzen kann, was ihm konzeptionell vorschwebt: Die lokale Wirtschaft unabbhängiger vom Zins und dem damit verbundenen Wachstumszwang zu machen.

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